Nikolai Jefimowitsch Andrianow

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Nikolai Andrianow Gerätturnen
Nikolai Andrianov c1974.jpg

Andrianov 1974

Persönliche Informationen
Name: Nikolai Jefimowitsch Andrianow
Nationalität: RusslandRussland Russland
Disziplin Gerätturnen
Trainer: Nikolai Tolkachev
Geburtstag: 14. Oktober 1952
Geburtsort: Wladimir
Sterbetag: 21. März 2011
Sterbeort: Wladimir
Größe: 166 cm
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 7 × Gold 5 × Silber 3 × Bronze
Weltmeisterschaften 4 × Gold 9 × Silber 2 × Bronze
Europameisterschaften 9 × Gold 6 × Silber 2 × Bronze
Universiade 4 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Medaillen
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Gold0 München 1972 Boden
0Silber0 München 1972 Mannschaftsmehrkampf
0Bronze0 München 1972 Sprung
0Gold0 Montreal 1976 Einzelmehrkampf
0Gold0 Montreal 1976 Boden
0Gold0 Montreal 1976 Sprung
0Gold0 Montreal 1976 Ringe
0Silber0 Montreal 1976 Mannschaftsmehrkampf
0Silber0 Montreal 1976 Barren
0Bronze0 Montreal 1976 Seitpferd
0Gold0 Moskau 1980 Mannschaftsmehrkampf
0Gold0 Moskau 1980 Sprung
0Silber0 Moskau 1980 Einzelmehrkampf
0Silber0 Moskau 1980 Boden
0Bronze0 Moskau 1980 Reck
Logo der FIG Weltmeisterschaften
0Gold0 Warna 1974 Ringe
0Silber0 Warna 1974 Einzelmehrkampf
0Silber0 Warna 1974 Mannschaftsmehrkampf
0Silber0 Warna 1974 Barren
0Silber0 Warna 1974 Seitpferd
0Silber0 Warna 1974 Sprung
0Gold0 Straßburg 1978 Einzelmehrkampf
0Gold0 Straßburg 1978 Ringe
0Silber0 Straßburg 1978 Mannschaftsmehrkampf
0Silber0 Straßburg 1978 Sprung
0Silber0 Straßburg 1978 Barren
0Gold0 Fort Worth 1979 Mannschaftsmehrkampf
0Silber0 Fort Worth 1979 Sprung
Logo der UEG Europameisterschaften
0Gold0 Madrid 1971 Seitpferd
0Gold0 Madrid 1971 Sprung
0Silber0 Madrid 1971 Ringe
0Silber0 Madrid 1971 Barren
0Bronze0 Madrid 1971 Einzelmehrkampf
0Bronze0 Madrid 1971 Mannschaftsmehrkampf
0Gold0 Grenoble 1973 Boden
0Gold0 Grenoble 1973 Sprung
0Silber0 Grenoble 1973 Einzelmehrkampf
0Silber0 Grenoble 1973 Mannschaftsmehrkampf
0Silber0 Grenoble 1973 Ringe
0Gold0 Bern 1975 Einzelmehrkampf
0Gold0 Bern 1975 Boden
0Gold0 Bern 1975 Reck
0Gold0 Bern 1975 Barren
0Gold0 Bern 1975 Sprung
0Silber0 Bern 1975 Seitpferd
Logo der FISU Universiade
0Gold0 Moskau 1973 Einzelmehrkampf
0Gold0 Moskau 1973 Seitpferd
0Gold0 Moskau 1973 Boden
0Gold0 Moskau 1973 Mannschaftsmehrkampf
0Silber0 Moskau 1973 Ringe
0Silber0 Moskau 1973 Sprung

Nikolai Jefimowitsch Andrianow (russisch Николай Ефимович Андрианов; * 14. Oktober 1952 in Wladimir; † 21. März 2011 ebenda[1][2]) war ein sowjetischer Kunstturner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nikolai „Kolja“ Andrianow wuchs in einfachen Verhältnissen mit vier Geschwistern und einer alleinerziehenden Mutter in Wladimir auf. Durch einen gleichaltrigen Freund kam er relativ spät, erst im Alter von zwölf Jahren, zum Turnsport. Sein Trainer, Nikolai Tolkatschow, wurde zeitlebens zu seinem Ziehvater. Er nahm den nicht leicht zu führenden Andrianow in seiner Wohnung auf, trainierte ihn regelmäßig, woraufhin sich auch seine schulischen Leistungen verbesserten. Er absolvierte die Pädagogische Hochschule in Wladimir in den Fächern Musik und Sport.

