Priiskowy (Transbaikalien)

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Siedlung städtischen Typs
Priiskowy
Приисковый
Föderationskreis Sibirien
Region Transbaikalien
Rajon Nertschinski
Gegründet 1658
Frühere Namen Nertschinski ostrog (bis 1700)
Baronka
Siedlung städtischen Typs seit 1959
Bevölkerung 1520 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 470 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 30242
Postleitzahl 673410
Kfz-Kennzeichen 75, 80
OKATO 76 228 553
Geographische Lage
Koordinaten 51° 55′ N, 116° 37′ OKoordinaten: 51° 55′ 0″ N, 116° 37′ 15″ O
Priiskowy (Transbaikalien) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Priiskowy (Transbaikalien) (Region Transbaikalien)
Red pog.svg
Lage in der Region Transbaikalien

Priiskowy (russisch Прииско́вый) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Region Transbaikalien in Russland mit 1520 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt gut 210 km Luftlinie östlich der Regionshauptstadt Tschita am linken Ufer der Schilka unmittelbar oberhalb der Einmündung des linken Nebenflusses Nertscha, nördlich des Borschtschowotschnygebirges.

Priiskowy gehört zum Rajon Nertschinski und befindet sich etwa 7 km südlich von dessen Verwaltungszentrum Nertschinsk. Die Siedlung ist Sitz der Stadtgemeinde Priiskowskoje gorodskoje posselenije, zu der außerdem die Dörfer Kalinino (3 km südöstlich) und Schiwki (6 km östlich) gehören, beide am gegenüberliegenden Ufer der Schilka.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unweit der heutigen Ortslage, am linken Ufer der Nertscha, wurde 1658 auf einer damaligen Insel der Nertschinsker Ostrog errichtet. Dort befindet sich heute der kleinere Ortsteil Stary Gorod („Alte Stadt“). Um 1700 verlagerte sich das Siedlungs- und Handelszentrum weiter nertschaaufwärts, wo die Stadt Nertschinsk entstand. Die Siedlung an der Nertschamündung erhielt den Namen Baronka und verlor ihre Bedeutung, bis 1898 die Transsibirische Eisenbahn vorbeigeführt wurde. Die Station erhielt den Namen Priiskowaja, da von dort das jenseits des Borschtschowotschnykammes gelegene Goldbergbaugebiet um Balei erreicht werden konnte, von russisch priisk für eine Art von Bergbaubetrieben, besonders für Edelmetalle und -steine. Seit 1959 besitzt Priiskowy den Status einer Siedlung städtischen Typs.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 1428
1970 2467
1979 2291
1989 2067
2002 1649
2010 1520

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Priiskowy liegt an der auf diesem Abschnitt 1988 elektrifizierten Transsibirischen Eisenbahn (Stationsname Priiskowaja; Streckenkilometer 6490 ab Moskau). Dort zweigt eine Güteranschlussstrecke nach Nertschinsk ab.

Westlich umgeht den Ort die Regionalstraße 76A-007 (früher R428), die von Nertschinsk kommend dort die Schilka überquert und weiter über das Borschtschowotschnygebirge, vorbei an Balei nach Schonoktui führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Priiskowy in der Enzyklopädie Transbaikaliens (russisch)