Aphrodite

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Dieser Artikel erläutert die Göttin Aphrodite. Weitere Bedeutungen von Aphrodite finden sich unter Aphrodite (Begriffsklärung).
Die Aphrodite von Melos, um 100 v. Chr. (heute im Louvre, Paris)

Aphrodite (griechisch Ἀφροδίτη; klassische Aussprache: /apʰrodíːtɛː/; Koine: /aɸroðíti/; modern-philologische Aussprache: /afrodíːtɛː/) ist gemäß der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde und eine der kanonischen zwölf olympischen Gottheiten. Sie wurde insbesondere als Schutzherrin der Sexualität und Fortpflanzung verehrt, die sowohl den Fortbestand der Natur als auch die Kontinuität der menschlichen Gemeinschaften gewährleistete.[1] Ihr Pendant in der römischen Mythologie ist Venus.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Etymologie des Namens der Göttin wird ebenso wie die Herkunft ihres Kults bis heute kontrovers diskutiert. Seit der Antike wurde der erste Wortteil mit griechisch aphrós (ὁ ἀφρός „Schaum (des Meeres)“) zusammengebracht und durch das Attribut aphrogenḗs, aphrogéneia (ἀφρογενής, ἀφρογένεια „die Schaumgeborene“) kommentiert[2], wobei allerdings die Etymologie des zweiten Wortteils weitgehend dunkel blieb. Seit dem späten 19. Jahrhundert haben daher Indogermanisten[3][4] und Gräzisten[5][6] eine griechische Herleitungsmöglichkeit für den Götternamen bezweifelt und stattdessen eine orientalische Herkunft vermutet. Allerdings lehnte Martin Litchfield West die von Fritz Hommel vorgeschlagene direkte Ableitung aus dem semitischen Theonym ʿAštart[7] (von dem griechisch Ἀστάρτα, Ἀστάρτη herrühren) ab und setzte an deren Stelle eine – nach eigenem Bekenntnis rein spekulative – Ableitung von einem unbelegten ʿAštart-Epitheton *prāzît „die von den Dörfern“, das in zyprisch-kanaanitischem Dialekt *[ʿaproðiːt] ausgesprochen worden wäre.

Fresko der Aphrodite als Anadyomene, vielleicht nach einem Bildnis des Apelles, Pompeji

Im Jahr 1911 hat Ernst Maaß eine Etymologie vorgelegt, die den Namen neben aphrós auf eine Ableitung des Verbs déatο (δέατο „schien, hatte den Anschein“, Infinitiv *δέασθαι; vgl. δῆλος „offenbar, deutlich“) zurückführt.[8] Der Name der Göttin würde demnach „die im Schaum (des Meeres) aufstrahlt“ bedeuten. Dieser Deutung hat sich auch Michael Janda angeschlossen.[9] Darüber hinaus sieht Janda, der daneben eine sekundäre Beeinflussung der mythologischen Vorstellungen um die griechische Aphrodite durch die phönizische ʿAštart für möglich hält, Aphrodite in Übereinstimmung mit Deborah Boedeker[10] und George E. Dunkel[11] als griechische Entsprechung der indischen Göttin der Morgenröte Uṣas, mit der sie neben mehreren Epitheta – darunter das einer „Tochter des Himmels“ (indogermanisch *diṷós dhugh2tēr[r] > griechisch Διός θυγάτηρ, Diós thygátēr „Zeustochter“)[12] und das der „gern (oder hold) lächelnden“ (griechisch φιλομμειδής, philommeidḗs)[13] – auch das verführerische Auftreten teile.

Daneben lässt sich der Mythos der dem Meeresschaum entsteigenden Aphrodite, der sich mit weiteren Epitheta der Göttin wie Euploia (Εὐπλοία „die gute Seefahrt verleiht“) und Pontia (Ποντία „die vom Meer“) verbindet, an das Bild der allmorgendlich aus dem Okeanos aufsteigenden Eos[14] (der auch phonetischen Entsprechung der vedischen Uṣas) anschließen. Dunkel hat daran erinnert, dass neue Götter häufig durch die Verselbständigung älterer Epitheta hervorgegangen sind.[11] Demnach wären die griechischen Göttinnen Eos und Aphrodite aus der Aufspaltung einer ursprünglichen indogermanischen Göttin der Morgenröte (*H2ausōs) hervorgegangen, von der auch die vedische Uṣas abstammt.[15][16] Auch die Verknüpfung Aphrodites mit der im Osten der griechischen Welt gelegenen Insel Zypern ließe sich durch diese auf die Göttin der Morgenröte verweisende Genealogie erklären.[17]

Mythos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anadyomene-Darstellung auf dem Ludovisischen Thron, vermutlich um 460 v. Chr. (Museo Nazionale Romano)

Nach Hesiod ist sie die Tochter des Uranos. Dessen Sohn Kronos schnitt ihm, auf Rat seiner Mutter Gaia, die Geschlechtsteile mit einem Sichelhieb ab und „warf diese hinter sich“ ins Meer. Das Blut und der Samen vermischten sich mit dem Meer, welches ringsum aufschäumte und daraus Aphrodite gebar, die zunächst auf Kythera, dann an der Küste von Zypern an Land ging.[18] Dort schmückten laut den Homerischen Hymnen die Horen sie, bevor sie den Unsterblichen vorgestellt wurde.[19] Nach Pausanias und Nonnos von Panopolis war es die Göttin Thalassa (Θάλασσα „die See“), welche den Samen empfing. Nachdem sie im Olymp aufgenommen war, wurde sie Adoptivtochter des Zeus.

