Smite

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Smite
OriginaltitelSMITE
StudioVereinigte StaatenVereinigte Staaten Hi-Rez Studios
PublisherVereinigte StaatenVereinigte Staaten Hi-Rez Studios
Erstveröffent-
lichung
Windows:
25. März 2014
Xbox One:
19. August 2015
PlayStation 4:
31. Mai 2016
Nintendo Switch:
24. Januar 2019
PlattformMicrosoft Windows, OS X, Xbox One, PlayStation 4, Nintendo Switch
Spiel-EngineUnreal Engine 3
GenreMultiplayer Online Battle Arena
ThematikFantasy
SpielmodusMehrspieler, MOBA
SteuerungMaus und Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
  • Intel Core 2 Duo E6600 2,40 GHz oder AMD Phenom X3 8750 Quad Core 2,40 GHz
  • 2 GB RAM (XP), 3 GB RAM (Vista)
  • 1 GB Grafikkarte (NVIDIA 8800 GT oder AMD/ATI Radeon HD 4850)
  • ab Windows XP
  • 35 GB Speicherplatz
  • Internetverbindung
MediumDownload
SpracheAudio: Englisch
Text: u. a. Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben
PEGI ab 12+ Jahren empfohlen

Smite ist ein von Hi-Rez Studios entwickeltes Free-to-play-Computerspiel des Genres MOBA (multiplayer online battle arena) für Microsoft Windows, Mac OS X, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch. Anders als in den meisten MOBAs (etwa League of Legends) wird das Spielgeschehen nicht in der isometrischen Perspektive, sondern in Third-Person-Ansicht dargestellt. Der Spieler übernimmt die Rolle einer mythologischen Figur, oftmals einer Gottheit, verschiedener polytheistischer Religionen, um mit deren Fähigkeiten sowie taktischen Manövern gegen andere Spieler und computergesteuerte Gegner zu kämpfen.[1]

Gameplay[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Smite gibt es verschiedene Spielmodi, von denen der beliebteste und anspruchsvollste „Eroberung“ (eng. „Conquest“) heißt. Dabei werden die Spieler in zwei Teams mit jeweils fünf Spielern aufgeteilt. Nach der Auswahl seines Gottes betritt der Spieler eine nahezu achsensymmetrische Karte. In der Basis des eigenen Teams befindet sich der Titan, den es zu verteidigen gilt. Dieser wird von drei Phönixen geschützt, hinter denen sich die Basis in drei Wege (sog. Lanes) verliert. Zwischen diesen befinden sich kleinere Wege, der sogenannte Jungle. Auf jeder Lane befinden sich vier Türme – zwei eigene und zwei gegnerische. Neben den zehn Spielern befinden sich zudem computergesteuerte Minions auf den Lanes, die ebenfalls den Teams angehören. Indem der Spieler gegnerische Götter und Minions tötet, gewinnt er an Erfahrung und Gold, welches dazu benutzt wird, Gegenstände zu kaufen, um die Werte seines Gottes zu verbessern. Das Ziel des Spiels liegt darin, den Titan des gegnerischen Teams zu zerstören. Eine durchschnittliche Partie „Eroberung“ dauert zwischen einer halben und einer Stunde. In besonders ausgewogenen Spielen kann dies jedoch auch länger dauern.

Die Götter werden in fünf verschiedene Klassen unterteilt. So gibt es Beschützer, die vorrangig viel Schaden ertragen können und die Gegner mittels Hindernissen (sog. crowd control oder cc) bei deren Angriffen stören können, Krieger, die offensivere Züge aufweisen als Beschützer und trotzdem noch verhältnismäßig hohe Verteidigungswerte haben, Assassinen, welche besonders durch Beweglichkeit und viel Schadenspotenzial auffallen, Jäger, deren Angriffswerte besonders im späteren Verlauf des Spiels die Oberhand gewinnen, und Magier, deren geringe Verteidigungswerte durch große Schadens- und cc-Fertigkeiten kompensiert werden.[2]

Spielmodi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arena (Arena)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Teams mit jeweils fünf Spielern kämpfen in einer großen Arena darum, die gegnerischen Tickets auf null zu reduzieren.

