Marcus Sorg

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Marcus Sorg
2019-06-11 Fußball, Männer, Länderspiel, Deutschland-Estland StP 2105 LR10 by Stepro.jpg
Marcus Sorg (2019)
Personalia
Geburtstag 24. Dezember 1965
Geburtsort UlmDeutschland
Größe 184 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1971–1977 TSG Söflingen
1977–1984 SSV Ulm 1846
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1984–1987 SSV Ulm 1846 63 (16)
1987–1993 VfB Stuttgart Amateure
1993–1996 TSF Ditzingen 91 (31)
1996–1997 VfR Mannheim 32 (11)
1997–1999 TSF Ditzingen 47 (14)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1999–2001 Stuttgarter Kickers Amateure
1999–2001 Stuttgarter Kickers (Co-Trainer)
2001–2003 Stuttgarter Kickers
2004 TSF Ditzingen
2004 Heidenheimer SB
2004–2007 SSV Ulm 1846
2008 SC Freiburg U17
2009–2011 SC Freiburg II
2011 SC Freiburg
2012–2013 FC Bayern München U17
2013–2016 Deutschland U19
2016– Deutschland (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Marcus Sorg (* 24. Dezember 1965 in Ulm) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und derzeitiger -trainer. Seit März 2016 ist er Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft.

Spielerlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Jugend begann Sorg bei der TSG Söflingen das Fußballspielen, bevor er 1977 als 12-Jähriger zum SSV Ulm 1846 wechselte. Als Ulm in der Saison 1984/85 die 2. Bundesliga aufstieg, wurde der Offensivspieler sieben Mal aufgeboten, wobei ihm am 18. Mai 1985 sein erster Treffer im Profibereich gelang. Bei der 2:3-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg erzielte er den 1:3-Anschlusstreffer. Nach dem Abstieg blieb er in Ulm und konnte den sofortigen Wiederaufstieg feiern. An der Seite seines Sturmpartners Uwe Spies und des dynamischen Mittelfeldspielers Dieter Kohnle trug er mit 14 Saisontoren entscheidend zum Erreichen des ersten Tabellenplatzes in der Oberliga Baden-Württemberg bei.

1986/87 lief er 27 Mal in der 2. Bundesliga auf, wiederum gelang ihm ein Saisontor. Nach der Saison erhielt Sorg keinen neuen Vertrag und er wechselte zu den Amateuren des VfB Stuttgart, wo er zugleich ein Ingenieurstudium begann.[1] An der Fachhochschule für Technik in Stuttgart absolvierte er ein Studium der Grundlagen- und Bauphysik, das er erfolgreich mit dem akademischen Grad eines Dipl.-Ing. (FH) Bauphysik abschloss.

1988 stieg er mit den VfB-Amateuren aus der Amateuroberliga ab, 1991 gelang der Wiederaufstieg. Ab 1993 war er für den Ligakonkurrenten TSF Ditzingen aktiv, mit dem er sich 1994 für die neu eingeführte Regionalliga Süd qualifizierte. 1996 wechselte er innerhalb der Regionalliga für ein Jahr zum VfR Mannheim, 1997 kehrte er für zwei weitere Spielzeiten nach Ditzingen zurück und beendete 1999 seine Spielerlaufbahn.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1999 begann Sorg als Trainer zu arbeiten. Er betreute die Amateure der Stuttgarter Kickers und war gleichzeitig Trainerassistent bei der ersten Mannschaft. Mit der zweiten Mannschaft stieg er 2000 in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Im Dezember des Jahres bestand er die Prüfung zur A-Trainerlizenz. Als die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers im Sommer 2001 unter Cheftrainer Rainer Zobel schlecht in die Saison gestartet war, wurde Zobel am 26. August entlassen und durch Sorg ersetzt. In der Folge befand sich die Mannschaft, die als Aufstiegsaspirant gehandelt wurde, im hinteren Mittelfeld der Tabelle wieder. Am 9. März 2003 wurde Sorg nach einer 0:5-Niederlage bei den Amateuren des FC Bayern München beurlaubt, Nachfolger wurde Rainer Adrion.