Daneben bestehen noch weitere Mythen über die Abstammung der Göttin, so ist sie bei Homer die Tochter des Zeus[20] und der Dione[21], Tochter des Zeus auch in den Homerischen Hymnen.[22] Eine weitere, freilich späte Quelle nennt sie gemeinsam mit den Erinyen und den Moiren als Tochter des Kronos.[23] Hyginus Mythographus adaptiert den Geburtsmythos der syrischen Semiramis und schreibt, sie sei aus einem Ei geschlüpft, welches von Fischen an Land gerollt und von Tauben ausgebrütet worden war.[24]

Sandro Botticelli: Die Geburt der Venus, 1485 (Uffizien, Florenz)

Tätigkeit und Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Aphrodite von Fréjus“, Ende 5. Jahrhundert v. Chr. (Louvre)

Bei Homer erscheint sie als Beschützerin der geschlechtlichen Liebe (so namentlich bei der Verführung der Helena durch Paris), daneben als Verkörperung der Schönheit[25] und folglich Siegerin im Schönheitswettstreit mit Hera und Athena vor Paris[26], daneben aber auch als Advokatin der Ehe.[27] Zum Zorn gereizt, kann sie ihre Gaben allerdings auch ebenso schnell wieder entziehen.[28] Ihre bevorzugten Attribute bei Homer sind „die goldene“ (χρυσείη)[29] sowie die schon genannten Diós thygátēr (Διός θυγάτηρ „Zeustochter“)[12] und das allein ihr vorbehaltene[9] philommeidḗs (φιλομμειδής „hold lächelnde“)[13]. Ihren unwiderstehlichen Liebreiz verdankte sie einem zauberkräftigen Gürtel, dem kestòs himàs poikílos (κεστὸς ἱμὰς ποικίλος „buntbestickter Gürtel“), den sie auf Bitten gelegentlich auslieh, so auch an die Göttermutter Hera.[30] Ihr Mann, der Schmiedegott Hephaistos, hatte ihn ihr aus Gold und Edelsteinen gefertigt. Den Charakter einer allgemeinen Fruchtbarkeitsgöttin beschreibt plastisch die fünfte der Homerischen Hymnen:

„Μοῦσά μοι ἔννεπε ἔργα πολυχρύσου Ἀφροδίτης, Κύπριδος, ἥ τε θεοῖσιν ἐπὶ γλυκὺν ἵμερον ὦρσε καί τ' ἐδαμάσσατο φῦλα καταθνητῶν ἀνθρώπων οἰωνούς τε διιπετέας καὶ θηρία πάντα, ἠμὲν ὅσ' ἤπειρος πολλὰ τρέφει ἠδ' ὅσα πόντος· πᾶσιν δ' ἔργα μέμηλεν ἐυστεφάνου Κυθερείης.“

„Muse, sage mir die Werke der goldenen Aphrodite, Herrin auf Kypros; süßes Verlangen weckt sie den Göttern, überwältigt der sterblichen Menschen Geschlechter, die Vögel hoch in den Lüften, die Scharen der Tiere, aller zusammen, mag sie das Festland, mag sie das Weltmeer zahllos ernähren: jedes buhlt um die Gnaden der schön bekränzten Kytherea.“

Homerische Hymnen 5,1–6[31]

Zu ihrem Gefolge gehören Eros, Himeros (Ἵμερος „Verlangen“)[32] und Peitho (Πειθώ, die vergöttlichte „Überredungskunst“[33]), sowie die Chariten (Χάριτες). Diese haben der Göttin laut der Ilias einen (leider kaum schützenden) „ambrosischen Peplos“ gewebt.[34] In der Odyssee tanzt Aphrodite gar selbst im „sehnsuchtsvollen Tanz der Chariten“ (Χαρίτων χορὸν ἱμερόεντα) mit.[35] An diese Gemeinschaft erinnert auch der Kult der Aphrodite Akidalia in Orchomenos, wo sie gemäß dem Mythos gemeinsam mit den Chariten in einer Quelle badet.[36]

Liebschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aphrodite und Adonis auf einer attisch-rotfigurigen Lekythos, spätes fünftes Jahrhundert v. Chr. (Louvre)

Verheiratet war Aphrodite nach Homers Bericht mit Hephaistos, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst, den sie allerdings ständig mit Sterblichen und Unsterblichen betrog. Notorisch war ihre lange Beziehung zum Kriegsgott Ares, aus der Eros, Harmonia, Phobos, Deimos und Anteros entstanden – wie es auch Demodokos bei den Phaiaken in seinem burlesken Lied besingt.[37] Laut Homer wurden die beiden mitten im Akt von Hephaistos in flagranti in einem Netz gefangen. Als er sie so den anderen Göttern präsentierte, erhoben diese das sprichwörtliche homerische Gelächter.

Aus Aphrodites Liebschaft mit dem Trojaner Anchises ging Aeneas (griech. Aineias) hervor, Held im Trojanischen Krieg, der dann zu den mythischen Stammvätern der Römer gehören sollte und aus dessen Sohn angeblich das Geschlecht der Julier, zu dem auch Gaius Julius Cäsar gehörte, entsprang. Außerdem zeugte sie mit Dionysos den Priapos und mit Hermes den Hermaphroditos.

