Varrel

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Wappen Deutschlandkarte
Varrel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Varrel hervorgehoben

Koordinaten: 52° 37′ N, 8° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Kirchdorf
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 43,99 km2
Einwohner: 1537 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27259
Vorwahl: 04274
Kfz-Kennzeichen: DH, SY
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 043
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Website: www.varrel.de
Bürgermeister: Wilfried Wöltje
Lage der Gemeinde Varrel im Landkreis Diepholz
Landkreis DiepholzNiedersachsenNordrhein-WestfalenNordrhein-WestfalenLandkreis OsnabrückLandkreis Nienburg/WeserBremenDelmenhorstLandkreis VerdenLandkreis VechtaLandkreis OldenburgLandkreis CloppenburgStemshornLemfördeQuernheimBrockumMarlQuernheimHüdeLembruchDümmerDiepholzDrebberBarnstorfWetschenDickelRehdenHemslohBarverFreistattWehrbleckBahrenborstelVarrelKirchdorfWagenfeldBarenburgBarenburgEydelstedtSulingenDrentwedeScholenEhrenburgNeuenkirchenMaasenBorstelSiedenburgMellinghausenStaffhorstSchwafördenAsendorfAffinghausenSudwaldeSchwarmeMartfeldBruchhausen-VilsenTwistringenBassumSykeWeyheStuhrKarte
Über dieses Bild

Varrel ist eine Gemeinde im Landkreis Diepholz in Niedersachsen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Varrel gehören auch die Dörfer Brümmerloh und Dörrieloh. In der Gemeinde leben 1.700 Menschen auf einer Fläche von 4.383 ha. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Kirchdorf, die ihren Verwaltungssitz im Ort Kirchdorf hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Varrel soll aus dem plattdeutschen Begriff fort für Durchfahrt entstanden sein.
Varrel wurde erstmals 1232 urkundlich erwähnt. Das Küsterhaus von 1832 diente bis 1982 auch als Schule und seit 1991 kulturellen Zwecken. Ein Großbrand vernichtete 1869 die alte Varreler Kirche sowie 35 umliegende Gebäude und wichtige Dokumente. Die Marienkirche stammt von 1871. Bis etwa 1880 befand sich in Varrel ein Nebenzollamt, später ein Hauptzollamt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien sowie deutschstämmige Familien aus Bessarabien hier eine Heimat.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Dörrieloh eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Varrel setzt sich aus elf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • UWG: elf Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2021)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 war Heinrich Hustedt ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Varrel. Am 5. November 2021 wurde Wilfried Wöltje zum neuen Bürgermeister gewählt.[5] Gemeindedirektor war von 1974 bis 2004 Armin Tiemann.

Bisherige Amtsinhaber:

  • 1974–1991: Fritz Speckmann
  • 1991–2011: Ortwin Stieglitz
  • 2011–2021: Heinrich Hustedt
  • seit 2021: Wilfried Wöltje

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Varrel zeigt über einem roten gewellten Schildfuß gespalten von Blau und Gold, vorne ein goldenes anstoßendes Kreuz und hinten einen blauen stilisierten Baum; im Schildfuß eine goldene Pflugschar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Marienkirche

In der Liste der Baudenkmale in Varrel sind fünf Baudenkmale aufgeführt, darunter:

  • Die St. Marienkirche ist ein neugotischer Backsteinbau. Sie wurde 1870/71 nach Plänen von Conrad Wilhelm Hase errichtet. Dabei wurden die Außenmauern eines 1869 abgebrannten Vorgängerbaues verwendet. Der kelchförmige achteckige Taufstein stammt aus dem 15. Jahrhundert, die sonstige Innenausstattung (Kanzel, Orgel, Gestühl) aus der Zeit des Neubaus der Kirche.[6]
  • Das Küsterhaus befindet sich im Ensemble mit der Kirche im Ortskern und wird seit 1991 für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Es war ursprünglich das alte Schul- und Küsterhaus, das bis 1833 erbaut wurde. In den Räumlichkeiten befand sich bis 1982 die Grundschule Varrel. Auf Initiative des Vereins Kultur im Küsterhaus wurde das Gebäude 1989 von Grund auf saniert.[7]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Varrel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/wenn-erinnerungen-wehtun-2903454.html
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.
  4. https://votemanager.kdo.de/20210912/032515404/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&stimmentyp=0&id=ebene_8_id_55
  5. https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/kirchdorf-ort120456/wilfried-woeltje-ist-neuer-buergermeister-in-varrel-91097768.html
  6. VARREL Kr. Diepholz. Ev. Kirche. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1291 f.
  7. Das Küsterhaus in Varrel – Das Haus