Scharmützel (Joust)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Teams mit jeweils drei Spielern kämpfen auf einer Karte mit nur einer Lane und seitlichem Jungle darum, den gegnerischen Titan zu besiegen.

Eroberung (Conquest)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Teams mit jeweils fünf Spielern kämpfen auf drei Lanes und großem Jungle darum, den gegnerischen Titan zu besiegen.

Konflikt (Clash)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Teams mit jeweils fünf Spielern kämpfen auf zwei Lanes darum, den gegnerischen Titan zu besiegen.

Angriffsmodus (Assault)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Teams mit jeweils fünf Spielern kämpfen auf einer Lane ohne Jungle darum, den gegnerischen Titan zu besiegen. Besonders hierbei ist, dass die Spieler nicht in ihren Brunnen zurückkehren können um Gesundheit und Mana zu regenerieren oder um neue Gegenstände zu kaufen. Einzige Ausnahme ist der Tod eines Spielers. Außerdem wird jedem Spieler am Anfang der Runde ein zufälliger Charakter zugewiesen.

Match des Tages (MOTD)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Modus verändert sich täglich. Besonderheiten ergeben sich unter anderem aus Wünschen der Spieler, die bestimmte Spielmodi vorschlagen. Dazu gehören Abwandlungen bekannter Modi, die mit zusätzlichen Einstellungen reizen, wie zum Beispiel sehr viel Startgold, maximaler Level zum Beginn des Spieles, oder schneller wieder verfügbaren Fähigkeiten.

Belagerung (Siege)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Teams mit jeweils vier Spielern kämpfen auf zwei Lanes mit Jungle darum, den gegnerischen Titan zu besiegen.

Gottheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jedem Spiel wählen sich die Spieler eine Figur aus. Sämtliche spielbaren Figuren in Smite entstammen einer Mythologie, einer Sage oder polytheistischen Religion. Derzeit (Stand: Juli 2019) gibt es 104 spielbare Gottheiten aus vierzehn verschiedenen Pantheons: der ägyptischen, chinesischen, griechischen, japanischen, keltischen, mayanischen, nordischen, polynesischen, römischen, slawischen, yorubanischen Mythologie, dem Voodoo-Kult, der Artussage sowie dem Hinduismus. Die verschiedenen spielbaren Gottheiten sind:

Die Farben der Tabelle geben über die Klassifizierung des jeweiligen Gottes Auskunft:.[3]

Jäger (Hunter) Magier (Mage) Assassine (Assassin) Wächter (Guardian) Krieger (Warrior)
Ägyptische

Mythologie

Artussage Chinesische

Mythologie

Griechische Mythologie Hinduismus Japanische Mythologie Keltische Mythologie Mayanische

Mythologie

Nordische Mythologie Polynesische Mythologie Römische Mythologie Slawische Mythologie Voodoo-Kult Yoruba Mythologie
Anhor »Gegnerschlächter« Artus »Träger Excaliburs« Ao Kuang »Drachenkönig der östlichen Meere« Achilles »Held des Trojanischen Krieges« Agni »Feuergott« Amaterasu »Das strahlende Licht« Artio »Die Bärengöttin« Ah Muzen Cab »Gott der Bienen« Fafnir »Der Fürst des glitzernden Goldes« Pele »Göttin der Vulkane« Amor »Gott der Liebe« Tschernebog »Herr der Finsternis« Baron Samedi »Gott über Leben und Tod« Olorun »Herrscher der Himmel«
Anubis »Gott der Toten« Merlin »Der Meisterzauberer« Chang’e »Fee des Mondes« Aphrodite »Schönheitsgöttin« Bakasura »Allesverschlinger« Hachiman »Herr der acht Banner« Cernunnos »Der gehörnte Gott« Ah Puch »Schrecklicher Gott des Verfalls« Fenrir »Der Entfesselte« Bacchus »Gott des Weines«
Bastet »Katzengöttin« Da Ji »Die neunschwänzige Füchsin« Apollo »Gott der Musik« Ganesha »Gott des Erfolgs« Izanami »Matrone der Toten« Cú Chulainn »Hund von Ulster« Awilix »Mondgöttin« Freya »Königin der Walküren« Bellona »Kriegsgöttin«
Geb »Gott der Erde« Erlang Shen »Der erhabene Weise« Arachne »Die Weberin« Kali »Göttin der Zerstörung« Kuzenbo »König der Kappa« Morrigan »Phantomkönigin« Cabracán »Zerstörer von Bergen« Hel »Göttin der Unterwelt« Discordia »Göttin der Zwietracht«
Horus »Der rechtmäßige Erbe« Guan Yu »Kriegsheiliger« Ares »Kriegsgott« Kumbhakarna »Schlafender Riese« Raijin »Herr des Donners« Camazotz »Tödlicher Fledermausgott« Jörmungandr »Die Weltenschlange« Herkules »Champion von Rom«
Isis »Göttin der Magie« He Bo »Gott des gelben Flusses« Artemis »Göttin der Jagd« Rama »Siebter Avatar von Vishnu« Susano »Gott des Sommersturms« Chaac »Gott des Regens« Loki »Der durchtriebene Gott« Janus »Gott der Portale und Übergänge«
Khepri »Der Dämmerungsbringer« Hou Yi »Verteidiger der Erde« Athena »Göttin der Weisheit« Ravana »Dämonenkönig von Lanka« Hun Batz »Der Brüllaffengott« Odin »Der Allvater« Merkur »Götterbote«
Neith »Schicksalsweberin« Jing Wei »Die Wahrerin des Schwurs« Chiron »Der große Lehrer« Vamana »Fünfter Avatar von Vishnu« Kukulkan »Schlange der neun Winde« Ratatoskr »Der listige Kurier« Nox »Göttin der Nacht«
Osiris »Gebrochener Gott des Jenseits« Ne Zha »Dritter Lotus-Prinz« Chronos »Hüter der Zeit« Xbalanque »Versteckte Jaguarsonne« Skadi »Göttin des Winters« Sylvanus »Bewahrer der Wildnis«
Ra »Sonnengott« Nu Wa »Wächterin des Himmels« Hades »König der Unterwelt« Sol »Göttin der Sonne« Terra »Mutter der Erde«
Serqet »Göttin des Gifts« Sun Wukong »Der Affenkönig« Hera »Königin der Götter« Thor »Gott des Donners« Vulcanus »Schmied der Götter«
Seth »Der Tronräuber« Xing Tian »Der Unbarmherzige« Medusa »Gorgone« Tyr »Der Gesetzgeber«
Sobek »Gott des Nils« Zhong Kui »Der Dämonenbezwinger« Nemesis »Göttin der Rache« Ullr »Der Glorreiche«
Thoth »Schlichter der Verdammten« Nike »Siegesgöttin« Ymir »Vater der Frostriesen«
Poseidon »Gott der Ozeane«
Skylla »Schrecken der See«
Thanatos »Hand des Todes«
Zerberus »Aufseher der Unterwelt«
Zeus »Gott des Himmels«

Umsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder spielbare Gott in Smite verfügt über vier individuelle Fertigkeiten, die der Spieler aktiv nutzen kann, sowie eine passive Fähigkeit, welche einen permanenten Effekt bietet. Dabei sind die Fähigkeiten so gewählt, dass sie Bezüge zur Überlieferung der Protagonisten aufweisen. Ein Beispiel ist Poseidons charakteristischer Dreizack, der als Fähigkeit aktiviert werden kann, um dessen Standardangriffe zu verdreifachen. Eine weitere Besonderheit für ein MOBA ist die Tatsache, dass Fernkampfangriffe als fliegende Projektile gelten, die von Einheiten des gegnerischen Teams "abgefangen" werden können. Dadurch ergibt sich hinsichtlich der Spieltiefe von Beschützern eine weitere interessante Dimension. Da für jeden Gott mittels Synchronsprechern spezielle Textzeilen implementiert wurden, wird auch auf diese Weise versucht, die Götter authentischer zu machen. Dabei werden sowohl grundlegende Aspekte, etwa Akzente, als auch Verweise auf die einzelnen Mythen genutzt. Gelingt es dem Spielenden beispielsweise, mit Medusa Athena zu töten, verkündet die Gorgone triumphierend "Sweet, sweet revenge!" (eng. "Süße, süße Rache"), eine Anspielung auf die Medusa-Geschichte der griechischen Mythologie, in der Athena Medusas abgetrennten Kopf an ihren Schild heftet.[4]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewertungen
PublikationWertung
PS4WindowsXbox One
IGN8,5[11]8,5[11]8,5[11]
PC Gamer UK86[12]86[12]86[12]
Metawertungen
GameRankings80,00[9]87,62[8]78,00[10]
Metacritic79[6]83[5]80[7]

