Rezay

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Rezay
Wappen von Rezay
Rezay (Frankreich)
Rezay
Region Centre-Val de Loire
Département Cher
Arrondissement Saint-Amand-Montrond
Kanton Châteaumeillant
Gemeindeverband Berry Grand Sud
Koordinaten 46° 40′ N, 2° 11′ OKoordinaten: 46° 40′ N, 2° 11′ O
Höhe 167–260 m
Fläche 21,26 km2
Einwohner 220 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km2
Postleitzahl 18170
INSEE-Code

Rezay ist eine französische Gemeinde mit 220 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Cher in der Region Centre-Val de Loire.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezay liegt 25 Kilometer südwestlich von Saint-Amand-Montrond im Boischaut sud im südlichen Teil der Champagne Berrichonne, einer Region des Berry. Die Sinaise fließt durch das Gemeindegebiet.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde war als „Zaubererdorf“ verschrien.[2] Es gibt zahlreiche Geschichten über Zauberer und Hexen in Rezay, die sich noch im 20. Jahrhundert ereignet haben sollen. Zum Beispiel wurde dort 1951 angeblich eine Ausgabe des Zauberbuchs Grand Albert gefunden.[3]

Anzahl Einwohner
(Quelle: [4])
Jahr 1793183118561876190119261954198219992016
Einwohner 7209771006966891629436262218220

Seit dem 19. Jahrhundert hat die Bevölkerungszahl drastisch abgenommen. Am meisten Einwohner hatte Rezay 1856 (1006).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Notre-Dame

Die Kirche Notre-Dame wurde 1875 wiederaufgebaut. In der Kirche befinden sich zwei steinerne Statuen aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweig der Rezayens ist die Zucht von Hausrindern und Hausschafen.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schriftsteller Jean-Louis Boncœur (1911–1997) wohnte mehrere Jahre lang in Rezay. Er schrieb unter anderem über die Champagne Berrichonne, den Aberglauben und den Dialekt der Region.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Cher. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-088-4, S. 404–407.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rezay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rezay auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 17. Oktober 2009
  2. Daniel Réju: La France des histoires secrètes. Le Félin, 1991, ISBN 978-2-86594-055-4, S. 54 f. (französisch)
  3. Claude Seignolle: Les évangiles du diable selon la croyance populaire. In: Les Littératures populaires de toutes les nations. Band 12. Maisonneuve & Larose, 1994, ISBN 978-2-7068-1119-7, S. 304 ff. (in Google Books [abgerufen am 17. Oktober 2009]). (französisch)
  4. Rezay auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 17. Oktober 2009
  5. http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=9837&req=Rezay Rezay auf quid.fr (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.