Ludgeřovice

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Ludgeřovice
Wappen von Ludgeřovice
Ludgeřovice (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Opava
Fläche: 1083 ha
Geographische Lage: 49° 54′ N, 18° 15′ OKoordinaten: 49° 53′ 48″ N, 18° 14′ 36″ O
Höhe: 232 m n.m.
Einwohner: 4.794 (1. Jan. 2016)[1]
Postleitzahl: 747 14
Verkehr
Straße: Opava - Ostrava
Bahnanschluss: Opava - Hlučín
Nächster int. Flughafen: Flughafen Ostrava
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Daniel Havlík (Stand: 2009)
Adresse: Markvartovická č.48/52
747 14 Ludgeřovice
Gemeindenummer: 507971
Website: www.ludgerovice.cz

Ludgeřovice (deutsch Ludgierzowitz, 1939-45 Ludgerstal, polnisch Ludgierzowice) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 8 Kilometer nordwestlich von Ostrava bzw. 2 Kilometer südöstlich von Hlučín am linken Ufer der Oppa im Hultschiner Ländchen (Hlučínsko). Administratorisch gehört sie dem Okres Opava, Region Mährisch-Schlesien an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes Rudgersdorf erfolgte am 28. Januar 1303 in einer Urkunde der Burg Landek. stammt aus dem Jahre 1377. Der Name des Ortes leitet sich von seinem Lokator Rudger ab. Aus dem R ist durch slawische Umformung später L geworden.

Mit der Teilung Schlesiens von 1742 wurde Ludgierzowitz preußisch. Die neue Grenze zu Österreichisch-Schlesien bildete die Oppa und verlief südlich des Dorfes. Hultschin war Teil des Kreises Leobschütz und wurde 1816 bei der Kreisreform dem Landkreis Ratibor zugeordnet.

Durch den Vertrag von Versailles kam das Dorf 1920 zur Tschechoslowakei, obwohl sich im Jahr zuvor bei einer Volksbefragung auch die mährischsprachige Bevölkerung eindeutig für einen Verbleib bei Schlesien ausgesprochen hatte. Für das Abtretungsgebiet entstand die Bezeichnung Hultschiner Ländchen. Das Gebiet wurde am 14. April 1939 infolge des Münchner Abkommens wieder in den Landkreis Ratibor eingegliedert, nach dem es seit dem 21. November 1938 zunächst dem Sudetendeutschen Gebieten angehört hatte. 1939 wurde das Dorf in Ludgerstal umbenannt. 1945 kam Ludgeřovice zurück zur Tschechoslowakei.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Ludgeřovice sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Ludgeřovice gehört die Ansiedlung Vrablovec (Wrablowetz, 1939-45 Sperlingsdorf).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ortskirche St. Nikolaus mit ihrem 75 Meter hohen Turm ist eine neugotische Kirche. Sie wurde am 18. November 1907 geweiht

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)