Smite erhält überwiegend positive Bewertungen der Kritiker. Besonders die Third-Person-Perspektive wird hervorgehoben.[11][12][13]

Der Aggregator GameRankings, der Testberichte sammelt und aus den Wertungen einen Durchschnittswert ermittelt, errechnete einen Schnitt von 87,62 % für die Windows-, 80,00 % für die PlayStation 4- und 78 % für die Xbox-Version.[8][9][10] Die Website Metacritic ermittelt ähnliche Werte.[5][6][7]

Leah B. Jackson von IGN schreibt, sie sei erfreut über die große Vielfalt der verschiedenen Götter und der detaillierten Modelle.[11] Keith Milburn von NZGamer berichtet von einigen UI Problemen auf der PlayStation 4 Version, die das Spiel weniger flüssig erscheinen ließen. Weiterhin lobt er die Mischung der Elemente in Smite mit PvE, um ein angenehmes Chaos zu erzeugen, welches mit MMO-ähnlichen Elementen punktet.[13] Wes Fenlon von PCGamer kritisiert die niedrigen Einsteigsbarrieren für Ranglistenspiele und hebt die moderate Bereitschaft von Smite hervor, neuen Spielern einen leichten Einstieg in das MOBA Genre zu gewährleisten.[12] Paulmichael Contreras von PlayStation Life Style bezeichnet das Free-to-Play Model von Smite als faires System, ohne in den Bereich "Pay-to-win" zu geraten. Champions, die extra gekauft werden können, fügen sich gut in die Spielbalance ein, ohne eindeutig besser als andere zu sein, vor allem da es nur eine zusätzliche Option darstellt, für Spielinhalte zu bezahlen. Auch die Umsetzung auf die verschiedenen Plattformen wird hervorgehoben.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SMITEgame.com. In: www.smitegame.com. Abgerufen am 18. Juni 2016.
  2. Game Modes | SMITEgame.com. In: www.smitegame.com. Abgerufen am 18. Juni 2016.
  3. Gods | SMITEgame.com. In: www.smitegame.com. Abgerufen am 18. Juni 2016.
  4. Medusa voicelines - Smite Wiki. In: smite.gamepedia.com. Abgerufen am 19. Juni 2016.
  5. a b Smite for PC Review. In: Metacritic. 24. März 2016, abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  6. a b Smite for PlayStation 4 Review. In: Metacritic. 24. März 2016, abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  7. a b Smite for Xbox One Review. In: Metacritic. 24. März 2016, abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  8. a b Smite for PC. In: GameRankings. Abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  9. a b Smite for PlayStation 4. In: GameRankings. Abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  10. a b Smite for Xbox One. In: Metacritic. Abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  11. a b c d e Leah B. Jackson: Smite Review. In: IGN. 1. April 2014, abgerufen am 22. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  12. a b c d e Wes Fenlon: Smite Review. In: PCGamer. 10. April 2014, abgerufen am 22. August 2016 (englisch).
  13. a b Smite Review. (Nicht mehr online verfügbar.) In: nzgamer.com. Archiviert vom Original am 23. August 2016; abgerufen am 22. August 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/nzgamer.com
  14. SMITE PS4 Review - Legends Battle (PS4). In: PlayStation LifeStyle. 31. Mai 2016, abgerufen am 22. August 2016.