Dom des Heiligen Sava

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Dom des Heiligen Sava (Храм светог Саве/Hram svetog Save)

Der Dom des Heiligen Sava (serbisch: Храм светог Саве/Hram svetog Save; serbisch eigentlich Heiligtum des Heiligen Sava oder Tempel des Heiligen Sava)[1] ist eine im neobyzantinischen Stil erbauter monumentaler serbisch-orthodoxer Kirchenbau in Belgrad. Er ist per Stand 2016 die größte Kirche Südosteuropas und eines der größten orthodoxen Gotteshäuser der Welt, die mit einem inneren Kuppeldurchmesser von 30,5 m an das direkte bauliche Vorbild der Hagia Sophia anschließt. Der Dom ist dem ersten serbischen Erzbischof und Nationalheiligen Serbiens Hl. Sava (1175–1236) geweiht. Er wurde auf dem im südlichen Belgrader Stadtzentrum gelegenen Plateau des Vračar, einem 134 Meter hohen Hügel und auf dem Platz errichtet, wo Sinan Pascha 1595 mutmaßlich die sterblichen Überreste des Heiligen Sava verbrennen ließ. Die Kirche gehört zur Erzparechie von Belgrad und Karlovci der serbisch-orthodoxen Kirche.

Mit den Arbeiten an der Kirche wurde 1935 nach Plänen der Architekten Bogdan Nestorović und Aleksandar Deroko begonnen. Nach einem Bauverbot unter der kommunistischen Regierung Jugoslawiens wurde seit 1985 wieder an dem durch Branko Pešić überarbeiteten Projekt gearbeitet. Die äußere Gestaltung der Kirche war 2004 beendet, mit der Innendekoration, die hauptsächlich in Mosaik ausgeführt wird, ist 2016 innerhalb der Kuppel begonnen worden.[2]

Grundsätzliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Architektur des Doms ist den neobyzantinischen Strömungen verpflichtet, die zwischen 1920 und 1941 die Kirchenarchitektur Serbiens bestimmten. Der Entwurf Bogdan Nestorovićs und Aleksandar Derokos gehörte zwischen 1926 und 1935 zu den meistdiskutierten Themen in der Architektur- und Kunstszene Jugoslawiens und war Brennpunkt der stark polarisierten Diskussionen von Befürwortern moderner und traditioneller Kunstrichtungen. Als hochsymbolisches nationales Projekt, das anfangs zumindest auch deklarativ den gesamtjugoslawischen Staat repräsentieren sollte, wird heute in der Krypta der Kirche ein Museum der serbisch-orthodoxen Kirche, eine Erinnerungskapelle an Fürst Lazar und die Grablege der Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche integriert.[3] Für die Innen- und Außendekoration der Kirche sind kostbare Materialien eingesetzt worden, die neben den Dimensionen des Bauwerks zur langen und komplexen Baugeschichte und den hohen Kosten beitrugen. Unter den noch anstehenden Arbeiten werden in den 2010er Jahren unter anderen die Kämpfer-Kapitelle der Eingangssäulen mit aufwendigen Steinskulpturen, die Eingangstüren mit Bronzereliefs, die Innenwände mit Mosaiken und der Boden mit Granitintarsien ausgelegt. Die Fassade ist vollständig mit weißem Marmor verkleidet, Konsolen und die Friese sind durch schwarze und rote Granitsimse akzentuiert.

Das gänzlich von einem Park eingenommene Plateau des Vračar (Plateau des hl. Sava – Svetosavski Plato) beherbergt neben dem Dom auch die Nationalbibliothek Serbiens.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Idee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitgenössische Fresko-Darstellung von Sava, Kloster Mileševa

Die Idee zum Bau der Gedenkkirche geht direkt auf die 300 Jahr Feier der Verbrennung der Gebeine des ersten serbischen Erzbischofs, Lehrers und Heiligen Savas von Serbien durch Sinan Pascha auf das damals vermutete Jahr 1895 zurück. Nach dem Berliner Kongress und der völligen Unabhängigkeit des Königreichs Serbiens vom Osmanischen Reich wuchs innerhalb der religiösen Zirkel der Wunsch dem Gründer des serbischen Autokephalie und einem der maßgeblichen Größen der Geistesgeschichte Serbiens ein Denkmal zu errichten. Als Symbol der mittelalterlichen serbischen Geschichte mit seinem Kaiserreich und der kulturellen Größe, die sich in den vielen bedeutenden serbisch-orthodoxen Klöstern widerspiegelte, hatte insbesondere die Kirche ein großes Interesse dem eigenen Gründungsvater ein ihm gewidmetes Bauwerk zu errichten, was schnell in intellektuellen Kreisen positiv aufgenommen wurde.[4] Dem Heiligen Sava galt überdies im Volk eine kultische Verehrung die durch russophile und slawophile Strömungen verstärkt, insbesondere im Wirken des Belgrader Mitropoliten Mihailo ausgedrückt wurde.[5] Der Heilige Sava wurde durch die serbisch-orthodoxe Kirche auch als Symbol der Einheit der über verschiedene Länder und Territorien lebenden Serben empfunden und sein Kult sollte einer möglichen Vereinigung aller Serben Vorschub geben.[6] Während 1895 auch der "Förderverein zum Bau der Gedenkkirche des Heiligen Sava" durch Mihailo und durch Einschluss bedeutender Bürger Belgrads erfolgte, begann sich die Idee einer Gedenkkirche auf dem Vračar-Hügel in Belgrad zu formieren. Auf eben diesem Hügel erfolgte nach zahlreichen hagiographischen Berichten die von Sinan Pascha befohlene Verbrennung der Reliquie. Mythische Überlieferungen und wundersame Erzählungen in der Volksdichtung hoben den Verbrennungsort im Nachhinein zu einem sakralen und spirituellen Platz. Die Suche nach dem ursprünglichen Ort des Scheiterhaufens wurde in Serbien schon seit 1840 geführt, als der Savindan (27. Januar) als allgemeiner Feiertag im Fürstentum eingeführt wurde, und eine Priester Mihailo 1878 die Information mitgeteilt hatte, das auf dem Vračar 1757 eine Kirche durch die Türken zerstört wurde, an der angeblich wundersame Dinge geschahen. Obwohl keine genaue Kenntnis zum Platz auffindbar war, bestimmte Mihailo überwiegend aus praktischen Gründen, dass der Hügel der geeignetste Platz für eine zukünftige Gedenkstätte ist. Selbst das eigentliche Datum war nicht gesichert und die Serbische Akademie gab ein Datum der Feierlichkeiten zum Jahre 1894 an, während Mihailo aufgrund des schon verstrichenen Jahres die Feiern für 1895 bestimmte, was aber schon früher als Datum geläufig überliefert war. Die heute historisch gesicherte Datierung der aus der Grablege Savas und Krönungskirche der Nemanjiden im Kloster Mileševa 1594 von Sinan Pascha, dem damaligen Großwesir und wichtigen Heerführer im Osmanischen Reich, entwendete Reliquie und deren demonstrative Verbrennung, ist der 27. April 1594. Unmittelbarer Auslöser der als Vergeltung gedachte Aktion war der große serbische Aufstand im Banat zwischen Temeschwar und Pančevo, von der serbisch-orthodoxen Kirche durch den serbisch-orthodoxen Patriarchen Jovan (Patriarch 1592–1614) maßgeblich unterstützt, bildete er eine Teil eines allgemeinen serbischen Aufstandes der auch die Herzegowina und Montenegro ergriffen hatte und dessen militärisches Zentrum der Banat während des Langen Habsburgisch-Türkischen Krieges 1593–1607 bildete.[7] Die Reliquie Savas im Kloster Mileševa war zu der Zeit eine der wesentlichen Identifikationsfiguren im serbischen Nationalbewusstsein, eine Beschreibung der reichen Grablege des Klosters aus dem Jahre 1580, in der der Sarkophag Savas als „gänzlich mit silbernen Ornamenten und vergoldeten Figuren“ beschrieben wurde, gab der venezianische Gesandte an der Hohen Pforte, Paolo Contarini während seines Aufenthaltes in Mileševo.[8]

Bis zu diesem Zeitpunkt war der Hügel geläufig als Englezovac, nach dem schottischen Händler Mackenzie der den größten Teil davon besaß, bekannt. Auf Vorschlag einer Gruppe von Bürgern sollte das Toponym daher auch in Savinac umbenannt werden. 1895 wurde hier daraufhin zuerst eine kleine Gedenkkirche errichtet.