Ferner hat sie den schönen Adonis zum Geliebten. Sie verbirgt ihn (als Samen) in einem Kasten und gibt ihn der in der Unterwelt – dem Schoß der Erde – thronenden Persephone; diese will ihn für immer behalten. Erst auf den Schiedsspruch des Zeus gibt sie ihn für zwei Drittel des Jahres der Aphrodite zurück. Bei der Jagd wird Adonis vom eifersüchtigen Ares in Gestalt eines Keilers getötet.

Das Urteil des Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Urteil des Paris auf einem Mauerfragment aus Pompeji (Archäologisches Nationalmuseum Neapel)

Der Sage nach soll Aphrodite den Trojanischen Krieg ausgelöst haben, als sie mit Hera und Athene den trojanischen Königssohn Paris um das Urteil ersucht habe, welche von ihnen die Schönste sei. Dabei versuchte jede Göttin, ihn zu bestechen, und der Trojaner entschied sich für Aphrodite, da sie ihm die schönste Frau der Welt versprochen hatte. Dieses Ereignis ist als Urteil des Paris bekannt und gilt durch den resultierenden Raub der Helena als mythologischer Auslöser des Zuges der Griechen gegen Troja. Während der zehnjährigen Belagerung unterstützte sie, gemeinsam mit Ares, Troja nach Kräften, doch standen Hera und Athene auf der Seite der Griechen.

Kult[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft des Kultes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aphrodite von Knidos, römische Kopie nach einem praxitelischen Original des 4. Jahrhunderts v. Chr. (Museo Nazionale Romano)

Antike Schriftsteller wie Herodot[38] und Pausanias[39] sahen den Ursprung des Kults der Aphrodite Uranía in Phönizien bzw. dem vorderen Orient. Als mögliche Ursprungsorte des Kults wurden dabei Assyrien und das phönizische Askalon, als frühe Manifestationsorte in der griechischen Welt Paphos auf Zypern und die ionische Insel Kythera hervorgehoben. Dagegen ging Georg Ferdinand Dümmler in seinem Artikel für Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, gestützt auf die Untersuchung der Kultstätten, von einem thessalischen Ursprung des nach ihm zunächst pelasgischen Aphrodite-Kults aus.[40]

In neuerer Zeit hat der Gräzist Walter Burkert auf zahlreiche Parallelen zwischen Aphrodite, der mesopotamischen Ištar und der syrischen ʿAštart hingewiesen. Die androgynen Züge des Aphrodite-Kults führte er auf männliche oder vermännlichte Varianten ihrer nahöstlichen Entsprechungen zurück (vgl. Aphroditos, Hermaphroditos, Athtar); so erschien namentlich Ištar als bärtige Kriegsgöttin. Demgegenüber haben Gabriella Pironti und Stephanie L. Budin auf die Seltenheit der Kulte einer bewaffneten Aphrodite sowie auf die Möglichkeit hingewiesen, diese kriegerischen Züge aus dem universalen Charakter der Liebesgöttin oder auch durch Assoziation mit dem Kriegsgott Ares zu erklären.[41] Den Beinamen der Uranía sah Burkert in dem der „Himmelskönigin“ ʿAštart vorgebildet. Weitere Gemeinsamkeiten der Kulte von Aphrodite und ʿAštart erkannte Burkert in der Opferung von Tauben und der Darbringung von Weihrauch, in der Verbindung mit der See sowie dem Gartenbau und in der Existenz unbekleideter Kultbilder.[5] Der Annahme eines schlichtweg orientalischen Ursprungs der Göttin stehe allerdings das Alter des monumentalen Aphrodite-Tempels im zyprischen Paphos entgegen, der auf die Anfänge der mykenischen Besiedlung im zwölften Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Die phönizische Kolonisierung Zyperns, in deren Zuge auch ein Astarte-Heiligtum in Kition entstand, wird dagegen erst ins neunte Jahrhundert datiert.

Venus von Arles, römische Kopie, vielleicht nach einem Original des Praxiteles, im 17. Jahrhundert restauriert (Louvre)[42]

Als Indiz eines orientalischen Einflusses wurde häufig die Tempelprostitution angesehen.[5] Herodot berichtet von einem Brauch der Babylonier, den er zwar selbst als deren „hässlichsten“ bezeichnet, der sich so ähnlich aber auch „hier und da“ in Zypern finde: Jede Frau müsse sich einmal im Leben im Tempel der assyrischen Liebesgöttin Mylitta einem Freier für Geld hingeben, wobei freilich die Hübschen und Stattlichen schneller fertig wurden als die Hässlichen.[43] An einen zu seiner Zeit stark zurückgegangenen oder gar versiegten Tempeldienst geweihter Hierodulen erinnert Strabon für den sizilischen Berg Eryx und in Korinth.[44] Aus Korinth ist ein frühes Graffito des Astarte-Namens überliefert, das eine Rezeption der orientalischen Kultbräuche wahrscheinlich macht.[45] Skeptisch gegenüber einer institutionalisierten „sakralen Prostitution“ in der griechischen Welt bleibt Vinciane Pirenne-Delforge.[1]

Die indogermanistisch fundierte Mythenforschung hat anhand sprachlicher Elemente, die übereinstimmend in den indischen Veden und der epischen Literatur des antiken Griechenlands sowie fallweise anderer indogermanischer Sprachen zu finden sind, einige aus der indogermanischen Religion ererbte Elemente des Aphrodite-Mythos aufgewiesen und so für eine Herkunft der mythologischen Figur von der indogermanischen Göttin der Morgenröte votiert. Hervorgehoben wurden dabei insbesondere das Bildmotiv der Schaumgeburt und das Aufsteigen der Göttin aus den Meeresfluten, welche auf den Sonnenaufgang verweisen und darüber hinaus ein einflussreiches Bildmotiv der antiken (und modernen) Kunstgeschichte darstellen.[9]

Aphrodite auf einem Schwan, rotfiguriges Tondo des Pistoxenos-Malers auf einer weiß grundierten attischen Kylix, um 460 v. Chr. (British Museum, London)

Symbole und Attribute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Göttin wird oft in Verbindung mit Tieren wie der Taube, der Schwalbe, dem Schwan und dem Sperling gebracht, aber auch der Bock, die Schildkröte (auf ihr ruhte der Fuß des gold-elfenbeinernen Standbildes der Aphrodite Urania in Elis von der Hand des Phidias), der Delphin und der Hase können ihr Symbol sein. Ihr Symbol ist außerdem der Spiegel.

