Motte Gefrees-Bühl

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Motte Gefrees-Bühl
Ansicht des Kernhügels (2011)

Ansicht des Kernhügels (2011)

Entstehungszeit: Mittelalterlich
Burgentyp: Motte in Spornlage
Erhaltungszustand: Burgstall, Burghügel erhalten
Ort: Gefrees-„Mühlberg“
Geographische Lage 50° 5′ 36″ N, 11° 43′ 54″ OKoordinaten: 50° 5′ 36″ N, 11° 43′ 54″ O
Höhe: 500 m ü. NN
Motte Gefrees-Bühl (Bayern)
Motte Gefrees-Bühl
Grundriss des Burgstalls, 2011

Der Burgstall Gefrees-Bühl ist der Rest einer abgegangen Höhenburg vom Typus einer Turmhügelburg (Motte) auf dem Mühlberg in Gefrees im Landkreis Bayreuth in Oberfranken.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgstall befindet sich auf dem östlichen Vorsprung des Mühlberges in Gefrees, auf der Flur Bühl, 500 m ü. NN, etwa 550 Meter entfernt von der Ortsmitte der Stadt Gefrees. Eingegrenzt wird der Bergsporn vom Lauf des Lübnitzbaches.[1]

Siedlungsumfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar nördlich angrenzend, am Fuß des Mühlbergs, liegt die Ortswüstung Sichenhofen. Diese Siedlung wurde 1365 erstmals und 1534 letztmals urkundlich erwähnt. Der Burgstall liegt an der Gabelung der alten Handelsstraße Via Imperii und einer Altstraße nach Böhmen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der nach Nordosten, Osten und Südosten steil abfallenden Bergnase zeigt sich ein künstlicher ovaler Kernhügel mit einer Größe von etwa 20 mal 25 Metern. Durch das 1910 auf dem Grundstück gebaute Anwesen und seine Nutzung wurde die Anlage stark beeinträchtigt. Von einem möglichen Wall und Graben einer Abschnittsbefestigung in Richtung Westen und Nordwesten ist nichts mehr vorhanden. Auch die ursprüngliche Größe und Form des Kernhügels in dieser Richtung ist nicht mehr zu erfassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Anlage fehlen urkundliche Belege.

Nachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat die Motte als Bodendenkmal in der Bayerischen Denkmalliste unter der Nummer D-4-5936-0005 „Mittelalterlicher Turmhügel“ registriert.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Dietel: Türmhügel im Herzen der Münchberger Senke. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken, Band 41. Bayreuth 1961, S. 207–270.
  • Anett Haberlah-Pohl: Historischer Atlas von Bayern. Franken. Münchberg - Der Altlandkreis (Reihe I, Band 39). München 2011, ISBN 9783769665567, S. 156 ff.
  • Klaus Schwarz: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler in Oberfrankens. Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Heft 5 (Text), 1955, S. 127.
  • Markus Thoma, Claus Rabsahl, Ingo Sagert: Bad Berneck und Gefrees – Eine Spurensuche von den Ursprüngen bis in das Hochmittelalter. Historisches Forum Gefrees (Hrsg.), Gefrees 2013, S. 252–254.
  • Markus Thoma: Die mittelalterlichen Befestigungen im Umland von Gefrees. (Gefreeser Geschichte(n), Heft 5), Historisches Forum Gefrees, Gefrees 2011, S. 11–12.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lage des Burgstalles im Bayern Atlas
  2. Denkmalliste für Gefrees (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 132 kB)