Verschuldenshaftung

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Die Verschuldenshaftung ist die Verpflichtung zum Schadenersatz auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen, die ein schuldhaftes, also nicht nur objektiv rechtswidriges, sondern auch persönlich vorwerfbares Verhalten in Form von Vorsatz oder Fahrlässigkeit voraussetzen. Von der Verschuldenshaftung zu unterscheiden sind die Gefährdungshaftung und die Eingriffshaftung, für die auch nicht dieselben Voraussetzungen wie bei der Verschuldenshaftung gegeben sein müssen.

Situation in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich hat jeder seinen Schaden selbst zu tragen (casum sentit dominus). Damit eine Überwälzung des Schadens auf eine andere Person stattfindet, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein:

Situation in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz ist die ausservertragliche Verschuldenshaftung in Art. 41 ff. OR geregelt.

Voraussetzungen sind:

  • Schaden
  • adäquater Kausalzusammenhang
  • Widerrechtlichkeit
  • Verschulden

siehe auch: Deliktsrecht

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Rabl, Andreas Riedler: Bürgerliches Recht III - Schuldrecht Besonderer Teil. 6. Auflage. Verlag Österreich, Wien 2017, ISBN 978-3-7046-7799-0.
  • Andreas Riedler: Studienkonzept Zivilrecht IV - Schuldrecht Besonderer Teil - Gesetzliche Schuldverhältnisse. 4. Auflage. LexisNexis, Wien 2015, ISBN 978-3-7007-6313-0.
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