Insbesondere ist sie die Göttin der Blumen[46], Bäume und Früchte, unter denen ihr Anemone, Rose, Zypresse, Linde, Myrte und Apfel heilig sind. Neben Tempeln besaß sie daher auch heilige Haine. Auch durch Dost, Granatapfel und Mohnblüte wird sie repräsentiert. Zu ihren Kranzblumen gehörte auch der spitzblättrige Spargel (asparagus acutifolius). Viele Pflanzen, die psychoaktiv oder erotisierend wirken, intensiv duften oder deren Form Symbolcharakter hat, wurden mit Aphrodite in Zusammenhang gebracht (Aphrodisiaka) und zu ihren Festen verwendet.

Beinamen und Epiklesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aphrodite besaß zahlreiche Beinamen, die zum einen Aspekte ihrer Verehrung reflektieren. In anderen Epiklesen finden sich Art und Namen ihrer Kultstätten und Heiligtümer wieder.

Kopf einer Aphroditestatue des kapitolinischen Typs, römische Kopie des 2. Jahrhunderts n. Chr. (Louvre)

Aphrodite Urania und Pandemos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aphrodite von Knidos, Kopf einer Statue des Praxiteles, um 150 v. Chr. (Louvre)
Achat-Onyx-Kamee der Aphrodite epitragía, um 100 v. Chr. (Archäologisches Nationalmuseum Neapel)

Nach Herodot war es speziell der Kult der Aphrodite Urania (Οὐρανία „die Himmlische“), der aus dem syrischen Askalon nach Zypern gelangt war.[38] Nach Pausanias wurde der Kult der Urania zunächst im zyprischen Paphos angesiedelt.[47] Durch Kultepiklesen ist der Beiname für Attika, Korinth (als Πειθώ Οὐρανία, Peithṓ Ouranía[48]) und das chersonesische Pantikapaion (Οὐρανία Ἀπατούρη Βοσπόρου μέδουσα, Ouranía Apatoúrē Bospórou médousa) belegt. In Athen existierte „in den Gärten“ (ἐν κήποις), die wohl am Ilisos lagen, ein Tempel der Aphrodite Urania, die dort auf einem hermenartigen Idol als „älteste der Moiren“ bezeichnet wurde. Daneben gab es am selben Ort auch ein bedeutendes Standbild der Göttin von der Hand des Alkamenes.[49] Pausanias berichtet überdies von einem jährlichen Festbrauch, in dem jungfräuliche Priesterinnen (Arrhephoren) vom Tempel der Athene Polias mit ihnen unbekannter Fracht zum Heiligtum der Aphrodite „in den Gärten“ geschickt wurden, das sie u. a. durch einen unterirdischen Gang erreichten, um dort wiederum verdeckte Gegenpost zu erhalten; im Anschluss an dieses Festritual wurden die Priesterinnen aus dem Tempeldienst entlassen.[50] Ein zweiter athenischer Tempel der Urania findet sich in der Nähe des Kerameikos und der Stoa Basileios mit einem Standbild des Phidias.[51] In Piräus stand ein Tempel der Aphrodite Syría Uranía (Συρία Οὐρανία „die Himmlische aus Syrien“).

Der Beiname der Pándemos (Πάνδημος „die bei jeglichem Volk“, von ὁ δῆμος, ho dêmos „Volk, Gemeinde“) wurde mit der politischen Organisation verschiedener Gemeinwesen verknüpft (vgl. Demos).[52] Aphrodite fungierte dabei als Gottheit der „staatsbürgerlichen Eintracht und Harmonie“.[1] Die attische Pandemos hieß daneben auch epitragía (ἐπιτραγία „die auf dem Bocke“), angeblich weil sich bei der Abfahrt des Theseus nach Kreta die Opferziege in einen Bock verwandelt habe. Bocksopfer waren überregional charakteristisch für Aphrodite. Als Polisgöttin diente Aphrodite darüber hinaus vermutlich im epirotischen Kassope und im thessalischen Metropolis.[1] Gelegentlich traten die beiden Epiklesen auch als handliches Gegensatzpaar auf. So rühmte sich das böotische Theben dreier archaischer Holzbilder der Aphrodite Urania, Pandemos und Apostrophía (Ἀποστροφία „Abwenderin“), die durch Harmonia gestiftet und aus den Bugfiguren der Schiffe des Kadmos erstellt worden seien.[53]

