Max Bircher-Benner

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Maximilian Bircher-Benner

Maximilian Oskar Bircher-Benner (* 22. August 1867 in Aarau; † 24. Januar 1939 in Zürich) war ein Schweizer Arzt und Ernährungsreformer. Er entwickelte das Birchermüesli und gilt als Pionier der Vollwertkost.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Bircher wurde als zweiter Sohn des Notars Heinrich Bircher und dessen Ehefrau Berta, geb. Krüsi (1845–1928), in Aarau geboren. Er hatte vier Geschwister:

  • Ernst Bircher (1866–1958). Rechtsanwalt.
  • Berta Luise Brupbacher-Bircher (Aarau,1870–Zürich,1951)[1]. Von 1907 bis 1944 hauswirtschaftliche Leiterin im «Sanatorium Lebendige Kraft». Schrieb 1927 das Das Wendepunkt-Kochbuch.
  • Emma Fanny Rieter-Bircher (22. Juni 1874 – 1. Mai 1922)[2]. Zahnärztin.
  • Alice von Brasch-Bircher (Aarau,1879–Livland,1916)[3]. Von 1897 bis zu ihrem Tod 1907 hauswirtschaftliche Leiterin im «Sanatorium Lebendige Kraft». 1906 veröffentlicht sie ein Kochbuch: Diätetische Speisezettel und fleischlose Kochrezepte.

Schon als Kind interessierte sich Bircher-Benner für Medizin und studierte nach Ablegung seiner Matura an der Alten Kantonsschule Aarau dieses Fach in Zürich und Berlin. 1891 schloss er das Studium in Zürich ab. 1897 promovierte er in Zürich mit einer Arbeit Über den Naevus pilosus. Schon während seines Studiums beschäftigte er sich mit Naturheilkunde, Hydrotherapie und Diätetik. Stark beeindruckt wurde er durch den Physiologen Justus Gaule (1849–1939)[4] und durch den Psychiater und Abstinenten Auguste Forel.

1893 heiratete er Elisabeth Benner (1872–1945), Tochter eines Apothekers aus dem Elsass, die eine ansehnliche Mitgift in die Ehe brachte. Das Paar bekam im Laufe von zehn Jahren sieben Kinder:

  • Max Edwin Bircher-Müller (1895–1977)[5]. Arzt. Nach Praxiszeiten in Amerika, u. a. am Battle Creek Sanatorium bei John Harvey Kellogg und in der Mayo-Klinik in Rochester (Minnesota) war er von 1922 bis 1929 Mitarbeiter im «Sanatorium Lebendige Kraft». 1929 eröffnete er eine eigene Praxis in Zürich und gründete später ein eigenes Sanatorium in Oberwil am Zugersee.
  • Franklin Bircher-Rey (1896–1988)[6]. Arzt. Lehranalyse bei Paul Federn. Ab 1929 Mitarbeit im Sanatorium. 1935 bis 1939 Nationalrat des LDU. 1939 bis 1942 Chefarzt im Zürcher «Sanatorium Lebendige Kraft». Franklin war enger Mitarbeiter von Paul Niehans, der 1931 die Frischzellentherapie begründete.
  • Willy Bircher-Schwarzenbach (1898–1970). Arzt. Psychotherapeutische Ausbildung bei Wilhelm Stekel in Wien. Ab 1924 Mitarbeit im «Sanatorium Lebendige Kraft».
  • Ralph Bircher-Rauch (1899–1990)[7]. Volkswirt. Handelshochschule Strassburg, 1925–1931 Textilkaufmann in Iberien, in der Karibik und in Zentralamerika. Studium in Nationalökonomie, Dissertation über die Schweizerische Alpwirtschaft. Ab 1932 Redaktor der Hauszeitschrift Der Wendepunkt.
  • Elisabeth Favaretto-Bircher (* 1901). Im «Sanatorium Lebendige Kraft» Lehrerin für Tanzgymnastik und Leiterin einer kleinen Buchbinderwerkstatt.
  • Margret Bircher (* 1902), wanderte nach Argentinien aus.
  • Ruth Kunz-Bircher (* 1904). Konzertviolinistin. Ab 1945 Direktion des Sanatoriums. Ihr Mann Alfred Kunz-Bircher, promovierter Chemiker, leitete ab 1931 das angegliederte Laboratorium.

Bircher-Benner war Mitglied der pennalen Verbindung Argovia Aarau.[8]

Bircher-Benner war mit einem Herzfehler geboren und starb 1939 im Alter von 71 Jahrenan einem Herzinfarkt

Sein Nachlass befindet sich am Archiv für Medizingeschichte der Universität Zürich[9].

