Wolf Erlbruch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wolf Erlbruch (* 30. Juni 1948 in Wuppertal; † 11. Dezember 2022 ebenda[1]) war ein deutscher Illustrator, Kinderbuchautor und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf Erlbruch studierte von 1967 bis 1974 mit dem Schwerpunkt Zeichnung an der Folkwang Hochschule für Gestaltung in Essen und war ab 1974 als Illustrator in der Werbebranche international erfolgreich. Erlbruch lehrte von 1990 bis 1997 als Professor für Illustration an der Fachhochschule Düsseldorf (heute Hochschule Düsseldorf), von 1997 bis 2009 als Professor im Fachbereich Architektur-Design-Kunst an der Bergischen Universität Wuppertal und von 2009 bis 2011 als Professor für Illustration an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

2004 gründete die Familie Erlbruch die gemeinnützige Wolf-Erlbruch-Stiftung.[2] Sie dient der Pflege von Wolf Erlbruchs Werk. Die große Preissumme des Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preises ermöglichte die Ausstattung der Stiftung.[3]

Sein Sohn Leonard Erlbruch wurde 1984 in Wuppertal geboren.[4] Er hat Illustration studiert und ist ebenfalls Kinderbuchautor. Vater und Sohn haben gemeinsam Bücher und Kalender gestaltet.[5][6]

Erlbruch lebte bis zu seinem Tod im Dezember 2022 im Alter von 74 Jahren mit seiner Familie in Wuppertal.

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren begann Erlbruch, Kinderbücher zu illustrieren und später auch zu schreiben. Sein erstes Buch erschien 1985: Der Adler, der nicht fliegen wollte. Dabei umfassen seine Arbeiten so große Themen wie die Schöpfungsgeschichte (Am Anfang) oder den Sinn des Lebens (Die große Frage), den Tod (Ente, Tod und Tulpe), aber auch die einfache Geschichte Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. In Erlbruchs Büchern versammeln sich – bilderbuchklassisch – allerlei Tiere, er gestaltete sie jedoch auf eine skurrile, ausdrucksstarke Weise, die die Bücher in ihrer Ästhetik auch für Erwachsene ansprechend macht. 2007 gestaltete er mit Bühnenbild und Kostümen zu einer Dramatisierung von Max Kruses Urmel aus dem Eis für die Wuppertaler Bühnen seine erste Theaterausstattung.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kinderbuchillustrator Wolf Erlbruch ist tot. spiegel.de. Abgerufen am 12. Dezember 2022.
  2. Wolf-Erlbruch-Stiftung. In: www.im.nrw. Abgerufen am 14. Dezember 2022.
  3. Andreas Platthaus: Zum Tod von Wolf Erlbruch: Der Bilderbuchkünstler. In: www.faz.net. 12. Dezember 2022, abgerufen am 14. Dezember 2022.
  4. Leonard Erlbruch - Autoren - Hanser Literaturverlage. Abgerufen am 12. Dezember 2022.
  5. Über mich — Leonard Erlbruch. 17. Juli 2019, abgerufen am 12. Dezember 2022.
  6. Vater und Sohn und die Bilder. Abgerufen am 12. Dezember 2022.
  7. Klas Libuda: Maulwurf-Schöpfer mit Lindgren-Preis geehrt. Hrsg.: Rheinische Post. 5. April 2017, S. B7: „Mit Humor und Wärme, die tief in humanistischen Idealen verwurzelt sind präsentiert seine Arbeit das Universum in unserem Maßstab … Begründung der Jury …“