Verbandsgemeinde Rhein-Selz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Rhein-Selz
Verbandsgemeinde Rhein-Selz
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Rhein-Selz hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 8° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-Bingen
Fläche: 145,52 km2
Einwohner: 40.768 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 280 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 07 3 39 5007
Verbandsgliederung: 20 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Sant’ Ambrogio-Ring 33
55276 Oppenheim
Webpräsenz: www.vg-rhein-selz.de
Bürgermeister: Klaus Penzer (SPD)
Lage der Verbandsgemeinde Rhein-Selz im Landkreis Mainz-Bingen
Breitscheid (Hunsrück)BacharachManubachOberdiebachOberheimbachNiederheimbachWeiler bei BingenTrechtingshausenWaldalgesheimMünster-SarmsheimBingen am RheinIngelheim am RheinBudenheimHeidesheim am RheinWackernheimGrolsheimGensingenHorrweilerAspisheimWelgesheimZotzenheimBadenheimSprendlingenSankt Johann (Rheinhessen)Wolfsheim (Gemeinde)OckenheimGau-AlgesheimAppenheimNieder-HilbersheimBubenheim (Rheinhessen)Ober-HilbersheimEngelstadtSchwabenheim an der SelzJugenheim in RheinhessenStadecken-ElsheimEssenheimOber-OlmKlein-WinternheimNieder-OlmSörgenlochZornheimBodenheimGau-BischofsheimHarxheimNackenheimLörzweilerMommenheim (Rheinhessen)HahnheimSelzenNiersteinOppenheimDienheimDexheimDalheim (Rheinhessen)KöngernheimFriesenheim (Rheinhessen)UndenheimUelversheimUelversheimLudwigshöheGuntersblumWeinolsheimDolgesheimEimsheimHillesheim (Rheinhessen)WintersheimDorn-DürkheimRhein-Lahn-KreisHessenMainzRhein-Hunsrück-KreisLandkreis Bad KreuznachDonnersbergkreisLandkreis Alzey-WormsKarte
Über dieses Bild
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Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung: Das Oppenheimer Rondo

Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Städte Nierstein und Oppenheim sowie 18 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der Stadt Oppenheim, in Guntersblum ist eine Verwaltungsstelle eingerichtet worden. Mit 40.768 Einwohnern ist die Verbandsgemeinde vor der Verbandsgemeinde Montabaur die einwohnerstärkste Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz.

Sie wurde am 1. Juli 2014 de facto aus der Zusammenlegung der Verbandsgemeinden Guntersblum und Nierstein-Oppenheim neu gebildet. De jure wurde die Verbandsgemeinde Guntersblum in die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim eingegliedert, woraus die neue Verbandsgemeinde Rhein-Selz entstanden ist.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Dalheim 6,34 1.010
Dexheim 5,69 1.473
Dienheim 9,91 2.144
Dolgesheim 6,55 947
Dorn-Dürkheim 5,60 942
Eimsheim 4,61 533
Friesenheim 3,47 722
Guntersblum 16,71 3.785
Hahnheim 6,39 1.553
Hillesheim 5,54 632
Köngernheim 3,63 1.319
Ludwigshöhe 2,99 575
Mommenheim 7,78 3.132
Nierstein, Stadt 19,34 8.191
Oppenheim, Stadt 7,09 7.341
Selzen 6,66 1.486
Uelversheim 7,49 1.071
Undenheim 9,97 2.871
Weinolsheim 5,92 732
Wintersheim 3,83 309
Verbandsgemeinde Rhein-Selz 145,51 40.768

(Einwohner am 31. Dezember 2015)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsgemeinden Guntersblum und Nierstein-Oppenheim entstanden 1972 im Rahmen der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform. Zuvor galten im damaligen Regierungsbezirk Rheinhessen im Wesentlichen die aus der hessischen Zeit (1816 bis 1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Für Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen.[2] In der Verbandsgemeinde Guntersblum waren am Stichtag 9.458 Einwohner gemeldet.[3] Die sogenannte „Freiwilligkeitsphase“ endete am 30. Juni 2012.

Im Januar 2011 erfolgte innerhalb der Verbandsgemeinde Guntersblum eine Bürgerbefragung, 87 % der Einwohner sprachen sich für den Erhalt der Verbandsgemeinde Guntersblum aus. Der Verbandsgemeinderat Guntersblum beschloss am 7. Mai 2012 die freiwillige Fusion der Verbandsgemeinde Guntersblum mit der Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim. Aufgrund eines Bürgerbegehrens erfolgte am 4. November 2012 unter den Einwohnern der Verbandsgemeinde Guntersblum ein Bürgerentscheid mit dem Ziel, den Beschluss des Verbandsgemeinderats aufzuheben.[4] Eine knappe Mehrheit von 50,2 % stimmte für die Aufhebung des Ratsbeschlusses.[5]

Am 20. Dezember 2013 wurde per Landesgesetz verfügt, dass die Verbandsgemeinde Guntersblum am 1. Juli 2014 in die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim eingegliedert wurde und die neue Verbandsgemeinde den Namen „Rhein-Selz“ tragen soll.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Rhein-Selz; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7][1]

Jahr Einwohner
1815 13.417
1835 21.542
1871 20.419
1905 23.538
1939 24.826
1950 30.035
Jahr Einwohner
1961 28.638
1970 28.528
1987 29.543
1997 36.610
2005 39.340
2015 40.768

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue Verbandsgemeinderat Rhein-Selz besteht aus 44 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG BL ULG Gesamt
2014 17 14 5 1 4 2 1 44 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe
  • BL = Bürgerliste Rhein-Selz e.V.
  • ULG = Unabhängige Liste Guntersblum e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde wurde am 25. Mai 2014 Klaus Penzer (SPD) mit 58,85 % direkt gewählt.[9] Seine achtjährige Amtszeit begann am 1. Juli 2014. Der bisherige Bürgermeister der Verbandsgemeinde Guntersblum Michael Stork (CDU) wurde am 1. Juli 2014 bis zum Ablauf seiner bei den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009 auf acht Jahre gewählten Amtszeit für drei Jahre bis 2017 zum hauptamtlichen Beigeordneten ernannt.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB)
  3. Datenbank bei rlpDirekt, KommWis GmbH
  4. Amtsblatt der Verbandsgemeinde Guntersblum, Ausgabe 37/2012, S. 7 ff. (PDF)
  5. Ergebnis des Bürgerentscheids vom 4. November 2012 (PDF)
  6. Landesgesetz über die Eingliederung der Verbandsgemeinde Guntersblum in die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim vom 20. Dezember 2013.
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen der hauptamtlichen Bürgermeister
  10. VG Rhein-Selz: Eklat bei konstituierender Ratssitzung in Guntersblum auf der Webseite der Verlagsgruppe Rhein Main, geschrieben von Andreas Riechert, veröffentlicht am 1. Juli 2014