Gambische Fußballnationalmannschaft

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Gambia
Football Gambie federation.svg
Spitzname(n) The Scorpions
Verband Gambia Football Association
Konföderation CAF
Trainer SchweizSchweiz Raoul Savoy
Kapitän Abdou Jammeh
Heimstadion Independence Stadium
FIFA-Code GAM
FIFA-Rang 142. (191 Punkte)
(Stand: 6. August 2015)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Gm colonia.png Gambia 3:2 Senegal SenegalSenegal
(Banjul, Gambia; 1962)
Höchster Sieg
GambiaGambia Gambia 6:0 Lesotho Lesotho 1987Lesotho
(Banjul, Gambia; 12. Oktober 2002)
Höchste Niederlage
GuineaGuinea Guinea 8:0 Gambia GambiaGambia
(Guinea; 14. Mai, 1972)
(Stand: unbekannt)
Die Nationalmannschaft bei einem Qualifikationsspiel in Burkina Faso

Die gambische Fußballnationalmannschaft ist die Fußball-Landesauswahl Gambias und wird von der Gambia Football Association organisiert. Die Mannschaft, die auch The Scorpions genannt wird, hat bisher noch nie an einer Weltmeisterschaft oder Afrikameisterschaft teilgenommen. Das Team wird von Raoul Savoy trainiert.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unterlag die Mannschaft in der ersten Runde gegen die Mannschaft aus Liberia knapp mit einem Gesamtergebnis von 2:3 und konnte sich damit nicht qualifizieren.

Am 10. Mai 2014 wurden die A-Nationalmannschaft sowie sämtliche Juniorennationalmannschaften vom afrikanischen Verband für zwei Jahre von allen kontinentalen Wettbewerben, inklusive der Qualifikation zum Afrika-Cup 2015, ausgeschlossen, nachdem fünf Spieler mit gefälschten Pässen in der U-20-Nationalmannschaft aufgelaufen waren.[2]

Trainer[Bearbeiten]

Sang Ndong war, über zehn Jahre verteilt, mehrfach Trainer der Nationalmannschaft, bis er 2003 vom Verband final entlassen wurde.[3] Das Amt blieb bis September 2006 vakant, dann übernahm der deutsche Ex-Bundesliga-Profi Antoine „Tony“ Hey die Mannschaft.[4] Er blieb bis April 2007, als man sich wegen Differenzen um die Bezahlung trennte. Im Anschluss daran trainierte der Spanier José Martínez das Team.[5] Ab Mai 2008 war der Belgier Paul Put Trainer der Nationalmannschaft; er sollte vom bisherigen Interimstrainer Peter Bonu Johnson assistiert werden,[6] der jedoch von seiner neuen Aufgabe zurücktrat.[7] Der Vertrag mit Put wurde zum 31. Oktober 2011 aufgelöst, als Grund wurde das Scheitern in der Qualifikation zur Fußball-Afrikameisterschaft 2012 angegeben.[8] Peter Bonu Johnson übernahm nun die Mannschaft als Cheftrainer.[9]

Im Mai 2012 wurde Bonu Johnson durch den bisherigen Assistenztrainer, den Italiener Luciano Mancini, ersetzt. Bonu wurde Assistenztrainer.[10] Mancini sollte Gambia in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 betreuen, wurde aber während dieser im Juni 2013 von seinem Vorgänger Bonu Johnson abgelöst.[11] Im Mai 2015 übernahm der Schweizer Raoul Savoy das Amt.[12]

