Stefan Will

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Stefan Will bei der Verleihung der Auszeichnungen der Deutschen Akademie für Fernsehen (2017)

Stefan Will (* 27. August 1959 in Fulda) ist ein deutscher Filmkomponist und Pianist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Will wuchs in Fulda auf. Im Alter von zwölf Jahren begann er mit dem Klavierspiel, mit vierzehn nahm er Unterricht beim Jazzpianisten und Komponisten Bardo Henning. 1980 zog er nach Hamburg und studierte Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Von 1986 bis 1990 war er Mitglied der Band Grace Kairos, und schrieb für die Band einige Songs. 1991 schloss er sich der Formation des Sängers Maxim Rad an. Mit der gleichnamigen Band nahm er mehrere Alben auf und arbeitete dabei mit den namhaften Produzenten Allen Toussaint und Clive Langer zusammen.

Durch Zufall kam Stefan Will zur Filmmusik, als sich für ihn die Gelegenheit bot, die Musik zu dem Kinofilm Manta, Manta zu komponieren. Kurz darauf begann er, auch für Fernsehproduktionen wie etwa für verschiedene Folgen der Serie Tatort die Musik zu schreiben. Ein entscheidendes Erlebnis war die Begegnung mit dem deutschen Autorenfilmer Christian Petzold. Aus ihr entstand eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit, die bis heute fortwährt und durch die die Filmmusik zum zentralen Punkt seines musikalischen Schaffens wurde. Stefan Will entwickelte sich schnell zu Petzolds Hauskomponisten. Er komponierte die Musik zu Filmen wie Die innere Sicherheit, Wolfsburg, Gespenster, Jerichow, Barbara, Phoenix und anderen. Zu den weiteren Filmen, für die Stefan Will die Musik komponiert hat, zählen auch Werke von Nina Grosse (Das Wochenende), Marvin Kren (Rammbock), Justus von Dohnányi (Bis zum Ellenbogen), Nils Willbrandt, Stefan Krohmer und Thomas Stuber.

Von 1994 bis 2015 betrieb Stefan Will die Firma BluWi Music and Sounddesign, die erfolgreich Werbemusik für zahlreiche bekannte Marken und Kampagnen produzierte. Außerdem war er als Komponist und Musiker bei der künstlerischen Konzeption an verschiedenen internationalen Installationen beteiligt – etwa für den arabischen Pavillon auf der Expo 2010 in Shanghai oder den Schweizer Pavillon auf der Expo 2012 in Yeosu. Stefan Will ist seit 2008 auch auf den Alben des deutschen Musikers Niels Frevert zu hören.

Stefan Will ist Mitglied der Deutschen Filmakademie, sowie der Europäischen Filmakademie. Er lebt in Hamburg und ist Vater von zwei Töchtern.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Grace KairosFall in Love with Frank
  • 1989: Grace Kairos – Emotions Park
  • 1993: Maxim RadOld
  • 1995: Maxim Rad – This One’s a Killer
  • 2001: Maxim Rad – Maxim Rad Is Dead
  • 2005: Etta ScolloBlu
  • 2008: Niels FrevertDu kannst mich an der Ecke rauslassen
  • 2011: Niels Frevert – Zettel auf dem Boden
  • 2014: Niels Frevert – Paradies der gefälschten Dinge

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Normal Records (PDF online)