Normanville (Eure)

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Normanville
Normanville (Frankreich)
Normanville
Region Haute-Normandie
Département Eure
Arrondissement Évreux
Kanton Évreux-Nord
Koordinaten 49° 5′ N, 1° 10′ O49.0797222222221.159722222222263Koordinaten: 49° 5′ N, 1° 10′ O
Höhe 42–142 m
Fläche 9,14 km²
Einwohner 1.085 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 119 Einw./km²
Postleitzahl 27930
INSEE-Code

Normanville ist eine französische Gemeinde mit 1085 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Eure in der Region Haute-Normandie; sie gehört zum Arrondissement Évreux und zum Kanton Évreux-Nord. Die Einwohner nennen sich Normanvillais.

Geografie[Bearbeiten]

Der Fluss Iton fließt durch Normanville. Die Gemeinde liegt an der Route nationale 154 und etwa 6 Kilometer nördlich von Évreux.

Geschichte[Bearbeiten]

1225 wurde Normanville von Ludwig VIII. als Lehen an Simon de Poissy vergeben. Im 15. Jahrhundert ging das Lehen an die Familie Melun über. Charles de Melun († 22. August 1468) war Baron de Normanville et des Landes und Vogt von Evreux. Er wurde von König Ludwig XI. zum Großmeister von Frankreich ernannt. Er wurde von Jean de La Balue des Hochverrats beschuldigt, verurteilt und in Le Petit-Andely geköpft.[1][2]

1811 wurde Caër eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [3])
1793 1846 1881 1936 1968 1975 1982 1999 2007
164 359 262 176 305 630 790 1255 1108


Am wenigsten Einwohner hatte Normanville 1936 (176). Ab den 1970er Jahren wuchs die Gemeinde. Am meisten Einwohner hatte sie 1999 (1255).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Pfarrkirche befinden sich eine als Monument historique denkmalgeschützte steinerne Statue aus dem 17. Jahrhundert und eine Erinnerungstafel von 1598, die von Simon Michellet, der als Yves d’Évreux bekannt wurde, gestiftet wurde. Der Altarretabel wurde 1531 gefertigt und später aus einer anderen Kirche nach Normanville verbracht. Er wurde 1906 als Monument historique eingestuft.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten geschützte geographische Angaben (IGP) für Schweinefleisch (Porc de Normandie), Geflügel (Volailles de Normandie) und Cidre (Cidre de Normandie und Cidre normand).[5]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Henri Forgeot: Jean Balue, cardinal d'Angers, 1421 ?-1491. E. Bouillon, Paris 1895, S. 46f (auf Gallica). (französisch)
  2.  Franck Beaumont, Philippe Seydoux: Gentilhommières des pays de l’Eure. Editions de la Morande, Paris 1999, ISBN 978-2-9020-9131-7 (formal falsche ISBN), S. 24f. (französisch)
  3. Normanville auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 14. Mai 2010
  4. Normanville in der Base Palissy des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 14. Mai 2010
  5. Le village de Normanville. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 22. Juli 2012 (französisch).