Lohnsburg am Kobernaußerwald

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Lohnsburg am Kobernaußerwald
Wappen von Lohnsburg am Kobernaußerwald
Lohnsburg am Kobernaußerwald (Österreich)
Lohnsburg am Kobernaußerwald
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 39,59 km²
Koordinaten: 48° 9′ N, 13° 24′ O48.14513.406388888889523Koordinaten: 48° 8′ 42″ N, 13° 24′ 23″ O
Höhe: 523 m ü. A.
Einwohner: 2.202 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 56 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4923
Vorwahl: 07754
Gemeindekennziffer: 4 12 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 11
4923 Lohnsburg am Kobernaußerwald
Website: www.lohnsburg.at
Politik
Bürgermeister: Max Mayer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
13 ÖVP, 5 SPÖ, 6 FPÖ, 1 BZÖ
Lage der Marktgemeinde Lohnsburg am Kobernaußerwald im Bezirk Ried im Innkreis
Andrichsfurt Antiesenhofen Aurolzmünster Eberschwang Eitzing Geiersberg (Oberösterreich) Geinberg Gurten Hohenzell Kirchdorf am Inn Kirchheim im Innkreis Lambrechten Lohnsburg am Kobernaußerwald Mehrnbach Mettmach Mörschwang Mühlheim am Inn Neuhofen im Innkreis Obernberg am Inn Ort im Innkreis Pattigham Peterskirchen Pramet Reichersberg Ried im Innkreis Schildorn Senftenbach St. Georgen bei Obernberg am Inn St. Marienkirchen am Hausruck St. Martin im Innkreis Taiskirchen im Innkreis Tumeltsham Utzenaich Waldzell Weilbach Wippenham OberösterreichLage der Gemeinde Lohnsburg am Kobernaußerwald im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lohnsburg am Kobernaußerwald ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 2202 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Lohnsburg liegt im Innviertel, an der Nordabdachung des Kobernaußerwaldes. Der Hauptort liegt auf 523 m Höhe. Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 14,3 km, von West nach Ost 10 km, die Gesamtfläche 39,5 km². 48,1 % der Fläche sind bewaldet, 45,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[1]

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

Bergham, Felling, Fossing, Gunzing, Helmerding, Hochkuchl, Kemating, Kobernaußen, Kramling, Lohnsburg, Magetsham, Mitterberg, Neulendt, Reintal, Schönberg, Schauberg, Schlag, Schmidham, Stelzen.

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Blau ein goldener, aufgerichteter Hirsch mit zwölfendigem Geweih. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau.

Das 1969 verliehene Gemeindewappen geht auf das Wappen der Herren von Kuchl zurück, denen von 1377 bis 1439 die Herrschaft Friedburg und damit auch ein Teil des heutigen Gemeindegebietes von Lohnsburg gehörte. Der Hirsch steht aber auch für die Lage am Kobernaußerwald.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Lohnsburg (urkundlich Lonespurch, Lanspurch) wird zum ersten Mal in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts genannt. Der Ortsname weist auf eine Burg hin, die die Kuchler ca. um 900 als Schau- und Trotzburg gegen Einfälle aus dem Osten am 722 Meter hohen Hochkuchlberg errichteten und besetzten. Die Hochkuchler waren ehemalige Landrichter in Kuchl bei Hallein und unterstanden dem Erzbistum Salzburg. Von 1450 an begann der Verfall der Burg, welche heute lediglich noch in einer Sage und im Ortsnamen Erwähnung findet.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. 1848 wurde Lohnsburg eine politische Gemeinde.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Im Jahre 1963 wurde Lohnsburg Fremdenverkehrsgemeinde und 1967 Erholungsdorf.

Seit 27. Mai 1968 trägt die Gemeinde den Namen Lohnsburg am Kobernaußerwald. 1988 wurde Lohnsburg zur Marktgemeinde erhoben.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Max Mayer von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lohnsburg am Kobernaußerwald

Das Museumsprojekt Heimathaus[Bearbeiten]

Lohnsburger Heimathaus
Pfarrkirche mit Marktplatz

Im Jahre 1992 wurde das im Jugendstil erbaute ehemalige Gemeindehaus (1910) komplett renoviert. Seitdem befindet sich in den ehemaligen Amtsräumen das Lohnsburger Heimathaus.

