Städtisches Luisengymnasium München

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Städtisches Luisengymnasium
Luisengymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1822
Adresse

Luisenstr. 7
80333 München

Ort München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 8′ 33,7″ N, 11° 33′ 42,1″ OKoordinaten: 48° 8′ 33,7″ N, 11° 33′ 42,1″ O
Träger Landeshauptstadt München
Schüler 636 (Schuljahr 2015/16)[1]
Lehrkräfte 66
Leitung Luitgard Vonbrunn
Website www.staedtisches-luisengymnasium.de
Entwurfszeichnung für die Schule von Theodor Fischer, 1898

Das Städtische Luisengymnasium München wurde 1822 als „Schule für höhere Töchter“ gegründet. Seit 1969 ist es ein koedukatives, sprachliches und seit 2010 auch musisches Gymnasium in München-Maxvorstadt. Das älteste städtische Gymnasium in München hat insgesamt 636 Schüler (Schuljahr 2015/16) und ist eine der wenigen Schulen mit einer eigenen Schulverfassung.

Die Schule bietet das G8 (achtjähriges Gymnasium) in einer Ganztagsschule.

Das Luisengymnasium ist eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Luisengymnasium liegt im Münchner Stadtteil Maxvorstadt in der Nähe des Hauptbahnhofs an der Luisenstraße 7. Die Schule befindet sich in zentraler Lage am Alten Botanischen Garten in unmittelbarer Nähe von Stachus und Königsplatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Luisengymnasium ist nach Prinzessin Ludovika Wilhelmine von Bayern, der späteren Herzogin Luise benannt. Sie war die Tochter von Maximilian I. Joseph (Bayern) und Mutter der legendären Sisi. Sie hatte großen Einfluss und genoss enormes Ansehen. So wurde im Jahr 1812 die damals am Stadtrand gelegene Gartenstraße ihr zu Ehren in Luisenstraße umbenannt.

Als die „Schule für höhere Töchter“ 1901 in den neu errichteten Theodor-Fischer-Bau zog, wurde sie von den Münchnern Luisenschule genannt. 1961 wurde der bereits gebräuchliche Name auch formal verliehen, und die Schule konnte sich von nun an Städtisches Luisengymnasium nennen.[2]

Die Schule wurde 1822 von Simon Spitzweg, dem Vater des berühmten Malers Carl Spitzweg, gegründet. 1901 zogen die Schülerinnen in das von Theodor Fischer geplante Schulhaus. Nachdem die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs eine vierjährige Evakuierung notwendig gemacht hatten, zogen die Schülerinnen 1949 wieder in das renovierte Gebäude. 1952 wurde in Pöcking am Starnberger See das Maria-Heldrich-Landheim eingerichtet. 1969 folgte dann die Einführung der Koedukation. 1987 wurde nach dreijähriger Bauzeit der Klinkerneubau fertiggestellt und mit der Generalsanierung des Altbaus begonnen. 1990 begann der Wiedereinzug in den neu gestalteten Altbau. Seit 2005 ist das Luisengymnasium ein Ganztagsgymnasium. Am 21. April 2009 wurde die neue Mensa eingeweiht.[3]

Das Luisengymnasium hat, wie alle Gymnasien Bayerns, vom G9 zum G8 gewechselt. Seit dem Schuljahr 2010/11 gibt es zusätzlich zum neusprachlichen einen musischen Zweig.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 diente u.a. das Luisengymnasium als Kulisse für das Filmdrama Jenseits der Stille von Caroline Link. In dem Film ist auch das damalige Kammerorchester zu sehen.

Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachenfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachlicher Zweig
  • Latein bzw. Englisch (ab Jgs. 5)
  • Englisch bzw. Latein (ab Jgs. 6)
  • Spanisch oder Französisch (ab Jgs. 8)
Musischer Zweig
  • Latein (ab Jgs. 5)
  • Englisch (ab Jgs. 6)
  • Musik (ab Jgs. 8)

Fahrten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Austausch mit Frankreich (Paris und Montpellier)
  • Austausch mit Spanien (Sevilla)
  • Austausch mit Norwegen
  • Work Experience: Austausch mit Partnerschulen (Coventry bzw. Warwickshire, England)
  • Schullandheim in Pöcking (Jgs. 5, 6, 8)
  • Radlager (Jgs. 7)
  • Studienfahrt (Jgs. 12)

Wahlfächer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Betriebspraktikum (Jgs. 9)
  • Big Band
  • European Computer Driving Licence
  • Fotokurs
  • Model United Nations
  • Musikstunden für Klavier, Gitarre, Flöte, Geige, Schlagzeug…
  • Theatergruppe
  • Orchester
  • Chor
  • Filmkurs
  • Psychologie
  • Russisch
  • Philosophie
  • Bühnenbild
  • English Conversation

Bekannte Ehemalige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förderverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Studiengenossenverband des Luisengymnasiums München e.V. ist der gemeinnützige Förderverein des Städtischen Luisengymnasium. Er ist Eigentümer des Maria-Heldrich-Schullandheimes in Pöcking, das die Stadt München gemietet hat. Schüler in der Unter- und Mittelstufe besuchen es jährlich. Der Studiengenossenverband fördert die Schule bei Anschaffungen und Projekten. Außerdem unterstützt er in Not geratene Schüler und sozial schwache Menschen außerhalb der Schule.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Abgerufen am 4. März 2017 (deutsch).
  2. Schulgeschichte. Abgerufen am 4. März 2017 (deutsch).
  3. www.baunetz.de