Praxis und Sanatorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweierlei Winter. Abbildung aus: Fritz Brupbacher und Max Tobler. ..... Der tolle Hund. Ein Weihnachtsbuch. Verlag Arbeiterunion, Zürich 1909
«Sanatorium Lebendige Kraft» = «Bircher-Benner-Privatklinik». Heute Zurich Development Center. Hauptgebäude. Eingang Nord-Ost-Seite
Hauptgebäude. Süd-West-Front
Drei Chalets: «Marguerite» (1906) – «Wilhelmina» (1926) – «Alice» (1906) und das gelbe «Privathaus» (1925/26). Blick vom Hauptgebäude aus

Am 1. Dezember 1891, direkt nach Abschluss des Studiums, liess Bircher-Benner sich im Industriequartier Zürich-Aussersihl (Hafnerstrasse 60) als praktischer Arzt nieder. Im Spätherbst 1897 eröffnete er eine kleine Privatklinik am Zürichberg (Asylstrasse 35) und betrieb darüber hinaus ein «Centralbad» im Zürcher Stadtzentrum (Waldmannstrasse 9), das er zusammen mit seinem Kollegen Heinrich Hotz führte.[10]

«Sanatorium Lebendige Kraft»[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1904 eröffnete Bircher-Benner am Zürichberg ein Sanatorium in bester Lage über dem See (Keltenstrasse 48), das er «Lebendige Kraft» nannte und das 1906 bis 1914 eine Erweiterung von 20 auf 80 Betten erfuhr.

1907 wurde innerhalb dieses Sanatoriums eine «Abteilung für Wenigerbemittelte» mit zwei grossen Zimmern zu je drei Betten eingerichtet. Der Kurpreis wurde hier auf 35 bis 56 Franken pro Woche reduziert (normal 84 bis 112 Franken). Von den «Wenigerbemittelten» wurde Selbstbedienung und Mitarbeit in der Lingerie, bei der Zubereitung der Mahlzeiten sowie bei Haus- und Gartenarbeiten als Gegenleistung gefordert.[11][12] Der Wochenlohn eines Industriearbeiters in der Deutschschweiz betrug damals 29 Franken.[13]

Der Erste Weltkrieg liess die Patientenzahl im Sanatorium stark sinken. In den 1920er Jahren kam es wieder zu einem Aufschwung.

Für den Zeitraum 1904 bis 1939 lassen sich die Patienten des «Sanatoriums Lebendige Kraft» nach Geschlecht, nach Landes-Herkunft und nach sozialer Herkunft unterteilen:

  • Nach Geschlecht: Frauen 60 %, Männer 40 %.
  • Nach Landesherkunft: Schweiz 32 %, Deutschland 30 %, Schweden 16 %[14], Frankreich 5 %[15], Holland 4 %, Russland 4 %, Österreich 2 %, Großbritannien 1 %, USA 1 %.
    • Bei den Schweizern nochmals unterteilt nach Kantonsherkunft: Zürich 46 %, Bern 12 %, Basel-Landschaft / Basel-Stadt 10 %, Luzern 5 %, Sankt Gallen 4 %, Aargau 4 %, Genf 3 %, Waadt 3 %, Schaffhausen 2 %, Tessin 2 %, Solothurn 2 %, Graubünden 2 %.
  • Nach Berufen bzw. nach sozialer Stellung: Hausfrauen / Ehefrauen 28 %, Lehrer / Professoren 11 %, Schüler / Studenten 10 %, Selbständige 8 %, Privatiers 5 %, Ingenieure / Wissenschaftler 8 %, Künstler 6 %, Angestellte 5 %, Ärzte / Krankenschwestern 5 %, öffentlicher Dienst 4 %, Handwerker 3 %, Hausangestellte 2 %, Geistliche 1 %, Militärs 1 %. Sozialarbeiter 1 %.[16]

Prominente als Patienten des «Sanatorium Lebendige Kraft»:

Von 1911 bis 1919 war der Psychotherapeut Alphonse Maeder (1882–1971) Hausarzt an der Klinik.[19] Die Söhne Bircher-Benners arbeiteten im Sanatorium mit und brachten ihre Spezialkenntnisse ein: Max Edwin (1922–1929), Willy (ab 1924), Franklin (ab 1929) und Ralph (ab 1932). Nach Bircher-Benners Tod 1939 wurde das «Sanatorium Lebendige Kraft» in «Bircher-Benner-Privatklinik» umbenannt.

«Volkssanatorium für Ordnungstherapie»[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die großzügige Schenkung eines Patienten wurde die Errichtung eines «Volkssanatoriums für Ordnungstherapie» ermöglicht. Die Planung begann 1937. Am 12. April 1938 wurde ein Grundstück am Zürichberg (Schreberweg 9) erworben und im Juni 1939, fünf Monate nach Bircher-Benners Tod, wurde das Sanatorium eröffnet.

«Bircher-Benner-Privatklinik» – «Zurich Development Center»[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tode Bircher-Benners übernahmen die Söhne Franklin und Willy die Leitung des Sanatoriums, welches in «Bircher-Benner-Privatklinik» umbenannt wurde. Zwischen 1942 und 1973 wurde die Klinik von Bircher-Benners Nichte, Dagmar Liechti-von Brasch, geleitet. Am 1. Mai 1973 ging sie in den Besitz des Kantons Zürich über. 1994 wurde sie nach mehreren Chefarztwechseln infolge mangelnder Auslastung geschlossen und das Gebäude 1998 an die Zürich Versicherungs-Gesellschaft verkauft.[20]

Medizinisches Zentrum Bircher-Benner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute führt Andres Bircher, ein Enkel M.O. Bircher-Benners, mit seiner Familie in Braunwald, einem auf einer autofreien Sonnenterrasse des Kantons Glarus, die Bircher-Bennersche Ordnungstherapie und Diätetik weiter[21], mit laufend neuen, wissenschaftlich fundierten Publikationen zur Diätetik und Ordnungstherapie verschiedener Krankheiten.

Therapeutisches Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rohkostreiche Diätetik und ganzheitliche Therapie der Krankheitsursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Behandlung einer magenkranken Frau kam Bircher-Benner auf die Idee, eine Rohkost-Diät zu entwickeln, die er auch im Selbstversuch testete, als er an Gelbsucht erkrankte. Der bekannteste Bestandteil seiner Diät, die er als Vollwertkost bezeichnete,[22] war das Bircher-Müesli.

1903 veröffentlichte er die Schrift Grundzüge der Ernährungstherapie auf Grund der Energetik.[23] Seine These: Nicht ihr Gehalt an Nährstoffen sei für die Qualität der Nahrungsmittel entscheidend, sondern die in ihnen gespeicherte Sonnenenergie. Dabei berief er sich auf den 2. Hauptsatz der Thermodynamik und auf biophysikalische Experimente von Alexander Gawrilowitsch Gurwitsch über die mitogenetische Lichtstrahlung der Zwiebelwurzel als morphogenetisches Feld[24][25] Unter den Medizinern und Naturwissenschaftlern jener Zeit wurde Bircher-Benners Ernährungslehre («Sonnenlichtnahrung») sehr beachtet, stiess aber nicht nur auf Anerkennung, sondern auch auf Skepsis, da sie dem Stand damaliger Erkenntnissen widersprach. Auch seine These, dass rohe Nahrungsmittel wertvoller seien als gekochte und pflanzliche Nahrung wertvoller als Fleisch, widersprach den damals vorherrschenden Ansichten zur Ernährung, die unter anderem von Justus Liebig entwickelt worden waren.[26] Das Müesli (hochdeutsch Müsli) bezeichnete er als «Apfeldiätspeise», kurz d’Spys. Bircher-Benner formulierte aufgrund seiner diätetischen Erfahrungen an einem grossen Krankengut die Hauptfehler der allgemein verbreiteten Ernährung: Die Qualitätsverminderung durch den Kochprozess bei mangelnder Rohkost, der Eiweissüberschuss, die Zerbrechung des Nahrungsintegrals, der übermässige Gebrauch von Kochsalz, Auszugsmehl, tierischem Fett und Zucker, Reizmitteln und Alkohol und formulierte die Notwendigkeit einer vollwertigen Ernährung mit 70 % Rohkostanteil(Vollwertkost).[27] Dabei formulierte er sein „Integralgesetz der Ernährung“, das besagt, dass Nahrungsmittel, soweit keine Toxine in ihnen vorhanden sind, in ihrer Gesamtheit verwendet werden sollen, um deren Inhaltsstoffe in ihrer Ganzheit zu erhalten. Zudem formulierte er seinen Begriff der Nahrungsökonomie, der besagt, dass die Zusammensetzung der Nahrung dem Bedarf unseres biologischen Systems möglichst genau entsprechen soll, so dass der Organismus von nichts zu viel und von nichts zu wenig erhält. In den 1930er Jahren wurde seine rohkostreiche Heildiät an verschiedenen medizinischen Zentren, wie dem Kinderspital Zürich, dem Rudolf-Heß-Krankenhaus in Dresden und dem Royal Free Hospital in London, eingesetzt. Im Royal Free Hospital richtete man eine eigene Abteilung zur wissenschaftlich begleiteten Behandlung schwerst kranker Osteoarthritis-Patienten ein. Die Heilungsfortschritte wurden gefilmt.[28] Bircher-Benner erklärte die Wirkung seiner pflanzlicher Rohkostdiäten mit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, der erklärt, dass mit jedem chemisch am thermodynamischen Gleichgewicht ablaufenden Vorgang die Energie an Ordnung verliert. Die lebendige Pflanzennahrung musste eine ganz andere, hochgeordnete Energie enthalten, die durch die Speicherung von Lichtquanten (Photonen) in den lebendigen Pflanzenzellen vorhanden sein musste. Je nach deren Nähe zur Photosynthese teilte er die Nahrungsmittel in Lichtakkumulatoren erster, zweiter und dritter Ordnung ein. Die Anwendung des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik auf die Nahrungsenergie wurde damals von verschiedenen Wissenschaftlern anerkannt, ist aber bis heute nicht in die medizinische Schule eingedrungen, die ausschliesslich mit Kalorien rechnet. Seine Theorie der Lichtakkumulation basierte er auf den Experimenten von Alexander Gawrilowitsch Gurwitsch[29] und den Resultaten der Rohkostdiät aus der eigenen Klinik. Die Ordnungstherapie Bircher-Benners stellt eine den ganzen Menschen, Psyche und Soma, umfassende Behandlung dar. In einer Verletzung der Ordnungsgesetze der biologisch vorgegebenen Lebensbedingungen des Menschen in körperlicher und seelischer Hinsicht sieht Bircher-Benner die Grundursache aller Krankheiten. Die Ordnungstherapie verlangt die volle Aufklärung des Patienten, so dass er durch eine Neuordnung seiner Lebensweise an seiner Heilung aktiv mitwirken kann[30][31] Die reine Rohkostdiät setzte Bircher-Benner bei gewissen chronischen Krankheiten unter ärztlicher Überwachung für einige Wochen ein, mit nachfolgendem allmählichem Übergang auf eine laktovetabile Vollwertkost.[32] Bircher-Benners Ordnungstherapie umfasste ein tiefes psychologisches Verständnis der seelischen Ursachen der Erkrankung. Er interpretierte die Ödipussage anders als Sigmund Freud und war mit Carl Gustav Jung befreundet. In seinem Werk mit dem Titel: "Der Menschenseele Not" legte er seine psychotherapeutischen Erfahrungen dar.[33] In einer Autobiographischen Darlegung seines ärztlichen Werdeganges postulierte er die Notwendigkeit einer Wandlung des ärztlichen Denkens im Sinne einer ganzheitlichen Erkenntnis der Ursachen der Krankheiten und einer ganzheitlichen ärztlichen Therapie.[34]

Ordnungstherapie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bircher-Benner bezeichnete sein Sanatorium als «Lebensschule» und als «wirksames Instrument gegen die Degeneration» der Bevölkerung durch «unnatürliche» Lebensweise. Der Tagesablauf im Sanatorium auf dem Zürichberg war streng geregelt. Schon vor dem Frühstück war ein Spaziergang vorgesehen, ausserdem gab es ein Programm zur «körperlichen Ertüchtigung» mit Bewegungs- und Hydrotherapie, Turnen und Gartenarbeit, Liegekur und persönlicher Hinwendung zu Kunst und Musik. Um 21 Uhr begann die Nachtruhe. Ein prominenter Kurgast war Thomas Mann, der das Sanatorium 1909 in einem Brief als «hygienisches Zuchthaus», lobte aber die Wirkung der Therapie am Sanatorium "Lebendige Kraft als zuvor nie dagewesen. Hier inspirierte er sich für seinen Roman Der Zauberberg.

Moderne Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kenntnisstand Bircher-Benners entspricht demjenigen zum Beginn des 20. Jahrhunderts, seine massgeblichen Werke erschienen vor 1938. Die Theorie der eingefangenen Sonnenstrahlen wurde bis heute nicht belegt und widerspricht den heutigen Erkenntnissen.[35]

Rohkost kann im Vergleich zu gegarter Kost zu einer unvollständigeren Verdauung führen, was die Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen verschlechtert sowie Mangelerkrankungen und Blähungen begünstigt.[36][37] Einige pflanzliche Frassgifte wie die in Hülsenfrüchten vorkommenden Phasine und die cyanogenen Glykoside werden erst durch Hitzeeinwirkung weitgehend zerstört. Beim Keimvorgang wird nur ein Teil des Phasingehalts abgebaut.[38] Die Zellmembranen werden durch Erhitzen vollständiger aufgebrochen, wodurch mehr Nährstoffe zur Verfügung stehen.[35] Langfristige Rohkosternährung führt zu einer Abnahme der Knochendichte,[39] Vitamin-B12-Mangel, erhöhten Homocystein-Blutkonzentrationen und erniedrigten LDL-, HDL- und Triglycerid-Blutkonzentrationen.[40]

«Wendepunkt» und Wendepunkt-Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 gründete Bircher-Benner die Monatsschrift Der Wendepunkt im Leben und im Leiden. Redaktion: 1925–1926 Martha Bircher-Müller (Ehefrau von Sohn Max Edwin); 1927–1932 Elisabeth Bircher-Benner; 1932–1978 Ralph Bircher. Ab 1953 war Dagmar Liechti-von Brasch Mitherausgeberin der Zeitschrift.

Den weitaus grössten Teil der monatlichen Beiträge im Wendepunkt bestritt Bircher-Benner selbst, unterstützt von seinen Söhnen. Wesentliche Beiträge leisteten weiterhin u. a.:

  • Wilhelm Stekel. 1926–1929 eine Artikelserie über Erziehungsprobleme[41], 1930 eine Aufsatzfolge mit dem Titel Die moderne Ehe[42] und 1932 sowie 1933 die Arbeiten Entwicklung und Grundlagen der Psychoanalyse und Sexualität und Erziehung.
  • Erich Stern. Beiträge: 1929 Krankheit als Erlebnis, 1933 Zum Problem der Kinderneurose, 1934 eine Abhandlung über Erziehungsfragen, 1937 Grenzen der Psychotherapie und 1938 Endokrine Störungen bei Kindern und Jugendlichen.
  • Heinrich Meng. 1931, 1934 und 1937 Beiträge zur Psychohygiene.
  • Werner Zabel 1939[43]
  • Karl Kötschau 1944[44], 1954[45]

Bircher-Benner und die «Neue Deutsche Heilkunde»[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bircher-Benners Lehre erfuhr Ende der 1920er Jahre im Rahmen einer breiter gelagerten medizinischen und öffentlichen Debatte über den Gesundheitswert von Rohkost und Vitaminen grössere Anerkennung. Seine Kritik an den degenerativen Wirkungen der «Zivilisationskost» entsprach unter anderem der Haltung einiger rechtskonservativer und nationalsozialistischer Ärzte, etwa Werner Zabel und Karl Kötschau.

1932 wies Mussolini die italienischen Ärzte an, eine «naturgemässe Reform der täglichen Gewohnheiten» durchzuführen. Bircher-Benner bescheinigte ihm deshalb «hervorragende Führertugenden» und einen «sozial-therapeutischen Scharfblick».[46] Ende 1933/Anfang 1934 lobte er die «Führer der deutschen Ärzteschaft». Diese hatten die deutschen Ärzte aufgerufen, «durch eigenes Vorbild», durch eine «an der Natur ausgerichtete Lebensweise» und durch eine «Symbiose von Schulmedizin und Naturheilkunde» das Vertrauen der Patienten zurückzugewinnen.[47][48]

Im sozialdemokratischen Tagblatt Volksrecht empörte sich der Psychiater Charlot Strasser über Bircher-Benners Lob für die Diktatoren in Nord und Süd. In seine Kritik bezog Strasser auch den Schweizer Arzt Adolf Keller-Hörschelmann mit ein, der als Redaktor der Zeitschrift Volksgesundheit eine Rede von Rudolf Heß wörtlich abgedruckt und lobend kommentiert hatte.[49][50] Bircher-Benner antwortete:

„Würde die sozialistische Partei morgen für die Bedeutung der biologischen Grundlagen ebenso entschieden eintreten wie Mussolini oder die Hitler’schen Ärzte, so würde sie bei mir die gleiche Zustimmung finden. Mein Standpunkt richtet sich weder für noch gegen eine bestimmte Partei.“

M. O. Bircher-Benner[51][52]

Nachdem 1934 der Sanitäts-Gruppenführer der SA, Hermann Jensen, zum Chefarzt des Rudolf-Heß-Krankenhauses Dresden berufen wurde, stand der Aufbau der Klinik für Naturheilkunde mit drei „biologischen Abteilungen“ an. Max Bircher-Benner sollte die Leitung der ersten übernehmen. Nach Angaben des Schweizer Historikers Albert Wirz sagte Bircher-Benner „erst freudig zu“, um später „nicht etwa aus politischen Gründen“, „sondern, weil er sich zu alt fühlte“ abzulehnen. Der Sohn Ralph Bircher erklärte hierzu 1937: „Leider konnte er diese ehrende, aber schwierige Aufgabe dann hauptsächlich mit Rücksicht auf seine Kräfte nicht annnehmen.“[53] In einer 1974 veröffentlichten persönlichen Mitteilung behauptete Ralph Bircher, sein Vater hätte die Anstellung in Dresden abgelehnt, „weil er seine persönliche Freiheit nicht gefährden wollte“.[54] Die Medizinhistorikerin Marina Lienert publizierte 2001 die Hypothese, dass auch die Ablehnung seiner Forderung nach einem Professorentitel Max Bircher-Benner davon abhielt, dem Ruf an das Rudolf-Heß-Krankenhaus zu folgen.[53]

2010 kam der Historiker Uwe Spiekermann nach erweiterter Quellenauswertung zu der Einschätzung:

„Für die führenden nationalsozialistischen Vertreter der Alternativmedizin und der Lebensreform war Bircher-Benner einer der ihren – und dies schloss für sie nationalsozialistisches Denken, Fühlen und Handeln mit ein. Für sie war er kein Aussenseiter, sondern eine Leitfigur und ein Führer. Er war Wegbereiter eines neuen Arzttums und einer neuen Verbindlichkeit. … Zugleich aber gilt es zu berücksichtigen, dass Bircher-Benner für die meisten Ärzte und Wissenschaftler im Deutschen Reich ein Aussenseiter blieb und eben kein Wegbereiter wurde.“[55]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundzüge der Ernährungstherapie auf Grund der Energiespannung der Nahrung. Berlin 1903.
  • Die Grundlagen unserer Ernährung. Berlin 1921.
  • Der Menschenseele Not. Erkrankung und Gesundung. Wendepunkt-Verlag, Zürich, Band I 1927, Band II 1933
  • Diätetische Heilbehandlung: Erfahrungen und Perspektiven. Stuttgart 1935.
  • Vom Wesen und der Organisation der Nahrungsenergie. Stuttgart 1936.
  • Vom Werden des neuen Arztes: Erkenntnisse und Bekenntnisse. Dresden 1938.
  • Max Bircher-Benner: Ordnungsgesetze des Lebens. Drei Vorträge für die «Food Education Society». Bircher-Benner, Bad Homburg (vormals Zürich) 1992, ISBN 3-87053-048-0 (Nachdruck von Wendepunkt, Zürich/Leipzig/Wien 1938).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralph Bircher: Leben und Lebenswerk Bircher-Benners. 2. Auflage. Bircher-Benner, Bad Homburg (vormals Zürich) 1989, ISBN 3-87053-019-7 (hagiographisch).
  • Michael Eyl: M. O. Bircher-Benner. Ordnung und Hafermüesli. In: Soziale Medizin. 15. Jg. Basel August 1988, S. 3–9.
  • Peter FriedliBircher-Benner, Maximilian Oskar. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 253 (Digitalisat).
  • Sonja Furger: Mit Rohkost gegen die Degeneration (PDF; 292 kB). In: Schweizerische Ärztezeitung. Band 85, Nr. 5, 2004.
  • Dorothea Kollenbach, geboren Frost: Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939) Krankheitslehre und Diätetik. Köln 1974, DNB 751129593 (Dissertation Universität Köln 1974, XIX 429 Seiten, 8).
  • Hanspeter Kuster: Zahnärztliche Gesichtspunkte in der Krankheitslehre und Diätetik von Maximilian Bircher-Benner (1867–1939). Juris, Druck und Verlag, Zürich 1985, ISBN 3-260-05121-X (Dissertation Universität Zürich 1985, 74 Seiten, 23 cm).
  • Albert Wirz: Die Moral auf dem Teller. Dargestellt an Leben und Werk von Max Bircher Benner und John Harvey Kellogg. Chronos, Zürich 1993, ISBN 3-905311-10-0.
  • Eberhard Wolff (Hrsg.): Lebendige Kraft: Max Bircher-Benner und sein Sanatorium im historischen Kontext. Im Auftrag des Schweizerischen Nationalmuseums in deutscher und französischer Sprache. hier + jetzt, Baden/Schweiz 2010, ISBN 978-3-03919-163-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maximilian Bircher-Benner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.koechinnen.ch/10-frauenportr%C3%A4ts/berta-brupbacher-bircher/
  2. http://www.matrikel.uzh.ch/active/static/534.htm; https://images.findagrave.com/photos/2016/121/161995958_1462147564.jpg
  3. https://www.koechinnen.ch/10-frauenportr%C3%A4ts/alice-von-brasch-bircher/
  4. Gaule, Justus (1849–1939) [HistVV]. Abgerufen am 30. Juli 2018.
  5. https://baselbern.swissbib.ch/Record/274799200/TOC
  6. Inhaltsangabe: Von Henriette Davidis bis Erna Horn. Abgerufen am 30. Juli 2018.
  7. https://baselbern.swissbib.ch/Record/274799200/TOC
  8. Acta Studentica, Zeitschrift des Vereins für österreichische Studentengeschichte, 33. Jahrgang, Ausgabe Juni 2002, S. 10.
  9. Archiv für Medizingeschichte, Liste der Privatnachlässe
  10. Prospect des Centralbades, Institut für physikalische Therapie, Wasser- und Lichtheilanstalt, Elektrisches Lohtanninbad, Teslastrombehandlung. Zürich. Zürich 1901, S. 45 f. (Zentralbibliothek Zürich: Z DE 451)
  11. Prospekt von Dr. Bircher-Benners «Sanatorium Lebendige Kraft». Heilanstalt für die Anwendung der Diätetik und der physikalischen Heilkräfte. Zürich o. J. [vor 1907], S. 35 f.
  12. Albert Wirz: Die Moral auf dem Teller. Zürich 1993, S. 126.
  13. Hansjörg Siegenthaler, Heiner Ritzmann-Blickensdorfer: Statistique historique de la Suisse. Zürich 1996, S. 448. Zitiert nach Wolff, 2010, S. 94, Anm. 11.
  14. Motzi Eklöf: Bircher-Benner und die schwedische Reformkostbewegung. In: Wolff, 2010, S. 151–165.
  15. Olivier Faure: La méthode Bircher-Benner en France dans les années 1930. In: Wolff 2010, S. 96–108.
  16. Mariama Kaba: Les premières décennies du Sanatorium Bircher de Zurich à la lumière des dossiers de patients. In: Wolff 2010, S. 78–95.
  17. Peter Heyworth: Otto Klemperer. Biography. New York, Band I, 1983, S. 417; Band II 1996, S. 1, S. 37.
  18. Bernhard Hangartner: Musikerinnen und Musiker als Patientinnen und Patienten der Bircher-Benner-Klinik. In: Wolff 2010, S. 109–120.
  19. A. Maeder: Acht Jahre Hausarzt in der «Lebendigen Kraft». In: Max Edwin Bircher (Hrsg.): Max Bircher-Benner. Eine Festgabe zu seinem 70. Geburtstag. Zürich 1937.
  20. Regierungsratsbeschluss vom 24. März 1999
  21. Bircher A. et al.: Medizinisches Zentrum Bircher-Benner für eine wissenschaftliche Naturheilkunde. In: Medizinisches Zentrum Bircher-Benner. Bircher A., 2011, abgerufen am 30. Juli 2018 (deutsch, englisch).
  22. Dorothea Kollenbach: Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939): Krankheitslehre und Diätetik. Inaugural-Dissertation an der Universität Köln. Institut für Geschichte der Medizin, Universität Köln, Köln 21. Mai 1974, S. 143-44.
  23. Bircher-Benner M.O.: Grundzüge der Ernährungstherapie auf Grund der Energie-Spannung der Nahrung. Hrsg.: Verlag Otto Sahle, Berlin. 4. Auflage. Verlag Otto Sahle, Berlin 1926, S. 323 Seiten.
  24. Gurwitsch A.: Die mitogenetische Strahlung. In: Verlag Julius Springer (Hrsg.): Probleme der Zellteilung, Monographien aus dem Gesamtgebiet der Physiologie der Pflanzen und der Tiere. Band 25. Springer Verlag, Berlin 1932, S. 393.
  25. Dorothea Kollenbach: Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939): Krankheitslehre und Diätetik. Inaugural-Dissertation an der Universität Köln. Institut für Geschichte der Medizin, Universität Köln, Köln 21. Mai 1974, S. 411.
  26. Albert Wirz: Doktor Birchers neue Weltordnung. NZZ Folio.
  27. Dorothea Kollenbach: Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939): Krankheitslehre und Diätetik. Inaugural-Dissertation an der Universität Köln. Institut für Geschichte der Medizin, Universität Köln, Köln 21. Mai 1974, S. 141–150.
  28. Hare D.C.: A therapeutic trial of a raw vegetable diet in chronic rheumatic conditions. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine (Hrsg.): Section of therapeutics and pharmacology. Band 30. Longmans, Green&Co, London 1936, S. 1–10.
  29. Gursitsch A.G.: die mitogenetische Zellstrahlung. Hrsg.: Springer Verlag Berlin. Band 51,62,100.101,104. Springer, Berlin 1932.
  30. Dorothea Kollenbach: Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939): Krankheitslehre und Diätetik. Inaugural-Dissertation an der Universität Köln. Institut für Geschichte der Medizin, Universität Köln, Köln 21. Mai 1974, S. 295–299.
  31. M. O. Bircher-Benner: Ordnungsgesetze des Lebens. Hrsg.: Andres Bircher. Edition Bircher-Benner, Braunwald 2014, ISBN 978-3-906089-01-0, S. 139.
  32. Ruth Bircher: Eating Your Way to Health. Hrsg.: Claire Loewenfeld. 5. Auflage. Faber & Faber, London 1977, ISBN 0-571-06640-2.
