Santos

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Município da Estância Balneária de Santos
„Terra da Caridade e da Liberdade“
Santos
Bildmontage zu Santos
Bildmontage zu Santos
Santos (Brasilien)
Santos
Santos
Koordinaten 23° 58′ S, 46° 20′ WKoordinaten: 23° 58′ S, 46° 20′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat São Paulo
Lage des Munizips im Bundesstaat São Paulo
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Wahlspruch
„Patriam Charitatem Et Libertatem Docui“
Ich habe der Heimat die Wohltätigkeit und die Freiheit gelehrt
Gründung 26. Januar 1546 (474 Jahre)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat São Paulo
Höhe 2 m
Gewässer Südatlantik
Klima tropisch, Af[1]
Fläche 281 km²
Einwohner 419.400 (2010[2])
Dichte 1.492,4 Ew./km²
Schätzung 433.311 (1. Juli 2019)[2]
Gemeindecode IBGE: 3548500
Postleitzahl 11013-000
Telefonvorwahl (+55) 13
Zeitzone UTC−3
Website santos.sp (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Paulo Alexandre Barbosa[3] (2017–2020)
Partei PSDB
Kultur
Schutzpatron Unsere Liebe Frau von Montserrat
Wirtschaft
BIP 21.954.557 Tsd. R$
50.545 R$ pro Kopf
(2016)
HDI 0,840 (hoch) (2010)

Santos, amtlich portugiesisch Município da Estância Balneária de Santos, ist die bedeutendste Hafenstadt Lateinamerikas. Sie liegt an der Küste des brasilianischen Bundesstaates São Paulo. Die Stadt ist der Verwaltungssitz der Metropolregion Baixada Santista und ist an jedem 13. Juni des Jahres auch für einen Tag die symbolische Hauptstadt des Bundesstaates. Zudem hat Santos den offiziellen Status eines Badekurortes, einer Estância Balneária. Santos hatte 407.506 Einwohner (2010) auf einer Fläche von 280 km², was einer Bevölkerungsdichte von 1455 Personen pro Quadratkilometer entspricht. Im Jahr 2019 lebten schätzungsweise 433.311 Menschen in Santos.[2] Knapp 40 km² der Stadt, inklusive des Stadtzentrums, liegen auf der Insel São Vicente.

Der Hafen von Santos ist bezogen auf den Güterumschlag der größte Hafen Lateinamerikas.

Hafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hafen von Santos ist der größte Seehafen Brasiliens. Ca. 40 % des gesamten See-Ladungsverkehrs Brasiliens laufen über diesen Hafen. Unter anderem ist dieser Hafen der größte Containerhafen des südamerikanischen Kontinents. Es gibt eine Reihe privater Containerterminal-Betreiber. Neben den Terminals der brasilianischen Firmen SBSA Santos Brasil, Libra, Alemoa und Rodrimar gibt es verschiedene neue Containerterminals, wie BTP Brasil Terminal Portuário und andere, die mit Kapital internationaler Logistikkonzerne gebaut und betrieben werden. Es gibt außerdem verschiedene Anlagen zur Verladung spezieller Güter wie Fruchtsaftkonzentrat, Soja-Getreide, Erdöl und anderer Produkte. Der Hafenumschlag wurde Ende der 1990er Jahre privatisiert und heute hat die ehemalige staatliche Betreibergesellschaft CODESP (Companhia de Docas do Estado S.Paulo) als Hafenbehörde nur noch die Oberaufsicht.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima von Santos ist tropisch, im Allgemeinen ist es im Sommer heißer und regnerischer als im Winter. Beide Jahreszeiten weisen aber oft starke Temperaturschwankungen auf. Jedoch werden im Winter die Nächte nur äußerst selten kälter als 10 °C.

Die höchste Temperatur wurde im September 1997 mit 41 °C gemessen. Am 2. August 1955 wurde die niedrigste Temperatur mit 4,3 °C registriert. Angeblich soll es an jenem Tag in der Umgebung von Santos sogar zu Frösten gekommen sein, aber es existieren keine offiziellen Aufzeichnungen, die das bestätigen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santos ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Santos.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Kaffeemuseum im Gebäude der ehemaligen Kaffeebörse (Bolsa Official de Café) im Stadtzentrum bietet einen Überblick über die Geschichte der Stadt und des Kaffeeanbaus in der Region.
  • Der Berg Monte Serrat ermöglicht es Besuchern, einen Blick auf die Insel zu werfen, auf der sich der wichtigste Stadtteil von Santos befindet. Es gibt zwei Möglichkeiten, um den Berggipfel zu erreichen: entweder 415 Treppenstufen nach oben zu steigen oder die Standseilbahn benutzen. Auf dem Gipfel befindet sich die Kirche Nossa Senhora do Monte Serrat, das ehemalige Kasino und eine kleine Kantine.
  • Das Stadt-Aquarium ist in Brasilien sehr berühmt und verfügt über mehr als 70 Fischarten. Es wurde 1945 gegründet und im Jahr 2010 erweitert, was zu Verbesserungen für die Besucher und die Tiere führte. Es befindet sich an der Strand-Allee Avenida Bartolomeu de Gusmão/Praça Vereador Luiz La Scalla.

Baufehler des Baubooms der 1940er bis 1970er Jahre führten zu einer neuen Attraktion durch eine schiefe Wolkenkratzer-Skyline. Etwa 90 Gebäude wurden ohne ausreichendes Fundament auf frühere Mangrovengrundstücke mit einem etwa sieben Meter tiefen Sandboden und darunterliegendem etwa 30 bis 40 Meter tiefem Lehmboden gesetzt, der einer bodenmechanischen Konsolidation ausgesetzt ist. Bei etwa 5 Grad Neigung sehen die Gebäude vom Strand entsprechend schräg aus.[4][5][6]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist die Heimat des zweifachen Fußball-Weltpokalsiegers FC Santos. Das Vereinsmuseum, das sich im meist Vila Belmiro genannten Urbano-Caldeira-Stadion befindet, besitzt viele Erinnerungsstücke, die insbesondere aus der Glanzzeit des Vereins mit seinem Starspieler Pelé stammen.

Seit 2011 wird in der Stadt das Tennisturnier ATP Challenger Santos ausgerichtet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle:[7]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Santos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klima Santos: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Santos - Climate-Data.org. In: de.climate-data.org. Abgerufen am 22. November 2019.
  2. a b c IBGE: Cidades@ São Paulo: Santos. Abgerufen am 29. August 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Paulo Alexandre Barbosa 45 (Prefeito). In: todapolitica.com. Eleições 2016, abgerufen am 8. September 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Britische Fernsehserie Die größten Konstruktionsfehler der Welt, 2015.
  5. Prédios Tortos (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive), auf der Website der Stadtpräfektur. (Webarchiv abgerufen am 5. Dezember 2018, brasilianisches Portugiesisch).
  6. Altair Santos: Prédios tortos de Santos: como eles estão hoje? In: www.cimentoitambe.com.br. Cimento Itambé, 24. Juni 2015, abgerufen am 5. Dezember 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  7. Prefeitura Municipal de Santos: „Relações Internacionais: Cidades-Irmãs“ (Memento vom 18. April 2008 im Internet Archive)

Zur Baixada Santista[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden der Metropolregion Baixada Santista
BaixadaSantista.png