Serey Dié

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Serey Dié
Geoffroy Serey Die.jpg
Serey Dié (2015)
Personalia
Name Sereso Geoffroy Gonzaroua Dié
Geburtstag 7. November 1984
Geburtsort AbidjanElfenbeinküste
Größe 179 cm
Position Defensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1998–2001 CNS de Haut Niveau
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2001–2002 Volcan Junior
2002–2003 Club Omnisports de Korhogo
2003–2006 Stade d’Abidjan
2006–2007 EO Goulette et Kram
2007–2008 ES Sétif 11 (1)
2008–2010 FC Sion U-21 4 (1)
2008–2012 FC Sion 115 (4)
2013–2015 FC Basel 42 (3)
2015–2016 VfB Stuttgart 36 (1)
2016– FC Basel 27 (2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2013– Elfenbeinküste 34 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 25. November 2017

2 Stand: 20. Januar 2017

Sereso Geoffroy Gonzaroua Dié, kurz Serey Dié (* 7. November 1984 in Abidjan), ist ein ivorischer Fußballspieler, der seit Juli 2016 beim FC Basel unter Vertrag steht. Er kommt vor allem im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elfenbeinküste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dié erhielt seine Ausbildung als Fußballer am staatlichen Zentrum Centre national des sports de haut niveau der Elfenbeinküste.[1] 2001 begann er seine Profikarriere in der Super Division 3 der Elfenbeinküste bei der in Cocody ansässigen Fußball-Akademie Volcan Junior.[2] Ein Jahr später heuerte er beim Super Ligue-2-Verein Club Omnisports de Korhogo an und entwickelte sich dort zu einem der Leistungsträger. 2003 wechselte er zum Superdivision-Verein Stade d’Abidjan.[1]

Tunesien und Algerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2006 setzte Dié seine Karriere beim tunesischen Fußballclub Étoile Olympique La Goulette Kram fort. In der Saison 2007/08 wechselte er zum algerischen Erstligisten ES Sétif, mit dem er die arabische Champions League gewann.

Serey Dié im Trikot des FC Sion (2012)

FC Sion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 unterzeichnete Dié in der Schweiz einen Vertrag beim Walliser Verein FC Sion. In Sion wurde er als Mittelfeldspieler eingesetzt und gewann zweimal den Schweizer Cup. Im März 2010 sah sich Dié der Unterstellung[3] ausgesetzt, absichtlich eine Rote Karte provoziert zu haben, wogegen er sich zur Wehr setzte.[4] Die Schweizerische Bundesanwaltschaft erkannte keinerlei Zusammenhänge mit Wettmanipulationen[5] und eröffnete deswegen kein Verfahren.[6] Im Jahr 2012 wurde Dié wegen einer begangenen Tätlichkeit für acht Spiele gesperrt: Er hatte nach der Niederlage vom 2. Mai 2012 gegen den FC Lausanne, was für Sion die Abstiegsrelegation zur Folge hatte, einen 13-jährigen Balljungen geohrfeigt.[7]

FC Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2012 unterschrieb Dié einen ab Januar 2013 gültigen Dreijahresvertrag beim Schweizer Meister FC Basel.[2] Am Ende der Saison 2012/13 wurde er mit seinem neuen Verein Schweizer Meister,[8] stand im Schweizer Cup Finale[9] und rückte in der UEFA Europa League 2012/13 bis ins Halbfinale vor.[10]

Die Spielzeit 2013/14 beendete der FC Basel zum 17. Mal als Meister (zum fünften Mal in Folge) und stand wiederholt im Finale des Schweizer Cups, das aber nach Verlängerung verloren wurde.[11] In der Europa League erreichte der FC Basel das Viertelfinale. Unter Trainer Murat Yakin hatte Dié 38 Einsätze vorzuweisen, davon 22 in der Super League.[12]

In der Hinrunde der Spielzeit 2014/15 unter dem neuen Trainer Paulo Sousa gehörte Dié nicht zur Stammformation und bestritt insgesamt nur 13 Partien, davon sieben in der Super League.

VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Februar 2015 wechselte Dié zum VfB Stuttgart.[13] Sein Bundesligadebüt gab er am 14. Februar 2015 (21. Spieltag) bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit Einwechslung für Martin Harnik in der 87. Minute. Sein erstes Bundesligator erzielte er am 13. Februar 2016 (21. Spieltag) beim 2:0-Sieg im Heimspiel gegen Hertha BSC mit dem Treffer zum 1:0 in der 51. Minute.

Rückkehr zum FC Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Juli 2016 kehrte Serey Dié zum FC Basel zurück. Unter Trainer Urs Fischer gewann er am Ende der Meisterschaft 2016/17[14] den Meistertitel zum vierten Mal mit dem FCB. Für den Club war es der 8. Titel in Serie und insgesamt den 20. Titel in der Vereinsgeschichte. Sie gewannen auch den Pokalwettbewerb[15] am 25. Mai 2017 mit drei zu null gegen Sion und somit das Double.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dié spielt für die ivorische Nationalmannschaft. Sein Debüt gab er am 23. März 2013 beim 3:0-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Gambia im Stade Félix Houphouët-Boigny von Abidjan. Am 16. November 2013 qualifizierte er sich im Spiel gegen den Senegal mit seinem Team für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. In allen drei Spielen der Gruppe C des WM-Turniers stand er in der Startelf. Bei der Afrikameisterschaft 2015 wurde er mit der Nationalmannschaft Afrikameister und verwandelte im Elfmeterschießen des Endspiels gegen die ghanaische Auswahl einen Elfmeter.

Sein erstes Nationalmannschaftstor erzielte er am 20. Januar 2017 beim Unentschieden gegen die Demokratische Republik Kongo bei der Afrikameisterschaft 2017, als er den Ausgleich zum 2:2 schoss.[16]

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ES Sétif

FC Sion

FC Basel

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Serey Dié – Sammlung von Bildern
  • Serey Dié in der Datenbank von weltfussball.de
  • Serey Dié auf der Website der Swiss Football League
  • Serey Dié in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b «Voilà, da bin ich!» – FCB holt Serey Die in der TagesWoche vom 13. Dezember 2012
  2. a b Der FC Basel 1893 Der FC Basel 1893 verpflichtet Geoffroy Serey Die vom FC Sion (Memento vom 16. Januar 2013 im Internet Archive) auf der Home-Page des FC Basel vom 13. Dezember 2012
  3. Sions Serey Die, der Wettverdacht und der neue Porsche im Tages-Anzeiger vom 22. März 2010
  4. Serey Die: «Ich habe nie betrogen» in Der Bund vom 22. März 2010
  5. Keine Indizien für Spielmanipulation in Neue Zürcher Zeitung vom 7. April 2010
  6. Constantins Wettverdacht gegen Serey Die abgeschmettert in Tages-Anzeiger vom 7. April 2010
  7. Serey Die für acht Spiele gesperrt in der Neue Zürcher Zeitung vom 15. Mai 2012
  8. Michael Schifferle: Saisonrückblick: Schweiz. Eufa. 2013. Abgerufen am 10. Juni 2013.
  9. SFV: Telegramm Schweizer Cup Final. Schweizerischer Fussballverband. 2013. Abgerufen am 20. Mai 2013.
  10. Michael Schifferle: Das Wunder für Basel bleibt aus. Eufa. 2013. Abgerufen am 3. Mai 2013. (Für alle Resultate siehe hier)
  11. Rudi Wanner: Saisonrückblick: Schweiz. Eufa. 2014. Abgerufen am 9. Juni 2014.
  12. Josef Zindel: Rotblau: Jahrbuch Saison 2014/2015. FC Basel Marketing AG, 2014, ISBN 978-3-7245-2027-6. (Für alle Resultate siehe hier)
  13. VfB verpflichtet Geoffroy Serey Die VfB Stuttgart vom 2. Februar 2015
  14. Caspar Marti: 2:1-Sieg in Luzern – der FCB ist Schweizer Meister!. FC Basel 1893. 2017. Abgerufen am 28. April 2017.
  15. Caspar Marti: Der FCB besiegt Sion im Cupfinal!. FC Basel 1893. 2017. Abgerufen am 25. Mai 2017.
  16. MATCHCENTER Total Africa Cup of Nations, GABON 2017. CAF. 2017. Abgerufen am 20. Januar 2017.