Neerach
| Neerach | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Bezirk Dielsdorf |
| BFS-Nr.: | 0088 |
| Postleitzahl: | 8162 Steinmaur 8164 Bachs 8173 Neerach 8174 Stadel |
| Koordinaten: | 677881 / 262868 |
| Höhe: | 449 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 409–533 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 6,04 km²[2] |
| Einwohner: | 3328 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 551 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) |
14,8 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Gemeindepräsident: | Markus Zink (parteilos) |
| Website: | www.neerach.ch |
Neerach aus der Luft
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| Lage der Gemeinde | |
Neerach (im zürichdeutschen Ortsdialekt Neeri [][5][6]) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Dielsdorf und liegt im Zürcher Unterland.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- In Blau eine silberne Rose mit grünen Kelchblättern, überhöht von einem gestürzten, gebildeten goldenen Halbmond
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Neerach und Riedt, die Anfang der 1970er Jahre noch eigenständige Zivilgemeinden bildeten.
Die Landschaft ist recht flach mit sanften Hügeln. In den Niederungen im Südosten der Gemeinde liegen die Feuchtgebiete des Neeracherrieds. Der Wald bedeckt lediglich 6,0 % der Gemeindefläche von 600 ha, 62,0 % dienen der Landwirtschaft, 6,5 % dem Verkehr, und 12,7 % ist Siedlungsgebiet. 1,2 % sind Gewässer und 11,7 % unproduktive Fläche (Stand 2018).[7]
Die Gemeinde Neerach grenzt im Norden an Stadel bei Niederglatt, im Nordosten an Hochfelden, im Osten an Höri, im Südosten an Niederglatt, im Südwesten an Steinmaur und im Nordwesten an Bachs.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1634 | 382 |
| 1689 | 568 |
| 1791 | 483 |
| 1850 | 784 |
| 1900 | 555 |
| 1950 | 543 |
| 1960 | 573 |
| 1970 | 718 |
| 1980 | 1188 |
| 1990 | 1765 |
| 2000 | 2403 |
| 2005 | 2648 |
| 2010 | 2969 |
| 2015 | 3044 |
| 2020 | 3225 |
| 2022 | 3316 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindepräsident ist Markus Zink (parteilos, Stand 2026).[9]
Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 49,98 % (+0,83 %), FDP 13,1 % (−0,87 %), SP 8,95 % (+0,10 %), glp 8,91 % (−2,12 %), Die Mitte 6,55 % (+2,76 %), Grüne 4,94 % (−1,26 %), EVP 2,56 % (+0,53 %), EDU 1,94 % (−1,91 %), Mass-Voll! 1,41 %, Aufrecht Zürich 0,88 %, andere (10) 0,78 %.[10]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie die Bevölkerungsstruktur haben sich in Neerach seit Beginn der 1960er Jahre auch die Gemeindefinanzen und Steuerverhältnisse gewandelt. Der einfache Staatssteuerertrag ist in dieser Zeit von 30'000 auf 9,7 Mio. Franken angewachsen, während der damals an der oberen Grenze liegende Gemeindesteuerfuss von 156 % auf heute 73 % gesunken ist. Neerach ist damit die steuergünstigste Gemeinde im Kanton Zürich.[11]
Geschichte
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Der Ort Neerach findet sich erstmals um 1150 als Nerracho erwähnt. Der Siedlungsname geht auf eine galloromanische Ortsnamenbildung zurück, aus dem lateinischen Personennamen Narius, Nerius oder Nigrius und dem galloromanischen Zugehörigkeitssuffix -ācum gebildet ist. Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist damit ‹Landgut des Narius, Nerius oder Nigrius›.[5]
Neerach war über lange Jahrhunderte ein lokales Zentrum der habsburgischen, dann der zürcherischen Landesverwaltung.
1972 wurde der Zweckverband Abwasserreinigung Fischbach-Glatt gegründet, welcher in Niederglatt eine Kläranlage für die angeschlossenen Gemeinden betreibt.[12]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1943, DNB 365803049, S. 100 (Digitalisat).
- Thomas Weibel: Das Neuamt. Aarau 1996. Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, I. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Zürich. Neue Folge, Zweiter Teil, Rechte der Landschaft. Band 1 (online), S. 201–223.
- Regula Crottet, Anika Kerstan, Philipp Zwyssig: Der Bezirk Dielsdorf (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe. Bd. VII). Bern 2023.[13]
- Martin Illi: Neerach. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ a b Neerach. In: Zürcher Siedlungsnamenbuch. Publiziert auf ortsnamen.ch, dem Portal der schweizerischen Ortsnamenforschung.
- ↑ Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch (= Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allgemein verständlicher Darstellung, begleitet vom Verein Schweizerdeutsch. Band III). 1. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 669.
- ↑ Gemeindeporträts. Neerach. Flächen. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018.
- ↑ Quellen: 1634–1791: HLS, 1850–1960: Eidgenössische Volkszählungen (XLS; 927 kB), danach: Gemeindeporträts. Neerach. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1970–2022.
- ↑ Gemeinderat. Website der Gemeinde Neerach, abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.
- ↑ Christoph Landolt: Ein Bauerndorf hat sich zum Steuerparadies gespart. In: Tages-Anzeiger. 19. Januar 2011, abgerufen am 2. August 2022.
- ↑ Zweckverband ARA Fischbach-Glatt. Website der Gemeinde Niederhasli, abgerufen am 8. April 2022.
- ↑ Der Bezirk Dielsdorf (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe. Bd. VII). Bern 2023.