Der nächste Schritt war zu den Feierlichkeiten 1904, als sich die Hundertjahrfeier des Ersten Serbischen Aufstandes jährte, als ein Wettbewerb zur Errichtung der zukünftigen großen Gedenkkirche ausgeschrieben wurde.

Planungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kathedrale bei Nacht

Architekten-Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Ausschreibung 1904[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem König Aleksandar Obrenović 1900 das Projekt auf der Parlamentstagung am 25. Januar 1900 in Niš zu einem Gebäude von nationaler Bedeutung erklärt hatte, gewann das Projekt auch eine politisches Konnotation.[9] Die ersten fünf Pläne und Zeichnungen wurden bald danach angefertigt. 1905 wurde in den Srbskim novinama eine Ausschreibung für einen Architekturwettbewerb bekannt gemacht. Da die Kommission davon ausging, dass die Kapazitäten eines fachlichen Urteils innerhalb des Königreichs Serbien sehr eingeschränkt sind, wurde die Skizzen nach Russland der St. Petersburger Akademie für Schöne Künste übersandt. Von den fünf eingereichten Beiträgen wurde keines von der Akademie akzeptiert, da sie die Prinzipien der Ausschreibung nicht erfüllt hatten. Die Vorgaben sahen vor, dass die Einreichungen zum Wettbewerb im sogenannten „Serbisch-Byzantinischen Stil“ sein sollte, die Struktur des Gebäudes eine Grundfläche von 2000–2500 m² aufweisen sollte sowie ein Heizungs- und Ventillationssystem hätte.[10] Somit wurde keines der Fünf Projekte, die Erleuchteter, Alpha, Hagia Sophia, Drei Kreise und Omega betitelt waren, empfohlen.

Durch die politische Situation, die bald in den Balkankriegen einen militärischen Kontext bekam sowie im Ausbruch den Ersten Weltkrieg ruhten alle weiteren Ideen. In der Zwischenkriegszeit wuchs Belgrad als neue Kapitale des Königreichs Jugoslawien sprunghaft, von 70.000 Einwohner (1909) wuchs sie auf 313.000 (1935),[11] Belgrad wurde um die linksseitigen Save-Bezirke vergrößert, prosperierte ökonomisch und erlangte als Hauptstadt eines viel größeren multikonfessionalen und multiethnischen Landes politische Bedeutung. Diese neuen Rahmenbedingungen prägten die Regeln für eine erneute Ausschreibung. Sie bedingten jedoch auch, dass der Bau der Kirche eine delikate Angelegenheit wurde, da sie nicht mehr nur den serbischen Charakter sondern auch die Bedürfnisse des Gesamtstaates repräsentieren sollte.[12]

Zweite Ausschreibung 1926[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der serbische Patriarch Dimitrije leitete die Kommission der zweiten Ausschreibung zum Bauwettbewerb

Einen erneuten Anlauf bekam das Projekt durch die Gründung des Fördervereins zum Bau der Gedenkkirche auf dem Vračar. Vorstand war der serbisch-orthodoxe Patriarch Dimitrije. Die Kirche sollte jetzt als monumentales Gebäude eine Fläche von 3000 m² erhalten, 6.000 Gläubigen Platz bieten und 80 m Hoch sein.[13] Des Weiteren sollte die Kirch im spätbyzantinischen Stil durch eine Anlehnung an die Bauwerke aus der Zeit von Fürst Lazar (1329–1389) die im Grundriss als trikonchonale Kreuzkuppelkirchen in der sogenannten „Morava-Schule“ repräsentiert sind, angelehnt sein. Die kontroverseste Bestimmung war die Restriktion, dass nur Bürger des Königreiches oder Russische Flüchtlinge die innerhalb der Grenzen des Landes lebten, am Wettbewerb teilzunehmen berechtigt waren.[14] Eine andere Bestimmung sah vor, dass Architekten Erfahrung im Byzantinischen Stil haben mussten, was die Auswahl überwiegend auf serbische Architekten einschränkte. Die Kirche sollte, wie es in der Ausschreibung hieß: „das größte und monumentalste Gebäude des Landes, und die bedeutendste künstlerische Leistung unserer Zeit“ darstellen, ein „nationales Monument sein und als Pantheon dienen“.[15]

Mit der Vorbereitung zur Ausrichtung des Zweiten Byzantinologischen Kongresses 1927 in Belgrad wurde die vorherrschende Strömung einer der mittelalterlichen byzantinischen Kunst verpflichtete Kirchenarchitektur in Serbien nochmals verstärkt.[16] Somit fiel auch die endgültige Entscheidung der Kirchenobersten, dass die Kirche im Stil des Historismus auf Grundlage klassischer byzantinischer Vorbilder und im „Serbisch-Byzantinischen Stil“ zu errichten. Der Konkurs war auch ein Höhepunkt Neobyzantinischer Architekturtendenzen in Serbien.[17]

An dem im Königreich Jugoslawien ausgeschriebenen zweiten Wettbewerb beteiligten sich 1926 insgesamt 22 Architekten. Die Bewertung übernahm die Kommission in der Zusammensetzung Patriarch Dimitrije, Jovan Cvijić als Präsident der SANU (Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste), die Architekten und Akademiemitglieder Andra Stevanović und Bogdan Popović und die Architekten Pera Popović und Momir Korunović.[18] Sie befanden unter den 22 Wettbewerbsbeiträgen nationaler und internationaler Provenienz dennoch keinen einzigen, der alle Vorgaben erfüllte. Nicht einer orientierte sich an der Ausschreibungsvorgabe, dass das Design der Kirche an den „nationalen“ Stil der spätbyzantinischen „Morava-Schule“ angelehnt werden sollte. Die meisten Beiträge waren entweder der Klosterkirche Gračanica oder der Hagia Sophia nachempfunden.[19] Die Kommission beanstandete zudem das die Beiträge insgesamt ein niedriges Niveau geboten hatten.[20] Der bestplatzierte Beitrag stammte von Bogdan Nestorović, dessen Arbeit einen zweiten Platz belegte und eine monumentale Kopie von Gračanica stellte. Ebenso wurden einige weitere Projekte durch den Förderverein aufgekauft. Der eigentliche Grund das sich einige Architekten direkt an das Vorbild der Hagia Sophia und deren Kuppelsystem anlehnten war in der Größe des Bauwerkes zu suchen.[21]

Allgemein wurde mit der Arbeit Nestorovićs ein relativ wenig inspiriertes Modell prämiert, dass aus der Kompilation einfacher Elemente dem Modell Gračanicas nahe stand, während weitere andere Wettbewerbsbeiträge teils stärker expressionistische Formen trugen. So der Wettbewerbsbeitrag der Gebrüder Petar und Branko Krstić, die ein Monument in Romantisch-Expressionistischem Stil entworfen hatten. Auch der Wettbewerbsbeitrag von Milan Zloković und Andrej Pankov hatte eine Kirche mit expressionistischen Formen vorgesehen. Der Wettbewerbszugang von Dušan Babić bestand aus Elementen des Expressionismus und Art Deco. Die anderen Beitrage waren stärker an konventionelle Neobyzantinische Entwürfe angelehnt, wie der des russischen Exilanten Vasilii Androsov, der in seinem konventionellem Entwurf die Kuppel der Hagia Sophia parafierte.[22] Androsovs Arbeit wurde später in verkleinerter Form in der dem Kaiser Konstantin und Kaiserin Helena geweihten Kirche in Požega umgesetzt.[23]

Polemik und Veto durch König Aleksandar I.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Aquarell von 1931 zeigt eine der Studien die Bogdan Nestorovićs angefertigt hat

Mit der Inthronisation des neuen Patriarchen Varnava bekam das Projekt einen überraschenden Impetus. 1930 bestimmte Varnava das Bogdan Nestorović (1901–1975) und Aleksandar Deroko (1894–1988) aus ihren eingereichten Entwürfen eine Synthese im Sinne neobyzantinischer Tendenzen auf Basis der klassischen Frühbyzantinischen Vorbilder Konstantinopels erarbeiten sollten. 1931 wurde der synthetisierte Nestorović-Deroko Entwurf einer deutlich vergrößerten Kirche die jetzt über 3.500 m² Fläche und eine monumentale Kuppel in den Ausmaßen der Hagia Sophia erhalten hatte, durch Varnava sowie der Kommission zum Bau der Kirche angenommen.

Mit dieser Entscheidung setzte die scharfe Polemik um des Gebäudes an, die sich in extrem gegensätzlichen Vorstellungen von Architekten, Bildhauern und Medien im Königreich Jugoslawien entwickelte und 1932 kulminierte. So waren an den Diskussionen insbesondere alle führenden Künstler und Architekten des Landes beteiligt.[24] Der Bildhauer Toma Rosandić plädierte beispielsweise für ein Denkmal, während Ivan Meštrović in dem Gebäude den jugoslawischen Pantheon verwirklicht haben wollte.[24] Höhepunkt bildete die Intervention König Aleksandar I. von Jugoslawien der per Dekret ein Veto über die Entscheidung Varnavas aussprach. Dies erfolgte nachdem sich die Vereinigung der Jugoslawischen Ingenieure und Architekten der Sektion Belgrad (Udruženja jugoslovenskih inženjera i arhitekata – sekcija Beograd) in einem offenen Brief an König, Patriarch, der Förderverein zum Bau der Kirche des Heiligen Sava sowie dem Ministerium für Recht, Bau und Kultur sich nach den Beschlüssen der Sitzung vom 11. Februar 1932 zu einer Wiederholung des Wettbewerbes aussprach. In der Situation berief Varnava einige der Mitglieder im Gremium der Kommission sowie Fachleute zu einem Treffen beim König. Dem König wurden Pläne und Konzepte der von Nestorović und Deroko erarbeiteten Skizzen sowie Entwürfe der urbanistischen Gestaltung des Stadtgebietes vorgelegt und Größen und Dimensionen der Kirche erläutert. Nach ausgiebigen Diskussionen und Annahme der Suggestionen durch König Aleksander I. wurde der Bau von diesem schließlich genehmigt. Die offizielle Baugenehmigung wurde am 4. Juli 1932 durch die Baubehörde in Belgrad genehmigt.[25]

Der Nestorović-Deroko Entwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Grundriss der Kirche. Als Analogie zur Hagia Sophia wird der Naos durch vier große marmorne Säulen mit Byzantinischen Kämpferkapitellen eingerahmt. Zudem ist die Dimension der Kuppel in etwa mit der der Hagia Sophia vergleichbar.
Während Nestorović für den Grundriss und die Architektur der Kirche verantwortlich zeichnete, war Deroko für Fassade, Marmorfriese, Kapitelle und alle weiteren Elemente der Innedeoration und Portale verantwortlich. Die Säulen der Biforien lehnen sich stark an die byzantinische Spätschule der serbischen Kirchen der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts an.

Nestorovićs erster Entwurf lehnte sich ursprünglich sehr eng an das Konzept, die Fassadengestaltung und die Silhouette der Klosterkirche Gračanica an.[26] In seiner weiteren Überarbeitung wurde dieses Modell an den monumentalen klassischen byzantinischen Stil des 6. Jahrhunderts im Zeitalter des Kaisers Justinian I. angenähert. Aleksander Derokos eigener Entwurf, der eher dem direkten Vorbild der Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, der Hagia Sophia im heutigen Istanbul, stärker verpflichtet war, bot damit die eigentliche Ausgangsbasis der Synthese aus beiden Konzepten. Als Zentralkuppelbau unterscheidet sich der finale Nestorović-Deroko-Entwurf jedoch insbesondere im Grundriss von dem der Hagia Sophia, da hier keine Verschmelzung von Basilika und Zentralbau gewählt wurde sowie durch die vier Halbkuppeln und den andersartigen Aufbau der Emporen. Auch besitzt die Hagia Sophia nur eine Kuppel, die Kathedrale des Heiligen Sava 18 unterschiedlicher Größe. Anklänge an den serbisch-byzantinischen Baustil des Mittelalters sind aus der Hinzufügung von vier Glockentürmen in Form von kleinen Kuppeln um die Zentralkuppel als Fünfkuppeltypus sowie in der Art der Kreuzarme, die Anleihen der Raška-Schule und einer obligaten Marmorverkleidung gegeben. Diese Stilelemente treten aber im Gesamteindruck zurück. Dabei besitzt der neue Entwurf jedoch genügend Eigenständigkeit und Individualität um nicht als bloße Kopie der Hagia Sophia verstanden zu werden.[27]

Mit der Abnahme der finalisierten Entwürfe durch das Bauministerium 1935 konnte der Baubeginn nach dem Nestorović-Deroko Plan erfolgen.[25]

Ausführungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauplatz der Kirche wurde in der Sichtachse der wichtigsten kommerziellen Verkehrsader Belgrads der Ulica Kralja Milana zwischen Terazije und vorbei am königlichen Schloss zur Slavija in Verlängerung zum Vračar-Hügel gewählt. Die Kirche war dadurch Endpunkt und Landmarke der von Emilijan Josimović vorgesehenen Allee die von der ehemaligen Schanze Belgrads zu den Vororten führte.[28] Mit der architektonischen Bestimmung in Form einer Byzantinischen Kreuzkuppelkirche in enger Anlehnung an die Hagia Sophia und gewissen nationalen Elementen der mittelalterlichen Bautradition, war in dem gewählten Design sowie der Monumentalität der Kirche, Belgrad als Mittelpunkt der Orthodoxie vorgesehen, der den Verlust Moskaus durch die Oktoberrevolution als Zentrum der Orthodoxen-Christenheit kompensieren sollte.[29]

Bau 1935–1941[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weihung der Grundmauern der Kirche erfolgte am 10. Mai 1939 durch den Patriarchen Gavrilo V.

Die eigentlichen Bauarbeiten begannen am Vračar 1935. Die Vorgängerkirche am Platz der neuen wurde abgerissen sowie etwas versetzt als Ersatz eine kleine Kirche des Heiligen Sava gebaut. Nach Vorarbeiten zur Sondierung des Terrains begannen die ersten eigentlichen Bauarbeiten 1936/37. Die Weihung der Fundamente der Kirche sowie die Niederlegung der Gründungsurkunde erfolgte am 10. Mai 1939. Die Einweihungszeremonie war die bis dahin größte kirchliche Manifestation die in Belgrad abgehalten wurde. Eine große Zahl an Gläubigen versammelte sich zu dem Zwecke in einer Prozession über die Ulica Kralja Milana zum Vračar, wo der damalige Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche Gavrilo V. Dožić die Zeremonie innerhalb der Grundmauern an der Baustelle abhielt.

Durch den Zweiten Weltkrieg wurden die Bauarbeiten 1941 bis zu einer Höhe von 10 m eingestellt.

Einstellung und langjährige Unterbrechung der Arbeiten 1941–1984[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als es aussah, dass die Arbeiten an Dynamik gewannen, wurden am 20. Januar 1940 24 Marmorsäulen aus Italien geliefert, 24 Kämpfer-Kapitelle und 6 Konsolen wurden vom Steinmetzunternehmen „Intramesion“ beendet, weitere 6 Konsolen und 9 Kapitelle wurden nach Zeichnungen Aleksandar Derokos durch den Bildhauer Josif Grasi fertiggestellt und auch das Material für den Sockel aus bosnischem Jablanica-Granit war angeliefert, erfolgte am 6. April 1941 ein Überraschungsangriff des Dritten Reichs auf Belgrad und Jugoslawien, was die Arbeiten am Bau der Kirche mit sofortiger Wirkung für mehrere Jahrzehnte beendete.[30] Die Wehrmacht besetzte Belgrad schon am 11. April, der serbische Patriarch Gavrilo wurde im Konzentrationslager Dachau interniert. Die Wehrmacht besetzte den ummauerten Grundriss der Kirche als Depot für Kriegsgerät wie ebenso später die Rote Armee und die Partisanen Titos.[31] Die Organisation der Baustelle mit den Kanzleien des Bauunternehmens „Rasina“ mit allen Materialien zum Bau der Kirche wurden gelehrt. Deutsche Soldaten drangen in die Räume des Patriarchensitzes sowie den Kabinetten der Professoren Nestorović, Deroko und Zažina in der Technischen Fakultät ein und zerstörten alle vorhandenen Unterlagen. Die gesamte technische Dokumentation mit Ausnahme des Projektidee, die Deroko im Keller in Sicherheit gebracht hatte, ging dadurch verloren. Das ganze Vermögen der Organisation zum Bau der Kirche des Heiligen Sava wurde zerstört oder geraubt, wie auch alle Finanzmittel für den Bau verschwanden.

