Silberner Bär/Preis der Jury

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Norman McLaren, Preisträger des Jahres 1956

Der mit dem Silbernen Bären prämierte Preis der Jury zeichnet bei den jährlich veranstalteten Filmfestspielen von Berlin nach dem Goldenen Bären den zweitbesten Kurzfilm des Wettbewerbs aus. Der Preis wurde erstmals bei der fünften Auflage des Filmfestivals im Jahr 1955 als „Kleine Silberne Plakette“ verliehen. Von 1956 bis 1957 wurden unbetitelte Silberne Bären vergeben. Von 1958 bis 1964 firmierte die Auszeichnung unter dem Namen „Sonderpreis für einen besonders wertvollen Kurzfilm“. Seit 1965 lautet die offizielle Bezeichnung „Preis der Jury“, während von 1980 bis 1981 zwischenzeitlich der „Spezialpreis der Jury“ eingeführt worden war. Über die Vergabe stimmt die internationale Kurzfilmjury ab, die sich meist aus internationalen Filmschaffenden zusammensetzt.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Originaltitel Deutscher Titel Regie Länge (in min.)
1955[Anm 1] Siam Siam – Land und Leute Ralph Wright
32'
1956[Anm 2] Rhythmetic Lustiges Zahlenspiel Norman McLaren
9'
1957 1000 Kleine Zeichen 1000 Kleine Zeichen Herbert Seggelke
nicht bekannt
Big Bill Blues Big Bill Blues Jean Delire
18'
Plitvicka jezera Die Seen von Plitvice Dragoslav Holub
nicht bekannt
1958 Glas Glas Bert Haanstra
11'
Königin im Frauenreich Königin im Frauenreich Hans Zickendraht
nicht bekannt
1959 Hest på ferie Sommerferien eines Pferdes Astrid Henning-Jensen
38'
1960 Diario Zeitung Juan Berend
nicht bekannt
Der Spielverderber Der Spielverderber Boris von Borresholm
16'
I vecchi Die Alten Raffaele Andreassi
nicht bekannt
1961 De lage landen Land aus Menschenhand George Sluizer
29'
Lo specchio, la tigre et la pianura Der Spiegel, der Tiger und die Ebene Raffaele Andreassi
nicht bekannt
Sirènes Sirenen Emile Degelin
nicht bekannt
Morning On The Lièvre Morgen am Lièvre David Bairstow
nicht bekannt
1962 The Ancestors Die Ahnen André Libik
20'
Nahanni Der Goldsucher von Nahanni Nicholas Balla
nicht bekannt
Test for the West: Berlin Test for the West: Berlin Franz Baake
26'
Venedig Venedig Kurt Steinwendner
11'
1963 Flaming Poppies Leuchtende Mohnblumen Houshang Shafti
23'
The Home-Made Car Das selbstgebastelte Auto James Hill
27'
Tovi Der Marktplatz Errko Kivikoski
nicht bekannt
1964 Aanmelding Die Anmeldung Bob Houwer
10'
Kontraste Kontraste Wolfgang Urchs
nicht bekannt
Signale Signale Raimond Rühl
nicht bekannt
Sunday Lark Sonntagsvergnügen Sanford Semel
11'
1965 Een zondag op het eiland van de Grande Jatte Ein Sonntag auf der Insel der Grande Jatte Frans Weisz
20'
1966 Rosalie Rosalie Walerian Borowczyk
15'
1967 Flea Ceoil Volksmusik-Festival Louis Marcus
nicht bekannt
1968[Anm 3] Krek Krek Borivoj Dovnikovic-Bordo
10'
1969 Presadjivanje Osecanja Transplantation des Gefühls Dejan Djurkovic
11'
1970
Preis nicht vergeben
1971 In continuo nicht bekannt Vlatko Gilic
12'
1972 The Selfish Giant Der selbstsüchtige Riese Peter Sander
26'
Tri etide za Milosa i Cathy Drei Etüden für Cathy und Milos Joze Pogacnik
11'
1973 Jozef Sulc Joseph Schulz Pedrag Golubovic
11'
Sova Die Eule Aleksandar Ilic
11'
1974 Sea Creatures Seetiere Robin Lehman
11'
Straf Die Strafe Olga Madsen
12'
1975 SSS Schschschsch Václav Bedrich
3'
Strast Leidenschaft Aleksandr Illic
12'
1976 Ominide nicht bekannt nicht bekannt
35'
Trains Züge Caleb Deschanel
15'
1977 Etuda o zkousce Etüde über eine Probe Evald Schorm
18'
Feniks Phoenix Petar Gligorovski
18'
1978 The Contraption Das Dingsbums James Dearden
8'
Une vielle soupière Am Bindfaden Michel Longuet
7'
1979 Phantom Phantom René Perraudin
Uwe Schrader
nicht bekannt
1980 Rod Gröth
(„für die beste Regie“)
Rod Gröth Jörg Moser-Metius
10'
1981 Ter land, ter zee en in de lucht
(„für die beste Regie“)
nicht bekannt Paul Driessen
10'
1982 San ge Heshang
(„für das beste Kurzfilmdrehbuch“)
Die drei Mönche A Da
19'
1983 Was das Leben so verspricht
(„für die beste Kurzfilmregie“)
Was das Leben so verspricht Egon Haase
12'
1984 Yu bang xiang zheng Der Kampf zwischen Schnepfe und Muschel Hu Jinqing
10'
1985 Paradise
(Regie)
Paradies Ishu Patel
16'
1986 Auguszta etet Augusta füttert Csaba Varga
4'
1987 Luxo Jr.
(„für die beste Regie“)
Die kleine Lampe John Lasseter
Bill Reeves
2'
1988 Laska na prvni pohled Liebe auf den ersten Blick Pavel Koutsky
5'
1989 Udel Das Los Jaroslava Havettová
12'
1990 Ilha das flores Insel der Blumen Jorge Furtado
13'
1991 Posledních 100 let marx-leninismu v cechách Die letzten 100 Jahre des Marxismus-Leninismus in Böhmen Pavel Koutsky
4'
1992
Preis nicht vergeben
1993 At zije mys! Es lebe die Maus! Pavel Koutsky
6'
1994 Balthazar nicht bekannt Christophe Fraipont
15'
1995 My Baby Left Me nicht bekannt Milorad Krstić
8'
1996 Maalaislääkäri Ein Landarzt Katariina Lillqvist
15'
1997 Late at Night nicht bekannt Stefanie Jordan
Stefanie Saghri
Claudia Zoller
5'
1998 Cinema Alcazar nicht bekannt Florence Jaugey
10'
1999 Desserts nicht bekannt Jeff Stark
3'
2000 Media nicht bekannt Pavel Koutsky
5'
2001 Jungle Jazz: Public Enemy #1 nicht bekannt Frank Fitzpatrick
6'
2002 Bror min Mein Bruder Jens Jønsson
10'
2003 En ausencia In Abwesenheit Lucía Cedrón
15'
Ischov tramwai N°9 Straßenbahn N°9 fährt Stepan Koval
10'
2004 Vet! Klasse! Karin Junger
Brigit Hillenius
11'
2005 The Intervention Die Einmischung Jay Duplass
15'
Jam Session Jam Session Izabela Plucinska
10'
2006 Gratte-Papier Schreiberling Guillaume Martinez
8'
Our Man In Nirvana Our Man In Nirvana Jan Koester
11'
2007 Decroche Heb’ ab Manuel Schapira
16'
Mei Mei Arvin Chen
11'
2008 Udedh bun nicht bekannt Siddharth Sinha
21'
2009 Jade Jade Daniel Elliott
16'
2010 Hayerida Der Abstieg Shai Miedzinski
20'
2011 Pu-Seo-Jin Bam Gebrochene Nacht Yang Hyo-joo
23'
2012 Gurehto Rabitto nicht bekannt Atsushi Wada
7'
2013
2014 LABORAT nicht bekannt Guillaume Cailleau
22'
2017 Ensueño en la Pradera Träumerei in der Prärie Esteban Arrangoiz Julien
17'
Anm:
  1. 1955 wurde als Auszeichnung eine „Kleine Silberne Plakette“ vergeben.
  2. 1956 wurden zwei weitere Silberne Bären als Ehrenpreise an den türkischen Beitrag Die Sonne der Hethiter (Hitit Günesi) und den indischen Beitrag Frühling in Kaschmir (Spring Comes to Kashmir) vergeben.
  3. 1968 gewann der niederländische Beitrag Toets von Tom Tholen einen Silbernen Bären als „Sonderpreis der Jury“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]