Samtgemeinde Hanstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Hanstedt
Samtgemeinde Hanstedt
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Hanstedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 16′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Fläche: 198,14 km²
Einwohner: 13.707 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 03 3 53 5402
Verbandsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Rathausstr. 1
21271 Hanstedt
Webpräsenz: www.hanstedt.de
Samtgemeindebürgermeister: Olaf Muus (Parteilos)
Lage der Samtgemeinde Hanstedt im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

In der Samtgemeinde Hanstedt aus dem niedersächsischen Landkreis Harburg haben sich sechs Gemeinden zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammengeschlossen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Hanstedt liegt im Nordwesten des Naturparks Lüneburger Heide und im Südteil des Landkreises Harburg. Die Samtgemeinde befindet sich im Süden der Metropolregion Hamburg. Naturräumlich gehört der größte Teil der Samtgemeinde zur Hochheide. Zu den höchsten Punkten zählen "Hanstedter Berge" (126 m), der "Rothberg" (113 m, Brackel) und der Krähenberg (123 m, Asendorf). Im Norden und Nordosten geht die Hochheide in die Luheheide über, die mit einem deutlich ausgeprägten Stufenrand zum Elbtal abfällt.

Samtgemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Asendorf mit den Ortsteilen Asendorf und Dierkshausen.
  • Brackel mit den Ortsteilen Brackel und Thieshope.
  • Egestorf mit den Ortsteilen Döhle, Egestorf, Evendorf, Sahrendorf und Schätzendorf.
  • Hanstedt mit den Ortsteilen Hanstedt, Nindorf, Ollsen, Quarrendorf und Schierhorn.
  • Marxen mit den Ortsteilen Marxen und Schmalenfelde.
  • Undeloh mit den Ortsteilen Undeloh, Wehlen und Wesel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Landkreis Harburg wurden am 1. Juli 1972 die 15 nachfolgenden ehemals selbstständigen Gemeinden zur Samtgemeinde Hanstedt mit ihren 6 Gliedgemeinden zusammengefasst: Asendorf mit Dierkshausen, Brackel, Thieshope, Egestorf, Sahrendorf mit Schätzendorf, Döhle, Evendorf, Hanstedt, Nindorf, Ollsen, Quarrendorf, Schierhorn mit Weihe, Marxen mit Schmalenfelde, Undeloh und Wehlen mit Wesel.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeindewahl 2011[2]
Wahlbeteiligung: 60,1 %
 %
40
30
20
10
0
37,3 %
18,9 %
22,4 %
13,8 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-5,6 %p
+3,9 %p
-7,2 %p
+11,0 %p
-4,6 %p
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Sitzverteilung im Samtgemeinderat
     
Von 30 Sitzen entfallen auf:

Die Samtgemeinde Hanstedt ist eine Gebietskörperschaft, die für ihre Mitgliedsgemeinden die Verwaltungsgeschäfte führt. Ein Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz regelt die Aufgaben der Samtgemeinde. Hierzu gehören u.a die Aufstellung von Flächennutzungsplänen, Brandschutz nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz, Trägerschaft der allgemeinbildenden öffentlichen Schulen, Friedhofsangelegenheiten, Bau und Unterhaltung der Gemeindeverbindungsstraßen, Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Darüber hinaus unterstützt die Samtgemeinde Hanstedt die Mitgliedsgemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und führt deren Kassengeschäfte.

Haupteinnahmequelle der Samtgemeinde ist die Samtgemeindeumlage gemäß § 111 Abs. 3 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz. Diese Umlage wird von den Mitgliedsgemeinden entsprechend ihrer Finanzkraft geleistet. Der Hebesatz der Samtgemeindeumlage auf die Steuerkraftzahlen wurde im Haushaltsjahr 2009 auf 43,5 Prozent festgesetzt.

Samtgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Samtgemeinde besteht aus 30 Mitgliedern. Die Sitzverteilung seit der Kommunalwahl 2011 ist wie folgt:

SPD CDU Bündnis 90/Die Grünen UNS FDP Gesamt
2011 6 11 4 7 2 30 Sitze

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011

Samtgemeindeausschüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Samtgemeinde Hanstedt hat aus der Mitte der Ratsfrauen und Ratsherren beratende Ausschüsse gebildet. Zu den Aufgaben der Ausschüsse gehört es insbesondere, die Ratsbeschlüsse vorzubereiten.

  • Samtgemeindeausschuss
  • Ausschuss für Finanzen
  • Ausschuss für Soziales und Ordnung
  • Ausschuss für Bildung und Freizeit
  • Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein schwarzer, balzender Birkhahn mit roten Wärzchen über den Augen.“[3]

Der auf dem Wappen dargestellte Birkhahn, ein noch im Samtgemeindegebiet lebendes, „typisches Tier der Heide und Moorgebiete“[3], stellt symbolisch die in der Samtgemeinde gelegenen Heideflächen dar - und verweist so indirekt auch auf den für die Samtgemeinde bedeutsamen Fremdenverkehr.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen mit Nachmittagsbetreuung gibt es in Brackel, Egestorf und in Hanstedt. Die Grundschule in Egestorf wird in den nächsten Jahren völlig neu errichtet. Alle Grundschulen verfügen über eine Mensa und eine Nachmittagsbetreuung. Eine zweizügige Oberschule mit Mensa und Nachmittagsbetreuung (früher: Haupt- und Realschule) befindet sich im Kernort und Grundzentrum Hanstedt.

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es befinden sich Kindergärten in Hanstedt, Asendorf, Brackel, Egestorf-Schätzendorf, Marxen, Schierhorn und Quarendorf (Spielkreis). In Hanstedt, Asendorf, Egestorf-Schätzendorf, Brackel und Schierhorn gibt es noch zusätzlich eine Kinderkrippe.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Verwaltungs- und Gebietsreform wurde die Samtgemeinde Hanstedt 1972 zuständig für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Mit 15 Freiwillige Feuerwehren im Bereich der Samtgemeinde Hanstedt leisten ca. 600 gut ausgebildete ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen Hilfe bei Bränden und Unfällen. Die Samtgemeinde Hanstedt verfügt auf Grund ihrer Größe über folgende Feuerwehren:

Stützpunktfeuerwehren Örtliche Feuerwehren
Brackel Asendorf, Marxen, Quarrendorf und Thieshope.
Egestorf Evendorf, Sahrendorf-Schätzendorf, Undeloh und Wesel.
Hanstedt Dierkshausen, Nindorf, Ollsen und Schierhorn.

Neben den Pflichtaufgaben der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Hanstedt gem. §1 des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes (NBrandSchG) gehört auch die Förderung des Gemeinwesens in den dörflichen Strukturen. Und bei mehr als 13.000 Einwohner in rund 7.200 Haushalten, den ca. 50 km2 Wald- und Heideflächen, einen 48 Kilometer langen Abschnitt der Bundesautobahn 7 sowie den 150 Kilometer Landes- und Kreisstraßen innerhalb der Samtgemeinde leisten die 15 Feuerwehren eine verlässliche Hilfe bei Bränden und Unglücksfällen. Der Samtgemeinde Hanstedt obliegt gem. §2 NBrandSchG der abwehrende Brandschutz und die Hilfeleistung in ihrem Gebiet. Sie hat dazu u.a. eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten sowie die für die Brandbekämpfung und die Hilfeleistung erforderlichen Anlagen, Mittel und Geräte bereitzuhalten.

Über die Geschichte der Feuerwehr in der Region informiert das Feuerwehrmuseum Marxen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Wahlergebnisse Hanstedt
  3. a b c Wappen mit Beschreibungen. Samtgemeinde Hanstedt. Abgerufen am 22. Februar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]