Wettkämpfe der Freundschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der regelmäßig ausgetragene Nachwuchswettbewerb findet sich unter Jugendwettkämpfe der Freundschaft
Logo der Wettkämpfe der Freundschaft

Unter der Bezeichnung Wettkämpfe der Freundschaft (russ. „Дружба-84“) trugen 1984 die Länder des sozialistischen Lagers eine Reihe von internationalen Sportwettkämpfen als propagandistische Gegenveranstaltung zu den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles aus. Diese waren von 14 Ländern boykottiert worden.

Die Wettkämpfe umfassten alle olympischen Sportarten sowie einige weitere Disziplinen wie Tennis, Tischtennis und Sambo. Sie fanden zwischen Juli und September 1984 in neun verschiedenen Ländern (UdSSR, Bulgarien, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Kuba, Nordkorea, Mongolei sowie der DDR) statt. In der DDR wurden Wettkämpfe im Kanusport, Straßenradsport und Handball ausgetragen.

Gastgeber (blau) und Teilnehmer (grün) der Wettkämpfe

Neben den sozialistischen Ländern nahmen auch viele westliche Staaten an den Wettkämpfen, insgesamt aus 49 Staaten, teil. Während die Boykott-Staaten ihre Top-Athleten entsandten, starteten für die anderen Länder oft Sportler, welche die Olympia-Qualifikation verpasst hatten.

Die absoluten Ergebnisse übertrafen teilweise diejenigen der parallel stattfindenden Olympischen Spiele. Die von den sozialistischen Sportleitungen angestrebte Flut von Weltrekorden blieb aber zumindest in den olympischen Kerndisziplinen aus. Allein 30 Weltrekorde wurden dagegen im Gewichtheben aufgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Дружба-84 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien