Erpe-Mere

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Erpe-Mere
Erpe-Merewapen.jpg Erpe-Mere Vlag.gif
Erpe-Mere (Provinz Ostflandern)
Erpe-Mere
Erpe-Mere
Staat: Belgien
Region: Flandern
Provinz: Ostflandern
Bezirk: Aalst
Koordinaten: 50° 56′ N, 3° 58′ OKoordinaten: 50° 56′ N, 3° 58′ O
Fläche: 34,03 km²
Einwohner: 19.730 (1. Jan. 2017)
Bevölkerungsdichte: 580 Einwohner je km²
Postleitzahl: 9420 Aaigem
9420 Bambrugge
9420 Burst
9420 Erondegem
9420 Erpe
9420 Mere
9420 Ottergem
9420 Vlekkem
Vorwahl: 053
Bürgermeister: Hugo De Waele
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Gemeente Erpe-Mere
Oudenaardsesteenweg 458
9420 Erpe-Mere
Website: www.erpe-mere.be
Lageplan MnpErpe-MereLocation.png
Lageplanbeschreibung Lage von Erpe-Mere im Arrondissement Aalst in der Provinz Ostflandern
Gemeindeplan Aaigem Bambrugge Burst Erondegem Erpe Mere Ottergem Vlekkem.png
Gemeindebeschreibung Lage der acht Teilgemeinden in Erpe-Mere
lblelslh

Erpe-Mere ist eine belgische Gemeinde in der Denderstreek in der Region Flandern. Sie liegt in der Provinz Ostflandern und gehört zum Arrondissement Aalst. Die Gemeinde hat 19.730 Einwohner (Stand 1. Januar 2017) und eine Fläche von 34,03 km². Die Gemeinde hat insgesamt acht Teilgemeinden, Aaigem, Bambrugge, Burst, Erondegem, Erpe, Mere, Ottergem und Vlekkem. Teilgemeinde Bambrugge hat auch ein Weiler: Egem.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand 1975 durch Fusion der acht heutigen Teilgemeinden, dabei wurden sich die Teilgemeinden Erpe und Mere über den neuen Namen für die Gesamtgemeinde anfangs nicht einig. Erpe hatte die größte Fläche, Mere dagegen lag zentraler im Gesamtgebiet und hatte mehr Einwohner. Als Kompromiss entstand der heutige Doppelname.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Norden an Lede, im Osten an Aalst und Haaltert im Süden an Herzele und im Westen an Sint-Lievens-Houtem.

Erpe-Mere liegt gen Norden der Ausläufer der Hügelzone der Flämischen Ardennen, im Landstrich der Dender. Das Gebiet nördlich der N9 (Aalst-Gent) liegt auf 10 bis 30 m Höhe, das Gebiet zwischen N9 und E 40 (Brussel-Gent) liegt auf 25 bis 50 Metern und das Gebiet südlich davon hat Hügelspitzen von bis zu 80 Metern Höhe. Der bekannteste von ihnen ist der Gotegemberg in Mere. Nicht seine Höhe von 68 Metern, sondern seine Steilheit von 18 % machen ihn für Radrennfahrer als Herausforderung beliebt. Darüber hinaus hat man von dem Berg eine günstige Weitsicht.

Das Grundgebiet wird von zwei Bächen in nordöstlicher Richtung durchlaufen, die alle beide den Namen Molenbeek tragen. Der Molenbeek zur Oberschelde verläuft durch Burst, Bambrugge, Ottergem, Vlekkem, Erondegem en Erpe, bevor er in die Schelde mündet. Der Molenbeek-Ter Erpenbeek mündet in die Dender.

Bereits die Römer wussten früh, dass es weißen Naturstein (Vlaamse arduin oder Lediaanse Steen genannt) im Steenberg zu Bambrugge gibt. Er eignete sich als Fundament für das Mauerwerk römischer Villen, Brunnen oder als Material für Säulen und Kapitelle der Tempel der Römer. Etwa ab dem 11. oder 12. Jahrhundert wurde in Bambrugge (Steenberg) bereits weißer Sandstein abgebaut. Der gebräuchlichste weiße Naturstein in Brabant war im 16. bis 17. Jahrhundert der dort gewonnene Sandstein. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gab man den Steinbruch auf. Heute ist dort das administrative Zentrum von Erpe-Mere beheimatet.[1]

In den Teilgemeinden Aaigem (Gemeinde Erpe-Mere) und Heldergem (Gemeinde Haaltert) liegt das rund 205 Hektar große Naturschutzgebiet Den Dotter.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erpe-Mere besitzt eine Autobahnabfahrt an der A10/E 40 und einen Regionalbahnhof an der Bahnlinie KortrijkOudenaarde – Zottegem – Erpe – Mere – Aalst – Brüssel.
Darüber hinaus laufen die N9 (Gentsesteenweg), N442 (Leedsesteenweg) und die N46 (Oudenaardsesteenweg) durch das Gemeindegebiet.

Wasserturm in Erpe

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Wasserturm der Tussengemeentelijke Maatschappij der Vlaanderen voor Watervoorziening.

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sehenswert sind vor allem die Mühlen der Gemeinde, durch die neben der Denderroute Süd auch die Molenbeekroute verläuft. Durch die geographische Situation bedingt, gibt es mit elf Wassermühlen in Erpe-Mere die meisten in ganz Belgien, sieben von ihnen sind zudem gesetzlich geschützt (Denkmalschutz). Eine Mühle wurde größtenteils zerstört, aber es gibt immer noch Überreste dieser Mühle und das Müllerhaus (Haus des Müllers) ist noch intakt. Eine andere Mühle wurde in ein Haus umgebaut.
  • Auf dem Koudenberg, einem der höchsten Hügel der Gemeinde, befindet sich auch eine Windmühle. Sie wurde 2006 wieder auf ihrem Sockel montiert, nachdem sie 2004 durch ein Atelier in Roeselare restauriert wurde. Die Kruiskoutermolen wurde 2006 vollständig restauriert und ist funktionsbereit. Sie kann nach Terminabsprache mit dem touristischen Dienst besucht werden. Die Mühle steht unter Denkmalschutz.
Ort Name(n) Anschrift Typ Schützt Info
Aaigem Engelsmolen
Molen te Dalhem
Molen te Dalme
Engelsmolen 1 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Früher Kornmühle, Ölmühle und Flachsschwingmühle
Später allein Kornmühle
Aaigem Ratmolen
Waterrat
Ratmolenstraat 42 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Früher Kornmühle und Ölmühle
Später allein Kornmühle
Aaigem Zwingelmolen Aaigembergstraat 10 Oberschlächtige Wassermühle Foutief.png Nein Früher Flachsschwingmühle
Später Zichorienmühle
Wasserrad entfernt
Renoviert wie Wohnhaus
Bambrugge Egemmolen
Meuleken Tik Tak
Everdal 21 Oberschlächtige Wassermühle Foutief.png Nein Kornmühle
Wasserrad entfernt und größtenteils zerstört
Müllerhaus gebraucht wie Landhaus
Bambrugge Molens Van Sande
Kasteelmolen
Celindermolen
Prinsdaal 33 Oberschlächtige Wassermühle Foutief.png Nein Früher Kornmühle aber Mühlenzwang
Später gemein Kornmühle
Wasserrad entfernt
Ist jetzt eine industrielle Mahlmühle
Erpe Cottemmolen Molenstraat 36 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Früher Kornmühle und Ölmühle
Später allein Kornmühle
Erpe Van Der Biestmolen Dorpsstraat 3 Oberschlächtige Wassermühle Foutief.png Nein Kornmühle
Mere De Graevesmolen Bosstraat 25 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Kornmühle und Ölmühle
Mere Gotegemmolen Gotegemstraat 1 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Kornmühle
Mere Kruiskoutermolen
Jezuïtenmolen
Molen Van Der Haegen
Schoolstraat Bockwindmühle mit offenem Bockstuhl Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Kornmühle
Mere Molen te Broeck
't Hof Schuurke
Wilgendries 6 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Kornmühle
Ottergem De Watermeulen Ruststraat 10-12 Oberschlächtige Wassermühle Monumentenschildje blauw wit.svg Ja Je Kornmühle und Ölmühle
Später allein Kornmühle

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erpe-Mere hatte einst sieben Fußballvereine, die zum Königlich Belgischen Fußballverband (KBFV) gehörten. Davon sind heute noch vier übrig: KRC Bambrugge, KFC Olympic Burst, FC Mere und SK Aaigem. FC Edixvelde ging auf im FC Mere. FC Oranja Erpe und KFC Olympia Erondegem fusionierten zum KVC Erperondegem, der schließlich auch im FC Mere aufging.

Der Steenbergcross, das erste internationale Querdfeldeinrennen, wurde in Bambrugge auf der Domäne Steenberg abgehalten. Erpe-Mere ist Start- und Zielort des Straßenradrennens Dwars door de Vlaamse Ardennen.

Das belgische "National Clubhouse" des Motorradclubs "Blue Angels" befindet sich in Erpe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erpe-Mere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.freewebs.com/darcos/Steengroeven%20te%20Houtem.pdf