Florentiner Statue der Aphrodite, photographiert von Giorgio Sommer

Aphrodite als Meeresgöttin, Argynnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutend waren zudem verschiedene Beinamen, die auf die Sphäre des Meeres und der Schiffahrt Bezug nahmen: Pelagía (Πελαγία, vgl. die heilige Pelagia), Pontía (Ποντία), Thalassía (Θαλασσία „die vom Meer“), Eúploia (Εὔπλοια „die gute Seefahrt verleiht“, so auf Knidos[54]) oder auch Limenía (Λιμενία „die vom sicheren Hafen“[55]) hieß Aphrodite als Schaumgeborene und Nothelferin der Seefahrer.[56][9][57] Als einer der bemerkenswertesten Tempel der Aphrodite Pontia und Limenia wird der von Hermione in der Argolis erwähnt, wo man über ein eindrucksvolles Marmorstandbild verfügte.[55] Nicht zuletzt war Thalassa („die See“) die ‚Mutter‘ der Liebesgöttin nach einem der Geburtsberichte; sie selbst wurde häufig mit Poseidon zusammen verehrt, so namentlich in der Argolis und Arkadien, in Korinth, Orchomenos und Patrai.[40]

Als Argynnís (Ἀργυννίς, auch Argounis, Ἀργουνίς)[58] wurde Aphrodite in Böotien verehrt. Hier soll Agamemnon den jungen Argynnos im Kephisos schwimmen gesehen und sich in ihn verliebt haben, so dass er die in Elis versammelten Griechen vergaß. Dem ertrunkenen Argynnos weihte er ein Aphrodite-Heiligtum, das Argynnion. Friedrich Max Müller[15] und jüngst Michael Janda[59] haben den Beinamen mit einem Epitheton der vedischen Uṣas (árjunī- „hellglänzend“) verknüpft und darin eine Bestätigung der Verwandtschaft der beiden Göttinnen gesehen.[16]

Aphrodite als Eheschließerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nymphía (Νυμφία „die Bräutliche“) wurde Aphrodite in Hermione verehrt. Hier opferten Jungfrauen vor der Eheschließung ebenso wie Witwen, die sich wieder verheiraten wollten.[60] Ähnlich mutet der Kult der Aphrodite Hera in Sparta an, bei deren hölzernem Bild Mütter opferten, wenn ihre Töchter heirateten.[61][1]

Die kriegerische Aphrodite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beiname Areía (Ἀρεία), unter dem Aphrodite in Sparta mit einem der ältesten griechischen Holzbilder verehrt wurde[62], ist wohl als „die zum Ares Gehörige“ zu verstehen; der byzantinische Scholiast Tzetzes verband den Namen gleichwohl eher mit Harmonia als mit Aphrodites Gemahl Ares.[63] In Delphi verehrte man Aphrodite unter dem Beinamen árma (ἄρμα), was als eine Umschreibung des Liebesaspekts der Göttin gilt.[40] Eindeutig auf eine waffentragende Liebesgöttin deuten dagegen Epiklesen wie jene der ebenfalls in Sparta belegten enóplios (ἐνόπλιος „die Gerüstete“) hin. Pausanias berichtet von einem Heiligtum in Akrokorinth, in dem sie in Waffen gemeinsam mit Helios und dem bogenbewehrten Eros verehrt wurde.[64] In Sparta wurde die enóplios hingegen zusammen mit den Moiren und der Artemis verehrt. Laut Stephanie L. Budin sind die meisten Kulte einer waffentragenden Aphrodite (mit Ausnahme des spartanischen) erst aus hellenistischer (so in Süditalien) oder römischer Zeit (Korinth) belegt; denkbar sei daher auch die Beeinflussung durch die römische Venus Victrix.[65] Gabriella Pironti hat auf die vielfältigen Anknüpfungspunkte verwiesen, die sich im Mythos (Geburt aus einer Bluttat, Heirat mit dem Kriegsgott Ares) und Kult der Aphrodite für die Entfaltung eines kriegerischen Aspektes böten: Aphrodite Pandemos als Polis-Göttin hätte naturgemäß einen Einfluss auf Sieg und Niederlage ihres Demos.[66]

Aphrodite die Dunkle, Aphroditos, Hermaphroditos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melainís oder Mélaina (Μελαινίς, Μέλαινα „die Schwarze“) hieß Aphrodite in Korinth[67], in Thespiai[68] und Mantinea, wo die Göttin gemeinsam mit dem Dionysos verehrt wurde. Pausanias bezieht den Namen auf die Schwärze der Nacht, da beim Menschen die Begattungen nicht wie bei den Tieren am Tage geschehen, sondern in der Nacht.[69] Neuerdings wurde die Epiklese als Ausdruck eines chthonischen Aspekts der Liebesgöttin gedeutet, die über die „schwarze Erde“ herrsche.[1] Zu vergleichen ist vielleicht der aus Phaistos belegte Beiname der Skotía (Σκοτία „die Dunkle“). Eine Aphrodite epitymbidía (ἐπιτυμβιδία „die von den Gräbern“) wurde in Delphi mit Trankopfern verehrt und sollte zur Psychomantie verhelfen.[70] Auf einen noch dunkleren Aspekt – den der Rache nehmenden Göttin – nehmen Epiklesen wie androphónos (ἀνδροφόνος „die Männermordende“)[71] und anosía (ἀνοσία „die Unheilige“)[72] Bezug.

Die Varianten Aphroditos (Ἀφρόδιτος) und Hermaphroditos (Ἑρμαφρόδιτος) bezeichneten vermännlichte Formen der Aphrodite mit maskuliner, manchmal bärtiger Gestalt wie in Amathous auf Zypern.[73]

Lokale Kulte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akraía (Ἀκραία „die von den Gipfeln“; vgl. Aphrodite Akraia) ist wie bei anderen Göttern so auch in Aphrodites Fall verbunden mit Bergheiligtümern, die in Knidos[54][74], Troizen[75], auf Zypern[76] und in Argos[77] belegt sind. Eventuell hingen diese Bergheiligtümer mit dem uranischen Aspekt der Gottheit zusammen.

