Moin

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Dieser Artikel befasst sich mit der Begrüßung „Moin“. Für andere Bedeutungen, siehe Moin (Begriffsklärung).
Transparent zur Begrüßung am Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Moin ist ein vor allem in Norddeutschland – gemäß einer Erhebung von 2011 verbreitet in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg sowie punktuell in Mecklenburg-Vorpommern[1] –, im Süden Dänemarks (Süderjütland; dort üblicherweise mojn geschrieben[2][3]), in Luxemburg (meist in der Form moien[4]), in Teilen der Schweiz, der Niederlande (dort vor allem in Gebieten, in denen auch Niederdeutsch gesprochen wird) und im Norden Polens unter den Kaschuben (geschrieben mòjn)[5][6] verbreiteter Gruß, der zu jeder Tages- und Nachtzeit verwendet werden kann.[7] Als Variante ist Moins, Moinz in den Räumen Bern und Chur hinzurechnen.[8]

Abweichende Schreibweisen sind neben Mojn[9] auch Meun (in den Werken Gorch Focks und bei Georg Droste[10]), Moi’n (B. Sonntag, 1889), (gun) Moign bei Otto Mensing,[11] Otto Ernst[12] Ludwig Frahm, der Moign auch als Abschiedsfloskel verwendet[13] und später bei diversen anderen Schriftstellern.[14]

Beiderseits der deutsch-dänischen Grenze wird Moin (bzw. Mojn) heute in allen ansässigen Sprachen samt deren Varietäten und Dialekten verwendet.[15] Mittlerweile hat der Gruß vom Norden ausgehend auch in vielen anderen Teilen Deutschlands Verbreitung gefunden. Es gibt allerdings regional unterschiedliche Konventionen zur Verwendung, was etwa die Tageszeit, den formellen Aspekt oder die Verdopplung („Moin moin“) betrifft.[16]

Spuren im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moin taucht 1924 im Hauskalender Ostfreesland auf. Dieser Hauskalender wird oft als erster schriftlicher Beleg für den Moin-Gruß gewertet.[17] Schriftliche Spuren reichen aber weiter zurück: Nach Abtretung Nordschleswigs 1920 an Dänemark wurde im Land ein Mojn-Verbot gefordert; noch in den 1960er Jahren hieß es dort im süddänischen Dialekt Sønderjysk: „Mojn er forbojn“ („Moin ist verboten“).[18][19] Der Gruß selbst sei – nach dieser Quelle[18] – um 1900 als Kurzgruß Morgen in den Norden Schleswig-Holsteins durch Handwerker, Händler und Wehrpflichtige aus Berlin importiert worden.[18][20] Insgesamt gibt es für die Region beiderseits der heutigen deutsch-dänischen Grenze abweichende Angaben – unter anderem den Hinweis, dass der Gruß in Hovslund (deutsch: Haberslund) nördlich von Rødekro (deutsch: Rothenkrug) 1908 oder 1909 mit Arbeitskräften angekommen sei.[21] Für die Insel Helgoland ist 1909 neben den Grußformeln gu’n Morjen und gud Morjen auch Moin belegt.[22] In der Schreibweise Meun verwendete der Schriftsteller Gorch Fock zu Beginn des 20. Jahrhunderts in mehreren seiner Werke (unter anderem in Hein Godenwind de Admirol vun Moskitonien 1911) das Grußwort[23] und übersetzt den Gruß mit Guten Morgen.[24] Die Meun-Schreibweise verwendete auch Georg Droste (s. o.). Otto Ernst und Ludwig Frahm (s. o.) bevorzugten in ihren Werken (Ernst unter anderem in Die Kunstreise nach Hümpeldorf 1905; Frahm in Minschen bi Hamborg rüm 1919) die Schreibweise Moign. Arno Holz und Oskar Jerschke verwendeten Moin in ihrer tragischen Komödie Traumulus (1905)[25] und ebenfalls in Gaudeamus! (1908)[26]. Holz und Jerschke lebten in dieser Zeit in Berlin, wohingegen Joh. Mich. Ranke, der ebenfalls 1908 Moin in De Lüde von’n Diek[27] benutzte, offenbar aus Bremen stammte.[28] In einigen Städten und Regionen der Schweiz (Basel, Bern, Biel, Bündner Rheintal, Frauenfeld, Freiamt, Zürich) ist der Gruß Moin laut Zollinger-Escher im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert vor allem unter Arbeitern, Schülern und Studenten belegt; in Zürich taucht er etwa 1875 auf.[29] Diese Grußformel verschwand in der Schweiz aber an den meisten Orten wieder; Ausnahmen sind das Moin in der Region Interlaken (Bödeli)[30] und das Moi(n) in Graubünden. In der Zeitschrift für Volkskunde wird 1891 moin als „vulgärdeutsch“ und als „gewöhnlichste Form für guten Morgen“ beschrieben.[31] Dieses klingt nicht nach einem räumlich eng begrenzten Bekanntheitsgrad des Moin-Grußes zu jener Zeit; der Gruß Moin findet dementsprechend auch in den 1880er und 1890er Jahren in etlichen Publikationen Erwähnung, wie beispielsweise beim Schweizer Ernst Tappolet 1895[32] (Verkürzung von guten Morgen über gut-morn und gt-moin), bei Georg von der Gabelentz 1891[33] oder auch bei Hugo Ernst Mario Schuchardt 1885 (Verkürzung von Guten Morgen nach G’Moin und G’Mo).[34] 1886 und 1887 griffen dänischsprachige Werke bereits Schuchardts Verkürzungskette auf.[35] 1889 schrieb B. Sonntag in der Gartenlaube: Studenten und jüngere Offiziere haben das Vorrecht, den abgekürzten Gruß „guten Morgen“ noch zu verkürzen und zu allen Tages- und Nachtzeiten einander ihr „Moi’n! Moi’n!“ zuzurufen.[36] Für das an Ostfriesland angrenzende Ammerland (wo Oldenburger Platt, nicht Ostfriesisches Platt gesprochen wird) liegt ein Beleg aus dem Jahre 1888 vor, in dem Moin als Verkürzung des Guten Morgen-Grußes dargestellt wird.[37] Noch früher, nämlich 1828, sind Moin und Moin! – Moin! im Berliner Conversations-Blatt für Poesie, Literatur und Kritik (als Gruß unter Offizieren) zu finden.[38] Auch in diesem Text wird Moin! mit Morgen! erklärt.

