Waffensystemkommando der Luftwaffe

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Waffensystemkommando der Luftwaffe
— WaSysKdo Lw—
XX
Wappen des Waffensystemkommando der Luftwaffe
Wappen
Aktiv 1. Oktober 2006 bis 30. Juni 2013
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Luftwaffe
Stärke ca. 1.270
Unterstellung Luftwaffenamt
Stationierungsort Köln-Wahn
Kommandeur
Stellvertretender Kommandeur und mit der Führung beauftragt Brigadegeneral Rudolf Maus

Das Waffensystemkommando der Luftwaffe (WaSysKdo Lw) war eine Kommandobehörde der Bundeswehr, die für die Luftwaffen-Logistik als Teil des logistischen Systems der Bundeswehr zuständig ist. Es nahm Nutzungsaufgaben, die sogenannte Betriebs- und Versorgungsverantwortung für den Erhalt der Einsatzfähigkeit und Einsatzbereitschaft, wahr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Waffensystemkommando der Luftwaffe wurde zum 1. Oktober 2006 in der Luftwaffenkaserne Wahn in Köln aufgestellt, um die Aufgaben des gleichzeitig aufgelösten Luftwaffenmaterialkommandos und der Abteilung Luftwaffenrüstung des Luftwaffenamts zu übernehmen. Seine endgültige Struktur nahm es zum 1. Oktober 2009 ein.

Durch die Zuordnung der Materialverantwortung für die Einsatzreife an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung befand sich das Waffensystemkommando der Lw seit dem 1. Januar 2013 in der Umstrukturierungsphase.

Zum 1. Januar 2013 wurden das Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1, Luftwaffeninstandhaltungsregiment 2 und das Waffensystemunterstützungszentrum außer Dienst gestellt und in das Waffensystemunterstützungszentrum 1 und Waffensystemunterstützungszentrum 2 überführt.[1]

Zum 30. Juni 2013 wurde das WaSysKdo Lw aufgelöst und die Aufgaben an das zum 1. Juli 2013 neu aufgestellte Kommando Unterstützungsverbände Luftwaffe Fachabteilung Logistik/Nutzung übergeben.[2]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die grundsätzliche Aufgabe war die Betreuung von Material der Luftwaffe und fliegenden Geräts der gesamten Bundeswehr von der Anforderung bis zur Aussonderung im Rahmen der Betriebs- und Versorgungsverantwortung der Luftwaffe für den Erhalt der Einsatzfähigkeit und Einsatzbereitschaft.

Zur Führung der unterstellten Verbände und Erfüllung der fachlichen Aufgaben setzte sich das WaSysKdo Lw aus einem Stabselement und den folgenden fünf Abteilungen zusammen:

Durch die Abteilung „Materielles Fähigkeitsmanagement Luftwaffe (MFM Lw)“ wurden im Rahmen des Rüstungsverfahrens Customer Product Management (CPM) Lösungswege gesucht, um durch die Einführung von Material erkannte Fähigkeitslücken der Luftwaffe – und somit der Bundeswehr – zu schließen. Hierfür arbeitete das MFM Lw mit dem Zentrum für Weiterentwicklung der Luftwaffe (ZWELw) im Luftwaffenamt und dem Luftmachtzentrum zusammen.

Die Realisierung von Rüstungsprojekten bis zur Einführung in die Truppe unterstützte die Abteilung I „Luftwaffenrüstung“. Danach waren die Abteilung II (Flugabwehrraketensysteme, allgemeines Luftwaffenmaterial, Elektronik und Optronik) und die Abteilung III (Fliegende Waffensysteme) im Rahmen der Nutzungssteuerung für den eigentlichen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb zuständig. In den Aufgabenbereich der Abteilung III fiel auch das Verkehrszulassungswesen, Nachprüfwesen und Bauzustandswesen für alle Luftfahrzeuge der Bundeswehr.

