Peter Horton

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Dieser Artikel behandelt den Sänger Peter Horton. Zum gleichnamigen Schauspieler siehe Peter Horton (Schauspieler)
Peter Horton - Pressefoto 2015

Peter Horton (früher Peter Horten,[1] * 19. September 1941 in Feldsberg, Südmähren als Peter Müller ) ist ein österreichischer Gitarrist, Komponist, Sänger und Buchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Horton wurde in Feldsberg (heute: Valtice) im damaligen Südmähren (heute: Tschechien), 70 Kilometer nördlich von Wien als Peter Müller geboren. Seine alleinerziehende Mutter zog mit seinen drei Geschwistern in den Nachkriegswirren nach Wien, wo er 1948 ersten Klavierunterricht erhielt. Seine musikalische Ausbildung setzte er bei den Wiener Sängerknaben fort, mit denen er die ganze Welt bereiste und auch unter Herbert von Karajan auf der Bühne stand. 1951 trat er mit ihnen zum ersten Mal in einem öffentlichen Konzert auf. Er lernte in Wien Klavier und Klarinette, u. a. auch am Wiener Konservatorium. Mit 16 gründete er die Band Six Aces. Mit 18 hatte er seine erste Bühnenshow als Sänger in der Wiener Szene bei Jazzlegende Fatty George (Fatty’s Saloon) und im Kabarett-Zentrum Marietta von Gerhard Bronner. Mit 19 trat er als Bassist den Flamingos bei und begann mit 23 in Stuttgart Gesang zu studieren.

Es folgten Liederabende mit Repertoire von Franz Schubert über Carl Loewe bis Richard Strauss. Außerdem erste Aufnahmen mit dem Orchester Erwin Lehn beim Süddeutschen Rundfunk. Seine erste Single-Schallplatte erschien 1965. Er sang 1967 in der ersten Beatoper der Welt, Robinson 2000, am Berliner Theater des Westens und begann danach seine Karriere als Entertainer und Gitarrist. Er tourte in den USA mit seiner One-man-show, trat in Japan, Brasilien und Chile auf. Peter Horton begann erst mit 28 sein Gitarre-Studium. Durch seine pianistische Musikerfahrung konnte er sein harmonisches und rhythmisches Wissen auf die Gitarre übertragen, die schließlich zu seinem Hauptinstrument wurde. Seit seinen Anfängen veröffentlichte er etwa 65 Alben und Singles.

1967 vertrat Peter Horton – damals noch unter dem Namen Peter HortenÖsterreich beim Eurovision Song Contest mit dem Titel Warum es hunderttausend Sterne gibt. Mit nur zwei Punkten landete er auf einem geteilten 14. Platz unter 17 Teilnehmern. Zudem versuchte er sein Glück zweimal bei der deutschen Vorentscheidung zum Wettbewerb: 1972 scheiterte er an der Vorrunde als Siebentplatzierter mit Wann kommt der Morgen, 1975 erreichte er mit Am Fuß der Leiter den elften Platz unter 15 Teilnehmern.

Von 1978 bis 1984 spielte er im Duo Guitarissimo mit Sigi Schwab. 1985 gründete er das Duo Symphonic Fingers mit der deutsch-bulgarischen Pianistin und Sängerin Slava Kantcheff, mit der er auch neun Jahre verheiratet war. Neben zahlreichen Fernsehauftritten spielte das Duo an die 2000 Konzerte. Peter Horton wirkte als Gastsolist mit bei Produktionen von Weltstars wie Plácido Domingo, Peter Schreier und Art Van Damme. Er spielte auf der Bühne mit Opernstars der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und des Bolschoi Theaters und präsentierte als Fernsehgastgeber Künstler aller Sparten. Mit seinen Sendereihen Café in Takt (ARD), Hortons Kleine Nachtmusik (ZDF) und "Horton's Bistro" (ZDF) schrieb er ein Stück kulturelle deutsche Fernsehgeschichte.

1982 verpflichtete ihn die Musikhochschule Hamburg als Dozent. Peter Horton gab auch Seminare für Schulmusiker.

Sein erstes Buch mit Aphorismen, Die andere Saite, veröffentlichte Peter Horton 1978. Es folgten bislang neun weitere. Darunter Pflaumen im Apfelhimmel mit Kurzgeschichten und Aphorismen im Jahr 2001. 2004 erschienen Die zweite Saite und Winterflüstern (Hör-Musik-Buch mit Weihnachtsgeschichten). Auch drei CDs mit meditativer Musik für Gitarre und Synthesizer bereichern Peter Hortons Musikpalette. 2007 kehrt der Künstler wieder zurück zu seinen Wurzeln. In seiner CD „Wilde Gärten“ hört man wieder seine unverkennbare Stimme.

Seit 2011 arbeiten Sigi Schwab und Peter Horton mit dem Schlagzeuger Andreas Keller und dem Bassisten Thomas Müller unter dem Bandnamen Guitarissimo XL zusammen. Mit Andreas Keller und Slava Kantcheff ist Peter Horton außerdem als Symphonic Trio unterwegs.