Akidalía (Ἀκιδαλία, Acidalia mater) als Beiname der Aphrodite verbindet sich mit der böotischen Akidalia-Quelle, an der sie als Gattin des Dionysos und Mutter der (in dem Quell badenden) Chariten verehrt wurde.[36] In Dodona wurde vor allem Zeus mit seiner ersten Gattin Dione – nach Homer die Mutter der Aphrodite – verehrt. Der Vergil-Kommentator Maurus Servius Honoratus spricht allerdings kurzerhand von einem „templum Iovi et Veneris“, also des Zeus und der Aphrodite.[78] Herodot berichtet von der Gründung des Orakels durch eine im ägyptischen Theben freigelassene Taube, die der Historiker selbst als von dort entsandte Priesterin dechiffriert.[79]

Erykíne (Ἐρυκίνη, lat. Erycina) hieß die Göttin nach einem Heiligtum am Berg Eryx auf Sizilien, dessen Name seinerseits auf den eines Aphrodite-Sohns Eryx zurückgeführt wird. Idalia war ein nur selten bei den Römern gebrauchter Beiname nach der Stadt Idalion auf Zypern, wo es Temenos und Tempel der Aphrodite gab.

Kýpris, Kypría, Kyprogenḗs oder Kyprogéneia (Κύπρις, Κυπρία, Κυπρογενής, Κυπρογένεια „Kyprosgeborene“; lat. Cypria), der sich von der Insel Kypros ableitet, vor deren Küsten sie nach einem der Mythen zur Welt kam.[80][81] In Palaia Paphos (Alt-Paphos) am Ortsrand der heutigen Ortschaft Kouklia auf Zypern befand sich eines der bedeutendsten Zentren der Verehrung der Aphrodite[82][81], woher der Beiname Paphía (Παφία „die Paphische“) rührte. Touristischen Wert erhält diese Verbindung des Aphrodite-Kults mit Paphos heute, wenn die südlich von Kouklia gelegene Pétra tou Romioú (Πέτρα του Ρωμιού „Römerfels, Griechenfels“) als Geburtsort der Aphrodite ausgegeben wird.[83] Daneben war ein auf den Ruinen einer älteren Basilika errichteter mittelalterlicher Kirchenbau in Neu-Paphos, der heute nach der Agía Kyriakí Chrysopolítissa (Αγία Κυριακή Χρυσοπολίτισσα) benannt ist, bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Panagía Afrodítissa (Παναγία Αφροδίτισσα, sinngemäß „Allerheiligste Gottesmutter der Aphrodite“) geweiht; hier soll auch Paulus gemeinsam mit dem heiligen Barnabas das Evangelium verkündet haben (Apg 13,6–12).[84]

Vorerst offen bleibt die Deutung des äußerst beliebten Beinamens Kythéreia (Κυθέρεια), der häufig vom Namen der Insel Kythera abgeleitet wurde, welche laut Hesiod ebenfalls als Geburtsstätte der Göttin gilt. Herodot zufolge soll der Kult in Kythera von Phöniziern dorthin eingeführt worden.[38] Martin Litchfield West hat einen Zusammenhang mit dem ugaritischen Schmiedegott Kothar vorgeschlagen, was auch mit dem Aphrodite-Gatten Hephaistos zusammenpasse.[85] Dagegen spricht nach anderen der lautliche Befund, der vielmehr eine Ableitung aus der indogermanischen Wurzel von griechisch πόθος (póthos „Verlangen“) ermögliche, so dass sich die Bedeutung „die mit dem Verlangen Befasste“ ergäbe.[86]

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der vorsokratische Philosoph Empedokles hat sein Prinzip der φιλότης (philótēs „Freundschaft, Liebe“; daneben auch γηθοσύνη, στοργή, ἁρμονία) anfangs als Ἀφροδίτη oder Κύπρις benannt; die Liebesgöttin hätte demnach vor der Herrschaft des πῦρ (pyr „Feuer“) im ὄμβρος (ómbros „Wasser, (göttlicher) Regenguss“) gewaltet.[87]

In Platons Symposion wird der Dualismus der Aphrodite Urania und Pandemos mit den beiden Geburtsmythen nach Hesiod (die himmlische, schaumgeborene Aphrodite) und Homer (die Tochter des Zeus und der Dione als die irdische Aphrodite) verknüpft.[88] Im 19. Jahrhundert sollte Karl Heinrich Ulrichs diese Unterscheidung in seinem Neologismus „Uranismus“ für die gleichgeschlechtliche Liebe aufgreifen.

Aphrodite und der Krieg in der neuzeitlichen Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Maler wurden durch die widersprüchliche Verbindung von Liebe und Krieg, die das Paar Aphrodite und Ares vereint, zu Werken inspiriert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aphrodite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Vinciane Pirenne-Delforge: Artikel Aphrodite. In: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, hrsg. von Hubert Cancik und Helmuth Schneider. Band 1. Metzler, Stuttgart und Weimar 1996, Sp. 838–844.
  2. Hesiod, Theogonie 196.
  3. Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. Band 1. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1960, S. 196 f. (Digitalisat), hält die Herkunft von semitisch Aštoret (eine Form, die West ganz verwerfen wird) oder Astarte durch „volksetymologische Angleichung“ für „möglich“, ohne aber eine genaue Herleitung zu geben.
  4. Robert S. P. Beekes: Etymological Dictionary of Greek. Band 1. Brill, Leiden und Boston 2010, S. 179.
  5. a b c Walter Burkert: Greek Religion. Übersetzung von John Raffan. Harvard University Press, Cambridge (Mass) 1985, S. 152 ff. (deutsch: Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche, Stuttgart 1977); ders.: Die Griechen und der Orient. Von Homer bis zu den Magiern. C. H. Beck, München 2003, S. 38, 47 ff.
  6. Martin Litchfield West: The Name of Aphrodite. In: Glotta. Zeitschrift für griechische und lateinische Sprache. Band 76, Heft 1–2, 2000, S. 134–138.
  7. Fritz Hommel, Aphrodite–Astarte. In: Neue Jahrbücher für Philologie und Paedagogik. Band 125, 1882, S. 176.
  8. Ernst Maaß: Aphrodite und die heilige Pelagia. In: Neue Jahrbücher für das klassische Altertum, Geschichte und deutsche Literatur. Band 27, 1911, S. 457–468; Vittore Pisani: Akmon e Dieus. In: Archivio glottologico italiano. Band 24, 1930, S. 65–73.
  9. a b c d Michael Janda: Eleusis. Das indogermanische Erbe der Mysterien. Institut für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck, Innsbruck 2000, S. 154 ff.; ders.: Elysion. Entstehung und Entwicklung der griechischen Religion. Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck, Innsbruck 2005, S. 349–360.
  10. Deborah Boedeker: Aphrodite’s Entry into Greek Epic. Leiden und Ann Arbor (UMI) 1974, S. 15 f.
  11. a b George E. Dunkel: Vater Himmels Gattin. In: Die Sprache. Zeitschrift für Sprachwissenschaft. Band 34, 1 (1988–90), S. 1–26.
  12. a b Homer, Ilias 3,374; 5,131; 14,188.
  13. a b Homer, Ilias 14,211.
  14. Vgl. Homer, Odyssee 12, 1–4.
  15. a b Friedrich Max Müller: Lectures on the Science of Language, delivered at the Royal Institution of Great Britain in February, March, April & May, 1863. Second series. Longman, Green, Longman, Roberts & Green, London 1864, S. 373.
  16. a b Daniel Kölligan: Aphrodite of the dawn: Indo-European heritage in Greek divine epithets and theonyms. In: Letras clássicas, Nr. 11, 2007, S. 105–134 (Digitalisat).
  17. Vgl. die Erwägungen zu Aphrodite als „zugleich […] Griechin und Fremde“ bei Vinciane Pirenne-Delforge: Artikel Aphrodite. In: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, hrsg. von Hubert Cancik und Helmuth Schneider. Band 1. Metzler, Stuttgart und Weimar 1996, Sp. 838–844.
  18. Hesiod, Theogonie 176–200.
  19. Homerische Hymnen 6,5–13.
  20. Homer, Ilias 5,312.
  21. Homer, Ilias 5,370.
  22. Homerische Hymnen 5,81.
  23. Johannes Tzetzes, ad Lycophronem 406.
  24. Hyginus Mythographus, Fabulae 197.
  25. Homer, Ilias 3,396f.; 9,389.
  26. Homer, Ilias 14,29ff.
  27. Homer, Odyssee 20,73ff.
  28. Homer, Ilias 3,413f.
  29. Homer, Ilias 3,64; 9,389.
  30. Homer, Ilias 14,214–220.
  31. Übersetzung: Homerische Hymnen. Griechisch und deutsch herausgegeben von Anton Weiher (Sammlung Tusculum). Sechste Auflage. Artemis, München und Zürich 1989, S. 93.
  32. Homerische Hymnen 5,73.
  33. Sappho frg. 57a.
  34. Homer, Ilias 5,339.
  35. Homer, Odyssee 18,194.
  36. a b Vergil 1,720; Gustav Hirschfeld: Akidalia. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 1167.
  37. Homer, Odyssee 8, 267ff. Auch dies war eventuell eine Ehe, nur nach anderer Überlieferung: vgl. Georg Ferdinand Dümmler: Aphrodite. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2729–2787.
  38. a b c Herodot, Historien 1,105,2f.
  39. Pausanias 1,14,7: πρώτοις δὲ ἀνθρώπων Ἀσσυρίοις κατέστη σέβεσθαι τὴν Οὐρανίαν, μετὰ δὲ Ἀσσυρίους Κυπρίων Παφίοις καὶ Φοινίκων τοῖς Ἀσκάλωνα ἔχουσιν ἐν τῇ Παλαιστίνῃ, παρὰ δὲ Φοινίκων Κυθήριοι μαθόντες σέβουσιν.