Ersten Erfolg erntete das Mitglied der Sportvereinigung Burewestnik im Jahr 1969, als er die sowjetische Schülerspartakiade gewann und ins Juniorennationalteam berufen wurde. Beim Juniorenturnier der sozialistischen Länder in Moskau gewann Andrianow Gold mit der Mannschaft und am Pauschenpferd. 1970 folgten bei einem Jugendwettkampf in Gottwaldov Siege im Mehrkampf, mit der Mannschaft, an den Ringen, am Barren und Reck. Bei der Turn-WM 1970 in Ljubljana reiste er als Ersatzmann der sowjetischen Seniorenmannschaft an.

Ersten Erfolg im Seniorenbereich brachten Adrianow seine Leistungen bei der Turn-EM 1971 in Madrid ein, wo er fünf Medaillen gewann, darunter Gold am Pauschenpferd und im Pferdsprung sowie Bronze im Kür-Sechskampf. In der Folge avancierte er zum erfolgreichsten Turner der 1970er Jahre und gewann bei großen Sportwettkämpfen mindestens eine Goldmedaille pro Jahr. Bis 1980 gewann der im Elemente-Repertoire kreative Andrianow 54 Medaillen bei internationalen Sportwettkämpfen, darunter sieben Olympiasiege bei den Spielen von München 1972, Montreal 1976 und Moskau 1980, vier Welt- und neun Europameistertitel. Bei seinen Heimspielen wurde ihm die Ehre zuteil, den olympischen Eid zu sprechen. 1982 beendete Andrianow seine Sportlerkarriere. Später arbeitete er als diplomierter Trainer und trat als Kampfrichter bei internationalen Wettkämpfen in Erscheinung.

Im Jahr 2000 wurde er gemeinsam mit der Rumänin Nadia Comăneci vom Turn-Weltverband Fédération Internationale de Gymnastique (FIG) zum „Turner des Jahrhunderts“ gewählt. Ein Jahr später wurde er in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen.

Andrianow war mit der sowjetischen Kunstturnerin Ljubow Burda verheiratet, die 1968 und 1972 Olympia-Gold mit der sowjetischen Damenriege gewann. Aus der Ehe gingen zwei gemeinsame Söhne (geboren 1974 und 1980) hervor. Bis zu seinem Tod litt er lange Jahre an Multisystematrophie.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt gewann Andrianow bei Olympia sieben Mal Gold, fünf Mal Silber und drei Mal Bronze (15 Medaillen). Damit ist er in der ewigen Bestenliste auf Platz 11 und hinter dem Japaner Sawao Katō der erfolgreichste Turner bei Olympischen Spielen. (Stand 2012) Neben den olympischen Erfolgen wurde er vier Mal Weltmeister und neun Mal Europameister.

Olympische Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972

  • Gold Boden
  • Silber Mannschaft
  • Bronze Pferdsprung

1976

  • Gold Zwölfkampf
  • Gold Boden
  • Gold Ringe
  • Gold Pferdsprung
  • Silber Mannschaft
  • Silber Barren
  • Bronze Seitpferd

1980

  • Gold Mannschaft
  • Gold Pferdsprung
  • Silber Zwölfkampf
  • Silber Boden
  • Bronze Reck

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974 an den Ringen
  • 1978 im Zwölfkampf
  • 1978 an den Ringen
  • 1979 mit der Mannschaft

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971 am Seitpferd
  • 1971 im Pferdsprung
  • 1973 am Boden
  • 1973 im Pferdsprung
  • 1975 im Mehrkampf
  • 1975 am Barren
  • 1975 am Boden
  • 1975 am Reck
  • 1975 im Pferdsprung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.gazeta.ru/news/sport/2011/03/21/n_1757065.shtml
  2. http://www.reuters.com/article/2011/03/21/olympics-gymnastics-andrianov-idUSLDE72K21220110321

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]