Während der kommunistischen Periode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gewaltigen Mauern der Bauruine prägten über vier Jahrzehnte den Hügel des Vračar
Patriarch German hatte 88 Gesuche bei der kommunistischen Führung de SR Serbien unternommen um einen Weiterbau bewilligt zu bekommen

Nach dem Krieg bestanden weder materielle noch irgendwelche andere Möglichkeiten für die Wiederaufnahme der Arbeiten. Die sich deklarativ atheistisch bezeichnenden neuen kommunistischen Machthaber widersetzte sich schnell und offen jeglichem Anliegen der Serbisch-Orthodoxen Kirche im Weiterbau der Kirche. Die Baustelle lag somit brach und wurde von Kindern als Spielplatz oder von Zirkustruppen als Aufführunsplatz aufgesucht.

Trotz jahrzehntelanger Bemühungen des Patriarchen der serbisch Orthodoxen Kirche German (Patriarch von 1958–1990) und 88 Gesuchen bei der Führung des Bundes der Kommunisten Serbiens einen Weiterbau genehmigt zu bekommen, dauerte der politisch bedingte Baustopp bis 1984. Dabei wurde 1948 auch der Förderverein zum Bau der Kirche aufgelöst, seine Aufgaben übernahm die Kirche über den Ausschuss zur Leitung des Patriarchats. 1953 konfiszierte das Sekretariat des Innenministeriums über das Dekret 2/3-11.855 das gesamte Eigentum des Fördervereins zum Bau der Kirche, damit selbst die begonnenen Grundmauern der Kirche, und deklarierte diese als Volkseigentum.[32] Dieses Dekret wurde der Kirche jedoch niemals offiziell zugesandt. Trotzdem klagte die Kirche bei verschiedene Adressen zu einer Aufhebung der Verstaatlichung. 1962 teilte die Bundskommision für Glaubenfragen der Kirche mit, das Volkseigentum nicht mehr an die Kirche zurückgegeben werden kann.

Nachdem German 1958 zum Patriarchen der Serbisch-Orthodoxen Kirche ernannt wurde, galt dem Weiterbau der Kirche eines der Hauptanliegen seiner Amtszeit. So sandte er jeden Monat seinen Titularbischof mit einer Liste von Anliegen zum Belgrader Bürgermeister wo unter anderen die Forderung nach der Entfernung der Garagen innerhalb der Mauern der Kirche wie aller weiteren nicht zum sakralen Charakter der Anlage gehörenden Objekte gefordert wurde. Nachdem dieses erreicht war, erbat er 88 mal persönlich für die Rückgabe des Objektes an die Kirche. Germans Hartnäckigkeit führte ihn durch alle Strukturen der jugoslawischen Administration, der Patriarch sprach dabei davon, dass sie ihn von „Pontius zu Pilatus“ schickten, von den niedersten Organen der regionalen Behörden bis zu den Ämtern der Stadt und den ausführenden Organen der Serbischen Regierung und Jugoslawiens.[33]

Bei einem Gesuch am 28. April 1966 der Synode der Serbisch-Orthodoxen Kirche im Beisein Germans beim Präsidenten der Ausführenden Kammer der Serbischen Regierung Dragim Stamenković, wurde der Kirche angeboten die Grundmauern mit einem Dach zu übermauern und darin ein kirchliches Museum oder eine Freskengalerie einzurichten. Nachdem die Synode keine andere Möglichkeit sah, das Objekt anders zu konservieren willigte sie in den Vorschlag einer vorübergehenden Lösung in Form eines kirchlichen Museums, jedoch nicht einer Freskengalerie ein und wurde damit im Nachhinein durch die kommunistischen Machthabern ausgespielt. Selbst noch Petar Stambolić behaarte bei jeglicher weiteren Thematisierung des Problems darauf, das die Kirche die Regelung der Zukunft der Kirche des Heiligen Sava an die Genossen der ausführenden Kammer der SR Serbien übertragen hatten. Der Kirche wurde zudem ein veränderter Inhalt der Unterredung überreicht, in dem die Lokalität zu einem „Museum kirchlicher Altertümer“ und „Galerie für Fresken“ sowie staatlicher Aufsicht unterstellt würde.[34] Die Formulierung „Museum kirchlicher Altertümer“ bildete eine Innovation, der die Kirche aufgrund der offensichtlich unbestimmten Eigentumsbezeichnung sehr misstrauisch blieb. Das Angebot wurde damit auch nicht mehr unterstützt, die weiteren Forderungen zum Weiterbau danach noch unablässiger widerholt. So wurde die Möglichkeit von Spenden der Emigration zum Weiterbau sondiert, was sofort abgelehnt wurde. Nachdem die Serbische Nationalbibliothek vor der Porte der Grundmauern errichtet wurde, galt selbst dies als Grund zu einer Relokation, was der damalige Präsident des serbischen Parlaments Dragoslav Draža Marković angeboten hatte.[35]

Eine Wendung erfuhr die Situation nachdem Dušan Čkrebić zum Präsidenten des serbischen Staatspräsidiums gewählt wurde. Am 19. Juni 1984 teilte er German und den Mitgliedern der Synode mit, dass die Kirche auf dem vorgesehenen Platz gebaut werden dürfe.[36] Čkrebić empfahl dies jedoch nicht lautstark publik zu machen und nur in aller Stille die Bauarbeiten wieder aufzunehmen damit sich keine Kontrareaktion bildet. Selbst die früher dem Projekt völlig abgeneigten Funktionäre in den höheren Positionen der serbischen Regierung duldeten nun stillschweigend die Entscheidung der jüngeren Kollegen und blieben mit der Entscheidung solidarisch.[37]

Wiederaufnahme der Bauarbeiten 1984–2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweite Weihung der Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der grundsätzlichen Freigabe einer Weiterführung der Arbeiten der Kirche durch die Sozialistische Regierung Serbiens 1985 wurde ein neuer Architekt bestellt um den Tempel zu vollenden. Dazu berief Patriarch German den Architekten Branko Pešić (1921–2006), einen Schüler Bogdan Nestorovićs, im September 1984 in seine Residenz im Patriarchen-Palast und eröffnete diesem, dass er als Architekt für den Weiterbau an der Kirche ausgewählt wurde. Pešić, der zuvor das Hochhaus der Beograđanka im Stadtzentrum geplant hatte, musste den Kirchenentwurf in Teilen modifizieren, hielt sich aber überwiegend an den letzten finalen Entwurf Nestorovićs. Es fehlten die im Krieg abhanden gekommenen statischen Konstruktionszeichnungen und alle Projekte der Bauausführung.[24]

Überarbeitung der Pläne durch Branko Pešić[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundplan von Nestorović-Deroko und die durch Pešić vorgenommenen Veränderungen sind insbesondere in der doppelschaligen Kuppel sowie den Dimensionen der Krypta augenfällig.
Für die Fassade nahm Pešić anstatt Belovoder-Sandstein weißen griechischen Marmor, für Ziersockel roten italienischen Granit und für die Fenster eloxiertes Aluminium, dass er schon an der Fassade der Beograđanka eingesetzt hatte. Auf alle Nebenkuppeln setzte er vergoldete Kreuze.

Insbesondere veränderte Pešić jedoch die Dimensionen der Kuppel, deren Durchmesser außen von 32,63 m auf 35 m vergrößert wurde. Die Kuppel wurde um 5 m erhöht und das Kuppelkreuzes wuchs von 6 auf 12 m. Die Fassade erhielt als Anpassung an die ästhetische Moderne durch Weglassen einiger schmückender Details ein einheitlicheres Aussehen, die geplante Fassade aus Sandstein aus Beolvode, aus dem zahlreiche repräsentative Gebäude Belgrads errichtet wurden, wurde von Pešić aus weißem Marmor und roten Granit für Friese, Gesimsen, Arkaden und Pilaster geändert.[38] Auch hatte Branko Pešić entschieden, den Weiterbau in Stahlbeton auszuführen.

