Ludwigschorgast

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Ludwigschorgast
Ludwigschorgast
Deutschlandkarte, Position des Marktes Ludwigschorgast hervorgehoben

Koordinaten: 50° 8′ N, 11° 34′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Untersteinach
Höhe: 339 m ü. NHN
Fläche: 5,94 km2
Einwohner: 979 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95364
Vorwahl: 09227
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 135
Marktgliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Obere Marktstr.1
95364 Ludwigschorgast
Website: www.ludwigschorgast.de
Erste Bürgermeisterin: Doris Leithner-Bisani (CSU)
Lage des Marktes Ludwigschorgast im Landkreis Kulmbach
BayreuthLandkreis KronachLandkreis HofLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsMainleusWonseesWirsbergUntersteinachTrebgastThurnauRugendorfNeuenmarktNeudrossenfeldKulmbachKödnitzKasendorfHimmelkronHarsdorfGuttenberg (Oberfranken)GrafengehaigPresseckStadtsteinachMarktschorgastMarktleugastLudwigschorgastKupferbergThüringenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Ludwigschorgast ist ein Markt im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwigschorgast liegt im Naturpark Frankenwald in der Planungsregion Oberfranken-Ost.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwigschorgast hat vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt nur die Gemarkung Ludwigschorgast.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war der östliche Vorposten des Erzbistums Bamberg und erhielt etwa um 1200 eine Steinburg mit einem Rundturm. Die Verleihung des Marktrechtes erfolgte am 28. März 1476 durch Bischof Philipp von Henneberg. Der Ort wurde im Hussiten- und im Bauernkrieg, unter Markgraf Albrecht Alcibiades sowie im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg zerstört. Das Amt des Hochstiftes Bamberg fiel nach der Säkularisation zugunsten Bayerns im preußisch-bayerischen Landesvergleich im Jahr 1803 an das Fürstentum Bayreuth, mit dem es im Frieden von Tilsit 1807 zu Frankreich kam. 1810 erhielt Bayern durch einen weiteren Vertrag mit Frankreich die Fürstentümer Bayreuth und Berchtesgaden sowie das Fürstentum Regensburg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs der Markt von 918 auf 971 um 53 Einwohner bzw. um 5,8 %. Am 31. Dezember 2002 hatte Ludwigschorgast 1033 Einwohner.

  • 1961: 0969 Einwohner
  • 1970: 0984 Einwohner
  • 1987: 0881 Einwohner
  • 1991: 0950 Einwohner
  • 1995: 0990 Einwohner
  • 2000: 1021 Einwohner
  • 2005: 1000 Einwohner
  • 2010: 0975 Einwohner
  • 2015: 0985 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit Mai 2008 Doris Leithner-Bisani (CSU).[3]

Der Marktgemeinderat besteht nach der Gemeinderatswahl 2020 aus acht Mitgliedern:[4]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Ludwigschorgast
Blasonierung: „In Blau auf einem mit einem silbernen Wellenbalken belegten grünen Boden stehend ein rot bedachter silberner Rundturm mit umlaufender, rot gedeckter silberner Ringmauer, die ein grünes Feld einschließt.“[5]

Wappenbrief vom 28. März 1476

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 351. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 13 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 323 Hektar, davon waren 195 Hektar Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an den Bundesstraßen 289 und 303. Der Haltepunkt Ludwigschorgast liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 25 Kindergartenplätze mit 26 Kindern
  • Volksschulen: eine mit fünf Lehrern und 101 Schülern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ludwigschorgast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Ludwigschorgast – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Ludwigschorgast in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Wahl des ersten Bürgermeisters - Kommunalwahlen 2020 im Markt Ludwigschorgast - Gesamtergebnis. Abgerufen am 1. Dezember 2020.
  4. Wahl des Marktgemeinderats - Kommunalwahlen 2020 im Markt Ludwigschorgast - Gesamtergebnis. Abgerufen am 1. Dezember 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Ludwigschorgast in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte