Affinghausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Affinghausen
Affinghausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Affinghausen hervorgehoben

Koordinaten: 52° 47′ N, 8° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Schwaförden
Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 12,26 km2
Einwohner: 859 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27257
Vorwahl: 04247
Kfz-Kennzeichen: DH, SY
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 001
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststr. 157
27252 Schwaförden
Website: www.affinghausen.de
Bürgermeister: Jürgen Köberlein (WGA)
Lage der Gemeinde Affinghausen im Landkreis Diepholz
Landkreis DiepholzNiedersachsenNordrhein-WestfalenNordrhein-WestfalenLandkreis OsnabrückLandkreis Nienburg/WeserBremenDelmenhorstLandkreis VerdenLandkreis VechtaLandkreis OldenburgLandkreis CloppenburgStemshornLemfördeQuernheimBrockumMarlQuernheimHüdeLembruchDümmerDiepholzDrebberBarnstorfWetschenDickelRehdenHemslohBarverFreistattWehrbleckBahrenborstelVarrelKirchdorfWagenfeldBarenburgBarenburgEydelstedtSulingenDrentwedeScholenEhrenburgNeuenkirchenMaasenBorstelSiedenburgMellinghausenStaffhorstSchwafördenAsendorfAffinghausenSudwaldeSchwarmeMartfeldBruchhausen-VilsenTwistringenBassumSykeWeyheStuhrKarte
Über dieses Bild
ein Teil von Affinghausen

Affinghausen (niederdeutsch Affinghusen oder Affjehusen) ist eine Gemeinde im Landkreis Diepholz in Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Schwaförden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Affinghausen
  • Dörriesloh
  • Eitzen
  • Hagen

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden im Umkreis: Schwaförden (6 km), Scholen (10 km), Bruchhausen-Vilsen (10 km), Bassum (13 km), Asendorf (8 km), Sulingen (15 km) und Maasen (9 km).

Weitere Gemeinden im näheren Umkreis: Sudwalde (3 km), Staffhorst (9 km), Mellinghausen (9 km), Siedenburg (10 km) und Neuenkirchen (10 km).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Affinghausen waren in den Jahren 1124 Affenhusen, um 1265 Offinghusen und um 1330 Affinghusen. Eine überzeugende Deutung lautet so, dass es sich um die Siedlung der Leute oder der Sippe des Affo oder Agifo (dazu alte Vornamen wie Agafrid, Agefrid, Agfrid, Egfrid, Egfried, Afried oder Aifred) handelt. Der erste Namensteil rührt wahrscheinlich von Ecke oder Egge als „Spitze (des Schwertes)“.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Entwicklung – Hofstellen

Jahr Anzahl Hofstellen Quelle
1608 20
1667 26
1755 41
1816 61

Einwohnerentwicklung ab 1885

Jahr Einwohner Quelle
1885 428 [3]
1910 640 [4]
1933 688 [3]
1939 661 [3]
1950 11130 [5]
1956 848 [5]
1973 965 [6]
1975 0942 ¹ [7]
1980 0969 ¹ [7]
1985 0921 ¹ [7]
Jahr Einwohner Quelle
1990 849 ¹ [7]
1995 941 ¹ [7]
2000 938 ¹ [7]
2005 907 ¹ [7]
2010 835 ¹ [7]
2015 832 ¹ [7]
2016 842 ¹ [7]
2017 856 ¹ [7]
2018 859 ¹ [7]
0 0 0

¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Affinghausen setzt sich aus neun Ratsfrauen und Ratsherren folgender Partei zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister ist Jürgen Köberlein (WGA). Seine Stellvertreter sind Petra Hische (WGA) und Holger Brüning (WGA).[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommunalwappen der Gemeinde Affinghausen wurde von dem Autor Hans Ehlich[9][10] entworfen und vom Heraldiker und Autor Werner Kaemling[11][12] gezeichnet.[13]

Wappen von Affinghausen
Blasonierung: „Im geteilten Schild im oberen Teil in Gold ein grüner Bickbeerzweig mit blauen Beeren. Unten in Gold und Schwarz geständert das sogenannte verschobene Kreuz (Burgunderkreuz) der Grafschaft Bruchhausen.“[13][14]
Wappenbegründung: Affinghausen hat früher zur Grafschaft bzw. zum Amt Bruchhausen gehört. Hierauf deutet das verschobene Kreuz hin. Auf die starke Bindung zu Bremen weist der Zweig mit den Beeren hin: Die Einwohner pflegten alle möglichen landwirtschaftlichen Produkte in der Hansestadt zu verkaufen und wurden daher scherzhaft (insbesondere wegen der Veräußerung von Heidelbeeren) als Bickbeernbuern bezeichnet.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr, gegründet am 13. Februar 1921 anlässlich eines vorhergehenden Großbrandes im Herbst 1920
  • Schützenverein Affinghausen
  • FC AS Hachetal e. V.
  • TSV Affinghausen von 1928 e. V.
  • Kameradschaft ehemaliger Soldaten Affinghausen e. V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sylvia Daniel (1950–2010), Zeitarbeits-Unternehmerin und Stifterin

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Friedrich (1883–1968), Biophysiker, lebte und arbeitete in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit bis 1947 in Affinghausen
  • Gerd Kadzik (* 1929), lebt und arbeitet seit 1970 als Kunstmaler und Graphiker in Affinghausen
  • Rainer Kaune (* 1945), Autor, Rezitator, Vortragsredner, Herausgeber und Pädagoge, ein wichtiger Schulort war für ihn Affinghausen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Affinghausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 7. Dezember 2015; abgerufen am 2. August 2019.
  3. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Grafschaft Diepholz (Siehe unter: Nr. 1). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Sulingen. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 27. Dezember 2019.
  5. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 155 (Digitalisat).
  6. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 20, Landkreis Grafschaft Diepholz (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 27. Dezember 2019]).
  7. a b c d e f g h i j k l Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 27. Dezember 2019.
  8. Rat Affinghausen verzichtet auf Bildung von Fraktionen – Einstimmig für Köberlein. In: kreiszeitung.de. 16. November 2016, abgerufen am 27. Dezember 2019.
  9. Verschiedene Buchtitel des Autors Hans Ehlich. In: Webseite ZVAB. Abgerufen am 28. Dezember 2019.
  10. Wappen von Hans Ehlich. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 28. Dezember 2019.
  11. Verschiedene Buchtitel des Autors Werner Kaemling. In: Webseite ZVAB. Abgerufen am 27. Dezember 2019.
  12. Wappen von Werner Kaemling. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 28. Dezember 2019.
  13. a b Wappen der Gemeinde Affinghausen – Herkunft und Bedeutung. In: Webseite Gemeinde Affinghausen. Abgerufen am 27. Dezember 2019.
  14. Hauptsatzung der Gemeinde Affinghausen. (PDF; 142 kB) § 2; Wappen, Flagge, Dienstsiegel; Absatz 1. In: Webseite Samtgemeinde Schwaförden. 4. September 2012, abgerufen am 27. Dezember 2019.