Die im Entwurf Nestorović' vorgesehene Krypta mit 1 600–1 800 m² Fläche, einer Kapelle des Heiligen Fürsten Lazar und dem Schatzhaus des Heiligen Sava wurde während des Baubeginns der Kirche 1935 nicht mit ausgeführt. Pešić ließ sie in den vorgesehenen Dimensionen in das begonnene Bauwerk nachträglich integrieren.[39]

Ein Teil der Baupläne hatte Aleksandar Deroko in einem Kriegsversteck im Keller seiner Wohnung eingegraben und nach dem Krieg dem Patriarchat übergeben. Da die Erben Nestorovićs jedoch keine Pläne mehr zur Statik im Archiv des Architekten ausfindig machen konnten, bat Pešić Aleksandar Deroko als einzigen lebenden der ursprünglichen Architekten um weitere Hilfe. Deroko der eigentlich nur Hauptautor in der Ornamentik der Fassade, Kapitelle und Bögen der Kirche war, konnte Pešić bei dem Treffen weitere Pläne vorzeigen, jedoch blieben die statischen Baupläne weiterhin verschollen. Jedoch sicherte Deroko Pešić und explizit nur ihm alleine jede erforderliche Hilfe im Weiterbau von Sv. Sava zu.

Pešićs Überarbeitung der Silhouette der Kirche ging vom Grundplan des Nestorović-Deroko-Entwurfs aus. Er vergrößerte neben der Höhe der Kuppel, die Dimensionen der Halbkuppeln, änderte die Fassadengestaltung, entwarf für jede der Kuppeln ein Kreuz und vergrößerte das Kreuz der Kuppel von 6 auf 12 m mit einem Gewicht von 4 Tonnen. Die Arkaden und Pilaster der Fenster wurden abgeändert, die Fassade wurde anstatt aus Sandstein in weißen Marmor geplant, Bänder der Arkaden an den Fensterbögen durch roten Granit strukturiert, Fenster Türen und Rosetten neu geformt.[40] Der offizielle Weiterbau wurde in einer Messe, bei dem etwa 100.000 Belgrader im noch immer kommunistischen Jugoslawien am 12. Mai 1985 erschienen waren, eröffnet.[41] Die eigentlichen Bauarbeiten begannen am 14. April 1986. Die Arbeiten bedurften insbesondere zahlreicher statischer Interventionen, da die vorgefundenen Vorarbeiten für die Grundmauern der vier Pfeiler für eine Kuppel von 35 m Durchmesser nicht ausreichend bemessen wurden und auch die Tragmauern der Halbkuppeln aus statisch ungenügend festen Ziegeln gemauert wurden. Stahlbeton wurde an allen kritischen Punkten der Grundmauern eingefügt sowie insbesondere die ursprünglich vorgesehene einschalige Kuppel durch eine Doppelschalenkonstruktion mit einem 2 m hohen Gang zwischen den Schalen versehen.

Hydraulische Hebung der 4000 Tonnen schweren Kuppel 1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bautechnisch innovativ waren die Arbeiten an der außen 36 m Durchmesser messenden Kuppel. Pešić wollte sie gänzlich am Boden im Inneren der Kirche bauen lassen. Die über 4.000 Tonnen schwere und 28 m hohe Kuppel wurde mit ihrem 28 Tonnen schweren Kupferdach und samt dem 12 m hohen vergoldeten Kreuz, das schon alleine 4 Tonnen wog, dann durch eine hydraulische Anlage in 20 Tagen auf 40 m Höhe gehoben. Die technisch spektakuläre Hebung der Kuppel durch speziell für den Zweck angefertigte 16 hydraulische Kräne wurde am 26. Mai 1989 von mehreren Fernsehstationen, zahlreichen Medienvertretern sowie angereisten Architekten und Bauingenieuren begleitet. Eine eigene Bühne war vor der Baustelle eingerichtet. Nach der Hebung lag der Scheitel der Kuppel in 68 m und bis zur Spitze des Kreuzes in 80 m Höhe. Am 25. Juni 1989 fand daraufhin unter Leitung des Patriarchen German die erste eigentliche Liturgie in der Kirche statt. Drei Tage vor der 600-Jahr-Feier der Amselfeldschlacht auf dem Gazimestan, versammelten sich 150.000 Menschen auf dem Plateau und in der Kirche.[42]

Vollendung der Außenarbeiten 1990 – 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Zerfall Jugoslawiens in den Jugoslawienkriegen, sowie dem UN-Wirtschaftsembargo gegen die Bundesrepublik Jugoslawien ab 1992 hatten sich die Bauarbeiten Anfang der 90er Jahre stark verlangsamt. 1991 waren dennoch 90 % der Arbeiten an den Betonarmierungen abgeschlossen gewesen. Die weiteren Bauarbeiten wurden zwar bis 1996 fortgesetzt, jedoch unter anderen Prioritäten. Die Serbisch-Orthodoxe Kirche bemühte sich insbesondere auch um kleinere Bauprojekte in ländlichen Gebieten, die stärker unter der Kriegssituation litten sowie um die Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene. Schließlich mussten daraus aus Geldmangel die Architekten und Bauarbeiter am Dom des Heiligen Sava 1996 entlassen werden und die Baustelle wurde für mehrere Jahre aufgegeben. Insbesondere lagerten in dieser Zeit die Marmor- und Granitplatten um die Kirche, die als Betonrohbau jahrelang einen eigentümlichen Anblick im Stadtzentrum Belgrads bot. Während der NATO-Bombardierung Serbiens und Belgrads fand am 20. April 1999 eine Liturgie gegen den Krieg in der Kirche statt, an der wiederum trotz der Gefahr von Bombenalarmen 100.000 Menschen aus Serbien und Montenegro teilnahmen.[43] Der Weiterbau der Kirche wurde zum 5. April 2000 bekannt gegeben und bis 2004 konnte die Marmorverkleidung der Fassade aus griechischen Weißen Marmor und italienischen roten Granit vollendet werden. Im selben Jahr wurde das Bauwerk offiziell eingeweiht. 2003 fand in der Kirche die Messe für den bei einem Attentat verstorbenen Premier Serbiens Zoran Djinđić statt.[44]

Dimensionen und Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufriss und Dimensionen der Kirche mit der zugehörigen Krypta

Technische Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Architektur des Doms des Heiligen Sava ist in Dimension und Stil an die ehemalige byzantinische Kirche der Hagia Sophia in Istanbul angelehnt. Sie wurde im Stil des Neobyzantinismus mit selektiv adaptierten Elementen der Postmoderne erbaut. Die Kirche Besitzt drei Niveaus: Krypta, Erdgeschoss und Choräle. Die Krypta besteht aus zwei geschlossenen Einheiten, der Gedenkkirche des Heiligen Fürsten Lazar und der Grablege der Patriarchen der Serbisch Orthodoxen Kirche. Die Treppen-Zugänge zur Krypta liegen in den Pfeilern im Nordwesten und Südwesten. Das Erdgeschoss der Kirche besitzt drei Eingänge im Norden, Westen und Süden. An jeden Eingang schließt eine Vorhalle an, die durch vier Kuppelturm-Pfeiler der Kirche eingerahmt werden. In den südwestlichen und nordwestlichen Pfeilern liegen die Aufgänge zu Galerien und Krypta. Durchgänge in den Pfeilern verbinden einzelne Raumteile ohne das der Hauptraum der Kirche betreten wird. Im Altarraum stehen Patriarchenthron und Sitze für eine größere Anzahl Bischöfe. Hinter dem Altarraum schließt die Schatzkammer der Kirche als bogenförmige Durchgang an. Sie ist Aufbewahrungsort liturgischer Gegenstände die während der Messen in Gebrauch sind. Galerien und Choräle liegen über den Vorhallen. Durchgänge in den westlichen Kirchenpfeilern verbinden die Galerien miteinander. Über Diakonikon und der Proskomidie liegen jeweils Kapellen. Sie werden u.a. als Taufkapelle genutzt werden. Die 44 m hohen Glockentürme, die in ihren Pfeilern die Kuppel tragen, verbinden über Aufgänge in den Pendentifs zur kreisförmigen Galerie in der Kuppel. Über Rosetten im Kuppelbogen-Gang sowie der Kuppelgalerie ist ein Blick in den Kirchenraum möglich. An der Außenseite der Kuppel dient eine kreisförmige Galerie als Aussichtsplattform über die Stadt.

Maße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuppel und Halbkuppel der Apside

Die Kirche ist eines der größten Gotteshäuser der Welt, mit 91 m × 81 m zu 77 m × 71 m und einer Grundfläche von 3 255 m² zu 7 570 m² entspricht sie ungefähr den Dimensionen der Hagia Sophia in Istanbul. Die Krypta nimmt auf einem Niveau von 6 m eine Fläche von 1 600 m² ein. Die drei Galerien im ersten Niveau über den drei Kreuzarmen der Konchen besitzen eine Gesamtfläche von 1 276 m². Auf ihnen finden die Chöre während der Gottesdienst-Liturgie ihren Platz. Insgesamt sollen maximal 12.000 Menschen in der Kirche Platz haben.[45] Ursprünglich waren neben der Kirche ein neues Patriarchenpalais, eine theologische Fakultät und ein kirchliches Museum, allesamt im Stil der Neorenaissance, geplant, die aber aufgrund fehlender finanzieller Mittel und Neubauten nach dem Krieg wahrscheinlich nicht zu verwirklichen sind.

Zu den umfangreichen Arbeiten die in der Innendekoration anstehen gehören die Ausführung der Mosaiken, die Montage der Elemente der steinernen Wanddekoration, die Vollendung der Galerien und Kapellen in den Vorräumen sowie Arbeiten an Ikonostase und steinernen Taufkapelle.

Einzelne Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kuppel mit 30,5 m Spannweite ruht auf vier Pfeilern und besitzt vier Pendentive. 24 Fenster öffnen diese nach außen. 12 kreisförmige Öffnungen im Tambour sind für Rosetten bestimmt. Ein Galeriegang führt einmal im Tambour und einmal auf Fensterhöhe um die Kuppel.

Die Kuppel der Kirche ist eine Pendentifkuppel über vier Stützpfeilern mit einem inneren Durchmesser von 30,50 m[46] und einem äußeren Durchmesser von 35,15 m was mit den Dimensionen der Hagia Sophia her fast identisch ist (diese hatte ehemals einen verwirklichten Kuppeldurchmesser von 33 m)[47]. Die Kuppel steht auf vier 40 m hohen Jochen, das Quadrat über dem Zentralraum unter der Kuppel hat mit einer Seitenbreite von 39,72 m eine Grundfläche von 1.578 m².[48] Die doppelschalige Kuppel ist insgesamt 27 m hoch und erreicht damit im Scheitel 67 m Höhe außen und 64,56 m innen. Sie hat damit eine etwas größere Scheitelhöhe als die der Hagia Sophia (67 m zu 56 m).[45] Ein 2 m breiter technischer Durchgang liegt zwischen den Schalen. Das vier Tonnen schwere vergoldete Kreuz der Hauptkuppel ist mit Verankerung insgesamt 12 m hoch und als sichtbare Silhouette über der Kuppel 10 m hoch. Die Kirche hat 10 Glockentürme, 4 gruppieren sich als Kuppeln um die Hauptkuppel, jeweils zwei um drei der vier Konchen. Auf allen finden sich vergoldete Kreuze, die nach der Vorgabe im großen Kreuz geformt wurden.

Allgemein ist der Durchmesser der Kuppel des Doms des Heiligen Sava der größte einer orthodoxen Kirche. Nur die Hagia Sophia hatte einen größeren Durchmesser und ist bis heute die größte Kuppel, die nur über vier Stützpunkte erbaut wurde, geblieben. Vergleichsweise haben die großen historischen Kuppeln der St Paul's Cathedral (34 m), im Mailänder Dom (42 m) sowie im Petersdom teilweise bedeutend größere Dimensionen, jedoch ist keine dieser Kuppeln mit nur vier Pendentifen erbaut. So sind die Grundrisse der Kuppeln in der St Paul's Cathedral und im Mailänder Dom achteckig mit acht Pfeilern und acht Pendentifen, die Kuppel des Petersdom ist dann sogar im Grundriss sechzehneckig und hat acht Pendentife.

Säulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Großen Säulen zwischen Vorhalle und Naos fand grüner Aostatal-Marmor Verwendung,
für die Säulen im Altarraum roter Veroneser Marmor.

Als Analogie zum baulichen Vorbild der Hagia Sophia trennt Naos und Vorhallen eine Säulenreihe mit jeweils vier Säulen. Insgesamt trennen somit zwölf grüne Marmor-Säulen Naos und Vorhallen. Im Hauptportal im Eingangsbereich der westlichen Vorhallen stehen ebenfalls vier gleichartige grüne Marmor Säulen. Im Altarraum wurden sechs rote Säulen aus Veroneser-Marmor verwendet. Alle Säulen wurden noch während der ersten Bauphase 1940 verbaut. Die Kämpfer-Kapitelle der Säulen mit christlichen Symbolen, chtonischen Tier-Motiven sowie floralen Ornamenten wurden vom Schweizer Bildhauer Pino Grassi gefertigt.

Ornamentik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Relief-Ornamentik des Bauwerkes hatte in den 1930er Jahren Aleksandar Deroko entworfen und wurde von Pino Grassi ausgeführt. Nach Derokos Vorgaben entstanden bis 1943 neun der Großen Säulen-Kapitelle. Auf den Skizzen Derokos wurden wurden ab 2004 die acht Biforien sowie die noch fehlenden Säulenkapitelle ergänzt. Insgesamt hat der Innenraum auf Erdgeschoss-Ebene26 Säulenkapitelle, dazu sechs Säulen-Kapitelle an den Außenseiten der drei Eingänge. Auf der Ebene der Galerien stehen in der Nord- und Südgalerie je zwei Komposit-Säulen mit Vierfach-Kapitellen. Die Galerien-Aussenseiten haben großflächige Marmor-Flachreliefe. Auch die 24 Marmor-Säulen in der begehbaren inneren Kreisgalerie unterhalb der Kuppel in 40 m Höhe besitzen marmorne Kapitell Ornamente. 12 Rosetten die unterhalb der Galerie im Kuppelgang ausgeführt werden, gestatten später einen Blick in das innere der Kirche. Zum Autor der von Deroko nicht mehr Ausgeführten Skizzen wurde Dragomir Acović ernannt, hauptverantworlicher der Steinmetzarbeiten ist Nebojša Savović Nes.[49]

An allen Eingangstüren der Kirche werden bronzene Reliefs angebracht, für die Lünetten oberhalb der Türen sind Mosaiken vorgesehen. Über die mit Aluminium verzierten Fenster und Rosetten werden Steinskulpturen montiert.

Mosaiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in Ausführung befindliche zentrale Kuppelmosaik mit 1230 m² Fläche ist der Darstellung der Christi Himmelfahrt gewidmet. Es besteht aus einer auf einem Regenbogen sitzenden Figur Christi sowie den umgebenden Figuren der Gottesmutter, Engeln und den Aposteln. Es soll bis 2017 vollendet werden.[50] Die Kosten von über 4 Millionen Euro für die Mosaiken der Kuppel wurden von der russischen Firma Gasprom übernommen.[51] Das Medaillon mit der ganzfigurigen Christusdarstellung wird 14,26 m Durchmesser besitzen. Der Nimbus Christi wird mit 2,75 m Durchmesser größer sein, als ein stehender Mensch.[52] Für den Altar ist eine Darstellung des Pantokrator vorgesehen.[53]

Autor der Mosaiken sind der Russe Nikolaj Aleksandrovič Muhin (Николай Александрович Мухин, *1955), der zuvor schon die Fresken der Moskauer Christus-Erlöser-Kahtedrale mitgestaltet hatte,[54] sowie Jevegeniji Nikolajevič Maximov (Евгений Николаевич Максимов, *1948), dem Direktor der Abteilung für Malerei der Russischen Kunstakademie.[55] In der Russischen Kunstakademie wurde von den Mitarbeitern Muhins und Maximovs ein Modell im Maßstab 1:10 der zukünftigen Mosaiken erarbeitet.[56]

Die Kosten für die Verkleidung der Betonwände des Innenraums mit Mosaiken hatte der Präsident Russlands Wladimir Putin nach dem Besuch der Kirche 2011 zugesichert.[57] Darunter 30 Millionen Euro für die Ausführung durch russische Mosaikspezialisten.[58] Die aufwendige Gestaltung der Heiligendarstellungen und Heilsgeschichte wird in den ersten beiden Phasen bis 2019 andauern und insbesondere von Gazprom unterstützt.[59] Ein Treffen der Direktorin der Russischen Regierungsagentur Rossotrudnicestvo Lubov Nikolaevna Glebova, die von Putin als direkte Beauftragte für die Innendekoration Kirche des Heiligen Sava berufen wurde, fand am 13. November 2015 mit dem Präsidenten Serbiens sowie dem serbischen Außenminister in Belgrad statt.[60] Zuerst werden Kuppel, Halbkuppeln und die Altar-Apsiden mit Mosaiken ausgestattet werden, allein dafür werden bis zu 300 Mosaik-Künstler aus Russland und Weißrussland notwendig sein.