  33. M. O. Bircher-Benner: Der Menschenseele Not. In: Ralph Bircher (Hrsg.): Wendepunktbücher. 6. Auflage. Nr. 8. Wendepunkt Verlag, Erlenbach 1953, S. 365 Seiten.
  34. M. O. Bircher-Benner: The Physician of the Future. Hrsg.: Andres Bircher. Edition Bircher-Benner, Braunwald 2015, ISBN 978-3-906089-07-2, S. 156.
  35. a b Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer: Stryer Biochemie. 7. Auflage, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8274-2988-9.
  36. H. van den Berg, M. van der Gaag, H. Hendriks: Influence of lifestyle on vitamin bioavailability. In: Int J Vitam Nutr Res. (2002), Band 72, Nr. 1, S. 53–59. PMID 11887754.
  37. C. Koebnick, C. Strassner, I. Hoffmann, C. Leitzmann: Consequences of a long-term raw food diet on body weight and menstruation: results of a questionnaire survey. In: Ann Nutr Metab. (1999), Band 43, Nr. 2, S. 69–79. PMID 10436305.
  38. Claus Leitzmann: Die 101 wichtigsten Fragen – Gesunde Ernährung. C. H. Beck 2010, ISBN 978-3-406-59979-8, S. 35–36.
  39. L. Fontana, J. L. Shew, J. O. Holloszy, D. T. Villareal: Low bone mass in subjects on a long-term raw vegetarian diet. In: Arch Intern Med. (2005), Band 165, Nr. 6, S. 684–689. PMID 15795346.
  40. C. Koebnick, A. L. Garcia, P. C. Dagnelie, C. Strassner, J. Lindemans, N. Katz, C. Leitzmann, I. Hoffmann: Long-term consumption of a raw food diet is associated with favorable serum LDL cholesterol and triglycerides but also with elevated plasma homocysteine and low serum HDL cholesterol in humans. In: J Nutr. (2005), Band 135, Nr. 10, S. 2372–2378. PMID 16177198.
  41. 1935 als Wendepunktbücher (Nr. 5, 10 und 12) unter dem Titel Briefe an eine Mutter erschienen.
  42. 1935 als Wendepunktbuch Nr. 15 abgedruckt.
  43. Bircher-Benner als Lehrer der Ärzte. WP 16 (1939) S. 301–304.
  44. Gesund durch Übung und Anpassung an die Natur. WP 21 (1944) S. 445–451.
  45. Gesundheitsvorsorge statt Krankheitsfürsorge. WP 31 No. 11 November 1954, S. 403–406.
  46. M. Bircher-Benner: Mussolini am nationalen Ärztekongress im Kapitol in Rom. In: Der Wendepunkt im Leben und Leiden. 9. Jahrgang 1932, S. 201 f.
  47. M. Bircher-Benner: Die Wahrheit auf dem Vormarsch. In: Der Wendepunkt im Leben und Leiden. 10. Jahrgang 1933, S. 626–632.
  48. M. Bircher-Benner: Von der Aufgabe des «Wendepunkt». In: Der Wendepunkt im Leben und Leiden. 11. Jahrgang 1934, S. 1–7.
  49. Charlot Strasser: Wirtschaftliche Not schafft Wunderglauben. In: Volksrecht. 37. Jahrgang, No. 180, 3. August 1934.
  50. Charlot Strasser: Das trübe Kapitel von Ärzten als Strohmänner für Kurpfuscher und von kurpfuschenden Ärzten. In: Volksrecht. 37. Jahrgang, No. 191, 16. August 1934.
  51. M. O. Bircher-Benner: Staatskunst und Heilkunst. Eine Entgegnung. In: Der Wendepunkt im Leben und Leiden. 11. Jahrgang 1934, S. 515–519.
  52. Johanna Bleker. Der Mythos vom unpolitischen Arzt. Historische Überlegungen zum Unterschied zwischen politischer Abstinenz und Toleranz. In: Jahrbuch für kritische Medizin. Bd. 22 (1994), S. 164–186.PDF
  53. a b Jörg Melzer: 2.3 Vorreiter einer vollwertigen Ernährung im 20. Jahrhundert In: Vollwerternährung: Diätetik, Naturheilkunde, Nationalsozialismus, sozialer Anspruch, Franz Steiner Verlag, 2003; S. 139. ISBN 978-3-515-08278-5.
  54. Persönliche Mitteilung von Ralph Bircher an Dorothea Kollenbach. Zitiert in Dorothea Kollenbach: Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867–1939): Krankheitslehre und Diätetik. Dissertation, Medizinische Fakultät der Universität zu Köln, 1974; S. 41. DNB 751129593.
  55. Uwe Spiekermann. Aussenseiter und Wegbereiter. Die Rezeption Bircher-Benners im Deutschen Reich in den 1930er-Jahren. In: Eberhard Wolff (Hrsg.): Lebendige Kraft. Max Bircher-Benner und sein Sanatorium im historischen Kontext. Verlag hier + jetzt, Baden 2010, S. 145