Thurnau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Thurnau
Thurnau
Deutschlandkarte, Position des Marktes Thurnau hervorgehoben

Koordinaten: 50° 2′ N, 11° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Höhe: 363 m ü. NHN
Fläche: 64,19 km2
Einwohner: 4046 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95349
Vorwahl: 09228
Kfz-Kennzeichen: KU, EBS, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 157
Marktgliederung: 44 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Oberer Markt 28
95349 Thurnau
Website: www.thurnau.de
Bürgermeister: Martin Bernreuther (CSU)
Lage des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach
BayreuthLandkreis KronachLandkreis HofLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsMainleusWonseesWirsbergUntersteinachTrebgastThurnauRugendorfNeuenmarktNeudrossenfeldKulmbachKödnitzKasendorfHimmelkronHarsdorfGuttenberg (Oberfranken)GrafengehaigPresseckStadtsteinachMarktschorgastMarktleugastLudwigschorgastKupferbergThüringenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Thurnau ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt liegt am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz, von Kulmbach etwa 10 und von Bayreuth 15 km entfernt. Die Autobahn A 70 durchquert das Gemeindegebiet von Ost nach West.[2]

Der nördliche 50. Breitengrad verläuft entlang der südlichen Gemeindeteile Felkendorf, Kröglitzen und Leesau quer durch das Gemeindegebiet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Thurnau hat 44 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Die Einöden Buchhaus, Mühlberg, Unterwolfsknock und Weiherhaus sind ehemalige Gemeindeteile, die mittlerweile abgebrochen wurden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Thurnau

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1137 als „Durnowa“ erstmals urkundlich erwähnt. Grundwort ist ouwe (mhd. für Wiesenland), Bestimmungswort ist wahrscheinlich durre (mhd. für dürr, mager). Demnach wäre der Ortsname auf einen Flurnamen zurückzuführen, der eine magere Wiesenlandschaft bezeichnet. Erst später kam es zur Umdeutung des Bestimmungswortes zu Turm (s. u. Abschnitt Wappen).[4]

Thurnau war Sitz des Ministerialengeschlechts der Förtsch. Lehnsherr war seit 1292 der Bischof von Bamberg. Nach dem Aussterben der Familie von Förtsch 1564 wurden ihre Rechtsnachfolger Hans-Georg von Giech und Hans Adam von Künsberg. 1699 bestätigten die Markgrafen von Bayreuth den Grafen Giech die lange umstrittene Hohe Gerichtsbarkeit und damit die Landeshoheit. 1731 kauften die Grafen Giech den Künsberg’schen Anteil des Condominats.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Thurnau aus 145 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Giech’sche Amt Thurnau aus. Grundherren waren

  • das Amt Thurnau (140 Anwesen: 2 Mühlen, 1 Schenkstatt, 1 Gut, 2 Halbsölden, 1 Rotgerberhaus, 1 Backhaus, 1 Torhaus, 1 Haus mit Laden, 4 Häuser mit Hofstatt, 94 Häuser, 1 Kellerhaus, 1 Wohnung, 1 Wohnhaus mit Ziegelbrennerei, 2 Wohnhäuslein, 12 Häuslein, 14 Hofstätten, 1 Hofstättlein),
  • die Pfarrei Thurnau (1 Söldengut, 2 Halbsöldengüter),
  • die Pfründe Thurnau (2 Häuser).

Die Steuer und Vogtei beider letztgenannten Grundherren stand dem Amt Thurnau zu. Neben den Anwesen gab es noch herrschaftliche Gebäude (2 verbundene Schlösser, mit Kanzlei- und Amtsgebäude, Hoffbüttnereiwohnung, Fallmeistergebäude, einem Vorwerksgebäude und zwei Schafflecken mit Gebäuden. 1 Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus und 1 Gemeindeschmiede; 1 Amtshaus und 1 Büttelei des Rittergutes Thurnau), kirchliche Gebäude (1 Kirche, 1 Friedhofskirche, 1 Pfarrhaus, 1 Diakonatswohnung) und kommunale Gebäude (1 Schule).[5]