Krypta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Krypta wird die Begräbniskirche des Heiligen Märtyrers Lazar den zentralen Platz einnehmen. Die Krypta ist als kultureller Treffpunkt für Konzerte und die Ausstellung der Schatzkammer der Serbisch-Orthodoxen Kirche vorgesehen. Während der Naos der Kirche mit Mosaiken ausgeschmückt wird, sind für die Krypta Fresken geplant. Die Wände werden außerdem mit Travertin und Kalkstein bedeckt.

Für die Mosaiken der Kirche und die gesamte Inneneinrichtung ist der Architekt Dragomir Acović verantwortlich.

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 49 Glocken des Doms stammen aus der österreichischen Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck. Vier Glocken sind normale Läuteglocken, die übrigen 45 sind Bestandteil eines Carillons. Die größte Glocke mit einem Durchmesser von 2,04 m wiegt 6 128  kg, die zweitgrößte 3 650 kg. Die kleinste Glocke mit 20 cm Durchmesser hat etwa 11 kg. Für die Zeitmessung besitzt das Läutewerk einen Empfänger für die Atomuhr in Stuttgart.[61]

Fenster und Türen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rahmen von Fenster und Rosetten der Kirche sind aus eloxiertem Aluminium, wie sie von Pešić schon in der Außenverkleidung der Beograđanka genutzt wurden. Die Fenster selber bestehen aus Kristallglas. Anstatt der zuerst vorgesehenen Aluminium-Portale wurde große Holztüren eingebaut.

Boden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der beheizte Boden wird aus verschiedenfarbigen Granitplatten gefertigt werden, wie er in der Krypta schon fertig zu sehen ist.

Stilkritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht des Naos mit Kuppel, Halbkuppeln und Biforienfenstern

Von Seiten der Architekturkritik wurde die Kirche und deren Bauplan unterschiedlich gewertet. Insbesondere waren die Wettbewerbe in den 1920er und 30er Jahren die meistdiskutierten des ehemaligen Jugoslawiens. Mit dem Wiederbeginn der Bauarbeiten und der Überarbeitung der Pläne wurde der Bau wieder zum Fokuspunkt zahlreicher Kritiken. Diese konzentrierten sich auf die Statik des Bauwerks, insbesondere der Kuppel, den verwendeten Materialien der Fassade um die ein jahrelanger Streit um radioaktive Belastungen, den Glocken wie der Form des Kreuzes entbrannte.

Das eigentliche Bauwerk wurde in der Regel als mehr oder minder gelungene Interpretation einer Klassischen Bauform der Hagia Sophia gewürdigt. Für den italienischen Architekten und Architekturkritiker Pier Paolo Tamburelli (Tamburelli war 2016 auf der Harvard Shortlist der Finalisten für den Wheelwright prize)[62] bietet die „plumpe“ äußere Silhouette der Kirche keinen Vorteil für die Stadtansicht Belgrads, er betont aber, das die „unförmige Masse von Marmor einen Raum von ungewöhnlicher Schönheit verschleiert“. Die Innenansicht des Beton-Rohbaus bezeichnet er als „unglaublich rein und würdevoll“, sowie das Kuppel und vier Halbkuppeln der Apsiden eine „einheitliche und trotzdem gut entwickelte Tiefe und einen überraschend kompakten Raum“ bilden.[63] Auf die Analogie zum klassischen Raumentwurf der Hagia Sophia streicht Tamburelli den eigenen Charakter Sv. Savas heraus, in dem dieser durch „Roh- und Sanftheit“ eines streng symmetrischen Grundrisses und „erstaunlicher“ Empfindlichkeit für Licht besticht. Raum- und Lichtwirkung an Wänden und Wölbungen im Dom des Heiligen Sava vergleicht er mit Architektur-Arbeiten von Rachel Whiteread sowie Licht-Studien Luigi Morettis an Modellen von Barockkirchen Roms. Die eindringliche Raumwirkung und Schönheit führt er nicht auf die Masse an Beton, sondern der dieser zugrundeliegende Architektur, den Maßen und Beziehungen der einzelnen Formen und Raumteile zueinander und ihrer delikaten Anordnung zurück. Das Innere der Kirche ist für ihn in seiner Wirkung nicht erhaben sondern wunderschön jedoch war dies weder aus dem Entwurf noch aus den genutzten Baustoffen einfach abzuleiten oder weiter reproduzierbar:

„Man fragt sich, ob es möglich ist, eine geeignete Theorie zu entwickeln, die rück-aneigbare Ressourcen aus dem Bauwerk von Sveti Sava produziert und ob diese immer noch verfügbar sind, ob es erlaubt ist (und ich scherze nicht), schrecklich klassische Layout-Entwürfe zu nutzen, ob eine Chance besteht, ein ebenso sensibles Material und ein ebenso tolerantes gegenüber seinen ungeschickten Handwerkern zu finden. Was für eine Architekturtheorie würde solch eine Architektur benötigen, wenn solch ein Bauwerk entstehen sollte.“

Pier Paolo Tamburelli, 2006, Domus: Hram Svetog Save – The Concrete Cathedral[64]

Statuen in der Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Statue des hl. Sava, die sich vor dem Dom befindet, ist ein Geschenk der russisch-orthodoxen Kirche. Die Statue des Karađorđe unweit des Doms wurde 1974 aufgestellt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tanja Damnjanović 2005: „Fighting“ the St. Sava: Public Reaction to the Competition for the Largest Cathedral in Belgrade. Centropa, 5 (2), 125-135.
  • Ljubomir Milanović 2012: Materializing Authority: The Church of Saint Sava in Belgrade and its Architectural Significance. Serbian Studies, 24 (1-2), 63-74.
  • Pier Paolo Tamburelli 2006: Hram Svetog Save, the Concrete Cathedral. Domus, 898, December 2006, 68-71.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kathedrale des Heiligen Sawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizielle Seite
  • Webcam auf die Heilige Sava
  • Feuilleton von Branko Pešić, dem Architekten und Projektanten des Weiterbaus ab 1984 in den Večernje Novosti (1), (2), (3), (4), (5), (6), (7)
  • Feuilleton des serbischen Nachrichtenmagazins NIN zur Baugeschichte der Kirche und einem Interview von Branko Pešić (1), (2), (3a), (3b), (4)
  • Bericht der Tagesthemen der ARD vom 22. April 2008 über die jahrzehntelangen Bauarbeiten an der Kirche (ab 00:24:49)
  • Interview mit Nikolaj Muhin anlässlich der Präsentation der saik-MoModelle im Russischen Kulturzentrum in Belgrad am 3. Dezember 2016[2]
  • Interview mit Vojislav Milovanovic dem derzeitigen Leitenden Architekten der Kirche, Audio und Text vom 16. Januar 2017 [3]

