Reuth (Weischlitz)

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Reuth
Gemeinde Weischlitz
Koordinaten: 50° 28′ 15″ N, 11° 57′ 29″ O
Höhe: 600 m
Einwohner: 390 (9. Mai 2011)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 2017
Postleitzahl: 08538
Vorwahl: 037435

Reuth ist ein Ortsteil der Gemeinde Weischlitz im Vogtlandkreis in Sachsen. Der Ortsname leitet sich von „gerodet“ ab und weist auf den Ursprung des Ortes hin.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Reuth, Entwürfe für Glasfenster stammen von Christian W. Anemüller
Rittergut Reuth um 1859

Reuth war nach Mühltroff die zweitwestlichste Gemeinde im Freistaat Sachsen.

Angrenzende Gemeinden waren Rosenbach/Vogtl. und Weischlitz im Vogtlandkreis sowie die Städte Gefell und Tanna im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Nicht weit entfernt ist die bayerische Landesgrenze mit den Gemeinden Feilitzsch und Töpen im Landkreis Hof.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde Reuth zum Zeitpunkt der Eingemeindung nach Weischlitz waren:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 2017 wurde Reuth in die Gemeinde Weischlitz eingemeindet, mit der sie zuvor die Verwaltungsgemeinschaft Weischlitz bildete.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Dehles[3] 1. Januar 1994
Mißlareuth[3] 1. März 1994
Reinhardtswalde[4] 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Dehles
Schönlind[4] 1. Januar 1972
Spielmes (*)[5] 1. April 1928 Teileingliederung nach Reinhardtswalde
Thossen[4] 1. Januar 1974
Tobertitz[4] 1. Januar 1974

(*) Gebietsteile von Spielmes infolge Gebietsaustausches von Thüringen an Sachsen abgetreten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember) in der Gemeinde Reuth zum jeweiligen Gebietsstand:

  • 1998: 1111
  • 1999: 1094
  • 2000: 1095
  • 2001: 1078
  • 2002: 1079
  • 2003: 1081
  • 2004: 1050
  • 2007: 1028
  • 2008: 1025
  • 2011: 1036
  • 2012: 1014
  • 2013: 0988
Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2002 bis zur Eingemeindung nach Weischlitz 2017 war Ulrich Lupart amtierender ehrenamtlicher Bürgermeister der Einheitsgemeinde Reuth. Im Jahr 2009 wurde Lupart mit 93,7 % der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.[6] Lupart wurde als Kandidat der DSU gewählt und wechselte 2016 zur AfD.[7]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Ortsfriedhof erinnern die Grabstätte und ein Gedenkstein an den Widerstandskämpfer Robert Schröder, der 1936 in einem Konzentrationslager ums Leben kam.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Reuth um 1905

Reuth besitzt einen im Schienenpersonennahverkehr von der Vogtlandbahn bedienten Bahnhof an der Bahnstrecke Leipzig–Hof.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Steche: Reuth. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 11. Heft: Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 74.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahl des Ortsteils Reuth im "Kleinräumigen Gemeindeblatt". S. 5, abgerufen am 5. Januar 2017 (PDF - 0,23 MB).
  2. Sächsisches Amtsblatt Nr. 48/2016 (Zugriff am 1. Januar 2017)
  3. a b Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  4. a b c d Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  6. http://www.statistik.sachsen.de/wahlen/kw/kw2009/ERG14523350.htm
  7. Artikel zum Parteiwechsel Ulrich Luparts in der Sächsischen Zeitung. Abgerufen am 28. Juli 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reuth (Vogtland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien