Hardheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hardheim
Hardheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hardheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 37′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 87,03 km²
Einwohner: 6831 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74736
Vorwahl: 06283
Kfz-Kennzeichen: MOS, BCH
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 032
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 6
74736 Hardheim
Webpräsenz: www.hardheim.de
Bürgermeister: Volker Rohm (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Hardheim im Neckar-Odenwald-Kreis
Hessen Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Rhein-Neckar-Kreis Rhein-Neckar-Kreis Adelsheim Aglasterhausen Billigheim Binau Buchen (Odenwald) Elztal (Odenwald) Fahrenbach Hardheim Haßmersheim Höpfingen Hüffenhardt Limbach (Baden) Mosbach Mudau Neckargerach Neckarzimmern Neunkirchen (Baden) Obrigheim (Baden) Osterburken Ravenstein Rosenberg (Baden) Schefflenz Schwarzach (Odenwald) Seckach Waldbrunn (Odenwald) Walldürn Zwingenberg (Baden)Karte
Über dieses Bild
Luftbild 2008

Hardheim ist eine Gemeinde am nordöstlichen Rand des Neckar-Odenwald-Kreises in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hardheim liegt in der Mitte des Erftals, das durch die Erfa in das Bauland geschnitten wird. Hardheim wird durch die Bundesstraße 27 geteilt. Das Gemeindegebiet liegt teilweise im Naturpark Neckartal-Odenwald. Hardheim grenzt im Uhrzeigersinn im Norden und Nordosten an Külsheim, im Osten an Königheim, im Süden an Ahorn (alle Main-Tauber-Kreis), im äußersten Südwesten trifft das Gemeindegebiet auf Rosenberg, im Westen grenzt Hardheim an Höpfingen sowie Walldürn (alle drei Neckar-Odenwald-Kreis) und im Nordwesten hat Hardheim auch eine gemeinsame Grenze mit dem in Bayern gelegenen Eichenbühl (Landkreis Miltenberg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus einem Ortskern und acht umliegenden Ortsteilen:

Ortsteil Einwohner
(am 30.06.14)[2]
Eingemeindung
Hardheim 4636
Schweinberg 696 1971
Gerichtstetten 625 1973
Bretzingen 391 1971
Erfeld 287 1971
Dornberg 72 1975
Rüdental 70
Rütschdorf 51 1975
Vollmersdorf 37 1975

Zu den Ortsteilen Bretzingen, Dornberg, Rütschdorf, Schweinberg und Vollmersdorf gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Ortsteil Erfeld gehören das Dorf Erfeld und das Haus Erfelder Mühle. Zum Ortsteil Gerichtstetten gehören das Dorf Gerichtstetten und das Gehöft Helmstheim. Zur Gemeinde Hardheim in den Grenzen von 1970 gehören die Dörfer Hardheim und Rüdental, der Ort Baracken, das Gehöft Neumühle und die Häuser Breitenau und Wohlfahrtsmühle.

Im Ortsteil Bretzingen liegt die Wüstung Stockheim, im Ortsteil Hardheim die Wüstung Lindenmühle. Im Ortsteil Schweinberg liegen die Wüstungen Betzwiesen und Selhofen, welches nur durch einen Flurnamen belegt ist.[3]

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Besiedlung des heutigen Gemeindegebiets erfolgte vor der Zeitenwende wahrscheinlich durch die Kelten; hierauf deutet eine Keltenschanze im Ortsteil Gerichtstetten hin. Der Limes verläuft nur wenige Kilometer westlich an Hardheim vorbei. Hieran erkennt man, dass Hardheim knapp außerhalb der Grenzen des Römischen Reichs gelegen haben muss. Nach dem Rückzug der Römer aus dem Bauland waren es die Alamannen, die diese Gegend besiedelten, später die Franken.

Hardheim wird um 1100 als „Hartheim“ genannt, von hart, Weidewald. Die angeblich erstmalige Erwähnung Hardheims 996 in einer Urkunde von Kaiser Otto III. ist eine Fälschung.[4] Dass Adlige in Hardheim lebten, zeigt eine Urkunde von Henricus von Hartheim aus dem Jahre 1197. Im Jahre 1256 wurde die Pfarrei Hardheim erstmals urkundlich erwähnt.

Als Ritter Georg Wolf von Hardheim 1607 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, fiel Hardheim konfessionell wieder dem katholischen Bistum Würzburg zu. Die Landeshoheit, die bis dahin beim Erzbischof von Mainz gelegen hatte, wurde 1656 auf das Hochstift Würzburg übertragen. Bereits dort war Hardheim Sitz eines Amtes. Es erfolgte durch den Hoheitswechsel auch ein Wechsel vom Kurrheinischen Reichskreis zum Fränkischen Reichskreis. Nach der napoleonischen Neuordnung des deutschen Gebietes (Reichsdeputationshauptschluss), wurde Hardheim zunächst 1803 dem Fürstentum Leiningen und nach dessen Mediatisierung 1806 dem Großherzogtum Baden zugeordnet.

1911 erhielt Hardheim über eine Stichbahn von Walldürn Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dies stärkte die Stellung Hardheims als Arbeitsplatz für viele Menschen in der Umgegend. Seit 1999 ist die Bahnlinie jedoch wieder stillgelegt und seit 2004 abgebaut.

1961 wurde hier eine amerikanische Raketenabwehreinheit stationiert. Im Jahre 1966 wurde die Carl-Schurz-Kaserne eingeweiht.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. August 1971 Bretzingen und Schweinberg eingemeindet, am 1. Dezember 1971 folgte Erfeld und am 1. Januar 1973 wurde Gerichtstetten eingemeindet. Die Gemeindegebietsreform wurde mit der Eingemeindung von Dornberg, Rütschdorf und Vollmersdorf am 1. Januar 1975 abgeschlossen.

2012 gab Verteidigungsminister Thomas de Maizière bekannt, dass die Carl-Schurz-Kaserne geschlossen und Hardheim mit seinen 1000 Dienstposten als Bundeswehrstandort aufgegeben wird.[5] Während der Flüchtlingskrise in Europa 2015 wurden 650 Flüchtlinge in der Kaserne untergebracht.[6]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Hardheim

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hardheim hat 7.578 Einwohner, von denen 50,6 % männlich sind. In Hardheim gibt es insgesamt 2.415 Erwerbstätige, 71 % davon im produzierenden Gewerbe.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 80 Prozent der Hardheimer Bevölkerung sind römisch-katholisch, 15 Prozent gehören zur evangelischen Gemeinde in Hardheim.

Jüdische Gemeinde Hardheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hardheim gab es ab dem Mittelalter bis zur Zeit des Dritten Reiches eine über 600 Jahre lang bestehende jüdische Gemeinde. 1318 wurden in Hardheim erstmals Juden genannt, die von Kaiser Ludwig dem Bayer den Rittern Werner und Reinhard von Hardheim verpfändet wurden. 1349 kam es während der Pestzeit auch in Hardheim zu einer Judenverfolgung. 1451 wurden wieder Juden im Ort genannt. Die jüdische Gemeinde Hardheim besaß eine Synagoge, eine Religionsschule, ein rituelles Bad und den jüdischen Friedhof Hardheim. Ein eigener Religionslehrer war angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Seit 1827 gehörte die jüdische Gemeinde Hardheim zum Bezirksrabbinat Wertheim (später vertreten durch das Bezirksrabbinat Mosbach). 1933 gab es noch 55 jüdische Einwohner in Hardheim. Ab 1933 kam es im Zuge des Nationalsozialismus zu verstärkten Repressalien und der Entrechtung sowie dem wirtschaftlichen Boykott jüdischer Geschäfte. In den folgenden Jahren zogen die meisten Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Hardheim weg oder wanderten aus. Am 22. Oktober 1940 wurden die 17 noch in Hardheim verbliebenen Juden nach Gurs deportiert, von ihnen überlebten nur fünf.[7]

Von den jüdischen Personen, die in Hardheim geboren wurden oder längere Zeit im Ort wohnten, kamen in der Zeit des Nationalsozialismus 38 Personen nachweislich ums Leben.[7][8][9]

Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Hardheim

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hardheimer Schloss, Sitz der Gemeindeverwaltung

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1808–1823: Johann Popp (Großherzoglicher Vogt)
  • 1824–1832: Michael Gärtner
  • 1833–1835: Joseph Popp
  • 1836–1842: Johann Georg Müller
  • 1842–1844: Johann Joseph Hollerbach
  • 1844–1845: Johann Leiblein (Amtsverweser)
  • 1845–1848: Lorenz Erbacher
  • 1848–1867: Franz Joseph Baumann
  • 1867–1874: Joseph Michael Burkard
  • 1875–1881: Franz Alois Barth
  • 1881–1907: Alois Kuhn
  • 1907–1919: Adolf Eirich
  • 1919–1933: Adolf Seeber
  • 1934–1936: Otto Wilhelm Berberich
  • 1937–1945: Otto Bermayer
  • 1945–1952: Anton Henn
  • 1952–1974: Kurt Schmieder
  • 1974–1998: Ernst Hornberger
  • 1998–2014: Heribert Fouquet
  • seit 2014: Volker Rohm (Amtsantritt: 1. August 2014)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Hardheim führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[10]. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,97 % (2009: 56,1 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
CDU 46,9 % 8 40,4 %, 8 Sitze
Freie Wähler Union e.V. Hardheim 32,7 % 6 39,8 %, 8 Sitze
SPD -Bürgerliste- 20,4 % 3 19,8 %, 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rot eine silberne (weiße) Kirche mit zwei sechseckigen Türmen, auf deren spitzen Dächern je ein silbernes (weißes) Kreuz; zwischen den Türmen auf silberner (weißer) Mondsichel in goldenem (gelben) Strahlenkranz thronend die blaugekleidete, golden (gelb) gekrönte und nimbierte Madonna, in der Rechten ein goldenes (gelbes) Zepter, mit der Linken den golden (gelb) nimbierten nackten Jesusknaben haltend; unten ein mit der oberen Hälfte in die Kirchenfront ragender, ovaler gevierter Schild, worin Feld 1: von Rot und Silber (Weiß) durch drei Spitzen geteilt, Feld 2 und 3: in Blau ein mit drei blauen Ringen belegter silberner (weißer) Schrägbalken, Feld 4: in Blau eine schrägrechte rot-silbern (weiß) gevierte Fahne an goldener (gelber) Stange.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1966 pflegt Hardheim Partnerschaften mit Müntschemier im Schweizer Kanton Bern und Suippes in der französischen Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine.

Flüchtlingspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesweites Medieninteresse - u.a. von der FAZ über den Stern, die Süddeutsche Zeitung bis hin zum Spiegel - erregte die seit 2015 einen stark erhöhten Zustrom an Flüchtlingen verzeichnende Gemeinde mit der Veröffentlichung ihres Textes „Hilfestellung und Leitfaden für Flüchtlinge“. Bürgermeister Volker Rohm von den „Freien Wählern“ hat den Neuankömmlingen in seinem Ort einen Brief geschrieben, der auch auf der Internetseite der Gemeinde (auf Deutsch) veröffentlicht wurde. Der freundlich und verständnisvoll unter der Anrede „Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann!“ geschriebene Text führte zu der Interpretation: „Flüchtlinge sind Diebe, schmutzig und baggern allesamt Mädchen an - das bleibt nach der Lektüre des Leitfadens, den Bürgermeister Rohm nach Angaben der Gemeindeverwaltung selbst geschrieben hat, hängen“, kommentierte SPIEGEL online am 8. Oktober 2015. Danach wurde die Internetseite der Gemeindeverwaltung vorübergehend abgeschaltet. [11] Am 12. Oktober 2015 wurde der Leitfaden in unveränderter Form von der Gemeinde wieder ins Internet gestellt. Der Bürgermeister bedankte sich dort zeitgleich für „unzählige Mails, Briefe und Anrufe“, die ihn erreicht hätten und täglich mehr würden, wobei „... ca. 95 % [davon] Zustimmung und Anerkennung für diese Aufzählung von Selbstverständlichkeiten“ ausgedrückt hätten. Wofür er sich „von ganzem Herzen bei ... allen ... für diese Form der Unterstützung [bedankt], die von der Basis kommt“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsansicht von Hardheim

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsbild wird geprägt vom „Erftaldom“, der katholischen Kirche St. Alban. Der Grundstein für dieses Bauwerk wurde am 12. Juli 1891 gelegt, Weihung der Kirche war Weihnachten 1894. Sie ersetzte eine Kirche gotischen Baustils, in der am 20. November 1888 der letzte Gottesdienst gehalten wurde, da sie einsturzgefährdet war.

Der Schlossplatz wird umgeben von dem Hardheimer Schloss, das heute als Rathaus dient, und der Erftalhalle, einer früheren Zehntscheune, die heute unter anderem als Veranstaltungsraum genutzt wird.

Ariane-5-Rakete auf der Walter-Hohmann-Höhe

Der Ortskern wird zusätzlich vom sogenannten „Erfapark“, einem Gebäudekomplex mit verschiedenen Geschäften und Wohnungen, sowie dem Walter-Hohmann-Schulzentrum gebildet. Auf der Walter-Hohmann-Anhöhe steht seit 2012 im Andenken an den berühmten Sohn der Stadt ein Modell der Ariane-5-Rakete im Maßstab 1:4.[12]

Am südlichen Rande des Ortskerns steht außerdem der „Steinerne Turm“, ein ehemaliger Bergfried, der von einer der ältesten Hardheimer Burg, Untere Burg genannt, nach deren Zerstörung übrigblieb.

Museen und kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erfatal-Museum in den Dachgeschossen der Erftalhalle
  • Gemeinde-Bücherei in der Grundschule
  • Katholische öffentliche Bücherei im Pfarrheim

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Badische Landesbühne gastiert mehrmals im Jahr in der Erftalhalle.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrmärkte/Volksfeste:

  • Josefs-Markt (Mitte März)
  • Sommerfest (Mitte Juni)
  • Wendelinus-Markt (historischer Markt, Mitte Oktober)
  • Weihnachtsmarkt (erstes Adventwochenende)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist, neben der Maschinenfabrik Gustav Eirich und der Grammer Interior Components GmbH, die Bundeswehr. Mit der Carl-Schurz-Kaserne und einem Materiallager ist sie bis heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die auf das Jahr 1855 zurückgehende Orgelbauwerkstatt Vleugels erstellte und restaurierte viele Orgeln im deutschsprachigen Raum.

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Carl-Schurz-Kaserne an der Alten Würzburger Straße hat die Bundeswehr das Sicherungsbataillon 12, welches aus dem dort zuvor vorhandenen Panzerflugabwehrkanonenbataillon 12 sowie der leichten Flugabwehrraketenbatterie 300 neu aufgestellt wurde, und ein Sanitätszentrum stationiert. Am Wurmberg gibt es darüber hinaus ein Materiallager, welches Teil des Materialdepots in Darmstadt ist.[14] Im Jahr 2011 gab es hier insgesamt 980 Dienstposten.[15] Im Rahmen der Bundeswehrstrukturreform soll die Kaserne im 2. Quartal 2017 und das Materiallager, in Abhängigkeit von der Ausplanung von weiteren Kooperationsvorhaben im Bereich der Logistik, voraussichtlich 2019 geschlossen und der Standort damit dann ganz aufgegeben werden.[16]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Walter-Hohmann-Schulzentrum sind ca. 900 Grund-, Haupt- und Realschüler untergebracht. In Gerichtstetten gibt es eine weitere Grundschule. Hardheim hat mit seinen Ortsteilen zusammen vier römisch-katholische und einen kommunalen Kindergarten sowie einen Kinderhort.

Gesundheitseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Krankenhausverbandes Hardheim-Walldürn besteht in Hardheim ein Krankenhaus der Grundversorgung (Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie) mit 61 Planbetten und ca. 110 Mitarbeitern. Die notfallmedizinische Versorgung stellt eine Rettungswache mit einem Notarztwagen (NAW) des DRK Kreisverband Buchen e. V. sicher, die sich direkt am Krankenhaus befindet.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport- und Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Hardheim befindet sich eine künstlich aufgeschüttete Anhöhe (der so genannte Drachenfliegerberg), die als Startplatz für Gleitschirmflieger und Drachenflieger dient. Hier wird jährlich die Odenwälder Drachenflugmeisterschaft abgehalten.

Die Tischtennisabteilung Hardheim spielt mit 3 aktiven Herrenmannschaften, 1 Schüler- und 1 Schülerinnenmannschaft im Tischtenniskreis Buchen. In der Saison 2006/2007 errang die 1. Herrenmannschaft die Meisterschaft des TT-Kreises Buchen und erreichte durch Siege im Kreispokal und Regionspokal das Pokalfinale des Badischen TT-Verbandes. Im Finale beim TVG Großsachsen gewann der TV Hardheim den 2. Platz im BTTV. Seit der Saison 2007/2008 spielt die Mannschaft im TT-Bezirk Buchen-Tauberbischofsheim.

Der TV Hardheim unterhält außerdem eine Handball-Mannschaft, die im Badischen Handball Verband in der Badenliga spielt, sowie eine zweite Handball-Mannschaft in der Bezirksklasse Heilbronn/Franken (Stand: 2014/2015). In der Saison 2012/13 gelang der ersten Herrenmannschaft nach 10 Jahren in der Landesliga Nord der Aufstieg in die Badenliga.[17]

Die Fußball-Abteilung des TVH ist mit einer Mannschaft in der Kreisliga Buchen vertreten (Stand: 2012/2013).[18]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 27 (Blankenburg (Harz) - Schaffhausen) verläuft in west-östlicher Richtung durch Hardheim und stellt die Hauptverkehrsader dar. Hardheim gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Neckar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Eirich (1904–2001), Fabrikant
  • Hubert Eirich-Hollerbach (geb. 1935), Dipl. Ingenieur
  • Joseph Eirich (1869–1962), Fabrikant
  • Willi Eirich (1900–1985), Fabrikant
  • Albert Katzenmaier (1902–1983), Oberstudienrat
  • Josef Heck (1897–1988), H. H. Geistlicher Rat Pfarrer
  • Robert Hensle (1905–2000), Technischer Oberlehrer
  • Anton Hock (1888–1975), H. H. Pfarrer
  • Dr. Friedrich Maag (1906–1980), Facharzt für Chirurgie
  • Johannes Madeja (1896–1986), H. H. Pfarrer
  • Ferdinand Müller (1862–1953), Lagerhausverwalter
  • Adolf Seeber (1883–1955), Schmiedemeister
  • Joseph Stephan (1854–1930), H. H. Geistlicher Rat Pfarrer

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Hardheim, Hardheim - Perle des Erfatales, Heimatbuch der Gemeinde, 1988
  • Dieter Haas: Familien und Sippen der Gemeinde Erfeld 1585-1905, entstanden nach den Kirchenbüchern und Standesamtsregistern. Lahr-Dinglingen: Interessengemeinschaft Badischer Ortssippenbücher 2005 (= Badische Ortssippenbücher 116)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hardheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. „Hardheim - Zahlen, Daten & Fakten“
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 275–280
  4. Hardheim. LEO-BW, Landeskunde entdecken online, abgerufen am 8. April 2015.
  5. http://www.fnweb.de/region/neckar-odenwald/hardheim-hopfingen/kaserne-wird-mitte-2017-geschlossen-1.607799
  6. http://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artikel,-Fluechtlinge-in-Hardheim-660-Menschen-leben-jetzt-in-Carl-Schulz-Kaserne-_arid,130594.html
  7. a b Alemannia Judaica: Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis) Jüdische Geschichte / Betsaal / Synagoge. Online auf www.alemannia-judaica.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.
  8. Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem.
  9. Angaben aus "Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945".
  10. Wahlergebnis 2014 beim Statistischen Landesamt
  11. Benimmregeln für Flüchtlinge: „Deutschland ist ein sauberes Land, und das soll es auch bleiben!“ SPIEGEL online Politik, vom 8. Oktober 2015
  12. Rakete zu Ehren von Walter Hohmann
  13. Untere Burg Hardheim auf www.burgenwelt.de
  14. Bundesministerium der Verteidigung: Die Stationierung der Bundeswehr (Oktober 2011). bundeswehr.de, 26. Oktober 2011, S. 43, abgerufen am 19. Mai 2013 (PDF; 3,4 MB).
  15. Kahlschlag bei Bundeswehr im Südwesten, Badische Zeitung, abgerufen 15. Juni 2012
  16. Bundesministerium der Verteidigung: Schließungszeitpunkte von Liegenschaften der Bundeswehr: Baden-Württemberg. 12. Juni 2012, abgerufen am 13. Juni 2012 (PDF; 14 kB).
  17. http://www.tvhardheim-handball.de/
  18. http://www.tvhardheim.de/