Gnas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gnas
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gnas
Gnas (Österreich)
Gnas
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: FB)
Fläche: 81,76 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 50′ OKoordinaten: 46° 52′ 23″ N, 15° 49′ 37″ O
Höhe: 300 m ü. A.
Einwohner: 6.079 (1. Jän. 2017)
Postleitzahlen: 8342, 8083, 8091, 8330, 8341, 8343, 8345
Vorwahl: +43 3151
Gemeindekennziffer: 6 23 80
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gnas 46
8342 Gnas
Website: www.gnas.gv.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Meixner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
20
3
1
1
20 
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Marktgemeinde Gnas im Bezirk Südoststeiermark
Bad GleichenbergBad RadkersburgDeutsch GoritzEdelsbach bei FeldbachEichköglFehringFeldbachGnasHalbenrainJagerbergKapfensteinKirchbach-ZerlachKirchberg an der RaabKlöchMettersdorf am SaßbachMureckMurfeldPaldauPirching am TraubenbergRiegersburgSankt Anna am AigenSankt Peter am OttersbachSankt Stefan im RosentalStradenTieschenUnterlammSteiermarkLage der Gemeinde Gnas im Bezirk Südoststeiermark (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Vinzenz Hartl, Ansicht von Gnas, Feldbach, um 1830

Gnas ist eine Marktgemeinde mit 6079 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Süd-Osten der Steiermark im Bezirk Südoststeiermark. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist die Gemeinde seit 2015 mit den Gemeinden Aug-Radisch, Baumgarten bei Gnas, Grabersdorf, Maierdorf, Poppendorf, Raning, Trössing,[1] Unterauersbach und einem Teil von Kohlberg zusammengeschlossen[2] und führt den Namen Gnas weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gnas liegt circa 38 km südöstlich von Graz und etwa 10 km südlich der Bezirkshauptstadt Feldbach im Oststeirischen Hügelland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst 27 Ortschaften (Bevölkerung Stand: 1. Jänner 2017[4]):

  • Aug (87)
  • Badenbrunn (94)
  • Baumgarten (189)
  • Burgfried (523)
  • Ebersdorf (228)
  • Fischa (99)
  • Glatzental (141)
  • Gnas (822)
  • Grabersdorf (342)
  • Hirsdorf (151)
  • Höf (68)
  • Katzelsdorf (40)
  • Katzendorf (194)
  • Kinsdorf (114)
  • Kohlberg (296)
  • Ludersdorf (83)
  • Maierdorf (142)
  • Oberauersbach (77)

Die Gemeinde besteht aus 14 Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2017[5]):

  • Aug-Radisch (453,36 ha)
  • Baumgarten (897,53 ha)
  • Ebersdorf (264,85 ha)
  • Fischa (406,31 ha)
  • Gnas (504,86 ha)
  • Grabersdorf (635,38 ha)
  • Hirsdorf (268,75 ha)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Stefan im Rosental Paldau Feldbach
Jagerberg Nachbargemeinden Bad Gleichenberg
Sankt Peter am Ottersbach Straden

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde belegen die Besiedelung des Gebietes seit 3000 Jahren, die Markturkunde stammt aus 1229. Der lustige Dieter besiedelt ein nach der Pest verlassenes Haus, von der noch die Pestsäule zeugt. Kuruzzen aus Ungarn und später Türken überfielen das Land.

In die Geschichte des Marktes ging der Brand von 1822 ein. Am 15. Juni 1822 steht zuerst eine Rauchsäule über der Nagelschmiede Seitz. Obwohl Menschen mit Eimerketten versuchen zu löschen verbreiten fliegende brennende Strohbündel der überwiegend strohgedeckten, eng beieinander stehenden Häuser den Brand auf beide Häuserreihen und den oberen Markt. 55 Wohnhäuser werden zerstört, 69 Familien obdachlos, die Mutter des Bäckermeisters starb, viele wurden verletzt. Schriften und Urkunden des Marktarchivs wurden gerettet bevor das Rathaus abbrannte. Die Kirche blieb fast völlig heil. 9 Häuser wurden verschont. 8 Fuhrwagen Lebensmittel kamen schon am nächsten Tag aus Feldbach, mit der Arbeitshilfe aus Nachbarorten konnten bis Winter wieder Unterkünfte geschaffen werden. Ein Gedenkbuch listet 782 Spender, der 14. Juni wird als Gedenktag mit einer Prozession auf den Kalvarienberg begangen.[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg endete 1955 die britische Besatzungszeit. Straßen wurden gepflastert, später asphaltiert. Der Straßenraum des Ortes wurde umgestaltet, Am 1. Jänner 2013 wurden zwei Bezirke, am 1. Jänner 2015 zehn Gemeinden zusammengelegt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gnas ist Handels- und Gewerbestandort mit Unternehmen in verschiedenen Branchen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Obergnas von Süden
Blick auf den Ort Gnas vom Raningberg (Westansicht)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gnas

