Ulrich Mäurer

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Ulrich Mäurer, Innensenator des Bundeslandes Bremen.

Ulrich Mäurer (* 14. Juli 1951 in Höhr-Grenzhausen) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Er ist seit dem 7. Mai 2008 Senator für Inneres des Landes Bremen.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1971 am Gymnasium nahm Mäurer ein Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten in Marburg und Bremen auf, das er 1978 mit der Prüfung im Rahmen der einstufigen Juristenausbildung abschloss. Er trat ein Jahr später als Assessor in den bremischen Verwaltungsdienst ein und wurde später mit der Wahrnehmung diverser Referentenaufgaben in der Dienststelle des Senators für Rechtspflege und Strafvollzug beauftragt. Im November 1987 übernahm er die Leitung des Ausbildungs- und Prüfungsamtes für die einstufige Juristenausbildung und im August 1988 wurde er Abteilungsleiter in der Dienststelle des Senators für Justiz und Verfassung. Im Januar 1997 wurde er gleichzeitig Geschäftsführer des landeseigenen Dienstleistungsbetriebes JUDIT.

Mäurer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mäurer trat 1970 in die SPD ein. 1997 wurde er Staatsrat beim Bremer Senator für Justiz und Verfassung. In dieser Funktion wurde er bekannt durch einen umstrittenen Vorschlag zur Richterwahl im Jahr 2002[1] und einen 2006 veröffentlichten Untersuchungsbericht zum „Fall Kevin“, in dem er den zuständigen Ämtern schwerwiegende Fehler im Zusammenhang mit dem Tod eines zweijährigen Jungen vorwarf.[2]

Am 7. Mai 2008 wurde Mäurer als Nachfolger Willi Lemkes Senator für Inneres und Sport (Senat Böhrnsen II).[3] 2009 übte er turnusgemäß den Vorsitz in der Innenministerkonferenz der Länder aus. 2011 wurde er in seinem Amt als Senator bestätigt (Senat Böhrnsen III).

2014 wurde eine Kostenbeteiligung des DFB für den regelmäßig nötigen massiven Polizeieinsatz bei Fußballspielen gefordert, was seitens der Deutschen Fußball-Liga (DFL) auf Widerspruch stieß.[4][5]

Weitere Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mäurer ist als Senator Mitglied in den Aufsichtsgremien der Bremer Totto und Lotto Gesellschaft und der Bremer Weserstadiongesellschaft.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrich Mäurer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Welt: Henning Scherf stärkt Ulrich Mäurer den Rücken. 12. Dezember 2002
  2. Fall Kevin: Bericht weist Sozialamt massive Fehler nachÄ. Der Spiegel vom 31. Oktober 2006
  3. Pressemitteilung der Bremischen Bürgerschaft: Bürgerschaft wählt Ulrich Mäurer zum neuen Senator für Inneres und Sport. 7. Mai 2008
  4. http://www.tagesspiegel.de/sport/fussball-kosten-beteiligung-in-bremen-rechtens/10244538.html
  5. http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/sport-bremer-innensenator-kosten-beteiligung-verfassungsgemaess-13062183.html