Martin Harnik

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Martin Harnik

Martin Harnik (2015)

Spielerinformationen
Geburtstag 10. Juni 1987
Geburtsort HamburgDeutschland
Größe 185 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1992–2005 SC Vier- und Marschlande
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005 SC Vier- und Marschlande 10 (14)
2006–2009 Werder Bremen II 48 (13)
2007–2009 Werder Bremen 17 0(1)
2009–2010 Fortuna Düsseldorf (Leihe) 30 (13)
2010–2016 VfB Stuttgart 173 (53)
2016– Hannover 96 0 0(0)
Nationalmannschaft2
2006–2007 Österreich U-19 11 0(2)
2006–2007 Österreich U-20 7 0(0)
2006–2009 Österreich U-21 3 0(1)
2007– Österreich 60 (14)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 18. Juli 2016

2 Stand: 22. Juni 2016

Martin Harnik (* 10. Juni 1987 in Hamburg) ist ein Fußballspieler mit deutscher und österreichischer Staatsangehörigkeit. Er steht seit der Saison 2016/17 bei Hannover 96 unter Vertrag.

Familie und Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Harnik wuchs als Sohn einer Hamburgerin und eines Steirers mit seinen zwei älteren Brüdern im Stadtteil Kirchwerder auf. Der gelernte Versicherungskaufmann ist verheiratet.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harnik begann 1992 in Hamburg beim TSV Kirchwerder mit dem Fußballspielen. Der Verein schloss sich 1999 mit dem SV Ochsenwerder-Moorfleet zum SC Vier- und Marschlande zusammen.

Werder Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Winterpause der Saison 2005/06 schloss sich Harnik Werder Bremen an, wo er zunächst in der Regionalligamannschaft eingesetzt wurde und 13 Spiele absolvierte. Der gelernte Stürmer trainierte bereits in der Winterpause der Saison 2006/07 bei den Profis, ehe er sich einen Mittelfußbruch zuzog, der ihn außer Gefecht setzte und ihn fast die komplette Rückrunde kostete. Zur Saison 2007/08 unterschrieb er bei Werder Bremen einen Profivertrag bis 2010.

Sein Pflichtspieldebüt gab Harnik am 15. August 2007, als er in der Qualifikation zur Champions League gegen Dinamo Zagreb eingewechselt wurde. In der Bundesliga spielte er erstmals am 25. August 2007. Er wurde gegen den 1. FC Nürnberg in der 61. Minute eingewechselt und erzielte sein erstes Bundesligator in der 69. Minute. Der Nachwuchs-Stürmer kam in Bremen auch als Außenverteidiger immer wieder zu Kurzeinsätzen und wurde im Vorfeld der Saison 2009/10 gezielt zum rechten Außenverteidiger umgeschult.

Fortuna Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. August 2009 wurde der Österreicher von Fortuna Düsseldorf, die damals kurz zuvor in die zweite Liga aufgestiegen waren, ausgeliehen.[2] Bei der Fortuna spielte er wieder im Sturm und erhöhte seine Torquote; am Ende der Saison hatte Harnik 13 Treffer auf dem Konto.

VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Harnik im Trikot des VfB Stuttgart (2010)

Zur Saison 2010/11 wechselte Harnik zum VfB Stuttgart.[3] Am 29. Juli 2010 erzielte er bei seinem Pflichtspieldebüt für den VfB Stuttgart im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Europa League gegen Molde FK den Siegtreffer zum 3:2-Auswärtssieg.

Beim VfB spielte er in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2010/11 (inklusive der Pokalwettbewerbe) nur fünfmal in der Anfangsformation, wobei er zwei Tore erzielte. Als Einwechselspieler hingegen kam er insgesamt zu 14 Einsätzen und erzielte dabei fünf Tore, drei Tore (Hattrick) allein beim 3:1 n. V. in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC. In der Rückrunde stieg Harnik zum Stammspieler bei den Schwaben auf. Insgesamt beendete er die Saison mit 15 Pflichtspieltreffern und elf Torvorlagen, davon allein sechs in den letzten vier Bundesligaspielen. Beim Wintertrainingslager im türkischen Belek wurde er im Januar 2012 in den Mannschaftsrat des VfB Stuttgart gewählt. Am 11. Februar 2012 erzielte er beim 5:0-Heimsieg des VfB Stuttgart gegen Hertha BSC erstmals drei Tore in einem Liga-Spiel. Mit dem VfB stieg er am Ende der Saison 2015/16 in die zweite Liga ab.

Sein Vertrag beim VfB lief bis Juni 2016.[4]

Hannover 96[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sein Vertrag beim VfB Stuttgart ausgelaufen war, scheiterte zunächst ein Engagement Harniks beim von Felix Magath trainierten chinesischen Erstligisten Shandong Luneng.[5] Zur Saison 2016/17 schloss er sich schließlich dem ebenfalls in die 2. Bundesliga abgestiegenen Klub Hannover 96 an.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harnik beim Länderspiel Österreich gegen Griechenland 2013

Weil Martin Harniks Mutter Deutsche und sein Vater Österreicher ist, konnte Martin Harnik sich aussuchen, ob er für die deutschen oder für die österreichischen Auswahlmannschaften spielen wollte. Auf eine Empfehlung von Austria Wien wurde er zur österreichischen Juniorennationalmannschaft eingeladen und landete damit auch auf dem Notizzettel von größeren Clubs sowie der deutschen Juniorennationalmannschaft.

Bei seinem ersten Einsatz für die österreichische Nationalmannschaft im Spiel gegen Tschechien am 22. August 2007 wurde er in der 72. Spielminute eingewechselt und erzielte in der 78. Spielminute den Ausgleichstreffer zum 1:1 mit seinem zweiten Ballkontakt. Josef Hickersberger nominierte Harnik in das österreichische Aufgebot für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. In den Vorrundenspielen traf er auf seine zweite Heimat Deutschland sowie auf Polen und Kroatien. In allen drei Spielen wurde Harnik eingesetzt. Im WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer verletzte sich Harnik am Knöchel, wonach er bis zum Ende des Jahres 2008 wegen eines darauffolgenden Knochenödems nicht mehr für Österreich und seinen Verein spielen konnte.

Am 3. Juni 2011 verlor er mit der Nationalmannschaft Österreichs im Heimspiel in der Qualifikation zur EM 2012 gegen Deutschland knapp mit 1:2. Vier Tage später, am 7. Juni, traf er beim 3:1-Sieg über Lettland zweimal.

Am 12. Mai 2016 berief Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller Martin Harnik in den Kader für die Europameisterschaft 2016.[7] In den ersten beiden Spielen gegen Ungarn und Portugal stand er jeweils in der Startelf, im entscheidenden Spiel gegen Island saß er aber nur auf der Bank. Bei der Euro 2016 schied Österreich in der Gruppenphase aus.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Harnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Schulz: Mit der Heimat im Herzen. Bergedorfer Zeitung, 5. Juli 2012, abgerufen am 12. Oktober 2013.
  2. fortuna-duesseldorf.de: Martin Harnik kommt zu Fortuna Düsseldorf
  3. Verstärkungen für den VfB (Memento vom 2. März 2014 im Internet Archive)
  4. Kleine Zeitung GmbH & Co KG: Verein verlängert Vertrag nicht - Stuttgart wirft Harnik hinaus. In: Kleine Zeitung. Abgerufen am 21. Juni 2016 (de-de).
  5. Kicker online: [http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/655395/artikel_harnik-doch-nicht-zu-magath.html Harnik doch nicht zu Magath
  6. Hannover 96: 96 lotst Harnik an die Leine, 18. Juli 2016, abgerufen am 18. Juli 2016.
  7. Trainer Marcel Koller setzt auf "Altbewährtes" – Österreich mit der vollen Ladung Bundesliga (abgerufen am 14. Mai 2016)