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Gnas
  • Freiwillige Feuerwehr Obergnas
  • Rotes Kreuz Gnas
  • Katholische Jugend Gnas
  • Kinder- und Jugendvolkstanzgruppe Obergnas
  • Volkstanzgruppe Gnas
  • Marktmusikkapelle Gnas
  • Oldtimer-Club Gnas
  • Fotoclub Gnas
  • USV Gnas (Sportverein)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand bis Ende 2014 aus 15 Mitgliedern.

Durch die gestiegene Bevölkerungszahl der neuen Großgemeinde gehören diesem nunmehr 25 Mitglieder an.

Bürgermeister
  • bis 2010 Günther Stangl (ÖVP)
  • seit 2010 Gerhard Meixner (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Gnas COA –2014.png

Die Erstgestaltung des Wappens ist unbekannt, da die Unterlagen durch einen Brand vernichtet wurden. Der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Ferdinand I. verlieh dem landesfürstlichen Markt am 19. Januar 1552 ein neues Wappen. Da Gnas in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Besitz der männlichen Linie des ausgestorbenen Geschlechts der Reichenburger war und diese einen blauen Wolf im Schild führten, wurde das Gnaser Wappen so gestaltet.

Die Blasonierung in der Urkunde lautet: „… einen weyßen oder Silberfarben Schillt darinn gegen den vorderen obern Egg ain vorderthaill aines Plawen Wolffs gestallt, auf seinenm Kopff habent ain Gelbe oder Goldtfarbe Cron mit offnem Maul, Rotter ausgeslagner zungen und seinen fürgeschossenen Fuessen …“[9]

Escutcheon to draw-de.svg

Alle zehn Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 5. Mai 2018.[10]

Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:

„In Silber aus dem linken unteren Schildrand wachsend und nach rechts oben springend ein blauer, rot bezungter und golden gekrönter Wolf.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde
  • 1985: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann
  • 2015: Gerhard Meixner (* 1962), Bürgermeister von Gnas[11]
Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gnas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Trössing gehörte als einzige Gemeinde bis 2012 zum ehemaligen Bezirk Radkersburg.
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 9 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 4. sowie (für die Teile von Kohlberg, für welche eine neue Katastralgemeinde geschaffen wird) § 5 Abs. 5 Z 1 StGsrG, S. 6.
  4. Bevölkerung am 1. Jänner 2017 nach Ortschaften (Excel-Datei, 835 KB); abgerufen am 15. Juni 2017
  5. Regionalinformation.zip (Excel-Datei, 1.210 KB); abgerufen am 4. Jänner 2018
  6. Aus der Geschichte von Gnas; Alljährliche Gelöbnismesse anlässlich des großen Brandes in Gnas: Ausschnitt aus dem Heimatbuch: 750 Jahre Gnas Gemeindezeitung: Gnaser Regionsrundblick, Marktgemeinde Gnas, Ausg. 2, 2015, erschienen zwischen 19. und 30. Juni 2015, abgerufen 20. Februar 2017. S. 27 und 35.
  7. Thomas Rossacher. So stemmen Gemeinden ihre Fusion, kleinezeitung.at, Printausgabe, 6. Oktober 2015, S. 16 f. (Bild).
  8. Gnas: Ein Kunstwerk, das verbindet, kleinezeitung.at, 29. September 2015, abgerufen 27. April 2018.
  9. Das Marktwappen auf www.gnas.gv.at, abgerufen am 26. April 2018
  10. 42. Kundmachung: Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Gnas (politischer Bezirk Südoststeiermark), abgerufen am 24. April 2018
  11. Gerhard Meixner neuer Ehrenbürger von Gnas 31. Jänner 2015