Liste der Nationaltrainer[13]
1952–1953 R.C. Roscoe
1953–1962 Ousman Saho
1962–1965 Pa Louis Prom
1965–1968 Francis Eku Forbes
1968–1975 Moses Trinn
1975–1978 Cherno Touray
1978–1983 M.I. Jallow, genannt Jallow Kabba
1984–1986 Saihou Sarr
1986–1987 Momodou „Biri“ Njie (Coach Kobna Zone II)
1987–1988 Juan Rotriges Chanse
1988–1991 kein aktiver Fußball in dieser Zeit
1991–1991 Nigerian Laloko (Ebrima Bojang Brikama)
1991–1992 Alhagie Sillah
1992–1993 Sang Ndong
1993–1995 Alhagie Sillah
1995–1996 Sang Ndong
1996–1996 John Hansen
27/06/1997–10/07/1997 Colin Murphy
1998–2000 aufgelöst
16/09/1999 Tori Lennerson (Schweden)
Sponsored by German Tour FTI (2 Monate) Rudy May (Deutschland)
2001–2002 Sang Ndong
2002–2004 Alhagie Sillah
2005–2006 Alhagie Sarr
05/08/2006 (1 Monat) Musa Njie
08/08/2006–22/04/2007 Antoine „Tony“ Hey (Deutschland)
22/04/2007–06/05/2008 Joseph Reveles ???
18/05/2008–31/10/2011 Paul Put (Belgien)
01/01/2012–05/2012 Peter Bonu Johnson
05/2012–06/2013 Luciano Mancini (Italien)
06/2013–05/2015 Peter Bonu Johnson
05/2015– Raoul Savoy (Schweiz)

Kader[Bearbeiten]

Der Kader bei der Qualifikation zur Fußball-Afrikameisterschaft 2012 (Stand: 5. September 2011):[14]

Position Name Geburtsdatum Club
Torhüter Musa Camara 02.11.1992 GambiaGambia Gamtel FC
Torhüter Alagie Nyabally 15.11.1991 GambiaGambia Bakau United
Torhüter Pa Dembo Touray 31.03.1980 SchwedenSchweden Djurgårdens IF
Abwehr Abdou Jammeh 13.02.1986 RusslandRussland Torpedo Moskva
Abwehr Omar Jawo 08.11.1981 SchwedenSchweden Syrianska FC
Abwehr Abdou Njie 26.09.1992 GambiaGambia Gambia Ports Authority FC
Abwehr Lamin Samateh 26.06.1992 KroatienKroatien NK Lokomotiva Zagreb
Abwehr Alagie Sosseh 21.07.1986 SchwedenSchweden IK Sirius Fotboll
Mittelfeld Abdou Rahman Dampha 27.09.1991 SchweizSchweiz Neuchâtel Xamax
Mittelfeld Saihou Gassama 11.12.1993 SpanienSpanien Real Saragossa (B)
Mittelfeld Mustapha Jarju 18.07.1986 BelgienBelgien Lierse SK
Mittelfeld Tijan Jaiteh 31.12.1988 NorwegenNorwegen Brann Bergen
Mittelfeld Ebrima Sohna 14.12.1988 NorwegenNorwegen Sandefjord Fotball
Mittelfeld Seyfo Soley 16.02.1980 Zypern RepublikRepublik Zypern Doxa Katokopia
Mittelfeld Sanna Nyassi 31.01.1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Colorado Rapids
Sturm Momodou Ceesay 24.12.1988 SlowakeiSlowakei MŠK Žilina
Sturm Pa Modou Jagne 26.12.1989 SchweizSchweiz FC St. Gallen
Sturm Abdoulie Mansally 29.01.1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New England Revolution
Sturm Ebrahim Savaneh 07.09.1986 BelgienBelgien KSK Beveren

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Eine Liste aller Nationalspieler findet sich unter Liste der gambischen Fußballnationalspieler.

In der Saison 2007/08 spielten sieben Spieler der gambischen Fußballnationalmannschaft in Deutschland. Dies waren:

Timo Uster ist gebürtiger Berliner und deutscher Staatsbürger. Auch seine Eltern sind Deutsche. Uster hat jedoch gambische Großeltern, was ihm ermöglichte, für Gambia zu spielen.

13 weitere gambische Nationalspieler waren 2007/08 in europäischen Ligen aktiv:

Weitere gambische Spieler mit Europa-Erfahrung sind:

Der ehemalige senegalesische Fußball-Profi Babacar N’Diaye erhielt Anfang Januar 2007 vom gambischen Verband eine Anfrage für ein Länderspiel gegen Saudi-Arabien, lehnte jedoch ab.

