Lengau

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Lengau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Lengau
Lengau (Österreich)
Lengau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Hauptort: Friedburg
Fläche: 58,18 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 13° 13′ OKoordinaten: 48° 0′ 18″ N, 13° 13′ 4″ O
Höhe: 532 m ü. A.
Einwohner: 4.730 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 81 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5211
Vorwahl: 07746
Gemeindekennziffer: 4 04 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Salzburger Straße 9
5211 Lengau
Website: www.gemeindelengau.at
Politik
Bürgermeister: Erich Rippl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
12
6
5
2
12 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Gemeinde Lengau im Bezirk Braunau am Inn
AltheimAspachAuerbachBraunau am InnBurgkirchenEggelsbergFeldkirchen bei MattighofenFrankingGeretsbergGilgenberg am WeilhartHaigermoosHandenbergHelpfau-UttendorfHochburg-AchHöhnhartJegingKirchberg bei MattighofenLengauLochen am SeeMaria SchmollnMattighofenMauerkirchenMiningMoosbachMoosdorfMunderfingNeukirchen an der EnknachOstermiethingPaltingPerwang am GrabenseePfaffstättPischelsdorf am EngelbachPolling im InnkreisRoßbachSt. Georgen am FillmannsbachSt. Johann am WaldeSt. Pantaleon (Oberösterreich)St. Peter am HartSt. RadegundSt. Veit im InnkreisSchalchenSchwand im InnkreisTarsdorfTreubachÜberackernWeng im InnkreisOberösterreichLage der Gemeinde Lengau im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lengau ist eine Gemeinde im Innviertel in Oberösterreich mit 4730 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lengau liegt im oberen Mattigtal.

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 58,1 km².

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Munderfing Maria Schmolln
Lochen am See Nachbargemeinden Pöndorf (Bez. Vöcklabruck)
Straßwalchen (Bez. Salzburg-Umg., Sbg.)
Lohnsburg grenzt nur in einem Punkt an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Friedburg, Heiligenstadt, Krenwald, Lengau, Oberehreneck und Utzweih.

Die drei Hauptorte sind Friedburg, Schneegattern und Lengau.[1] Das Gemeindegebiet umfasst insgesamt 30 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

Zählsprengel sind Friedburg, Schneegattern und Lengau.

Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lengau

Der älteste Ort der Gemeinde ist Teichstätt (Tichsteti, 776 erstmals erwähnt). Der Gemeindename Lengau wird erst im 19. Jahrhundert erstmals erwähnt, ist aber aufgrund vorhandener Familiennamen wohl alt, und könnte zu ahd. *bi zuo demo langin/lengin gouue ‚im langgestreckten Gau(ort)‘ oder aber ahd. *bi zuo dero langin/lengin ouwa ‚in der langgestreckten Au‘ stehen.[3]

Die Brüder Konrad und Hartneid Kuchler erwarben 1377 vom Hochstift Bamberg die Herrschaft Friedburg. Die Burg wurde im Spanischen Erbfolgekrieg (18. Jahrhundert) zerstört.

Seit Gründung des Herzogtums Baiern (etwa 7. Jahrhundert) war das Gebiet bis 1779 bayrisch. Mit dem Frieden von Teschen kam das Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört das Innviertel und damit Lengau seit 1814 zu Österreich ob der Enns.

Die politische Gemeinde Lengau umfasste ab dem 19. Jahrhundert die 3 Hauptorte Lengau, Friedburg und Schneegattern, sowie weitere Dörfer wie Teichstätt (Schloss Teichstätt, Naturschutzgebiet), und Heiligenstatt mit einer bekannten Wallfahrtskirche. Wegen der drei ehemaligen Gemeinden hat Lengau heute auch drei Pfarrstellen (Schneegattern als Expositur von Friedburg). 1931 wurde die Ortschaft Friedburg wieder zum Markt erhoben, erstmals geschah dies bereits um 1439, geriet aber in Vergessenheit.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung mit 25 Mitgliedern hat seit der Gemeinderatswahl 2015 folgende Sitzverteilung: SPÖ: 12, ÖVP: 6, FPÖ: 5, GRÜNE: 2.

Bürgermeister

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

In Grün ein silberner Hirschrumpf mit zehnendigem Geweih.

Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß.

Das 1979 verliehene Gemeindewappen geht in abgewandelter Form auf das Familienwappen der Herren von Kuchl zurück, die seit 1377 die Herrschaft Friedburg innehatten.[4]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lengau gehört zur Leaderregion Oberinnviertel–Mattigtal.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Haltestellen Friedburg, Lengau und Teichstätt der Mattigtalbahn hat der Ort eine direkte Verbindung zur Bezirksstadt Braunau am Inn und Anschluss an die Westbahn, sowie die S-Bahn (S 2) nach Salzburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Erb
Lourdeskirche Schneegattern
Monument am Riesen-Themenweg in Lengau
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lengau

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Buttinger (1900–1984), Politiker, Mitglied des Gemeinderats von Lengau
  • Josef Dechant (* 1942), Politiker, Bürgermeister der Stadt Salzburg
  • Hubert Spannring (1862–1930), Bildhauer und Schulleiter
  • Franz Winkelmeier (1860–1887), wurde als „Riese von Friedburg-Lengau“ bekannt
  • Friedrich Falch (1918–2002), Bürgermeister von Lengau und Landtagsabgeordneter (ÖVP)
  • Erich Rippl (* 1958), Bürgermeister von Lengau und Landtagsabgeordneter (SPÖ)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lengau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptorte, gemeindelengau.at
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011 (pdf, statistik.at).
  3. Elisabeth Bertol-Raffin, Peter Wiesinger: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Braunau am Inn. Wien 1989., Band 1, S. 49; nach Ute Maurnböck-Mosser: Altheim. In: Die Haus- und Hofnamen im Gerichtsbezirk Mauerkirchen. 2002; abgerufen am 24. Juli 2008 (Diplomarbeit).
  4. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (5. Nachtrag 1977-1979). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 3/4, 1980, S. 128 (PDF, 2,5 MB, ooegeschichte.at)
  5. Verein Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal (zukunft-om.at).