Attigliano

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Attigliano
Kein Wappen vorhanden.
Attigliano (Italien)
Attigliano
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 31′ N, 12° 18′ OKoordinaten: 42° 31′ 0″ N, 12° 18′ 0″ O
Höhe: 95 m s.l.m.
Fläche: 10,45 km²
Einwohner: 2.028 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 194 Einw./km²
Postleitzahl: 05012
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055006
Volksbezeichnung: Attiglianesi
Schutzpatron: San Lorenzo (10. August)
Website: Gemeinde Attigliano
Panorama von Attigliano
Panorama von Attigliano

Attigliano ist eine Gemeinde mit 2028 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Attigliano in der Provinz Terni

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 10 km². Sie liegt ca. 70 km südlich der Regionalhauptstadt Perugia und ca. 30 km westlich der Provinzhauptstadt Terni am Tiber. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 872 GR/G[2] Der Name entstammt dem nahe gelegenen Wald Tigli (dt. Linden), aus dem später ad Tiglium (am Tigli) wurde.

Zu den Ortsteilen gehören Bufalino, La Croce, La Piazza, La Stazione, Lo Stradone und Madonna delle Grazie.[3]

Die Nachbargemeinden sind Amelia, Bassano in Teverina (VT), Bomarzo (VT), Giove, Graffignano (VT) und Lugnano in Teverina.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungen im Ortsgebiet entstammen den Etruskern. Die Burg entstammt den Nachfahren des Grafen Offredo, wiederum dessen Nachfahren der Familie der Alviano aus Alviano gründeten den Ort, der bereits im 11. Jahrhundert mit einem Mauerring und einem Hafen (heute Portovecchio - alter Hafen genannt) ausgestattet war. Im 13. Jahrhundert sicherte sich Todi die Herrschaft über den Ort. Nach mehreren Kriegen im 16. Jahrhundert zwischen Amelia, Todi und dem Kirchenstaat kam letztendlich Bartolomeo d’Alviano (1455–1515) an die Macht. Seine Familie hielt sie 1540, als Papst Paul III. und seine Familie der Farnese den Ort für 104 Jahre übernahm und schließlich an den Grafen Marcello Raimondi di Genova verkaufte. Dieser wiederum veräußerte den Ort nach sieben Jahren an die Pamphili, die Attigliano den Orsini überließen. Bei diesen blieb der Ort bis 1860, als Umbrien im Zuge des Risorgimento 1860 Region Italiens wurde. Seit diesem Zeitpunkt stieg die Bevölkerungsanzahl stetig an. Wohnten um 1861 noch ca. 500 Personen im Ort, waren es 2011 ca. 1900 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Piazza della Rocca mit dem Uhrturm (Torre dell’Orologio)
  • Chiesa di San Lorenzo Martire, Kirche aus dem Jahr 1983.[3]
  • Chiesa della Madonna delle Grazie, Kirche nahe dem Bahnhof, entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.[3]
  • Fontana dei Delfini, Brunnen am Hauptplatz. Entstand 1885 durch Ramperti da Amelia.[3]
  • Marziano Jana, etruskische Gräberstätte nahe dem Tiber.[4]
  • Torre dell’Orologio, Uhrturm der Befestigungsanlage (Rocca) im Ortskern.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Attigliano besitzt eine Anschlussstelle an der A1 als Teil der Autostrada del Sole. Der Ort selbst liegt direkt an der Anschlussstelle.
  • Attigliano liegt an der Eisenbahnstrecke Viterbo-Attigliano als Ausgangspunkt mit dem Bahnhof Attigliano-Bomarzo.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Attigliano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 29. Juli 2015 (italienisch)
  3. a b c d Tesori dell’Umbria, abgerufen am 29. Juli 2015 (italienisch)
  4. Offizielle Webseite der Region Umbrien zu Attigliano, abgerufen am 29. Juli 2015 (italienisch)