Erfolge[Bearbeiten]

Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • 1930 bis 1978nicht teilgenommen
  • 1982nicht qualifiziert
  • 1986nicht qualifiziert
  • 1990nicht teilgenommen
  • 1994Teilnahme zurückgezogen
  • 1998 bis 2014nicht qualifiziert

In der Qualifikation für die WM in Brasilien konnte Gambia sich gegen die Elfenbeinküste, Marokko und Tansania nicht durchsetzen und hatte bereits am 8. Juni 2013 nach einer 0:3-Heimniederlage gegen die Elfenbeinküste keine Chance mehr sich zu qualifizieren.

Afrikameisterschaft[Bearbeiten]

  • 1957 bis 1974nicht teilgenommen
  • 1976nicht qualifiziert
  • 1978nicht teilgenommen
  • 1980 bis 1988nicht qualifiziert
  • 1990Teilnahme zurückgezogen
  • 1992nicht qualifiziert
  • 1994nicht teilgenommen
  • 1996Teilnahme während der Qualifizierungsrunde zurückgezogen
  • 1998ausgeschlossen wegen der zurückgezogenen Teilnahme von 1996
  • 2000Teilnahme zurückgezogen
  • 2002 bis 2013nicht qualifiziert
  • 2015disqualifiziert

Afrikanische Nationenmeisterschaft[Bearbeiten]

  • 2009: nicht qualifiziert
  • 2011: nicht teilgenommen
  • 2014: nicht teilgenommen
  • 2016: nicht qualifiziert

Nachwuchs[Bearbeiten]

U-17-Fußballnationalmannschaft[Bearbeiten]

Im Unterschied zur Herrenmannschaft hat die U-17-Nationalmannschaft, genannt die Baby Scorpions, schon Turnier-Erfolge vorzuweisen. Im Mai 2005 konnte sie das Finale der U-17-Afrikameisterschaft gegen die ghanaische Auswahl mit 1:0 für sich entscheiden und war damit erstmals Afrikameister. Der Erfolg bedeutete außerdem die Qualifikation für die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2005, die in Peru stattfand. Dort besiegte die gambische U-17-Nationalmannschaft in einem grandiosen Auftakt den amtierenden Weltmeister, die brasilianische U-17, und gewann auch die zweite Partie. Im dritten Spiel unterlag sie aber und war damit unglücklich ausgeschieden.

Gambias Regierung und auch die Bevölkerung waren von dem Erfolg begeistert und feierten den Nachwuchs, der derart auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Im Jahr 2009 wurde die gambische U-17 ein zweites Mal Afrikameister.

U-20-Fußballnationalmannschaft[Bearbeiten]

Die U-20 konnte sich für die U-20-Fußball-Weltmeisterschaft 2007 in Kanada qualifizieren, wo man durch einen Sieg gegen Portugal das Achtelfinale erreichte, dort aber an Österreich scheiterte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, August 2015. Abgerufen am 7. August 2015
  2. Gambia suspended from all competitions for two years. cafonline.com, 3. Mai 2014, abgerufen am 16. August 2015.
  3. Gambia sack coach BBC vom 28. Dezember 2003.
  4. Gambia appoint German coach. BBC, 26. September 2006, abgerufen am 18. August 2015.
  5. Gambia appoint new coach. BBC, 25. April 2007, abgerufen am 18. August 2015.
  6. GFA Finally Sign Coach Paul Put vom 21. Mai 2008.
  7. Bonu Johnson resigns. The Daily Observer, 22. Mai 2008, abgerufen am 18. August 2015.
  8. COACH PUT’S CONTRACT TERMINATED The Daily Observer vom 1. November 2011.
  9. Bonu Johnson’s appointment elicits mixed reactions The Daily Observer vom 3. Januar 2012.
  10. Italian APPOINTED Scorpions coach: Bonu relegated The Daily Observer vom 29. Mai 2012.
  11. Bonu Johnson takes over Scorpions top job, Mancini relegated. gambiasports.gm, 4. Juni 2013, abgerufen am 16. August 2015.
  12. Raoul Savoy unveiled to local media as coach of the Gambia. bbc.com, 14. Mai 2015, abgerufen am 16. August 2015.
  13. Website der GFA, Zugriff Mai 2012, archiviert im Internet Archive.
  14. Namibia v Gambia: Put hopeful vom 2. September 2011. (offline)