Am 1. Januar 2004 wurde Sorg bei der TSF Ditzingen, bei denen er früher selbst spielte, als neuer Trainer vorgestellt. Der ehemalige Regionalligist bangte um den Klassenerhalt in der Verbandsliga Württemberg. Sorg gelang es, mit der Mannschaft zum Ende der Saison die Klasse zu halten. Im Sommer 2004 wechselte er eine Liga höher, als er beim Heidenheimer SB unterschrieb; der Verein war zuvor in die Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegen. Hier blieb Sorg nur fünf Monate, da er Ende November einen Vertrag als Trainer bei seinem Heimatverein und Ligakonkurrenten SSV Ulm 1846 unterschrieb. Mit dem Klub spielte er um den Aufstieg in die Drittklassigkeit, der aber mehrfach knapp verpasst wurde. Obwohl sein Vertrag mit dem SSV bis 2008 gültig war, wurde er am 4. September 2007 freigestellt und durch Paul Sauter ersetzt.[2]

SC Freiburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2008 begann Sorg, zunächst als Trainer und Scout der U17-Mannschaft des SC Freiburg zu arbeiten. Anfang 2009, ab der Winterpause, übernahm Sorg das Training der zweiten Mannschaft des SC Freiburg, die in der Regionalliga Süd spielte. Er war damit Nachfolger von Karsten Neitzel, der als Assistent von Volker Finke nach Japan gewechselt war.[3] Gemeinsam mit Co-Trainer Uwe Staib führte er die Mannschaft bis zum Saisonende auf einen Nichtabstiegsplatz. In der folgenden Spielzeit griff er mit ihr zeitweise in das Aufstiegsrennen zur 3. Liga ein und schloss die Spielzeit als Tabellendritter hinter dem Aufsteiger VfR Aalen und der Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg ab. Spieler wie Oliver Baumann, Daniel Williams oder Daniel Caligiuri wurden unter Sorg an die erste Mannschaft des Klubs herangeführt.

Am 21. März 2011 gab der SC Freiburg bekannt, dass Sorg ab dem 1. Juli 2011 Cheftrainer der Bundesligamannschaft werde.[4] Er wurde Nachfolger von Robin Dutt, der zur Saison 2011/12 mit seinem Co-Trainer Damir Burić und Torwart-Trainer Marco Langner zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt war. Assistiert wurde Sorg vom bisherigen Trainer der U19 Christian Streich, der gleichzeitig auch Co-Trainer unter Dutt war.[5] Am 29. Dezember 2011 trennte sich der Sportclub von Sorg, nachdem der Verein nach der Hinrunde mit nur 13 Punkten in 17 Spielen Tabellenletzter geworden war.[6]

FC Bayern München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2012/13 übernahm Sorg die U17-Mannschaft des FC Bayern München und ersetzte dort Stephan Beckenbauer.

Deutscher Fußball-Bund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2013/14 war er für die deutsche U19-Nationalmannschaft zuständig.[7] Mit der Auswahl gewann er Ende Juli 2014 die U19-Europameisterschaft in Ungarn. 2016 war zunächst geplant, dass er die U19 noch während der Europameisterschaft in Deutschland leiten würde, bevor er Nachfolger von Horst Hrubesch bei der U21-Nationalmannschaft werden sollte.[8] Stattdessen übernahm Guido Streichsbier die U19 für das Turnier im Sommer, während Sorg auf Vorschlag Hansi Flicks ab dem 18. März 2016 zweiter Co-Trainer der A-Nationalmannschaft unter Joachim Löw für die bevorstehende Europameisterschaft in Frankreich wurde.[8] Dort gefiel Sorgs Arbeit Löw so gut, dass er schließlich auch nach dem Turnier im Trainerteam verblieb, um als festes Bindeglied zum Juniorenbereich des DFB zu fungieren.[9] U21-Trainer wurde an seiner Stelle Stefan Kuntz.

Am 8. Juni 2019 coachte Sorg die Nationalelf im EM-Qualifikationsspiel in Weißrussland erstmals vertretungsweise als Cheftrainer, da Löw krankheitsbedingt ausfiel. Deutschland siegte mit 2:0. Auch im folgenden Spiel gegen Estland war Sorg übergangsweise Cheftrainer; es endete 8:0 für Deutschland.

Erfolge als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marcus Sorg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. fc-memmingen.de: Lang ist's her: Wiedersehen mit Marcus Sorg (9. Sep. 2010)
  2. Artikel aus der Schwäbischen Zeitung (Memento des Originals vom 30. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.szon.de
  3. badische-zeitung.de: „Marcus Sorg übernimmt Regionalligateam“ (abgerufen am 2. September 2010)
  4. Kicker online vom 21. März 2011
  5. welt.de vom 21. März 2011Marcus Sorg wird Dutt-Nachfolger beim SC Freiburg
  6. SC Freiburg trennt sich von Marcus Sorg Kicker vom 29. Dezember 2011
  7. dfb.de vom 27. Juni 2013: Neue Trainer-Zuordnungen im Juniorenbereich (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive)
  8. a b Ulmer Fußballlehrer Sorg bleibt Co-Trainer, 6. Juli 2016, abgerufen 15. September 2016
  9. Kuntz folgt Hrubesch als U21-Coach, 23. August 2016, abgerufen 15. September 2016