Nach diesem Stand existieren erste Belege für das Auftreten in Ostfriesland 1924, für das in Hovslund (Haberslund) und für das auf Helgoland 1909, wohl für das in Bremen 1908 (Joh. Mich Ranke), für das in Hamburg 1904 (Otto Ernst: A Comedy), für das im Ammerland 1888, für das in Zürich um 1875 und für das Auftreten in Berlin bereits 1828.

Außerhalb des geschlossenen deutschsprachigen Raumes sind Moj’n! wie auch Moj’n! Moj’n! schon 1904 für die lettische Hauptstadt Riga als Gruß und Abschiedsgruß der damaligen deutschsprachigen Bevölkerung der Stadt belegt.[39]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Existenz des Grußwortes Moin ist seit knapp 200 Jahren nachweisbar. Ein Auftreten des Grußes ist in der Vergangenheit nicht nur auf den norddeutschen Raum beschränkt gewesen, sondern trat auch in der Schweiz und in Berlin auf. Unter Hinzurechnung von ähnlichen Grußformeln wie unter anderen Morn, Moi, Mui, deren Verwandtschaft mit Moin vermutet wird, aber nicht eindeutig belegt ist, kämen Gebiete in diversen europäischen Ländern hinzu. Das Grußwort hat seit den 1970er Jahren seine (Wieder-?)Ausbreitung in Norddeutschland begonnen (in einer Zeit, in der Belege des Bestehens auch aus Luxemburg, Westfalen,[40] der Schweiz und aus dem Berliner Umland vorliegen). Inzwischen ist der Gruß nicht nur in Norddeutschland bekannt,[41] sondern ist in Deutschland mittlerweile bis in den Süden verbreitet.[42] Die Etymologie bleibt demgegenüber trotz vieler Abstammungserklärungsversuche gegenwärtig letztlich im Dunkeln. Neben Friesisch und Plattdeutsch kommen auch andere Sprachen (z. B. Niederländisch), Mundarten (z. B. das Berlinerische) oder Soziolekte (z. B. die von Studenten, Soldaten, Seeleuten) als Wurzel in Betracht. Um 1900 gab es sechs voneinander getrennte Gebiete, in denen das Grußwort bekannt war: der Landesteil Schleswig in Schleswig-Holstein einschließlich des heutigen dänischen Teils, der Hamburger Raum, die relativ isoliert gelegene Insel Helgoland, das Gebiet zwischen Dollart und Weser (Ostfriesland, Ammerland, Bremen und andere), der Berliner Raum und die deutschsprachige Schweiz. Ein Vorkommen in weiteren Gebieten zu dieser Zeit ist anzunehmen. Voneinander unabhängige Entstehungen sind nicht völlig auszuschließen.

  • Küppers’ Wörterbuch der deutschen Umgangssprache[43] diagnostiziert Soldatensprache um 1900, es sei aus „Morgen“ zusammengezogen und bedeute einen „Begrüßungsruf am Morgen“. Tatsächlich existieren mehrere Indizien für eine Herkunft aus dem Soldatenmilieu. Der angegebene Zeitpunkt ist aber widerlegbar; der erste Beleg stammt bereits aus dem Jahre 1828 (s. o.).
  • Eine plattdeutsche Herkunft, wonach es von moi „angenehm, gut, schön“[44][45][46] käme, wird vielfach angenommen, so auch vom Niedersächsischen Wörterbuch. Dieser Etymologie hat sich inzwischen, neben anderen, die Duden-Redaktion [47] angeschlossen; nach dem Duden sind die Wurzeln im ostfriesischen mōi und im mittelniederdeutschen mōi(e) zu finden.[48]
    • Für eine Herkunft aus dem Niederdeutschen und Friesischen dürfte sprechen, dass Moin (und Moin Moin) als Grußformel bis in die 1970er Jahre fast nur im Norden Deutschlands verwendet wurde und hier vor allem in Ostfriesland, im Emsland, in Hamburg sowie im Oldenburger Land und in der nordfriesischen Region Schleswig-Holsteins sowie im Raum Flensburg eine Dominanz besaß; es mangelt allerdings am Nachweis eines Entstehens (unabhängig von möglichen parallelen Entwicklungen) in diesen Regionen. In den anderen Regionen Schleswig-Holsteins hingegen stand Moin teilweise zur üblichen informellen Grußformel „Tach!“ in Konkurrenz, teilweise wurde das Wort überhaupt nicht gebraucht (im Osten des Landesteils Holstein). Im Jahr 1977 ergab eine Untersuchung, dass am Nachmittag beim Betreten eines Geschäftes Moin auf der Insel Borkum sowie in den Städten Tönning, Husum, Flensburg, Schleswig, Eckernförde, Emden, Aurich, Leer, Cloppenburg und Delmenhorst üblich war,[49] womit im Jahr 1977 für zwei Ausbreitungsgebiete der Gebrauch nicht nur morgens zu konstatieren war: zum einen im nördlichen Landesteil Schleswig Schleswig-Holsteins, zum anderen in Ostfriesland und angrenzenden Gebieten. In Luxemburg wurden zu dieser Zeit allerdings Moin und Moiën auch schon ganztags als Gruß benutzt.[50] Die älteren Ostfriesen selbst sind davon überzeugt, dass „Moin“ die zusammengezogene Form des Grußes „Moi’n Dag!“ = „Schönen/guten Tag!“ sei, denn „Moi“ ist ein oft gebrauchtes Wort im ostfriesischen Platt für „schön“ oder „gut“. Auch ist „Dat is moi“ eine oft verwendete Redewendung im ostfriesischen Platt und wird mit derselben Bedeutung auch in den Niederlanden („mooi“) gebraucht, mit deren Sprache, zum Beispiel im Groninger Land, das ostfriesische Platt sehr eng verbunden ist. Auch das Niedersächsische Wörterbuch erklärt moin als elliptisch für mōien Dag.[51]
    • Gegen die Herleitung von Moin aus dem ostfriesisch-niederdeutschen mōj könnte allerdings die Tatsache sprechen, dass Moin das einzige Wort dieser Sprache ist, das den kurzen oi-Diphthong aufweist, der aufgrund phonologischer Gesetzmäßigkeiten nicht aus -ōj- hergeleitet werden kann. Dieses Problem kann allerdings seine Erklärung darin finden, dass Moin als elliptische Partikel anderen Betonungsverhältnissen im Satz unterliegt denn als gewöhnliches Adjektiv.[52] Zu bedenken ist auch, dass das Verbreitungsgebiet von mooi für „schön, angenehm“ im Niederdeutschen auf dessen nordwestlichen Rand begrenzt ist und in den anderen Gebieten Norddeutschlands unbekannt war,[53] womit einer nicht gesetzmäßigen Verkürzung des Diphthongs außerhalb desjenigen Raums, wo mooi autochthon ist, kaum etwas entgegen stand.
    • Gegen die Herleitung aus dem Niederdeutschen Ostfrieslands könnte auch sprechen, dass dieser etymologische Ansatz dem mutmaßlichen Entstehungsgebiet angepasst zu sein scheint und dem Hauskalender Ostfreesland von 1924 dabei vielfach (auch von Sprachwissenschaftlern) die Rolle eines ersten Beleges zugeschrieben wurde. Dieser Deutungsansatz ist gegenüber den älteren aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert ein recht junger aus den frühen 1980er Jahren;[54] einer der Belege für Moin ist immerhin schon knapp 100 Jahre älter als dieser Hauskalender, stammt aus Berlin und erklärt den Gruß als Morgengruß (s. o.). Eher geeignet als der Hauskalender von 1924 wäre der Beleg aus dem Ammerland von 1888 (s. o.), eine Entstehung im Nordwesten des heutigen Bundeslandes Niedersachsen nahezulegen.
    • Die Verdoppelung zu Moin Moin (in Luxemburg: Moimoin) sei möglicherweise direkt aus dem friesischen moi moren entstanden, wird ebenfalls argumentiert. Der letzte Teil morn (Morgen)[55] bekäme in dieser Verwendung dann also die Bedeutung „Tag“, oder, wie der Norddeutsche gerne zu grüßen pflegt, Tach. Auffindbar ist die Verdoppelung hingegen bereits 1828 im Berliner Conversations-Blatt für Poesie, Literatur und Kritik (s. o.).Vielfach wird argumentiert, dass das Wort nicht von Morgen oder Guten Morgen abstamme. Es wird aber von Nicht-Friesen meist als Bildung aus Guten Morgen (→ Morgen → Morjen → Mojen → Mojn → Moin) empfunden.
  • Andere wiederum bevorzugen eine direkte Herkunft aus Guten Morgen (bzw. Morjen).[56] Auch in den frühen Belegen aus dem 19. Jahrhundert (unter anderem B. Sonntag, Br. v. Braunthal, Hugo Schuchardt, Ernst Tappolet s. o.) wird der Gruß Moin! mit (Guten) Morgen! erklärt oder aus Guten Morgen abgeleitet. Anna Zollinger-Escher (s. o.) wertet das Auftreten in der Schweiz als Nachahmung des berlinerischen ‚(guten) Morgen‘; Paul Geiger und Richard Weiss schreiben 1951 ebenfalls zum Auftreten in Städten der Ostschweiz, moin! sei eine Anleihe aus dem Berliner Grosstadtjargon.[57][58] Gleiches wird auch für den nördlichen Teil Schleswig-Holsteins behauptet (s. o.). Außer den (angeblich) aus dem Berliner Raum stammenden Morgengrußformeln als Ursprung des Moins ist auch an die regionalen niederdeutschen zu denken (unter anderem Morgen, Morn, Mornk). Das im Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch genannte, wohl auch im südlichen Teil des deutschen Sprachraumes vorkommende[59] und auch von Otto Ernst und Ludwig Frahm verwendete (gun) Moign könnte für diese Theorie als Zwischenstufe und damit als Beleg gewertet werden. Quellen zu Moin tauchen aber aus Zeiten vor Erscheinen des Bandes auf. Wieder andere versuchen, die geographische Herkunft aus Ostfriesland mit der etymologischen Herleitung aus Morgen zu verbinden, indem sie von einer Übernahme und eigenwilligen Umformung eines Morjen („Guten Morgen“) preußischer Verwaltungsbeamter in ausgehen. Auch für den mehrsprachigen Landesteil Schleswig in Schleswig-Holstein wird ein direkter Import des kurzen Grußes Morgen aus dem Berliner Raum um 1900 (wo allerdings, s. o., es auch ein Moin gab) mit anschließender dialektaler Anpassung behauptet.[60] – Alles in allem ist auch für eine Herleitung von Morgen die Datenlage insgesamt zu gering.
  • Ungesichert ist die Etymologie des bündnerischen Grußes Moi und Moi-zäme (zäme für „zusammen“, in schweizerdeutschen Mundarten übliche Pluralbildung bei Grußformeln). Eine eigenständige isolierte Grußformbildung ist kaum anzunehmen, das Wort fehlt im Schweizerischen Idiotikon. Vielmehr ist mit einem Überbleibsel aus dem 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu rechnen (vgl. dazu Anna Zollinger-Escher oben). Im Berner Raum existierten anscheinend bis in die 1950er oder 1960er Jahre hinein noch die Grußformeln Moin(s) und Moin(s) zäme,[61] wohl auch in Städten der Ostschweiz (Paul Geiger/Richard Weiss s. o.); in der Region Interlaken (insbesondere im Bödeli) könnten Moin, Moin zäme und auch Moin Moin eventuell sogar durchgängig bis heute Bestand gehabt haben.[62] Aus dieser Region kommt auch eine weitere Herkunftsdeutung hinzu: Moin sei aus dem englischen (good) morning entlehnt worden.[63] In der Schweiz existieren auch die Grußformeln Hoi und Hoi zäme, zu denen allerdings kaum ein etymologischer Zusammenhang besteht, da Hoi nachweislich auf einen Treiberruf zurückgeht (siehe den Artikel Hoi (Interjektion)) und im Übrigen Hoi und Moi(n) in der Schweiz nicht in den gleichen Gebieten üblich sind.
  • Unklar ist auch die Herkunft von Moin (Moiën, Moien) in Luxemburg; das Luxemburger Wörterbuch (s. o.) weist einerseits auf eine (nicht mehr an eine Tageszeit gebundene) Entstehung aus Muergen („Morgen“) hin und andererseits darauf, dass Moin und Moiën veraltet Synonyme für Prosit waren. Im Kinderspiel Giisch(t) (Giischmei) ist Moin im Südwesten Luxemburgs auch eine Antwort.[64] In Luxemburg wird der Gruß im Deutschen wie im Luxemburgischen (neben Bonjour) verwendet; der explizite Morgengruß heißt Gudden moiën.[65]
  • Gewisse Indizien könnten nach Berlin als Ausgangspunkt des Moin-Grußes führen. Für Berlin ist eine Existenz bereits 1828 belegt (s. o.). Die Etymologie des Grußes bliebe dann aber weiterhin ungeklärt: Ursprung im Berlinerischen (Mo(r)jen), Wort eines Soziolekts (nach dem Text von 1828 ist es ein Gruß unter Offizieren), Import aus dem Berliner Umland (in einem Wörterbuch des seit 1986 ausgestorbenen Telschet Platt von 1956[66] ist das Wort aufgeführt)?
  • Mehrfach wird auch ein Soziolekt indiziert, wobei vor allem mehrere Hinweise auf Soldaten (Offiziere; s. o. schon zu Küppers’ Wörterbuch), Studenten und Kinder (Schüler) existieren.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moin wird innerhalb des deutschen Sprachraumes insgesamt verwendet:

  • als Grußwort am Morgen (inzwischen überregional)
  • als Grußwort den ganzen Tag über (regional, vor allem in Teilen Norddeutschlands und in Luxemburg, auch in der Schweiz anzutreffen)
  • als Abschiedsgruß (regional, in Teilen Norddeutschlands, in Teilen der Niederlande und in Süd-Dänemark)
  • als Grußerwiderung[67]
  • als Trinkspruch (regional, zumindest im Landesteil Schleswig des Landes Schleswig-Holsteins; veraltet in Luxemburg)
  • als Standardantwort des Kinderspiels Giisch(t) (Giischmei) (im Südwesten Luxemburgs)
  • in der Verbindung Moin dokter im Gronings, einem Dialekt der niederdeutschen Sprache in den Niederlanden, als Ausruf der Verwunderung oder des Erschreckens

Im Gegensatz zum niederdeutschen goden Morgen wird Moin in vielen Regionen Norddeutschlands traditionell den ganzen Tag über verwendet, in anderen, in denen der Gruß erst in jüngerer Zeit üblich oder wieder üblich wurde, hingegen meist nur am (frühen) Morgen. Ähnlich wie das Moin in Norddeutschland werden das luxemburgische Moin und Moiën nicht nur als „guter Morgen“-Gruß gebraucht, sondern im ganzen Tagesverlauf verwendet.

Abwandlungen des Grußes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgesehen von abweichenden Schreibweisen (s. o.) existieren auch Abwandlungen des Moin-Grußes:

  • Moin Moin – auch unter anderem Moinmoin geschrieben (v. a. in Norddeutschland), Moimoin (in Luxemburg)
  • Moin zäme, Moins zäme, Moi-zäme, Moinz (in der Schweiz, dort regional abweichend)
  • Moinsen (v. a. in Norddeutschland unter Jugendlichen)
  • Moiner, Moiners
  • gun Moign (veraltet in einem Teilgebiet Schleswig-Holsteins)

Moin Moin, Moinmoin, Moimoin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Doppelgruß Moin Moin (auch Moinmoin und andere; Moimoin in Luxemburg) ist bereits 1828 in Berlin belegt (s. o.). Heute wird der Doppelgruß vor allem in Norddeutschland, aber auch in angrenzenden Regionen wie in Teilen Westfrieslands, in Nordschleswig (z. T. in anderen Schreibweisen), in der Schweizer Region Interlaken und in Luxemburg als Gruß benutzt. In Norddeutschland und Nordschleswig wird in einigen Gegenden „Moin“ und „Moin, Moin“ analog dazu ebenfalls auch zur Verabschiedung und teilweise als Trinkspruch benutzt. In manchen Teilen Norddeutschlands wird den Begriffen Moin und Moin, Moin allerdings weiterhin eine unterschiedliche Bedeutung zugesprochen: Während Moin lediglich als Grußformel betrachtet wird, enthält Moin, Moin zusätzlich entweder eine herzliche Komponente oder eine gesprächsanbahnende Komponente, sozusagen eine Aufforderung zum Smalltalk oder Norddeutsch Klönschnack. Vielfach wird Moin Moin als Grußerwiderung auf den Gruß Moin angewendet. In weiten Teilen Norddeutschlands – wie in Ostfriesland oder Hamburg – wird die Verdoppelung des Moins hingegen als zu geschwätzig empfunden. In Nordschleswig (Dänemark) wird der Doppelgruß (unter anderem Mojn Mojn) fast ausschließlich als Abschiedsgruß verwendet.

Moinsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inzwischen wird umgangssprachlich, vor allem unter Jugendlichen in Norddeutschland, auch Moinsen verwendet. Die Herkunft ist unklar. Vermuten kann man hier einen ironischen Hinweis auf die zahlreichen, mit "sen" endenden Namen in Norddeutschland, z. B. Petersen, Hansen, Jensen usw.

Moinsen findet im gleichen Zusammenhang wie Moin Anwendung, teilweise aber auch speziell wenn:

  • mehrere Leute auf einmal angesprochen werden (Moinsen als Kurzform für „Moin zusammen“)
  • das Moin besonders betont werden soll („ich grüße Dich besonders herzlich“)
  • auf ein Moin geantwortet wird („Moin zurück“).

Moin zäme, Moins zäme, Moi-zäme, Moinz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erweiterung zäme in den schweizerischen Grußformeln Moin zäme, Moins zäme, Moi-zäme bedeutet „zusammen“ und wird auch bei anderen Grußformeln benutzt. Bei Moinz handelt es sich um eine Pluralform, die zumindest für die Bündner Stadt Chur belegt ist.[68]

gun Moign[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Erhebungszeitraum zum Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch ab 1902 wurde aus einem Teilgebiet Schleswig-Holsteins als Gruß gun Moign gemeldet. Zu dieser Zeit existierte im Norden des Landes (Landesteil Schleswig einschließlich des heutigen Nordschleswigs) auch bereits Moin/Mojn (s. o.) und ebenfalls auf Helgoland (s. o.), wo zugleich ein Gu'n Morjen und ein Gud Morjen anzutreffen war. Weitere gemeldete Formen bei Entstehung des Schleswig-Holsteinischen Wörterbuchs waren unter anderen Morgen, Morn, Mornk, Mornt und nach einer anderen Quelle grüßte man sich 1898 morgens auf Sylt mit gur mêern! – die Grußerwiderung lautete mêern gur![69][70] Ein Hinweis auf die Grußformel A guun Moign existiert aus der Oberpfalz (s. o.).

Morn, Moi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht gesichert ist, ob Grußformeln wie Morn und Moi (Moj, Mui) als Varianten des Moin-Grußes interpretiert werden können. Morn ist als regionaler expliziter Morgengruß des Niederdeutschen bekannt und ist außerdem außerhalb des deutschen Sprachraumes in Norwegen (als Ganztagesgruß), Schweden (als Morgengruß) und Dänemark (in der Aussprache des God morgen sowie in schriftlichen Verkürzungen des Morgengrußes) anzutreffen. Moi findet man im Bündnerdeutsch und außerhalb des deutschen Sprachraumes in den Niederlanden und Finnland (siehe folgenden Abschnitt).

Außerhalb des deutschen Sprachraumes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb des deutschen Sprachraumes trifft oder traf man in den Niederlanden, in Finnland, Lettland, Polen, Norwegen, Schweden und Dänemark auf ähnliche oder gleiche Grußformeln.

Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachgeschichtlich verwandt mit „Moin“ sei der norwegische Gruß morn, der nach Ansicht vieler Skandinavisten aus dem Mittelniederdeutschen der Hanse stammt; eine Verkürzung des Wortes morgen zu morn ist jedoch auch in oberdeutschen Dialekten anzutreffen,[71] teilweise auch im Niederdeutschen (alternativ zu Moin am Vormittag)[72] wie auch im Englischen (Morgen, Dämmerung, Tagesanbruch usf.)[73] und Alt- sowie Mittelenglischen (morn(e) „Morgen“).[74] Im Gegensatz zu god morn oder god morgen „guten Morgen“, das in Norwegen nur am Vormittag angebracht ist, ist morn informeller und kann den ganzen Tag bis in die Nacht (z. B.: statt god aften „guten Abend“) verwendet werden.

Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu Norwegen wird in Schweden morn regional als Verkürzung von morgon nur als Morgengruß verwandt.

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außer dem Mojn[75] in Nordschleswig (siehe bereits oben) gibt es in Dänemark gebietsweise diverse Verkürzungen des dänischen Morgengrußes god morgen (ausgesprochen: go morn): go’ morgen, go’ morn, morgen, morn usf. Go’morn ist beispielsweise auch der Titel eines kurzen Weckliedes des dänischen Sängers Kristoffer Bøhrs. Hinweise deuten darauf hin, dass der Gruß Mojn sich im Land mittlerweile ausdehnt und auch Kopenhagen erreicht hat.[76] Dort soll der Gruß im Gegensatz zum Gebrauch in Nordschleswig, wo Mojn fast nur als Abschiedsfloskel dient (man begrüßt sich in Nordschleswig meistens mit hej oder daw), auch zur ganztägigen Begrüßung verwendet werden.

Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Finnland finden moi (schwedischsprachige Schreibweise: moj) als Begrüßung bzw. moi moi (moj moj), als Verabschiedung Anwendung. Seltener werden auch die Varianten Mojn (Moin) und (zumindest regional im Åboland) Moin moin (bzw. Mojn mojn) verwendet. Weitere Formen sind moins und moikka. Eine Verbindung mit dem finnischen Verb myödä („geben“; 1. Pers. Singular Imperfekt: möin) ist nicht auszuschließen; Mikko Bentlin sieht aber für diese finnischen Grußwörter den Ursprung im Einfluss der niederdeutschen auf die finnische Sprache.[77][78]

Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Niederlanden werden gleiche und ähnliche Grußformeln sowohl in der niederländischen Sprache (selten, Standard: moi – ein Ganztagesgruß) als auch in der westfriesischen Sprache und vor allem in den niederländischen Dialekten der niederdeutschen Sprache verwandt.[79] Neben moi sind regional diverse Varianten vor allem des Niederdeutschen bekannt, wie beispielsweise moin, moien, amoin, amoien, moien dag, moj, mojen, mojjes; die genaue Anwendung (Begrüßung, Abschied etc.) unterscheidet sich dort ebenso regional; teilweise wird der Gruß eher als Abschiedsgruß anstelle einer Begrüßung verwendet (Groningen[80]). In Gronings ist Moin dokter! auch ein Ausruf der Verwunderung oder des Erschreckens, vergleichbar dem Jesus Maria (und Josef)! in deutschsprachigen Regionen. Die Variante moin ist in der an Deutschland angrenzenden Region Achterhoek sowie in Twente anzutreffen. Der in den Niederlanden auch anzutreffende Gruß hoi ist jünger als moi.

Lettland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lettland wurde Mitte des 20. Jahrhunderts der Gruß Moins unter männlichen Bekannten verwendet; die lettische Schriftstellerin Anna Brigadere benutzte 1933 in Akmeņu Sprostā die Grußformel Mojn, mojn.[81] Für die damalige deutschsprachige Bevölkerung Rigas sind sowohl Moj'n! als auch der Doppelgruß Moj'n! Moj'n! bereits 1904 als Begrüßung und als Abschiedsgruß vor allem in Kaufmannskreisen, unter guten Bekannten und bei jungen Leuten belegt.[82] Rund 70.000 Einwohner der Stadt sprachen zu jener Zeit Deutsch.

Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden Polens verwendet die kaschubischsprachige Bevökerung (rund 110.000 aktive Sprecher, rund 300.000 mit passiven Sprachkenntnissen) die Grußformel mòjn.[83][6]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moin sei auch in der Deutschen Marine als halbformelle Grußformel anerkannt, weil kameradschaftsfördernd. Auch bei Führungskräften aus Wirtschaft und Politik werde der Gruß benutzt, der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm habe Moin sogar als „die genialste Wortschöpfung aller Zeiten“ bezeichnet.[84] Auch die ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis verwende den Gruß auffallend oft. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff erstreckte den Kampf ums Moin auch darauf, dass die Rechtschreibprüfung von Microsoft Office Moin endlich aufnähme.[85]

Gemäß Welt vom 4. August 2004 finden sich „die plattdeutschen Grußformeln Moin und Moin, Moin ... nach einer mehrjährigen Aufnahmeprozedur erstmals“ in der 23. Auflage des Rechtschreibe-Duden.[86] Der nach Abschluss der Rechtschreibreform nicht mehr verbindliche Duden Band 1 – Die deutsche Rechtschreibung in der 24. Auflage von 2006[87] führt als Lemma moin, moin!, Moin, Moin! und taxiert es als „norddeutsche Grußformel“ nebst Vermerk, dass oft auch nur moin oder Moin! geschrieben werde. Damit ist die Schreibung mit j nicht dudenkonform. Das Deutsche Universalwörterbuch des Dudenverlags führt in der 6. Auflage von 2007[88] moin [moin]; Moin [Moin] als Lemma. Das verbindliche amtliche Verzeichnis von 2006 und dessen derzeit gültige Revision von 2011 schließlich enthält das Wort moin nicht.[89]

Um das Wort „Moin“ im deutschen Sprachgebrauch zu erhalten, hat der private Bremer Radiosender Energy Bremen eine Wortpatenschaft beim „Verein deutsche Sprache“ für das Wort „Moin“ übernommen. Die Morgenshow des Senders wurde im August 2006 in „Moin!“ umbenannt. In Apenrade (Nordschleswig) ist der Privatsender Radio Mojn beheimatet, der überwiegend in Dänisch sendet, aber auch deutschsprachige Programmteile ausstrahlt. MoinMoin nennt sich ein wöchentliches Anzeigenblatt für Flensburg und Umgebung und MoinMoin Wiki eine auf PikiPiki basierende freie Wiki-Software. Die Frühstückssendung des Internetsenders Rocket Beans TV heißt #MoinMoin.

Moin Moin ist des Weiteren der Name eines im niederdeutschen Raum bekannten Liedes der Gruppe Godewind, das 1980 auf der gleichnamigen Platte erschien sowie der Name eines Albums von Klaus und Klaus aus dem Jahre 1995; Moin! heißt ein Song der Gruppe Wise Guys und Møjn heißt auch ein Musikstück des dänischen Filmmusikkomponisten Mikael Simpson.

Literarische Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältere literarische Belege sind kaum bekannt. Wenn auch der sprachartistisch auf Mundarten und alte Sprachtraditionen zurückgreifende Arno Holz nicht als Beleg für die Gemeinsprache herangezogen werden kann, zeigen doch seine Verwendungen die Sprachlust, die mit diesem Ausdruck in Verbindung gebracht werden kann. Hier eine Szene aus der Kritik am wilhelminischen Bildungsdrill im Traumulus:

LANDRAT in Pelz und Cylinder durch die Tür rechts. Moin, meine Herren!
MOLLWEIN. Moin, Herr Landrat!
MAJOR. Moin!
GOLDBAUM. Guten Morgen!
SANITÄTSRAT. Mahlzeit![90]

Literaturhinweise und Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: moin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Atlas zur deutschen Alltagssprache, Stand 2011
  2. http://www.region.de/wm316951 (Memento vom 8. November 2010 im Internet Archive)
  3. im Deutschen Nordschleswigs neben mojn auch Moin, im Südjütischen dort neben Mojn auch Møjn (veraltet auch: måjn) geschrieben.
  4. Moiën ist nach dem Luxemburger Wörterbuch, Band III, hrsg. von der Wörterbuchkommission der Großherzoglichen Luxemburgischen Regierung, P. Linden, Luxemburg 1965–1970 eine andere Schreibweise von Moin [1]; Moien-Schreibweise ebenfalls üblich, auch in der luxemburgischen Wikipedia-Ausgabe z. B. in w:lb:Kierch Lëtzebuerg-Zens
  5. Bëlôk – czôrno na biôłim
  6. a b Mòjn Pòmòrskô! – 24 czerwca, Radio Kaszëbë.
  7. Moin zu jeder Tageszeit, Abruf: 11. Juli 2009.
  8. siehe Eintrag bei [2], siehe auch Hinweis auf der Diskussionsseite zu diesem Artikel
  9. Mojn wird in Nordschleswig auch im Deutschen (deutsche Minderheit) verwendet
  10. in Ottjen Alldag 1914 hier
  11. Otto Mensing: Schleswig-Holsteinisches Wörterbuch, Band 3, Wachholtz-Verlag, Neumünster, (1931)
  12. Otto Ernst (Schmidt) u. a. in: A Comedy (1904) [3], Die Kunstreise nach Hümpeldorf (1905), Tartüff der Patriot (1909) hier.
  13. in: Minschen bi Hamborg rüm (1919) hier
  14. wie z. B. bei Uwe Johnson in Jahrestage
  15. Hochdeutsch, Niederdeutsch, Dänische Sprache (incl. Sønderjysk, Sydslesvigdansk), Nordfriesisch, Petuh.
  16. ein Beispiel für eine regionale Konvention siehe unter Alexander Foken (der Autor stammt aus Wilhelmshaven)
  17. Jörg Peters (Germanistik-Professor) innerhalb eines Filmberichts des NWZ-TV (der Nordwest-Zeitung) vom 19. September 2012 online; siehe auch geschichte s–h unter Berufung auf: Jürgen Byl, Ostfriesland 1989/1, Seite 10 ff., Aurich, 1989, Ostfriesische Landschaft
  18. a b c Sprache: Mojn nördlich der Grenze. Region Sønderjylland - Schleswig, abgerufen am 10. Januar 2015.
  19. Peter Dragsbo, Inge Adriansen, Kirsten Clausen, Hans Helmer Kristensen und Torben Vestergaard: I centrum ved grænsen – portræt af Sønderborg Kommune. Hrsg.: Museet på Sønderborg Slot & Historisk Samfund for Als og Sundeved. (= Fra Als og Sundeved. Band 84). Sønderborg 2006, ISBN 878-715352-1, E sproch – dansk og tysk, alsisk og sundevedsk, S. 128–131 (dänisch).
  20. Anmerkung: Nach der Quelle geschichte s–h unter Berufung auf Jürgen Byl, s. o., ist der Gruß in den Norden Schleswig-Holsteins hingegen aus Ostfriesland importiert worden
  21. Karen Margrethe Pedersen, Mojn – moin in Mål & Mæle, Ausgabe September 1997, Seite 5 nach einem Zeitzeugenbericht (dänisch) online (PDF)
  22. Karl Prause: Deutsche Grußformeln in neuhochdeutscher Zeit, Verlag M. & H. Marcus, Breslau 1930, Seite 12 unter Berufung auf Theodor Siebs: Helgoland und seine Sprache, Beiträge zur Volks- und Sprachkunde, Cuxhaven/Helgoland 1909, Seiten 54 und 255
  23. unter anderem in Hein Godenwind de Admirol von Moskitonien (1911) unter anderem hier, Hamborger Janmooten (1913), Seefahrt ist not! (1913)
  24. [4]
  25. Arno Holz, Oskar Jerschke: Traumulus, Erstausgabe 1905, zitiert nach Digitale Bibliothek Band 95: Deutsche Dramen von Hans Sachs bis Arthur Schnitzler, S. 28929
  26. erschienen bei J. Sassenbach [5]
  27. erschienen im Rolandverlag H. Boesking [6]
  28. Joh. Mich. Ranke soll ein Pseudonym des Bremers Heinrich Bösking gewesen sein ins-bremen.de
  29. Anna Zollinger-Escher: Die Grußformeln der deutschen Schweiz. C. A. Wagner Buchdruckerei, Freiburg i. B. 1925, Seite 43
  30. Benedikt Horn: Dialekte rund um Thuner- und Brienzersee, S. 208 (PDF; 260 kB); siehe auch Einträge auf flightforum.ch und [7]
  31. [8]
  32. Ernst Tappolet: Die romanischen Verwandtschaftsnamen: mit besonderer Berücksichtigung der französischen und italienischen Mundarten; ein Beitrag zur vergleichenden Lexikologie, Verlag Karl J. Trübner, 1895, Seite 30
  33. Georg von der Gabelentz: Die Sprachwissenschaft, Verlag T. O. Weigel Nachfolger, 1891, Seite 411
  34. Hugo Ernst Mario Schuchardt: Über die Lautgesetze: Gegen die Junggrammatiker, Oppenheim, 1885, Seite 26
  35. In Nordisk tidsskrift for filologi, 1887, Seite 224 online; Kristoffer Nyrop: Adjektivernes kønsbøjning i de romanske sprog: med en indledning om lydlov og analogi, Verlag C.A. Reitzels, 1886, Seite 20
  36. B. Sonntag: Eine zweischneidige Tugend, Die Gartenlaube, 1889, Seite 330 online
  37. Wortkarg ist auch der Ammerländer in seinen Begrüßungen; statt „Guten Tag!“ sagt er nur „Dag!“ statt „Guten Morgen!“ – „Moin,“ statt „Guten Abend!“ – „’n Abend!“; Franz Poppe: Zwischen Ems und Weser: Land und Leute in Oldenburg und Ostfriesland, Schulzesche Hof-Buchhandlung und Hof-Druckerei, Oldenburg, Leipzig 1888, Seite 66
  38. Br. v. Braunthal, Berliner Conversation, in den Akademiesälen, Berliner Conversations-Blatt für Poesie, Literatur und Kritik vom 14. Oktober 1828 [9] (bei dem Verfasser könnte es sich um Karl Johann Braun von Braunthal handeln, der sich auch in Berlin aufhielt und dort seit 1829 lebte [10])
  39. Guido Eckardt, Wie man in Riga spricht in Baltische Monatsschrift vom 1. Juli 1904 online
  40. Im Roman von Hans Dieter Baroth: Aber des waren schöne Zeiten von 1978 heißt es auf Seite 48: Moin ist die westfälische Art von guten Morgen online
  41. Artikel aus dem „Hamburger Abendblatt“ – Moin wird längst nicht mehr nur in Norddeutschland verstanden, Abruf: 11. Juli 2009.
  42. Welt-Online – „Moin“ ist bis in den Süden verbreitet, Abruf 11. Juli 2009.
  43. Der ersten Auflage 6. Nachdruck: Klett 1997, S 542 (eigenes Lemma). Auch in Band 36 der Digitalen Bibliothek. Berlin 2004
  44. Niedersächsisches Wörterbuch, Band VIII Spalte 782–787, Artikel mōi
  45. Laut Johannes Saß: Kleines plattdeutsches Wörterbuch, Hamburg, Verlag der Fehrs-Gilde, 1977, 8. Ausgabe, S. 51 bedeutet moi, moje „angenehm“.
  46. Im ostfriesischen Platt bedeutet moi auch „müde“ [11]; dieses hat allerdings eine andere Etymologie.