  40. a b c Georg Ferdinand Dümmler: Aphrodite. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2729–2787.
  41. Vgl. Gabriella Pironti: Entre ciel et guerre. Figures d’Aphrodite en Grèce ancienne. Kernos Supplement 18, Lüttich 2007; Stephanie L. Budin: „Aphrodite enoplion“. In: Smith und Pickup (Hrsg.): Brill's Companion to Aphrodite, S. 79–112.
  42. Vgl. die einschlägigen Artikel der englischen und französischen Wikipedia.
  43. Herodot, Historien 1,199.
  44. Strabon, Geographika 6, 272; 8,378.
  45. Martin Litchfield West: The east face of Helicon. West Asiatic elements in Greek poetry and myth. Clarendon Press, Oxford 1997, S. 56 f.
  46. Hesiod, Theogonie 194.
  47. Pausanias 1,14,7. Schon in der Odyssee und den Homerischen Hymnen (4,58) ist von Paphos als heimatlichem Bezirk der Aphrodite die Rede.
  48. Pindar frg. 122 Bgk.
  49. Pausanias 1,19,2: δὲ ἐπίγραμμα σημαίνει τὴν Οὐρανίαν Ἀφροδίτην τῶν καλουμένων Μοιρῶν εἶναι πρεσβυτάτην. τὸ δὲ ἄγαλμα τῆς Ἀφροδίτης τῆς ἐν τοῖς Κήποις ἔργον ἐστὶν Ἀλκαμένους καὶ τῶν Ἀθήνῃσιν ἐν ὀλίγοις θέας ἄξιον.
  50. Pausanias 1,27,3.
  51. Pausanias 1,14,7.
  52. So von Athen: Pausanias 1,22,1–3. Für Kos vgl. Vinciane Pirenne-Delforge: Flourishing Aphrodite: An Overview. In: Smith und Pickup (Hrsg.): Brill's Companion to Aphrodite, S. 3–16, hier 14 f.
  53. Pausanias 9,16,3.
  54. a b Pausanias 1,1,3: Κνίδιοι γὰρ τιμῶσιν Ἀφροδίτην μάλιστα, καί σφισιν ἔστιν ἱερὰ τῆς θεοῦ: τὸ μὲν γὰρ ἀρχαιότατον Δωρίτιδος, μετὰ δὲ τὸ Ἀκραίας, νεώτατον δὲ ἣν Κνιδίαν οἱ πολλοί, Κνίδιοι δὲ αὐτοὶ καλοῦσιν Εὔπλοιαν.
  55. a b Pausanias 2,34,11: Ἀφροδίτης ναός ἐστιν ἐπίκλησιν Ποντίας καὶ Λιμενίας.
  56. Vgl. Horaz, Carmina 1,3,1.
  57. Chryssanthi Papadopoulou: Aphrodite and the fleet in classical Athens. In: Smith und Pickup (Hrsg.): Brill's Companion to Aphrodite, S. 217 ff.
  58. Otto Jessen: Argynnis. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,1, Stuttgart 1895, Sp. 799.
  59. Janda: Elysion, S. 333 f.
  60. Pausanias 2,32,7; 2,34,12.
  61. Pausanias 3,13,9.
  62. Pausanias 3,17,5.
  63. Tzetzes, ad Lycophronem 832.
  64. Pausanias 2,5,1; 3,5,10.
  65. Stephanie L. Budin: Aphrodite enoplion. In: Amy C. Smith und Sadie Pickup (Hrsg.): Brill's Companion to Aphrodite, S. 79–112.
  66. Gabriella Pironti: Rethinking Aphrodite as a Goddess at Work. In: Amy C. Smith und Sadie Pickup (Hrsg.): Brill's Companion to Aphrodite, S. 113–130.
  67. Pausanias 2,2,4.
  68. Pausanias 9,27,5.
  69. Pausanias 8,6,5.
  70. Plutarch, Quaestiones Romanae 23; ders., Moralia 269b.
  71. Otto Jessen: Androphonos. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2169.
  72. Georg Wentzel: Anosia. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2335.
  73. Aristophanes frg. 702; vgl. Karl Tümpel: Aphroditos. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2794 f.
  74. Pausanias 1, 1, 3.
  75. Pausanias 2,32,6.
  76. Strabon 14, 682.
  77. Hesychios von Alexandria.
  78. Maurus Servius Honoratus, In Vergilii carmina comentarii 3,466. Vgl. Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Band 1: Die Götter- und Menschheitsgeschichten. dtv, München 2007, S. 57.
  79. Herodot 2,54–57.
  80. Homerische Hymnen 10,1; Alkman frg. 21 Bgk. – Nach Pindar (frg. 122, 14) ist Aphrodite Herrin über Kypros.
  81. a b Strabon (Geographika 8,341) bringt zwei Zitate nach Alkman und Aischylos (oder Archilochos?), die jeweils Kypros und Paphos (als totum und pars) zum Reich der Aphrodite erklären.
  82. Vgl. Sappho frg. 133 Bgk. – Pausanias (1,14,7) berichtet vom Primat der Paphier bei der Übernahme des phönizischen Urania-Kultes.
  83. Vgl. den Artikel der englischen Wikipedia zur Petra tou Romiou.
  84. Θανάσης Φωτιάδης (Thanásis Photiádis): Γυναικοκρατία (μητριαρχία). Ελληνική συμβολή στην εθνολογία (dt. „Frauenherrschaft [Matriarchat]. Griechischer Beitrag zur Ethnologie“). Εκδόσεις Χατζηνικολή (Ekdóseis Chatzinikolí), Athen 1980, S. 94 (griechisch). Vgl. auch die Website der Anglican Church of Paphos.
  85. West: The east face of Helicon, S. 56 f.
  86. Gareth Morgan: Aphrodite Cytherea. In: Transactions of the American Philological Association, Band 108 (1978), S. 115–120.
  87. Empedokles 66ff.; 85; 368 (Stein). Vgl. Simplikios, De caelo 507e, ed. Brandis, zitiert nach Georg Ferdinand Dümmler: Aphrodite. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 2729–2787..
  88. Platon, Symposion 180 D.
  89. Vgl. Andrea Schütze: Rezension. In: H/Soz/Kult. 15. März 2010.