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Café in Takt (ARD 1978–1984)[2]
  • Hortons Kleine Nachtmusik (ZDF 1986–1989)[3]
  • Horton's Bistro (ZDF 1990–1991)[4]
  • Sprungbrett (SDR 1990–1991)[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solowerke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vinyl-LP/CD-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Himmel und Erde (Vinyl-LP 1970)
  • Peter Horton (Vinyl-LP 1970)
  • Intercontinental (Vinyl-LP 1971 Klapp-Cover)
  • Horton’s Erzählungen (Vinyl-LP 1972)
  • Irgendwie geht es immer (Vinyl-LP 1974)
  • Solang du in dir selber nicht zuhause bist (Vinyl-LP 1975)
  • Liederbuch (Vinyl-Doppel-LP 1976, gegenüber der CD zusätzlich: Caroline, Das Fenster zum Hof, Im Tal der blauen Wasser, Fridolin der Stier)
  • Liederbuch (CD-Album – auf der CD fehlen gegenüber der Do-LP: siehe oben)
  • Ein Mann geht auf dem Asphalt (Vinyl-LP 1976)
  • Live – Schmunzellieder aus Wien (Vinyl-LP 1977)
  • Lieder, die wie Falken sind (Vinyl-LP 1978, Klapp-Cover)
  • Will Deine Seele mit Dir singen (Vinyl-LP 1979, Klapp-Cover)
  • Vierzig Jahre Leben (Vinyl-LP 1981)
  • Live – Wer andern nie ein Feuer macht (Vinyl-LP 1983)
  • Komm näher (Vinyl-LP 1984 Rockchanson)
  • Guitarero (Vinyl-LP 1985 als Gast: Jean Toots Thielemans)
  • Im Dezember des Jahrtausends (CD-Album 1995, entspricht der CD Poet & Poesie – Meine Lieder)
  • Poet & Poesie – Meine Lieder (CD-Album 1997, entspricht der CD Im Dezember des Jahrtausends)
  • Oceans Inside / Meditative Musik für Gitarre und Synth. (CD-Album 2001)
  • Wild Silence / Meditative Musik für Gitarre und Synth. (CD-Album 2001)
  • Loving Hands / Meditative Musik für Gitarre und Synth. (CD-Album 2001)
  • Wilde Gärten (CD-Album 2007)
  • Personalissimo (CD-Album 2011)
  • Winterflüstern (CD-Album 2011)

Vinyl-Singles/CD-Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das kann uns nicht passieren / Geh’ nicht vorbei (Vinyl-Single 1968)
  • Der Kartendippler-Blues / Wer hat den Eiffelturm geklaut? (Vinyl-Single 1972, aus der ZDF-Serie Der Kommissar)
  • Es ist uns’re Welt / Sonnenschein (Vinyl-Single 1972)
  • Komm in die Laube / Mädchen mit den grünen Augen (Vinyl-Single 1973)
  • Ich kann machen was ich will / Alles zu seiner Zeit (Vinyl-Single 1974)
  • Wenn du nichts hast als die Liebe / Am Fuß der Leiter (Vinyl-Single 1975)
  • Solang du in dir selber nicht zuhause bist / Wie oft ging ich als Fremder (Vinyl-Single 1975)
  • Ich suchte wilde Rosen / Seit wir getrennt sind… (Vinyl-Single 1976)
  • He – Ho – Ho – A – He / Bla – Bla – Bla (CD-Single?)
  • Das Fenster zum Hof / Den Schlüssel hast Du (Vinyl-Single?)
  • Was geschieht / Ein Mädchen mit Lausbuben-Blick (Vinyl-Single?)

Weitere (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Sigi Schwab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guitarissimo (Vinyl-LP 1978)
  • Guitarissimo (CD-Album 1980)
  • Guitarissimo – Confianca (Vinyl-LP 1980)
  • Guitarissimo (CD-Album 1988 = Compilation aus 2 LPs 1978, 1980)
  • Guitarissimo XL (CD-Album 2014, erschienen bei Solo Musica)

Mit Slava Kantcheff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rock on Wood (Vinyl-LP 1985)
  • Albatros – klingende Geschichten (Vinyl-LP 1988)
  • Albatros – klingende Geschichten (CD-Album 1988)
  • Poeme Musical (CD-Album 1991)
  • Rock on Wood (CD-Album 1992, entspricht der LP 1985)
  • Live – Symphonic Fingers (CD-Album 1995)
  • Loving Hands (CD-Album 1997 Meditative Musik)
  • Rhapsody of Virtuosity (CD-Album 2000 = Compilation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Horton, Peter Päffgen: ... Ernst ist die Schutzhülle der Heiterkeit. Interview mit Peter Horton. In: Gitarre & Laute 7, 1985, Heft 1, S. 8–13.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Zeit, Ausgabe 41 1978, Artikel Fixsterne für Verbraucher
  2. Fernsehserien-Infoportal S. 14969
  3. Fernsehserien-Infoportal S. 13184
  4. Fernsehserien-Infoportal S. 14518
  5. Peter Horton: Mein Weg