1796 verleibte sich Preußen im Zuge der Hardenberg’schen Revindikationspolitik die Herrschaft Thurnau ein. Sie unterstand von 1797 bis 1808 dem preußischen Patrimonialgericht Thurnau. Im Frieden von Tilsit 1807 fiel Thurnau als Teil des preußischen Fürstentums Bayreuth an Frankreich und kam 1810 zu Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt wurde 1811 der Steuerdistrikt Thurnau gebildet, zu dem Eckersdorf, Fallmeisterei, Hammerhaus, Hammermühle, Hörlinreuth, Mühlberg, Neidsmühle, Oberschorrmühle, Oberwolfsknock, Todtenhaus, Unterschorrmühle, Unterwolfsknock und Weiherhaus gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden Hammerhaus und Hammermühle an den Steuerdistrikt Peesten abgegeben. Zugleich wurde die Munizipalgemeinde Thurnau gebildet, die ansonsten deckungsgleich war mit dem Steuerdistrikt, mit Ausnahme von Hörlinreuth, das der Ruralgemeinde Limmersdorf überwiesen wurde. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Thurnau (ab 1852 Landgericht Thurnau) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kulmbach. 1856 wurde Thurnau dem neu gebildeten Rentamt Thurnau (1919 in Finanzamt Thurnau umbenannt) überwiesen. Ab 1862 wurde Thurnau vom Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Thurnau, ab 1879 Amtsgericht Thurnau. 1929 wurde die Gerichtsbarkeit vom Amtsgericht Kulmbach und die Finanzverwaltung vom Finanzamt Kulmbach übernommen.[6] Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 6,587 km²[7]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Markt Thurnau ist in den 1970er Jahren durch schrittweise vollzogene Eingemeindungen von sechs Gemeinden entstanden. Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Berndorf, Hutschdorf und Tannfeld eingegliedert.[8] Am 1. Januar 1973 kam Menchau hinzu. Alladorf folgte am 1. Juli 1975. Mit Limmersdorf (mit dem am 1. April 1971 eingegliederten Felkendorf) wurde am 1. Mai 1978 die Reihe der Eingemeindungen abgeschlossen.[9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum von 1988 bis Dezember 2019 wuchs der Markt von 3995 auf 4046 Einwohner bzw. um 1,26 %. Am 31. Dezember 1998 hatte Thurnau 4589 Einwohner.

Gemeinde Thurnau

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1998 2008 2010 2015 2017
Einwohner 1267 1399 1170 1249 1254 1234 1224 1364 1366 1340 1337 1294 1279 1311 1152 1154 1127 1128 1827 1860 1762 1888 4003 4589 4420 4382 4183 4094
Häuser[10] 202 169 176 175 178 211 267 1042 1321 1327
Quelle [6] [11] [11] [12] [11] [13] [11] [11] [14] [11] [11] [15] [11] [11] [11] [16] [11] [11] [11] [17] [7] [18] [19] [20] [20] [20] [20]

Ort Thurnau

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 1247* 1249 1120 1269 1190 1053 1710 1645 1808 1647
Häuser[10] 198* 161 160 164 192 249 422
Quelle [6] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [7] [18] [19]
inklusive Ober- und Unterschorrmühle

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2014 Martin Bernreuther (CSU). Er wurde 2020 mit mehr als 90 % im Amt bestätigt. Zweiter Bürgermeister ist Veit Pöhlmann (UB), dritter Bürgermeister Hans-Friedrich Hacker (CSU).

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020
(Wahlbeteiligung: 73,5 %)
 %
50
40
30
20
10
0
46,4
21,4
20,9
11,3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+10,1
+1,3
-10,3
-1,1

Die letzten drei Kommunalwahlen führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

2002 2008 2014 2020
CSU 07 06 06 08
SPD/Offene Liste 06 06 05 03
Freie Wähler/Überparteiliche Wählergemeinschaft 03 04 03 03
FDP/Unabhängige Bürger (UB) 0- 0- 02 02
Gesamt 16 16 16 16

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ItalienItalien Positano in Süditalien seit 1. April 2000

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thurnau führt seit dem 16. Jahrhundert ein Wappen.

Wappen
Wappen von Thurnau
Blasonierung: „In Rot ein über Eck gestellter silberner Zinnenturm, der mit einem von Silber und Rot gevierten Schild belegt ist; 1 und 4: nebeneinander zwei aufrechte rote Schafscheren, 2 und 3: ein silberner Schwan.“[21]
Wappenbegründung: Das älteste Siegel mit der Umschrift SIGILLVM OPPIDI THVRNAVIAE zeigt im Bild den Burgturm, belegt mit den Schilden der Familie Giech (Schafscheren) und der Künsberg (silberne Spitzen in Blau). Beide Adelsgeschlechter waren mit dem Aussterben der Förtsch von Thurnau im Jahr 1551 Rechtsnachfolger. Als die Herren von Künsberg 1731 als Mitbesitzer ausschieden, stand im Siegel aus dem gleichen Jahr das gemehrte Wappen der Herren von Giech. Im 19. Jahrhundert ist der Schild geviert; Feld eins ist golden, Feld zwei und drei rot, Feld vier blau. In den Feldern eins und vier steht eine aufrechte silberne Schafschere, in zwei und drei ein silberner Schwan. Der Turm steht auf einem Dreiberg.
Flagge

Die Gemeindeflagge ist rot-weiß.[22]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem historischen Ortskern, den das Schloss Thurnau mit dem Brückengang zur St.-Laurentius-Kirche dominiert, dem Schlossweiher, dem Töpfermuseum und Sehenswürdigkeiten in den Ortsteilen ist Thurnau ein beliebtes Ziel für Ausflüge.

Die St.-Laurentius-Kirche besitzt eine beeindruckende Stuckdecke, eine Patronatsloge und einen Altar von Elias Räntz.

Schloss Thurnau gehört zu den größten innerörtlichen Schlossanlagen Frankens. Der älteste Teil der siebenstöckigen Kemenate wurde im 13. Jahrhundert durch das Geschlecht der Ritter von Förtsch gebaut. Als siebtes und letztes Gebäude wurde im Jahre 1731 der Carl-Maximilian-Bau fertiggestellt. Heute befindet sich neben einem Tagungshotel das Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth im Schloss; im Herbst 2015 wird ein gemeinsames Institut für Fränkische Landesgeschichte der Universitäten Bayreuth und Bamberg in Schloss Thurnau seine Arbeit aufnehmen.

An das Schloss schließt sich der weitläufige Schlossgarten an, dessen Geschichte 1703/06 mit der Pflanzung einer Lindenallee zum Paille-Maille-Spiel begann. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Lindenallee der Kern einer umfassenden Erweiterung im Stile des Englischen Landschaftsgartens, die von verschiedenen Einbauten begleitet wurde. Der Thurnauer Schlossgarten wurde von reisenden Dichtern während der Romantik wie von der einheimischen Bevölkerung von Thurnau und dem Umland geliebt. 1968 fiel die Lindenallee weitgehend einem Hagelschauer zum Opfer und wurde fortan für den öffentlichen Zugang gesperrt. Park und Einbauten wie das Teehaus waren seither dem Verfall preisgegeben. Das Teehaus wurde im Herbst 2007 im Rahmen einer Notsicherung mit einem Schutzdach versehen.[23]

Das Rathaus befindet sich im 1751 erbauten Künsberghof, der von 1986 bis 1988 umgebaut wurde.

Neben der Laurentiuskirche befinden sich Kirchen in den Ortsteilen Trumsdorf, Alladorf, Berndorf, Hutschdorf und Limmersdorf.

Direkt neben der Kirche in Limmersdorf steht die Tanzlinde Limmersdorf, die älteste der wenigen verbliebenen Tanzlinden, in deren Krone noch regelmäßig getanzt wird. Wegen der Besonderheit der Limmersdorfer Lindenkirchweih wurde sie 2014 als einer von 27 Bräuchen als fränkischer Vertreter in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes (IKE) aufgenommen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handwerk und Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist Thurnau vor allem als Töpferstädtchen. Die Geschichte des Thurnauer Töpferhandwerks reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Das Töpfermuseum wurde 1985 gegründet; seit 1991 findet am zweiten Adventswochenende im Schloss Thurnau der weihnachtliche Töpfermarkt statt, bei dem neben regionalen auch Töpfereien aus ganz Europa ihre Waren anbieten.

Die Wirtschaft Thurnaus wird vor allem geprägt durch die Gewerbegebiete direkt an der A 70 Bayreuth – Schweinfurt; ein breit gefächertes Einzelhandelsangebot und umfassende Gesundheitsdienstleistungen bestimmen zusammen mit der vielfältigen Gastronomie und bodenständigen Handwerksbetrieben, insbesondere im Bereich Möbel und dem Baugewerbe, das Leben in Thurnau.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thurnau liegt an der Autobahn A 70 und ist dadurch mit den oberfränkischen Oberzentren Bamberg (40 km), Bayreuth (20 km), Hof (55 km) und Kulmbach (10 km) verbunden. Die Gemeinde ist deshalb auch als Wohnort sehr beliebt.

