Niederhasli

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Niederhasli
Wappen von Niederhasli
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Dielsdorfw
BFS-Nr.: 0090i1f3f4
Postleitzahl: 8155
UN/LOCODE: CH NHI
Koordinaten: 678950 / 259608Koordinaten: 47° 28′ 57″ N, 8° 29′ 10″ O; CH1903: 678950 / 259608
Höhe: 418 m ü. M.
Fläche: 11,24 km²
Einwohner: 9085 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 718 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
25,1 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.niederhasli.ch
Reformierte Kirche Niederhasli, 1188 erwähnt

Reformierte Kirche Niederhasli, 1188 erwähnt

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Niederhasli ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dielsdorf des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Geteilt von Silber und Rot, oben in Silber ein wachsendes, schwarzbekleidetes Mannsbrustbild, schwarz bemützt mit goldener Stulpe und Quaste

Das Wappen der Gemeinde Niederhasli bezieht sich auf Herren von Mandach, in deren Besitz weite Teile der heutigen politischen Gemeinde im Mittelalter waren.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederhasli liegt im Glatttal vor dem Eingang zum Wehntal zwischen Dielsdorf und Rümlang. Diese Gegend ist Teil des Zürcher Unterlands. Zur Gemeinde gehören auch die Ortschaften Oberhasli ZH, Mettmenhasli und Nassenwil, der Weiler Kastelhof, das Gehöft Steinacker sowie mehrere Einzelhöfe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederhasli wurde erstmals 931 als Haslia urkundlich erwähnt und gelangte 1442 in den Besitz der Stadt Zürich[3]. 1530 bis 1534 war der Reformator Ulrich Bolt Pfarrer in Niederhasli[4]. Mit Paul Böhringer wirkte von 1875 bis 1879 ein weiterer bekannter Theologe an dieser Pfarrstelle[5].

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 502
1850 1046
1900 876
1910 816
1941 939
1950 1072
1960 1375
1970 2838
1990 5834
2006 7700
2007 7768
2010 8508
2011 8568
2012 8675
2013 8811
2014 8990
2015 9085

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Marco Kurer (FDP Stand 2012).[7]

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Niederhasli: SVP 47.3 %, SP 16.9 %, FDP 10.5 %, glp 6.5 %, CVP 4.2 %, Grüne 3.6 %, BDP 3.6 %, EDU 3.4 %, EVP 1.7 %

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederhasli ist in erster Linie eine Pendlergemeinde. Ein grosser Teil der Bevölkerung arbeitet in Zürich. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich zwei Tanklager, ein Containerumschlagsplatz, eine Getreidemühle, eine Kunststofffabrik sowie einige weitere kleine und mittlere Betriebe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederhasli liegt an der Wehntalbahn (Oberglatt–Niederweningen), die von der S 15 RapperswilUsterZürich HBOberglattNiederweningen befahren wird. Die Züge der S 15 verkehren halbstündlich.

Oberhasli wird werktags und samstags bis 21:00 Uhr tagsüber halbstündlich und abends stündlich von der ZVV-Buslinie 797 (Rümlang–Oberhasli) vom Bahnhof Rümlang aus erschlossen. Der Bus wird von den Verkehrsbetrieben Glattal (VBG) betrieben und bedient in Oberhasli die fünf Haltestellen Hasliberg, Spielplatz, Moosacker, Post und Dorf.

In Niederhasli wird die Haltestelle Hofstetterstrasse durch die von Postauto betriebene ZVV-Buslinie 510 (Dielsdorf–Bülach) bedient, die Haltestelle Dorf und Bahnhof von der im Dezember 2015 nach Niederhasli verlängerte Postauto-Buslinie 535 (Niederhasli-Dielsdorf-Stadel b. N.). Die Haltestelle Adlibogen wird seit der Fahrplanumstellung vom 13. Dezember 2015 nicht mehr bedient und wurde aufgehoben.

Die Ortschaften Nassenwil und Mettmenhasli sind nicht durch den öffentlichen Verkehr erschlossen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Niederhasli und Mettmenhasli befindet sich der Mettmenhaslisee, umgangssprachlich auch Näppi[8] genannt. Der See wird durch einen Grundwasseraufstoss gespeist und durch den Haslibach entwässert. Am Nordufer des Sees befindet sich ein Naturschutzgebiet während sich am Südufer eine Badeanstalt ausbreitet.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.
  • Fritz Hauswirth: Niederhasli. Hrsg. Gemeinderat Niederhasli, 1988.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niederhasli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. Fitz Hauswirth: Niederhasli im Historischen Lexikon der Schweiz
  4. Erich WennekerBolt, Ulrich. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 21, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3, Sp. 141–142.
  5. Friedrich Wilhelm Bautz: Böhringer, Paul. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 667.
  6. Statistisches Amt des Kantons Zürich - Datenbank (Gemeindeporträts). abgerufen am 18. Februar 2016
  7. Zürcher Unterländer: Gemeinderat Präsidium - Niederhasli - Gemeindewahlen - Zürcher Unterländer. Abgerufen am 13. Juni 2010.
  8. Der Haslisee heisst umgangssprachlich tatsächlich Näppi. Siehe Hallenbad und Freibad Verzeichnis der Schweiz: Badi am Mettmenhaslisee ‘Näppi’ (8155 Niederhasli). Abgerufen am 2. Dezember 2009. Nach dem Näppi ist auch das Laientheater in Oberhasli benannt, siehe Näppibühne Oberhasli. Abgerufen am 2. Dezember 2009.