Der frühere Volksschuldirektor Treiblmayr begann bereits in den 1950er Jahren mit den Sammeln von alten Werkzeugen, Geräten und Gegenständen aus dem bäuerlichen Alltag, sowie Urkunden und Fotos. Die heimatkundliche Sammlung ist nun auf mehrere Räume aufgeteilt. Im ersten Raum befindet sich eine Webstube, der zweite Raum setzt sich mit dem religiösen Leben in der Gemeinde und auf dem Lande auseinander, der dritte beherbergt eine bibliographische Sammlung rund um Lohnsburg. Der vierte und letzte Raum ist dem Kobernaußerwald gewidmet, der für viele Jahrhunderte eine große wirtschaftliche Rolle im Leben der Lohnsburger spielte.

Musik[Bearbeiten]

Die Musikkapelle der Gemeinde Lohnsburg ist bereits seit Jahrzehnten ein wichtiger kultureller Bestandteil. Konzerte und Veranstaltungen der Musikkapelle finden nicht nur in Lohnsburg sondern in ganz Österreich großen Anklang.

Die Musikkapelle durfte im Jahr 2008 Oberösterreich beim Österreichischen Blasmusikwettbewerb in Feldkirchen in Kärnten vertreten und wurde in diesem Jahr österreichischer Bundessieger.[3]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Kirchtag: Der Lohnsburger Kirchtag, der jährlich Anfang Juni stattfindet, ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Lohnsburger Vereinen, der Wirtschaft und der Bevölkerung in und um Lohnsburg.
  • Osterkonzert des Musikvereins Lohnsburg: Der 1852 gegründete Musikverein Lohnsburg steht seit 1992 unter der Leitung von Gottfried Reisegger. Seit dieser Zeit dirigiert Reisegger auch das in der Region Innviertel bekannte Osterkonzert, bei dem die traditionelle Blasmusikkapelle Lohnsburg klassische Musik, Musical und Filmmusik darbietet.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Tilo Holzwaren: Das zu Beginn der 1950er Jahre von Gustav Schrattenecker gegründete Unternehmen ist mit rund 400 Arbeitsplätzen das größte Unternehmen der Gemeinde.
  • Elektro Gadermeier: Die Firma wurde von Johann Gadermayr im Jahre 1919, in Form eines Kompressionshandels mit Fahrrädern und Maschinen in Felling Nr. 4 am elterlichen Hof gegründet und ist mit rund 80 Arbeitsplätzen eines der größten Unternehmen der Gemeinde.

Sportstätten[Bearbeiten]

Langlaufathleten steht von April bis November eine Trainings- und Wettkampfstrecke von insgesamt 6.170 Meter Länge zur Verfügung. Sie führt am Höhenrücken des Kobernaußerwaldes entlang und liegt zwischen 670 und 720 Meter Seehöhe.

Literatur[Bearbeiten]

Zum Anlass der Markterhebung 1988 startete der Lohnsburger Hauptschullehrer Gerd Rabe ein Schulprojekt mit dem Ziel, eine Broschüre über seine Heimatgemeinde herauszubringen. Nach mehr als zwei Jahren Recherchen veröffentlichte er seine Resultate in Form eines Bildbandes, der bei der Gemeinde Lohnsburg erhältlich ist.

Bekannte Lohnsburger[Bearbeiten]

  • Hedwig Enghuber,[4] Autorin mundartlicher Texte
  • Engelbert Lagler (* 1939), General des Österreichischen Bundesheeres in Ruhe, 1975 Kommandant des PzGrenB 13 in Ried im Innkreis
  • Peter Mayer (* 1976), seit 2008 Abgeordneter zum Nationalrat

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde Lohnsburg am Kobernaußerwald.
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1970, S. 60 (PDF; 1,6 MB)
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnisliste auf ooe-bv.at. Abgerufen am 1. Oktober 2008 (PDF; 12 kB).
  4. Hedwig Enghuber, in: Webpräsenz von Regiowiki.at

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lohnsburg am Kobernaußerwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien