Maldegem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Maldegem
Maldegem wapen.gif Flagge
Maldegem (Provinz Ostflandern)
Maldegem
Maldegem
Staat: Belgien
Region: Flandern
Provinz: Ostflandern
Bezirk: Eeklo
Koordinaten: 51° 13′ N, 3° 27′ OKoordinaten: 51° 13′ N, 3° 27′ O
Fläche: 94,64 km²
Einwohner: 23.689 (1. Jan. 2018)
Bevölkerungsdichte: 250 Einwohner je km²
Höhe: 10 m
Postleitzahl: 9990 (Maldegem)
9991 (Adegem)
9992 (Middelburg)
Vorwahl: 050
Bürgermeister: Marleen Van den Bussche (CD&V)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Gemeentebestuur Maldegem
Marktstraat 10
9990 Maldegem
Website: www.maldegem.be
lflblels
Kirche St. Barbara

Maldegem (auch Maldeghem) ist eine belgische Gemeinde in der Region Flandern. Sie liegt in der Provinz Ostflandern im belgischen Arrondissement Eeklo auf einer Höhe von etwa 10 Metern über NN.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Maldegem (mit den Dörfern Donk und Kleit), Adegem und Middelburg.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maldegem grenzt im Norden an die niederländische Gemeinde Sluis in der südniederländischen Provinz Zeeland (die Landesgrenze befindet sich lediglich 3 Kilometer nördlich). Die Stadt Brügge liegt 16 km westlich, Gent 25 km südöstlich, Antwerpen 65 km östlich und Brüssel 73 km südöstlich (alle Angaben in Luftlinie zum jeweiligen Zentrum).

Bei Aalter, Beernem, Brügge und Gent befinden sich sowohl die nächsten Autobahnabfahrten an der belgischen A10/E 40 als auch die nächsten Bahnstationen. Die Bahnlinie Gent-Eeklo-Maldegem wird zwischen Eeklo und Maldegem im regulären Personenverkehr nicht mehr bedient. In Brügge, Gent, Antwerpen und Brüssel halten neben Zügen des Regionalverkehrs auch internationale Züge wie zum Beispiel die Thalys. Die nächsten bedeutenden Flughäfen befinden sich bei Antwerpen und Brüssel.

Für die Wirtschaft sind der Gartenbau (u. a. mehrere Baumschulen) sowie viele Kleingewerbe und -betriebe von Bedeutung.

Geschichte und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortskern von Maldegem befinden sich einige historisch interessante Bauten, z. B. die Kirche St. Barbara, das Diakonenhaus (dekenij) sowie ein kleines Schloss, das Sint-Annakasteel.

Ortsnamen mit der Endung -gem leiten sich vom fränkischen "-haim" her, der erste Teil bezieht sich auf den Namen eines Ortsbesitzers aus dem 10. Jahrhundert. 1984–1992 wurden die Spuren eines römischen Lagers mit einer Seitenlänge von mehr als 155 Metern entdeckt.

Der Ort liegt an einem alten Weg von Oudenburg nach Antwerpen. Das südlich gelegene Maldegemveld ist ein Heidegebiet. Die Herrschaft Maldegem, zu der auch Adegem und Sint-Laureins gehörten, war bis 1483 im Besitz der Herren (und späteren Grafen) von Maldeghem. Diese besaßen an der Stelle Kasteel Reesinghe eine Burg, später ein Renaissanceschloss, dessen Ruine im 19. Jahrhundert beseitigt wurde. Philipp III. von Maldeghem war um 1300 ein Gefolgsmann des Grafen Guido von Flandern. 1483 folgte die Familie Van Halewijn und später die Familien van Claerhout, Vilain, Zuniga y Mendoza und De Fonseca y Ayala, danach kam die Herrschaft an das Haus Croÿ. 1858 erbaute der 1822 geadelte Charles-Honoré Pecsteen hier das noch bestehende neugotische Schlösschen Reesinghe. Das sogenannte Sint-Annakasteel ist ein kleiner Bau von 1860 an der Stelle eines 1273 von Arnulf van Maldegem gestifteten Hospitals, das ab Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem Gutshof wurde, den ab 1669 Pieter Goeman besaß, dem sein Schwiegersohn Jacob Pecsteen folgte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Noël Foré (1932–1992), belgischer Radrennfahrer, geboren in Ardegem

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1967 besteht eine Partnerschaft mit der hessischen Stadt Lampertheim. Außerdem gibt es eine derartige Verbindung zu Wierden in den Niederlanden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maldegem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien