Moaña

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Gemeinde Moaña
Nosa Señora do Carme de Moaña.jpg
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Moaña
Moaña (Spanien)
Finland road sign 311 (1994–2020).svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: GalicienGalicien Galicien
Provinz: Pontevedra
Comarca: El Morrazo
Koordinaten 42° 18′ N, 8° 44′ WKoordinaten: 42° 18′ N, 8° 44′ W
Höhe: msnm
Fläche: 31,5 km²
Einwohner: 19.399 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 615,84 Einw./km²
Gründung: 1836
Postleitzahl: 36950
Gemeindenummer (INE): 36029
Nächster Flughafen: Flughafen Vigo
Verwaltung
Bürgermeister: Leticia Santos Paz (BNG)

Moaña ist eine galicische Stadt in der Provinz Pontevedra im Nordwesten Spaniens mit 19.399 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019). Sie bildet zusammen mit Cangas do Morrazo, Marín (Pontevedra), Bueu und Vilaboa die Comarca El Morrazo, die auf der gleichnamigen Halbinsel zwischen der Ría de Vigo und der Ría de Pontevedra liegt. In Moaña befindet sich die höchste Erhebung des Morrazo, der 624 m hohe Berg Monte do Faro. Die Küste Moañas sind geprägt von Stränden, wie Domaio, a Borna, A Xunqueira oder O Con. Ihre Gewässer werden für die Zucht von Muscheln und anderen Meeresfrüchten genutzt. Sie ist ideal für den Anbau von Herzmuscheln "o croque" und anderen Muscheln. Die Miesmuschel spielt dabei eine übergeordnete Rolle. Außerdem verfügt Moaña über verschiedene Jacht- und Fischereihäfen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moaña gliedert sich in vier zivile Parroquias, deren Ursprung in den jeweiligen Pfarrgemeinden liegt. Sie werden u.a. nach den jeweiligen Patrón benannt. Diese Parroquias unterteilen sich wiederum in unterschiedlich viele Nucleos. Die größte Parroquia ist das Kerngebiet Moañas, gefolgt von Tirán, Meira und Domaio.

Stadtgliederung Moañas[2]
Parroquia Einwohnerzahl (2019) Patrón Einwohnerzahl (2019) Nucleo Einwohnerzahl (2019)
Moaña 8.970 Virxe do Carme
Igrexa da Virxe do Carme de Moaña.jpg
6.168 Verducedo 459
A Fraga 64
A Marrúa 270
Paradela 387
O Piñeiro 432
Moaña 1.103
Redondo 2.172
A Seara 1.281
San Martiño
SMMoaña.jpg
1.970 Abelendo 613
Ameixoada 292
Broullón 254
O Casal 317
O Cruceiro 261
Os Piñeiros 84
Xalde 149
San Martiño e Virxe do Carme 832 Quintela 621
Sabaceda 211
Tirán 4.460 San Xoan
Tirán.jpg
4.460 O Con 1.735
O Igrexario 372
Vilela 506
As Fontes 320
O Real 1.527
Meira 3.941 Santa Eulalia
Igrexa de Santa Eulalia de Meira.jpg
3.941 Couso 372
Isamil 208
A Moureira 654
O Pombal 216
Reibón 896
A Ribeira 888
A Guía 379
O Latón 328
Domaio 2.028 San Pedro
Igrexa de San Pedro de Domaio.jpg
2.028 O Calvar 376
Carballido 52
A Costa 237
Palmás 785
San Lourenzo 90
Verdeal 488

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Spuren und archäologischen Funde lassen darauf schließen, dass das Concello Moaña bereits seit frühester Zeit besiedelt ist. Der früheste Hinweis auf menschliche Besiedlung Moañas ist eine Axt aus der Acheuléen-Zeit (ca. 75000 v. Chr.), die in der Parroquia San Martiño gefunden wurde. Darüber hinaus gibt es weitere Feuersteinwerkzeuge und Überreste von Siedlungen seit der Jungsteinzeit.

Chan da Arquiña

Die Mámoa von Chan da Arquiña ist ein Dolmen und wurde 1953 archäologisch erschlossen. Die Anlage ist ca. 5000 Jahre alt und verfügt über einen Gang und eine polygonale Kammer, die von einer großen Steinplatte bedeckt ist. Sie gehört zu den besser erhaltenen Anlagen in Galicien. Heute ist sie zum Teil restauriert und für Besucher leicht zugänglich gemacht. Sie befindet sich am Monte do Faro, dem mit 624m höchstem Punkt Moañas. In O Regueiriño (Domaio) wurde eine wichtige Fundstelle aus dem Endneolithikum gefunden und in A Fontenla (Domaio) wurde zum ersten Mal in Galicien das Vorhandensein von Elementen der Glockenbecherkultur (ca. 2600 v. Chr-2200 v. Chr.) außerhalb von Bestattungsumgebungen dokumentiert.

Ein Petroglyh aus Moaña der vermutlich einen Hafen zeigt.

Im gesamten Stadtgebiet finden sich außerdem zahlreiche aus der Bronzezeit (also ab ca. 1800 v. Chr.) stammende Petroglyphe, also in Stein gehauene Felsbilder.

Die Castrokultur ist in der Gemeinde stark vertreten. Die Castros von Montealegre do Domaio (seit Frühjahr 2021 restauriert und für Besucher zugänglich gemacht), As Cidades in Meira, O Castro in San Martiño und Os Remedios in Tirán sind die wichtigsten. In allen gibt es starke Anzeichen einer Romanisierung, die mit der Eroberung Galciens durch die Römer ab ca. 60 v. Chr. einsetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Nomenclátor estatístico de Galicia. Ano 2019, Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística.