Montefranco

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Montefranco
Kein Wappen vorhanden.
Montefranco (Italien)
Montefranco
Staat Italien
Region Umbrien
Provinz Terni (TR)
Koordinaten 42° 36′ N, 12° 46′ OKoordinaten: 42° 36′ 0″ N, 12° 46′ 0″ O
Höhe 375 m s.l.m.
Fläche 10,13 km²
Einwohner 1.304 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 129 Einw./km²
Postleitzahl 05030
Vorwahl 0744
ISTAT-Nummer 055019
Volksbezeichnung Montefrancani
Schutzpatron San Pietro
(29. April)
Website Montefranco
Panorama von Montefranco
Panorama von Montefranco

Montefranco ist eine italienische Gemeinde mit 1304 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Terni in der Region Umbrien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Montefranco in der Provinz Terni

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 10 km². Sie liegt etwa 70 km südöstlich von Perugia und rund 10 km nordöstlich von Terni am Fluss Nera an den Bergen Bufone[2] und Monte Moro. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 2 047 GR/G.[3]

Zu den Ortsteilen gehören Capitignano (229 m, ca. 20 Einwohner), Fontechiaruccia (223 m, ca. 470 Einwohner) und Varcone (490 m, ca. 25 Einwohner).[4]

Die Nachbargemeinden sind Arrone, Ferentillo, Spoleto (PG) und Terni.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand zur Zeit der Langobarden in Umbrien. Seit dieser Zeit war der Ort mit den Herzögen von Spoleto verbunden. Um das Jahr 1000 entstand die Burg Castello di Bufone, die 1209 von Otto IV. eingenommen wurde.[5] In der Mitte des 13. Jahrhunderts (1228[6] oder 1258[7]) wurde der Ort zur freien Gemeinde, die 1395 von der Abtei San Pietro in Valle (heute Gemeindegebiet von Ferentillo) in die Confederazione dei dodici castelli (Vereinigung der zwölf Burgen) übernommen wurde. 1527 wurde die Gemeinde wieder freie Kommune, stand aber weitgehend unter der Kontrolle von Spoleto und dem Kirchenstaat. Dort blieb der Ort bis 1860, als Umbrien im Zuge des Risorgimento Region Italiens wurde. 1927 wurde der Ort in die neugegründete Provinz Terni eingeteilt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiesa della Madonna del Carmine, eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert
  • Chiesa di San Bernardino, eine Kirche aus dem Jahr 1454. Die Fresken werden Orlando Merlini zugeschrieben, einem Schüler des Benozzo Gozzoli.[8]
  • Chiesa di Santa Maria Assunta, eine auf Weisung von Papst Eugen IV. im 15. Jahrhundert ausgebaute Kirche
  • Stadttore Porta Franca und Porta Spoletina, heute noch vorhandene Stadttore des nicht mehr vorhandenen Castello di Bufone.[9]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montefranco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Paesi Online, abgerufen am 16. Februar 2011
  3. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 21. Juli 2015 (italienisch)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 21. Juli 2015 (italienisch)
  5. Umbriaturismo, abgerufen am 16. Februar 2011
  6. Webseite von Umbria e Arte, abgerufen am 16. Februar 2011 (Memento des Originals vom 21. Mai 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.umbriaearte.it
  7. Montefranco - Geschichte, abgerufen am 24. Oktober 2018 (deutsch)
  8. Kirche von San Bernardino - Montefranco, abgerufen am 24. Oktober 2018 (deutsch)
  9. Offizielle Tourismusseite der Gemeinde Montefranco zur Kunst und Kultur im Ort, abgerufen am 22. Juli 2015 (italienisch)