Baveno

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Baveno
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Baveno (Italien)
Baveno
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 45° 54′ N, 8° 30′ OKoordinaten: 45° 54′ 20″ N, 8° 30′ 0″ O
Höhe 205 m s.l.m.
Fläche 17 km²
Einwohner 4.961 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 28831
Vorwahl 0323
ISTAT-Nummer 103008
Volksbezeichnung bavenesi
Schutzpatron Gervasius und Protasius (19. Juni)
Website Baveno
Baveno und seine Granitbrüche im Hintergrund

Baveno ist eine Gemeinde am Westufer des Lago Maggiore in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf einer Höhe von 205 m ü. M. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 17 km². Seine Fraktionen sind Feriolo, Oltrefiume, Romanico, Roncaro und Loita. Die Nachbargemeinden sind Gravellona Toce, Stresa und Verbania.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs kam es nach Italiens Kriegsaustritt im September 1943 im Massaker vom Lago Maggiore zu den ersten Massenmorden an Juden in Italien, wobei vor allem Bewohner von Meina, Arona und Baveno am piemontesischen Westufer des Sees betroffen waren.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl Einwohner
Jahr 18611871188119011921193119511961197119912001201120172018
Einwohner 1.4231.8122.3002.5082.7262.9593.4893.8274.2314.5104.5544.8174.8664.883

Unternehmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den bis in den Ort hineinragenden Bergen, wie z. B. dem Hausberg Monte Camossio, wird rosa Granit abgebaut und teilweise am Ort verarbeitet. Das Gestein aus Baveno wurde unter anderem beim Bau der Galleria Vittorio Emanuele in Mailand und der Basilika San Paolo in Rom verwendet. Die von Architekt Fabrizio Bianchetti 1997 konzipierte Skulptur Il lago e le montagne an der Uferpromenade von Baveno zeigt in Form von Bergspitzen die verschiedenen, aus der Region stammenden Werksteine grüner, weißer und rosa Granit sowie Silber-Gneis.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baveno ist seit dem 19. Jahrhundert als Ferienort etabliert und bietet vom bed&breakfast bis zum Grand Hotel zahlreiche Touristenunterkünfte und die entsprechende Infrastruktur. Sehenswert sind die öffentlich zugängliche Villa Fedora mit ihrem großen Park sowie die Kirche „SS Gervasio e Protasio“ aus dem 18. Jahrhundert und einem Baptisterium aus dem 11. Jahrhundert mit einem Portikus aus dem 16. Jahrhundert. Von der Schiffsanlegestelle mit einem alten Jugendstilgebäude verbinden verschiedene Linien den Ort mit den vorgelagerten borromäischen Inseln und anderen Orten am See.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Santi Gervaso e Protaso
    Pfarrkirche Santi Gervaso e Protaso und Kreuzweg.
  • Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert.
  • Wohnhaus Morandi aus dem 18. Jahrhundert.
  • Villa Fedora im Jahr 1857 gebaut und vom Komponist Umberto Giordano gekauft.
  • Villa Branca von der Königin Victoria (Vereinigtes Königreich) in der Ferien bewohnt.
  • Villa Della Casa heute Villa Bionda erbaut 1875 vom Schweizer Architekten Augusto Guidini für den Unternehmer Nicola Della Casa.
  • Villa Mussi im Ortsteil Oltrefiume beherbergte lange Zeit den Dichter Marino Moretti.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Guida D'Italia, Milano 1976, S. 660, Baveno online (italienisch)
  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Baveno – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Baveno auf gedenkorte-europa.eu, der Homepage von Gedenkorte Europa 1939–1945