Beatenberg

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Beatenberg
Wappen von Beatenberg
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Interlaken-Oberhasli
BFS-Nr.: 0571i1f3f4
Postleitzahl: 3803 Beatenberg
3800 Sundlauenen
Koordinaten: 627219 / 171940Koordinaten: 46° 41′ 53″ N, 7° 47′ 40″ O; CH1903: 627219 / 171940
Höhe: 1155 m ü. M.
Fläche: 29,2 km²
Einwohner: 1208 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 43 Einw. pro km²
Website: www.beatenberg.ch
Beatenberg aus der Luft

Beatenberg aus der Luft

Karte
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Beatenberg ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie liegt im Berner Oberland auf einer Geländeterrasse unterhalb des Niederhorns und hoch über dem Thunersee. Von Beatenberg aus kann man die Jungfrau-Gruppe (Eiger, Mönch, Jungfrau) besonders gut sehen. Zur politischen Gemeinde Beatenberg gehört auch das Dorf Sundlauenen, welches nahe der Beatushöhlen direkt am Thunersee liegt. Nachbargemeinden sind Eriz, Habkern, Horrenbach-Buchen, Sigriswil und Unterseen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Beatenberg war um das Jahr 1230. Die ersten Herren von Rothenfluh übten ihre Machtbefugnisse aus. Vielfältige Besitzveränderungen erfuhr das Dorf bis 1275. 1275 gelangten die Besitztümer durch einen Tausch an «König Rudolf von Habsburg und das Reich». 1439 wütete eine verheerende Pest in der Stadt Bern. Aus diesem Grunde unternahm man einen Bittgang zur Beatushöhle. 1565 traf die Pest auch Beatenberg. Innerhalb von nur 6 Monaten starben 114 Personen. Der Kohleabbau auf Beatenberg begann 1771. 1904 wurde die Beatushöhle für Besucher zugänglich gemacht. Ab 1913 befand sich an der Beatenbucht der Endpunkt der Rechten Thunerseebahn, die 1914 nach Interlaken verlängert wurde. 1939 stellte der Betreiber die Bahn zwischen Beatenbucht und Interlaken auf Autobusbetrieb um, auf dem verbliebenen Abschnitt verkehrte ab 1952 bis 1982 der Trolleybus Thun–Beatenbucht. 1946 war der Baubeginn der Sesselbahn Beatenberg–Niederhorn. Diese Sesselbahn wurde 1996 durch eine Gruppenumlaufbahn[2] ersetzt, welche 1997 in Betrieb genommen wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1850 1880 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2012 2016
Einwohner 547 1'075 1'119 1'082 1'088 1'323 1'303 1'263 1'176 1'373 1'279 1'246 1'297

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beatushöhlen: Nach der Legende soll der Ortsheilige Beatus, ein Missionar aus Irland, an den Thunersee gezogen sein und dort aus den Höhlen oberhalb Sundlauenen einen Drachen vertrieben haben. Seine Wohnstätte in der Drachenhöhle wurde zu einem Pilgerort. Auch heute ist die kilometerlange Tropfsteinhöhle mit unterirdischen Seen eine Hauptattraktion der Gemeinde.
  • Im östlichen Teil von Beatenberg befindet sich das Artilleriewerk Waldbrand, eine Festung, die 1941 begonnen wurde und 1944 ihre Feuerbereitschaft hatte.
  • Oberhalb des Thunersees befindet sich das fast 2000 Meter hohe Niederhorn. Die Aussicht reicht von den Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau bis zum fernen Jura. Das Niederhorn ist ein idealer Ausgangspunkt für kürzere und längere Wanderungen. Mit etwas Glück begegnet man dabei einer Steinbockkolonie. Auch im Winter hat das Niederhorn seinen Reiz: Es stehen Skipisten, Winterwanderwege, Schneeschuhtrails und Schlittelpisten zur Verfügung. Ein Winterwanderweg zum Beatenberger Ortsteil Waldegg führt durch verschneite Wälder und Berglandschaften.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beatenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Thomas Batschelet, CH-2505 Biel/Bienne: 75.008 Beatenberg - Niederhorn, Beatenberg, Gruppenumlaufbahn Kabinen. Abgerufen am 7. Mai 2017.