Barnstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Barnstorf
Barnstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Barnstorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 43′ N, 8° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Barnstorf
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 52,29 km2
Einwohner: 6292 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 49406,
49457 (Dreeker Fladder)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 05442
Kfz-Kennzeichen: DH
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 4
49406 Barnstorf
Webpräsenz: www.barnstorf.de
Bürgermeisterin: Elke Oelmann (Grüne)
Lage der Gemeinde Barnstorf im Landkreis Diepholz
Landkreis Diepholz Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Landkreis Osnabrück Landkreis Nienburg/Weser Bremen Delmenhorst Landkreis Verden Landkreis Vechta Landkreis Oldenburg Landkreis Cloppenburg Stemshorn Lemförde Quernheim Brockum Marl Quernheim Hüde Lembruch Dümmer Diepholz Drebber Barnstorf Wetschen Dickel Rehden Hemsloh Barver Freistatt Wehrbleck Bahrenborstel Varrel Kirchdorf Wagenfeld Barenburg Barenburg Eydelstedt Sulingen Drentwede Scholen Ehrenburg Neuenkirchen Maasen Borstel Siedenburg Mellinghausen Staffhorst Schwaförden Asendorf Affinghausen Sudwalde Schwarme Martfeld Bruchhausen-Vilsen Twistringen Bassum Syke Weyhe StuhrKarte
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Barnstorf (Plattdeutsch: Baarnstrup) ist ein Marktflecken und der Verwaltungssitz in der gleichnamigen Samtgemeinde im Landkreis Diepholz in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barnstorf liegt zwischen dem Naturpark Dümmer und dem Naturpark Wildeshauser Geest, ungefähr mittig zu Bremen und Osnabrück. Westlich der Ortschaft befindet sich das Große Moor. Durch den Ort fließt die Hunte.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flecken Barnstorf gliedert sich in Aldorf, Dreeke/Mäkel und Rechtern. Zur politischen Samtgemeinde Barnstorf gehören die Ortschaften Drebber, Eydelstedt und Drentwede mit insgesamt 14.074 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2007).

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es herrscht ein gemäßigtes Seeklima, beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Barnstorf 8,5–9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ganggrab von Düste wurde hierhin versetzt. Nachdem ab 780 n. Chr. von Karl dem Großen (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) neun Missionssprengel zur Christianisierung der unterworfenen Sachsen errichtet worden waren, wurden von der Missionszelle Visbek aus durch Abt Gerbert Castus die ersten Kirchengemeinden in der Umgebung gegründet.[2] Zu diesen zählte im Lerigau die Pfarrkirche Barnstorf.[3]

Urkundlich erwähnt wird Barnstorf erstmals 890. Wegen der Grenznachbarschaft der Bistümer Osnabrück und Münster wurde der Ort mehrfach Schauplatz der Befehdungen. Zwischenzeitlich war Barnstorf Teil der Grafschaft Diepholz, kam aber später an die Herzöge von Braunschweig. Nach der französischen Besetzung kam die Ortschaft und die umliegenden Weiler an das Königreich Hannover. Die Ortschaft wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert an die Bahnlinie Bremen-Osnabrück angeschlossen. 1952 fanden erste Erdöl- und Erdgasbohrungen durch die Wintershall AG statt. 1964 stationierte die Bundeswehr hier das Flugabwehrraketenbataillon 25, das 2005 wieder abgezogen wurde. Seit 1974 ist Barnstorf der Sitz der Samtgemeinde Barnstorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Aldorf, Dreeke und Rechtern eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat/Fleckensrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Barnstorf besteht aus 19 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 6.000 und 7.000 Einwohnern.[5] Die neun Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 23,70 % 5
SPD 26,71 % 5
WGB 16,18 % 3
Bündnis 90/Die Grünen 17,48 % 3
FDP 14,72 % 3
Einzelbewerberin Fuhs 1,18 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 51,99 %[6] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Elke Oelmann (Grüne) zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin für die aktuelle Wahlperiode.[8]

bisherige Amtsinhaber
  • bis 2011: Peter Luther (CDU)
  • seit 2011: Elke Oelmann (Grüne)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Barnstorf
Blasonierung: „Auf rotem Grunde einen blau gekrönten und bewehrten goldenen Löwen, der in den Vorderpranken ein silbernes Kreuz hält.“[9]
Wappenbegründung: Das silberne Kreutz ist der Kirche gewidmet, die blauen Krallen, Krone und die blaue Zunge stehen für die Hunte.

Kultur, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Veit-Kirche in Barnstorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus 2007 wurde ein von der Samtgemeinde Barnstorf in Auftrag gegebenes Gutachten veröffentlicht, das sich mit dem Wassertourismus auf der Hunte zwischen dem Dümmer und der Stadt Wildeshausen befasst.[10]

Zwischen dem Barnstorfer Umwelt-Erlebnis-Zentrum (BUEZ) und dem Naturschutz- und Informationszentrum (NIZ) in Goldenstedt verkehrt in der warmen Jahreszeit regelmäßig die Bimmelbahn Jan Spieker.[11]

Ansässige Unternehmen

Fa. Bröring
  • Wintershall (Erdöl- und Erdgasproduzent)[12]
  • LR Facility Services (Handwerks- und Gebäudedienstleistungsunternehmen)
  • Bröring (Futtermittelproduktion und Agrarhandel)
  • BTB Baustoffe-Transporte GmbH (International tätige Spedition)
  • Lubing (Maschinenbau mit Schwerpunkt Agrarindustrie)
  • Protec Kunststoff-Produktionstechnik GmbH

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen

Bahn Der Bahnhof Barnstorf (Han)[14] liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg, die am 15. Mai 1873 eröffnet wurde.[15] Das Empfangsgebäude, das bis heute besteht, wurde 1872 eingeweiht.[16] Die Umgestaltung von Bahnhof und Platz gilt als beispielhaft für die Aufwertung kleinerer Bahnstationen durch kommunales oder privates Engagement.[17] 2011 verfügte er über weniger als tausend Ein- und Ausstiege pro Tag.[18] Heute verkehrt hier der Regional-Express RE 9 (Osnabrück-Bremen-Bremerhaven). Der Zusatz (Han) im Stationsnamen, bezieht sich auf die Zugehörigkeit des Ortes zum Königreich Hannover, welches von 1814 bis 1866 bestand.

Bus Barnstorf wird montags bis freitags auch außerhalb der Schulzeiten von der Buslinie 125 von bzw. nach Diepholz und Twistringen durch Weser-Ems-Bus bedient. An Schultagen verkehren manche Fahrten ab Diepholz weiter als Linie 606 nach Vechta.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Barnstorf
  • Christian-Hülsmeyer-Schule - Oberschule mit gymnasialem Zweig

Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindertagesstätte Die kleinen Strolche, private Elterninitiative
  • DRK-Kindergarten Villa Kunterbunt
  • DRK-Kindergarten Holzwurm
  • Jugendzentrum Barnstorf in der Kirchstraße
  • Jugendpflege Samtgemeinde Barnstorf
  • Mehrgenerationenhaus

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barnstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Michael Bönte: Abt Gerbert Castus - Ein Missionar aus zweiter Reihe. Kirchensite ((ehemalige)Online-Zeitung des Bistums Münster). 29. Oktober 2004 (Memento vom 3. Mai 2015 im Internet Archive). Abgerufen aus dem Webarchiv am 3. Oktober 2017.
  3. Offizialatsbezirk Oldenburg. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 20. Februar 2017.
  6. a b Gemeinde Barnstorf – Ergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 20. Februar 2017
  7. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 20. Februar 2017.
  8. Rat des Flecken Barnstorf, abgerufen am 20. Februar 2017
  9. Hauptsatzung
  10. Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung: Wassertourismus Hunte - Handlungsprogramm -. 2007 (PDF; 4,0 MB)
  11. Informationen der Gemeinde Barnstorf über Jan Spieker
  12. Wintershall Exploration und Produktion am Standort Barnstorf. Wintershall, abgerufen am 9. September 2012.
  13. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Neubau der Ortsumgehung Barnstorf im Zuge der Bundesstraße 51
  14. Barnstorf (Han) auf bahnhof.de
  15. barnstorf.de
  16. Der Barnstorfer Bahnhof - ein Stück Eydelstedt auf eydelstedt.de
  17. Nahverkehrsplan 2013–2017 (PDF; 15,2 MB), Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen, 2012. S. A-15.
  18. Bahnhof Barnstorf ein Vorbild für Bohmte?. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 29. Juni 2011.