Quellen/ Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vuk Štrbac, 2013: Istoricizam ili Pastiš. Nasleđe, 6, 55-76 online (Serbisch mit Franzöischer Zusammenfassung; PDF)
  2. Politika, 17. Dezember 2016 Interview mit dem Russischen Author der Mosaikarbeiten der Kuppel von Sv. Sava
  3. Riznica pod zemljom, Politika, 25. Januar 2009
  4. Vuk Štrabac 2013: Historicisme ou pastiche. S. 56
  5. Bojan Aleksov, 2003: Nationalism in Construction: The Memorial Church of St. Sava on Vračar Hill in Belgrade. In: Balkanologie – Revue d'etude pluridisciplinaire, Vol. VII, n° 2, 47-72, décembre 2003. Hier S. 52
  6. Bojan Aleksov, 2003: Nationalism in Construction: The Memorial Church of St. Sava on Vračar Hill in Belgrade. S. 52
  7. Milorad Ekmečić 2011: Dugo kretanje između klanja i oranja – istorija Srba u novom veku (1492–1992). Evro-Giunti, 4. Ausgabe, Belgrad. ISBN 978-86-505-1614-0 Hier S. 45
  8. Milorad Ekmečić 2011: Dugo kretanje između klanja i oranja – istorija Srba u novom veku (1492–1992). S. 46
  9. Ljubomir Milanović 2012: Materializing Authority: The Church of Saint Sava in Belgrade and its Architectural Significance. Serbian Studies, 24 (1-2), 63-74. Hier S. 67
  10. Ljubomir Milanović 2012: S. 67
  11. Tanja Damljanovic Conley 2010: Belgrade. In: Emily Gunzburger Makaš (Hrsg.) 2010: Capital Cities in the Aftermath of Empires: planning in central and southeastern Europe. 45-60, Routledge, London. ISBN 0-415-45943-5 Hier S. 53
  12. Tanja Damljanovic Conley 2010: S. 56
  13. Ljubomir Milanović 2012: S. 67
  14. Ljubomir Milanović 2012: S. 68
  15. Ljubomir Milanović 2012: S.68.
  16. Aleksandar Kadijevic:EVOKACIJE I PARAFRAZE VIZANTIJSKOG GRADITEQSTVA U SRPSKOJ ARHITEKTURI OD 1918 DO 1941 (PDF; 332 kB). GODINE
  17. Aleksandar Kadijević 2016: Byzantine architecture as inspiration for serbian new age architects. Katalog der SANU anlässlich des Byzantinologischen Weltkongresses 2016 und der Begleitausstellung in der Galerie der Wissenschaften und Technik in der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Serbian Committee for Byzantine Studies, Belgrade. ISBN 978-86-7025-694-1 Hier S. 53
  18. NIN, Nr. 2696, 29. August 2002 Ta, pocnite jednom stogod
  19. Ljubomir Milanović 2012: S. 69
  20. Ljubomir Milanović 2012: S. 70
  21. Aleksandar Kadijević 2016: S. 53
  22. Aleksandar Kadijević 2016: S. 53–55
  23. Aleksandar Kadijević 2016: S. 57
  24. a b c Branko Pešić, 1988: Spomen Hram Sv. Save na Vračaru u Beogradu 1895–1988. In: Sveti Arhijeriejski Sinod Srpske Pravoslavne Crkve, Belgrad. S. 32
  25. a b Nin, 2996, 29. August 2002. In: co.rs. www.nin.co.rs, abgerufen am 21. Dezember 2016.
  26. Tanja Damljanović: Dva hrama za dve konfesije – traganje za moderno-vizantijskim (PDF; 1,4 MB), 2005, In: Nasleđe, br. 6, str. 77-84
  27. Vuk Štrabac 2013: HISTORICISME OU PASTICHE. Nasleđe. Serbisch und Französisch Istoricisam ili pastiš (PDF)
  28. Tanja Damljanovic Conley 2010: Belgrade. In: Emily Gunzburger Makaš (Hrsg.) 2010: Capital Cities in the Aftermath of Empires: planning in central and southeastern Europe. 45-60, Routledge, London. ISBN 0-415-45943-5
  29. Tanja Damljanovic Conley 2010: S. 56
  30. NIN, 2697, 5. September 2002
  31. Pier Paolo Tamburelli 2006: Hram Svetog Save – The concrete cathedral. Domus, 898, Dezember 2006. (lokales JPG)
  32. NIN, 2697, 5. September 2002
  33. NIN, 2697, 5. September 2002.
  34. NIN, 2697, 5. September 2002
  35. NIN, 2697, 5. September 2002
  36. NIN, 2697, 5. September 2002
  37. NIN, 2697, 5. September 2002
  38. Popio sam dve rakije Interview mit dem Architekten Branko Pešić, NIN, 5. September 2002.
  39. Zanos, pa zastoj – Podizanje Hrama Svetog Save NIN, 12. September 2002.
  40. NIN, 5. September 2002 Popio sam dve rakije – Intervju: Branko Pešić, arhitekta
  41. NIN, Nr. 2698, 12. September 2002 Zanos, pa zastoj – Podizanje Hrama Svetog Save
  42. ibid NIN, Nr. 2698, 12. September 2002 Zanos, pa zastoj – Podizanje Hrama Svetog Save
  43. ibid NIN, Nr. 2698, 12. September 2002 Zanos, pa zastoj – Podizanje Hrama Svetog Save
  44. Pier Paolo Tamburelli 2006: Hram Svetog Save – The concrete cathedral.
  45. a b Branko Pešić, Feuilleton der Večernje novosti, 9. Mai 2004.
  46. Hram u prostoru i brojevima
  47. Helge Svenson 2010: DAS BAUWERK ALS »AISTHETON SOMA« - EINE NEUINTERPRETATION DER HAGIA SOPHIA IM SPIEGEL ANTIKER VERMESSUNGSLEHRE UND ANGEWANDTER MATHEMATIK. In: Falko Daim · Jörg Drauschke (Hrsg.) Byzanz – das Römerreich im Mittelalter Teil 2, 1 Schauplätze, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte [1]
  48. Organizacija unutraasnjeg prostora hrama i njegove funkcije
  49. Radio Televizija Srbije, 24. Feb. 2015 Reljefna ornamentika Hrama Svetog Save - Nebojša Savović Nes (Небојшa Савовић Нес рељефнa орнаментика Храма Светог Саве - Katalog der Ausstellung in der Galerie von RTS vom 24.02-17.03.2015 zu den Ornamenten von Nebojsa Savovic Nes in Sv. Sava:PDF)
  50. Predstavljena maketa kupole hrama svetog Save
  51. Za Hram Svetog Save 15 miliona evra
  52. Оформление убранства главного купола Храма Святого Саввы в Белграде
  53. Politika, 17. Dezember 2016 РАЗГОВОР НЕДЕЉЕ: НИКОЛАЈ МУХИН, академски сликар и иконописац Храм Светог Саве припада читавом православљу
  54. Novosti, 26. Nov. 2015 Ukrašavanje Hrama svetog Save odlažu komplikovane procedure
  55. Russische Kunstakademie, Projekt der Mosaiken der Kirche des Heiligen Sava ОФОРМЛЕНИЕ ВНУТРЕННЕГО УБРАНСТВА ХРАМА СВЯТОГО САВВЫ В БЕЛГРАДЕ
  56. Modell des Kuppelmosaiks in der Russischen Kunstakademie Визит митрополита Илариона в РАХ в рамках проекта по созданию внутреннего мозаичного убранства Храма Св.Саввы в Белграде.
  57. Novosti, 28. März 2011 Putin posetio Hram Svetog Save
  58. Novosti, 7. Oktober 2014 Rusi daju 30 miliona evra za oslikavanje Hrama Svetog Save
  59. RTS, 15. November 2015 Sve spremno za početak radova na Hramu Svetog Save
  60. Tanjug, 13. Nov. 2015 Nikolic confers with Russian official
  61. Homepage der Kathedrale mit Architekturdaten, (nur serbisch; aber die Zahlen kann man lesen); der Google-Übersetzer liefert für den fraglichen Passus Folgendes: „bei den westlichen Türmen wurden 49 Glocken, 4 schwenkbare und 45 in einem „svirajućih“ (Glockenspiel) eingebaut“, abgerufen am 4. Oktober 2013.
  62. Harvard GSD Shortlist 4 Architects for 2016 Wheelwright prize
  63. Pier Paolo Tamburelli 2006: Hram Svetog Save – The concrete cathedral. Hier S. 71
  64. Pier Paolo Tamburelli 2006: Hram Svetog Save – The concrete cathedral. Hier S. 71

Koordinaten: 44° 47′ 53″ N, 20° 28′ 9″ O