Die Staatsstraße 2689 verläuft zur Anschlussstelle 22 der A 70 und wird als Kreisstraße KU 7 weitergeführt, die nach Alladorf (7 km südlich) verläuft. Die Staatsstraße 2189 führt nach Kasendorf (3 km nordwestlich) bzw. zu einer Abzweig zur Anschlussstelle 23 der A 70 und weiter nach Unterobsang (6 km östlich). Die Kreisstraße KU 8 führt über Berndorf und Menchau nach Wonsees zur St 2189 (8,5 km südwestlich). Die Kreisstraße KU 17 führt nach Limmersdorf (1,6 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Heubsch zur Staatsstraße 2190 (3 km nordwestlich).[2]

Bis zur Stilllegung 1993 lag der Ort an der Lokalbahn Bayreuth–Thurnau–Kulmbach. Auf der Trasse verläuft weitgehend der Radweg im Rotmaintal von Bayreuth nach Kulmbach, an den Thurnau mit der Schleife durch den Limmersdorfer Forst angebunden ist, das mit ca. 3300 Hektar größte geschlossene Waldgebiet Oberfrankens.

Durch Thurnau verläuft der Fränkische Marienweg.

Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Thurnau liegt am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz am Schnittpunkt der drei anderen oberfränkischen Tourismusregionen Fichtelgebirge, Frankenwald und Obermainland.

Das Bachsystem Aubach/Friesenbach, das den nördlichen Teil des Gemeindegebietes geographisch prägt, fließt direkt in den Roten Main, der sich sieben Kilometer nördlich von Thurnau in der Nähe von Kulmbach mit dem Weißen Main zum Main vereinigt. Durch diese Lage ist Thurnau als Standort für touristische Aktivitäten im ganzen oberfränkischen Raum beliebt.

Besondere regionale Bedeutung erlangt Thurnau durch eine Vielzahl traditioneller ländlicher Feste und ein ganzjähriges, vielfältiges kulturelles Angebot.

Sendeanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1980 befand sich in der Nähe von Thurnau ein Mittelwellensender des Deutschlandfunks (Koordinaten: 49° 59′ N, 11° 23′ O). Der von der Deutschen Telekom betriebene Sender strahlte das Programm des Deutschlandfunks auf der Sendefrequenz 549 kHz mit einer Sendeleistung von 100 kW (bis Mitte der 1990er Jahre 200 kW) ab. Er verwendete als Sendeantenne einen 240 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Stahlfachwerkmast.

Am 31. Dezember 2015 wurde der Sender abgeschaltet[24] und am 27. Februar 2018 gesprengt.[25]

Südlich des Ortsteils Tannfeld befindet sich ein 69 Meter hoher Fernmeldeturm als freistehende Stahlfachwerkkonstruktion der Deutschen Telekom AG. In der Nähe der Kleetzhöfe befindet sich ein Funkturm in außergewöhnlicher Bauweise.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Thurnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Thurnau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Thurnau im BayernAtlas
  3. Gemeinde Thurnau in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  4. W.-A. v. Reitzenstein, S. 222. Nach E. F. v. Guttenberg, S. 163ff., Ersterwähnung 1239.
  5. R. Barth, S. 643f. Dort werden für die Gesamtzahl der Anwesen abweichend 130 angegeben.
  6. a b c R. Barth, S. 774f.
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 702 (Digitalisat).
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 503.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 692 und 693.
  10. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 2017 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  11. a b c d e f g h i j k l m Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 150, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  12. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 902, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1076, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1024 (Digitalisat).
  15. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1072 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1106–1108 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 954 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 162 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 316 (Digitalisat).
  20. a b c d LfStat: Thurnau: Amtliche Statistik. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 17. August 2020.
  21. Eintrag zum Wappen von Thurnau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  22. Thurnau. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 17. August 2020.
  23. Der Teepavillon heute - www.landschaftsmuseum.de
  24. Sender wird Silvester abgeschaltet in: Nordbayerischer Kurier vom 19./20. Dezember 2015, S. 29
  25. Nordbayerischer Kurier (Memento vom 28. Februar 2018 im Internet Archive)