Querschnittliche übergreifende Aufgaben der Felder Rüstung, Logistik und Nutzung in der Luftwaffe nahm die „Abteilung Zentrale Aufgaben“ wahr. Hierunter fiel Grundlagenarbeit, Vorschriftenwesen und zentralisierte Instandsetzungsplanung und -steuerung.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Waffensystemkommando der Luftwaffe (WaSysKdoLw) war eine Kommandobehörde auf Divisionsebene, die dem Luftwaffenamt unterstand. Truppendienstlich führte das WaSysKdoLw den deutschen Anteil am NATO-Programming Center (NPC) in Glons, Belgien, das für die Softwarepflege und -änderung der Führungssysteme der NATO-Luftstreitkräfte zuständig ist. Im Verantwortungsbereich des Waffensystemkommandos versahen etwa 4.000 Soldaten und zivile Beschäftigte ihren Dienst. Das Kommando selbst hatte eine Stärke von 1.000.

Gliederung bis 31. Dezember 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waffensystemkommando der Luftwaffe (WaSysKdoLw)
    • Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1 (LwInsthRgt 1) in Erding (Aufgelöst am 31. Dezember 2012)
      • Systemzentrum Avionik (SysZ Avionik)
      • Systemzentrum Luftfahrzeugtechnik (SysZ LfzT) Abgesetzter Bereich Ummendorf SysZ LfzT
      • Abgesetzter Bereich Penzing SysZ LfzT
      • Abgesetzter Bereich Koop Manching SysZ LfzT (EKZ – Eurofighter Kooperation Zelle)
      • Abgesetzter Bereich Koop OBERURSEL SysZ LfzT
      • Abgesetzter Bereich Koop München SysZ LfzT
      • Abgesetzter Bereich Koop Erding SysZ LfzT
      • Abgesetzter Bereich Neckarzimmern SysZ LfzT (wurde zum 31. Dezember 2008 ausgelöst)
      • Fliegerhorststaffel Erding
      • Zivile Ausbildungswerkstatt Erding
    • Luftwaffeninstandhaltungsregiment 2 (LwInsthRgt 2) in Diepholz (Aufgelöst am 31. Dezember 2012)
      • Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21 zur Instandsetzung der F-4F Phantom (Fliegerhorst Jever)
      • Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 22 zur Instandsetzung von Radargeräten und Kommunikationssystemen des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe und der militärischen Flugsicherung (Fliegerhorst Trollenhagen und Husum)
      • Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 25 zur Instandhaltung und Instandsetzung von Hubschraubern (Fliegerhorst Diepholz)
      • Systemzentrum Flugabwehrraketen zur Instandhaltung des Flugabwehrraketensystems Patriot sowie dessen Komponenten (Fliegerhorst Wunstorf)
    • Waffensystemunterstützungszentrum (WaSysUstgZ) in Landsberg am Lech (Aufgelöst am 31. Dezember 2012)
      • Stabszug WaSysUstgZ
      • Systemunterstützungszentrum (SysUstgZ) Kampfflugzeuge
      • Systemunterstützungszentrum (SysUstgZ) NH90/Tiger
      • Systemunterstützungszentrum für die Führungsdienste der Luftwaffe (SysUstgZ FüDstLw)
      • Projektunterstützungsteam Flugabwehrraketensysteme PATRIOT/MEADS
      • Typenbegleitmannschaft (TBM) NH 90
      • Typenbegleitmannschaft (TBM) Eurofighter
      • Dienstältester Deutscher Offizier beim International Integrated Logistic Support (ILS) Field Team A400M (DDO/DtA IIFT A400M) in Blagnac/Département Haute-Garonne (Frankreich) (Flughafen Toulouse-Blagnac)

Gliederung 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Regimentsfahne wird eingeholt. www.merkur-online.de, 17. Dezember 2012, abgerufen am 11. Dezember 2013.
  2. Bundesministerium der Verteidigung, Presse- und Informationsstab: Luftwaffenstruktur verschlankt sich. Bundeswehr, 25. Juni 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013 (PDF, 117 kB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]