Schloss Trockau

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Ansicht der Ostseite des Schlosses (2003)
Südseite (2003)

Das Schloss Trockau liegt am westlichen Rand des Ortes Trockau, ein Stadtteil von Pegnitz, im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Das dreigeschossige Gebäude aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hat einen Grundriss in Form eines unregelmäßigen Vierecks, und geht auf eine Burg des 13. Jahrhunderts zurück.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herren von Trockau werden urkundlich erstmals 1273 erwähnt. Obwohl die Burg der Herren von Trockau urkundlich erst 1316 genannt wird, dürfte sie bereits zum Zeitpunkt der erstmaligen Nennung der Herren von Trockau existiert haben. Ende des 13. Jahrhunderts bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts kommt die Burg – wohl durch Heirat – an die Herren Groß von Trockau. Diese treten 1307 in den Dienst Konrads von Schlüsselberg.

Spätestens ab 1390 ist die Burg ein Lehen der Landgrafen von Leuchtenberg. Im Fürstenkrieg, in dem die Landgrafen von Leuchtenberg auf der Seite Herzogs Ludwig von Bayern gegen den Markgrafen von Bayreuth kämpfen, wird die Burg 1460/1462 zerstört. Eine weitere Zerstörung erfolgt 1525 im Bauernkrieg. Notdürftig wiederhergestellt, wird die Burg im dreißigjährigen Krieg 1632 erneut zerstört.

Anstelle der mittelalterlichen Burg lässt Karl Ludwig Kasimir Wilhelm Groß von und zu Trockau, Kohlstein und Tüchersfeld zwischen 1769 und 1779 das heutige Schloss errichten. Das Schloss ist heute noch im Besitz dieser Familie.

Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verstorbenen Familienmitglieder des Hauses Groß von Trockau wurden früher in der Schlosskapelle, in Würzburg oder an anderen Orten bestattet. Am 16. Juni 2007 wurde im Zuge des Flurumganges, der den Gelöbnistag Hagelfeier abschloss, ein eigener Familienfriedhof auf dem Schlossgelände eingeweiht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kai Kellermann: Herrschaftliche Gärten in der Fränkischen Schweiz - Eine Spurensuche. Verlag Palm & Enke, Erlangen und Jena 2008, ISBN 978-3-7896-0683-0, S. 230–237.
  • Hellmut Kunstmann: Die Burgen der östlichen Fränkischen Schweiz. Kommissionsverlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 1965, S. 361–374.
  • Toni Eckert, Susanne Fischer, Renate Freitag, Rainer Hofmann, Walter Tausendpfund: Die Burgen der Fränkischen Schweiz – Ein Kulturführer. Gürtler Druck, Forchheim 1997, ISBN 3-9803276-5-5, S. 152–155.
  • Ursula Pfistermeister: Wehrhaftes Franken - Band 3: Burgen, Kirchenburgen, Stadtmauern um Bamberg, Bayreuth und Coburg. Verlag Hans Carl, Nürnberg 2002, ISBN 3-418-00387-7, S. 124–126.
  • Handbuch der historischen Stätten. Band VII. ISBN 3-520-27703-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Trockau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 49′ 31″ N, 11° 29′ 24″ O