Linars

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Linars
Linars (Frankreich)
Linars
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente
Arrondissement Angoulême
Kanton Val de Nouère (Hauptort)
Gemeindeverband Grand Angoulême
Koordinaten 45° 39′ N, 0° 5′ OKoordinaten: 45° 39′ N, 0° 5′ O
Höhe 25–82 m
Fläche 5,97 km2
Einwohner 2.094 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 351 Einw./km2
Postleitzahl 16730
INSEE-Code
Website www.linars.fr

Linars – Église Saint-Pierre

Linars ist eine Gemeinde mit 2094 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im westfranzösischen Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linars liegt auf dem Nordufer der Charente etwa acht Kilometer (Fahrtstrecke) westlich der Stadt Angoulême in der alten Kulturlandschaft des Angoumois in einer Höhe von etwa 60 Metern ü. d. M.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 2006 2015
Einwohner 726 852 1.667 2.208 2.193 2.071 2.107

Im 19. Jahrhundert sank die Einwohnerzahl des Ortes von etwa 600 im Jahr 1800 auf etwa 400 im Jahr 1900 ab. Aufgrund der Nähe zur Stadt Angoulême und vergleichsweise günstiger Immobilienpreise ist die Bevölkerung der Gemeinde im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts auf über 2000 Einwohner angewachsen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linars ist traditionell landwirtschaftlich geprägt, wobei der Anbau von Hanf schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle spielt. In mittelalterlichen Urkunden ist der Ort als Linaria oder Linares überliefert, was auf den Anbau von Flachs (lin) und/oder Hanf (chanvre) zurückgeht. Ansonsten bestimmen Einzelhandel, Handwerk und kleinere Dienstleistungsbetriebe das wirtschaftliche Geschehen des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden die Überreste eines gallorömischen Landgutes (villa rustica) und eines Friedhofs aus derselben Epoche gefunden. In den Hugenottenkriegen (1562–1598) erlitten Ort und Kirche schwere Schäden; möglicherweise wurde beim Wiederaufbau der schlanke Wachturm auf der Nordseite der Kirche errichtet. Auch die Existenz eines in der Französischen Revolution aufgelösten und zerstörten Priorates im Weiler Chevanon ist belegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenschiff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Linars – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Saint-Pierre, Linars in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Cloche, Église Saint-Pierre, Linars in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)