  47. http://www.duden.de/rechtschreibung/moin__moin_
  48. Andere Quellen wie z. B. Walter Krämer/Götz Trenkler: Lexikon der populären Irrtümer. 500 kapitale Missverständnisse, Vorurteile und Denkfehler von Abendrot bis Zeppelin, Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-8218-0479-3 bezeichnen diese Herleitung hingegen als Volksetymologie.
  49. Untersuchung von Jürgen Eichhoff (Jürgen Eichhoff: Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bd. I/II, Francke, Bern 1977/78) zitiert in: Volodymyr Kalinkin: Konstrastive Analyse der Verwendung von Begrüßungs- und Abschiedsformeln im Deutschen und im Ukrainischen, Magisterarbeit 2007 an der Universität Duisburg-Essen, Seite 24, GRIN Verlag Norderstedt, ISBN 978-3-638-92888-5; zitiert ebenfalls in: Wacław Miodek, Die Begrüßungs- und Abschiedsformeln im Deutschen und im Polnischen, Julius Groos Verlag, Heidelberg 1994, Seite 57 [12]. Nach dem Atlas zur deutschen Alltagssprache der Universität Augsburg (Stand: 2011) hat sich das Gebiet inzwischen etwas ausgedehnt (vor allem innerhalb Schleswig-Holsteins) und es gibt auch Streubelege aus anderen Regionen wie Ost-Niedersachsen, Süd-Hessen und Süd-Sachsen [13]
  50. Luxemburger Wörterbuch, Band III (s. o.) von 1965 bis 1970
  51. Niedersächsisches Wörterbuch, Band VIII, Spalte 784, Artikel mōi Bed. 2.
  52. Christoph Landolt: Moin – die Ostfriesen erobern die Schweiz, in: Wortgeschichte vom 28. April 2015, herausgegeben vom Schweizerischen Idiotikon.
  53. Niedersächsisches Wörterbuch, Band VIII, Spalte 787/88, Karte ‚schön‘
  54. Jürgen Byl: Moin! Die lange Erklärung eines kurzen Grußes, In: Ostfriesland – Zeitschrift für Kultur, Wirtschaft und Verkehr, 1982 (H 2, Seiten 32–37)
  55. Morn für Morgen kommt allerdings auch in den oberdeutschen Dialekten vor, siehe bereits Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm [14] und ebenfalls im Englischen (für „Morgen, Dämmerung, Tagesanbruch“)[15] sowie Alt- Mittelenglischen (morn(e) für Morgen) [16]
  56. Unter anderen: Horst Fuhrmann, Überall ist Mittelalter: Von der Gegenwart einer vergangenen Zeit, C. H. Beck, 3. Auflage, München 2010, Seite 37 [17]; Wacław Miodek, Die Begrüßungs- und Abschiedsformeln im Deutschen und im Polnischen, Julius Groos Verlag, Heidelberg 1994 [18]; Karl Prause, Deutsche Grußformeln in neuhochdeutscher Zeit, Verlag M. & H. Marcus, Breslau 1930, Seite 10 [19]; Carola Otterstedt, Abschied im Alltag. Grußformen und Abschiedsgestaltung im interkulturellen Vergleich, Iudicum Verlag, München 1993, Seite 130 [20]
  57. Paul Geiger, Richard Weiß: Atlas der schweizerischen Volkskunde, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, 1951, Seite 7 online
  58. nicht völlig konform dazu die Universität Basel, die 1910 eine „mitteldeutsche Aussprechweise“ (aus: morjen) als Ausgangspunkt der Baseler Studentensprache jener Zeit attestierte – Universität Basel: Basler Studentensprache:Eine Jubiläumsgabe für die Universitaẗ Basel dargebracht vom Deutschen Seminar in Basel, Georg & Company, 1910
  59. siehe Hinweis aus Sulzbürg/Oberpfalz: A guun Moign [21]
  60. Region Sønderjylland-Schleswig
  61. Siehe Eintrag bei muemmel.net, siehe auch Hinweis auf der Diskussionsseite zu diesem Artikel
  62. Benedikt Horn: Dialekte rund um Thuner-und Brienzersee, S. 191 (PDF; 260 kB); siehe auch Einträge auf flightforum.ch und [22]
  63. Benedikt Horn, s. o., Seite 208
  64. Luxemburger Wörterbuch, Band II, Wörterbuchkommission der Großherzoglichen Luxemburgischen Regierung, P. Linden, Luxemburg 1955–1962
  65. [23]
  66. Willy Lademann: Wörterbuch der Teltower Volkssprache (Telschet Wöderbuek), Akademie-Verlag, Berlin 1956
  67. Gruß und Grußerwiderung sind nicht immer identisch, wie hier im Text das Beispiel der Insel Sylt von 1898 belegt; siehe Abschnitt gun Moign
  68. Oscar Eckhardt: Moi! und Moinz! – Wie man sich in Chur begrüsst und verabschiedet hier
  69. Karl Prause: Deutsche Grußformeln in neuhochdeutscher Zeit, Verlag M. & H. Marcus, Breslau 1930, Seite 12 unter Berufung auf Theodor Siebs/Erich Johannsen:Sylter Lustspiele, Julius Abel Verlag, Greifswald 1898, Seite 199 (Anhang: Kurzgefasstes Sylter Wörterbuch)
  70. nach Karl Prause gab es recht unterschiedliche Morgengrußformeln im norddeutschen Raum, z. B. komounto! (Rostocker Raum), Na heft ji de Froköst al ut? (Probstei), goen onern! (Osnabrücker Raum, 1756)
  71. Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm [24]
  72. http://www.plattmaster.de/moinmoin.htm
  73. [25]
  74. [26]
  75. auch:Moin, Møjn, Måjn, s. o.
  76. http://dengang.dk/artikler/2235
  77. Mikko Bentlin: Niederdeutsch-finnische Sprachkontakte: der lexikalische Einfluss des Niederdeutschen auf die finnische Sprache während des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Dissertation an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Suomalais-ugrilainen Seura, Helsinki 2008
  78. siehe auch: [27]
  79. etwa 500.000 Sprecher des Westfriesischen und 1,5 Mill. des Niederdeutschen (insofern liegen die nördlichen Niederlande nicht eindeutig außerhalb des deutschen Sprachraumes)
  80. Siemon Reker: Goidag! Taalgids Groningen, In Boekvorm Uitgevers bv, Assen 2005 ISBN 9077548173 und ISBN 9789077548172
  81. online
  82. Guido Eckardt, Wie man in Riga spricht, in Baltische Monatsschrift vom 1. Juli 1904 online
  83. Bëlôk – czôrno na biôłim
  84. aus einem Artikel im „Hamburger Abendblatt“, Datum unbekannt, Abruf: 11. Juli 2009 und August 2013.
  85. Microsoft nimmt „Moin“ in den Office-Wortschatz auf, Abruf: 11. Juli 2009.
  86. Welt-Online – „Moin“ steht seit der 23. Auflage im Duden, Abruf: 11. Juli 2009.
  87. p. 699 linke Spalte
  88. S. 1160 Spalte 3
  89. das Regelwerk zum Download
  90. Traumulus. Eine tragische Komödie in 5 Akten, von Arno Holz und Oskar Jerschke, Erstausgabe 1905, zitiert nach Digitale Bibliothek Band 95: Deutsche Dramen von Hans Sachs bis Arthur Schnitzler, S. 28929. Weitere Belege finden sich in Holzens Sozialaristokraten.