Samtgemeinde Elbmarsch

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Elbmarsch
Samtgemeinde Elbmarsch
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Elbmarsch hervorgehoben
Koordinaten: 53° 25′ N, 10° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Fläche: 81,33 km²
Einwohner: 12.181 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 150 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 03 3 53 5401
Verbandsgliederung: 3 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Elbuferstraße 98
21436 Marschacht
Webpräsenz: www.samtgemeinde-
elbmarsch.de
Samtgemeinde-
bürgermeister
:
Rolf Roth (SPD)
Lage der Samtgemeinde Elbmarsch im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Samtgemeinde Elbmarsch liegt im äußersten Nordosten des Landkreises Harburg in Niedersachsen. Verwaltungssitz ist die Gemeinde Marschacht.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden der Samtgemeinde ziehen sich die Ortschaften von Drage bis Avendorf am Elbdeich entlang. Die lang gezogenen Straßendörfer gehen fließend ineinander über. Die Binnenmarschdörfer Bütlingen, Eichholz, Oldershausen und Hunden haben dagegen eine größere räumliche Distanz zueinander. Insgesamt bestimmen reizvolle Marschlandschaften mit Wiesen und Gräben sowie die Elbe und Ilmenaukanal mit ihren Deichen das Gesicht der Elbmarsch. Landwirtschaft und Viehzucht haben immer noch einen hohen Stellenwert in diesem Gebiet. Auch der Reitsport und die Pferdezucht sind traditionell in der Elbmarsch verankert.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Elbmarsch liegt im Norden Niedersachsens und gehört zum Landkreis Harburg. Sie wird nördlich von der Elbe, an deren gegenüberliegendem Ufer sich das Land Schleswig-Holstein anschließt, begrenzt. Im Osten sowie Süden grenzt der Landkreis Lüneburg mit seinen Samtgemeinden Scharnebeck und Bardowick. In Richtung Westen begrenzt die Kreisstadt Winsen das Gebiet der Samtgemeinde Elbmarsch. Ebenso machen sich die ersten Ausläufer der Hansestadt Hamburg bemerkbar. Die Samtgemeinde liegt in einer verkehrsgünstigen Lage zwischen Hamburg, Lüneburg, Winsen und Geesthacht. Über die Bundesstraße 404, die direkt durch die Mitgliedsgemeinde Marschacht verläuft, lassen sich schnell die A 25 (Hamburg) und A 39 (Lüneburg / ehm. A 250) erreichen. Ebenso erreicht man über diese zügig die A 1 (Bremen, Lübeck), A 7 (Hannover, Flensburg) sowie die A 24 (Berlin).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamburg-Bergedorf
14 km
Geesthacht
2 km
Schwarzenbek
12 km
Seevetal
23 km
Nachbargemeinden Lauenburg
35 km
Winsen (Luhe)
13 km
Lüneburg
19 km
Scharnebeck
16 km

Samtgemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde besteht aus drei Mitgliedsgemeinden, die sich nach ihrer Bildung bzw. Eingliederung im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 11. Juli 1972 zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zusammenschlossen. Im Einzelnen sind es die Gemeinden

In der Samtgemeinde Elbmarsch leben zurzeit 12.185 Menschen. Davon entfallen auf die Gemeinde Drage 4.179, auf die Gemeinde Marschacht 3.839 und auf die Gemeinde Tespe 4.167 (Stand 31. Juli 2013).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Juli 1972 gibt es die Samtgemeinde Elbmarsch in der heutigen Form. Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform wurde aus den früher selbstständigen Gemeinden Drage, Drennhausen, Elbstorf, Hunden, Schwinde und Stove die Gemeinde Drage. Aus den selbstständigen Gemeinden Eichholz, Oldershausen, Niedermarschacht, Obermarschacht und Rönne wurde die Gemeinde Marschacht. Die Gemeinde Tespe entstand aus den selbstständigen Gemeinden Tespe, Bütlingen und Avendorf. Die per Gesetz neu gebildeten Gemeinden schlossen sich mit der Hauptsatzung vom 11. Juli 1972 zur Samtgemeinde Elbmarsch zusammen. Die Verwaltung hat ihren Sitz im Marschachter Rathaus.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeindewahl 2011[3]
Wahlbeteiligung: 59,8 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,7 %
30,7 %
13,3 %
4,0 %
3,5 %
0,8 %
1,1 %
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Sitzverteilung im Samtgemeinderat
     
Von 28 Sitzen entfallen auf:

Samtgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Samtgemeinderat der Samtgemeinde Elbmarsch besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 11.001 und 12.000 Einwohnern.[4] Die 28 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Rat der Samtgemeinde ist außerdem der hauptamtliche Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth (SPD).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2011 hatte das folgende Ergebnis:

SPD CDU Bündnis 90/Die Grünen Freie Wähler Piratenpartei Gesamt
2011 13 9 4 1 1 28 Sitze

Samtgemeindebürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Elbmarsch ist seit 2006 Rolf Roth (SPD). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er als Amtsinhaber mit 88,2 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,0 %.[5] Roth trat seine weitere Amtszeit am 1. November 2014 an.

Seit dem 1. Mai 2014 ist Jan Abeska stellvertretender Samtgemeindebürgermeister.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fremdenverkehr gewinnt für die Samtgemeinde Elbmarsch immer mehr an Bedeutung. Die vielen Campingplätze bieten sowohl für den Kurz- als auch für den Langzeiturlaub allerlei Erholung in einer schönen Landschaft mit vielen Freizeitaktivitäten. Das vielfältige Angebot in dieser Region reicht von Wandertouren über Reiten und Tennis bis zum Minigolf und Angeln.

Kulturell sind der Skulpturenpark in Marschacht, die während der Sommermonate stattfindende Freiluftkunstausstellung Marschkunst-Kunstmarsch sowie der regelmäßig stattfindende Bauernmarkt zu erwähnen.

Die Samtgemeinde Elbmarsch ist auch in der Kooperation Urstromtal Elbe engagiert. Aufgabe dieser freiwilligen Kooperation ist den Erholungsraum Elbe zu fördern.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ortsansässigen Banken, Ärzte, Apotheken und Lebensmittelmärkte sowie der neu geschaffene Wochenmarkt sorgen zusammen mit dem breiten Spektrum an mittelständischen Unternehmen für eine vollständige Grundversorgung der Samtgemeinde. Die in den Mitgliedsgemeinden vorhandenen kleineren Gewerbegebiete bieten den ansässigen Firmen aufgrund der günstigen Lage ideale Flächen. Es existiert ein gemeindeübergreifendes Gewerbegebiet (Gewerbepark Eichholz), welches mit seiner direkten Nähe zur B 404 auch größere Firmen anlocken soll.[7]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Sicherheit der Bewohner sorgen die Polizeistation Marschacht sowie die zehn Freiwilligen Feuerwehren mit ihren rund 400 aktiven Mitgliedern. Neben ihren normalen Aufgaben bieten diese auch – wie auch zahlreiche der über 40 ortsansässigen Vereine – eine Vielzahl von Aktivitäten, die zur Belebung der dörflichen Gemeinschaft beitragen, an. In Marschacht gibt es das Deichhaus, ein offener Jugendtreff. Seit 2003 hat sich die offene Jugendarbeit immer mehr im Landkreis Harburg etabliert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Samtgemeinde befinden sich insgesamt sechs Kindergärten sowie insgesamt fünf Grundschulen und einer weiterführenden Oberschule mit gymnasialem Zweig bis zur 10. Klasse (Ernst-Reinstorf-Schule). Schüler, die eine gymnasiale Oberstufe besuchen wollen, müssen nach der 10. Klasse den Weg zum Gymnasium nach Winsen antreten. Abgerundet wird das Bildungsangebot durch die Elbmarsch-Bücherei in der Grundschule Marschacht.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aushängeschild im sportlichen Bereich ist die Herrenmannschaft von Eintracht Elbmarsch. Aus den Fußballabteilungen der TuS Schwinde, dem MTV Jahn Obermarschacht und dem TSV Tespe wurde der Verein 1995 gegründet und erlebte seinen größten Erfolg am 16. Juni 2012 als man im Relegationsspiel den FC Worpswede mit 1:0 schlug und dadurch in die Fußball-Landesliga aufstieg.[8] Nach drei Jahren in der sechsthöchsten deutschen Spielklasse, stieg die Eintracht 2015 in die Bezirksliga ab.[9]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht der Verdacht, dass die Elbmarsch (in bislang ungeklärtem Ausmaß) radioaktiv verunreinigt sei. Einige Wissenschaftler sagen aus, in dem Gebiet sog. Pac-Kügelchen gefunden zu haben, die für den Leukämiecluster Elbmarsch, einer lokalen Häufung von Leukämie-Fällen, eine Rolle spielen könnten. Andere Gutachter bestreiten diese These und sagen aus, dass sich im Boden des Gebiets keine Pac-Kügelchen befinden. Sollte sich der Verdacht der Verunreinigung bestätigen, kämen die am anderen Elbufer in Sichtweite gelegenen Betriebe Kernkraftwerk Krümmel und GKSS-Forschungszentrum als Verursacher in Frage.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Białe Błota (Bydgoszcz)

Geboren in der Samtgemeinde Elbmarsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Reinstorf (* 19. September 1868 in Bütlingen; † 5. April 1960 in Hamburg-Blankenese), Lehrer, Heimatforscher, Schriftsteller

Mit der Samtgemeinde Elbmarsch verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Bevölkerungszahlen Elbmarsch
  3. Wahlergebnis Samtgemeinde Elbmarsch
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 19. November 2014
  5. Einzelergebnisse der Direktwahlen am 25. Mai 2014 in Niedersachsen, abgerufen am 19. November 2014
  6. Hamburger Abendblatt:Jan Abeska neuer stellvertretender Bürgermeister, abgerufen am 2. Januar 2015
  7. Homepage Gewerbepark Eichholz
  8. Hamburger Abendblatt: Mark Schades Treffer lässt die ganze Elbmarsch jubeln
  9. Hamburger Abendblatt: Elbmarsch verliert 1:2 in Etelsen und muss absteigen, abgerufen am 25. Juni 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]