2S9

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
2S9 Nona-S
Selbstfahrlafette 2S9 Nona-S
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4
Länge 6,02 m (Länge mit Geschütz in 12-Uhr-Stellung)
Breite 2,63 m
Höhe 2,30 m
Masse 8,7 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 15 mm Aluminium
Hauptbewaffnung 1 × 120-mm-Mörser 2A60 (25 Projektile)
Beweglichkeit
Antrieb 5D20-Dieselmotor
240 PS (176 kW)
Federung Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit 60 km/h (Straße), 10 km/h (im Wasser)
Leistung/Gewicht 27,1 PS/Tonne
Reichweite 500 km

Die 2S9 Nona-S (russisch 2С9 Нона-С) ist ein sowjetischer Panzermörser, der in den 1980er Jahren entwickelt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Panzermörser 2S9 Nona-S wurde 1985 das erste Mal in der Öffentlichkeit gesichtet. Er ist lufttransportfähig, amphibisch und erlaubt sowohl den Einsatz in schwerem Gelände als auch hohe Geschwindigkeiten auf befestigten Straßen. Die sowjetischen Luftlandetruppen (WDW) forderten ein luftverlastbares Panzermörserfahrzeug. 1984 wurde es in die damalige Sowjetarmee eingeführt.

Technik[Bearbeiten]

Waffenanlage[Bearbeiten]

Das Fahrzeug basiert auf dem Chassis des BTR-D, einer Weiterentwicklung des BMD-1 (Objekt 916) und ist mit dem 120-mm-Mörser 2A60 (L24) bewaffnet, der sowohl als Mörser wie auch als Haubitze, im direkten und indirekten Richten, eingesetzt werden kann. Der Seitenrichtbereich des Turmes liegt zwischen +/–35°, der Höhenrichtbereich reicht von –4° bis 80°. Die maximale Feuerreichweite beträgt mit Mörsergraneten 7.100 m, mit normalen Granaten 8.850 m und mit raketengetriebenen Granaten 12.800 m. Die minimal Schußentfernung beträgt in der Mörserbetriebsart 400 und in der Haubitzenbetriebsart 1.700 m. Ein automatischer Lademechanismus ermöglicht eine Feuerrate von bis zu 10 Projektilen pro Minute.[1]

Munition[Bearbeiten]

Die 2S9 kann speziell für dieses System entwickelte Artilleriegranaten und alle sowjetisch/russischen 120-mm-Mörsergranaten verschießen.

Haubitze[Bearbeiten]

  1. Panzerbrechende Hohlladungsgranate (HEAT). Die Durchschlagsleistung beträgt 600–650 mm Panzerstahl auf 1.000 m. Gewicht 13,2 kg.
  2. Unterkalibergranate (APFSDS).
  3. Sprenggranate (HE-Frag). Wirksam gegen leicht gepanzerte Bodenziele, Infanterie und Stellungen. Gewicht 19,8 kg, Wirkung entspricht angeblich der von 152- bzw. 155-mm-Granaten.
  4. Raketenunterstützte Sprenggranate (HE-Frag-RAP)
  5. Raketenunterstützte, lasergesteuerte Präzisions-Sprenggranate (HE-Frag laser-guided). Diese Munition ist auch als Kitolow-2 bekannt. Maximale Reichweite 9.000 m, Trefferwahrscheinlichkeit 80–90 %.[2]
  6. Cargomunition

Mörser[Bearbeiten]

  1. Sprenggranate (HE-Frag).
  2. Raketenunterstützte Sprenggranate (HE-Frag-RAP)
  3. Leuchtgranate
  4. Rauchgranate
  5. Brandgranate
  6. Phosphorgranate[3][4]

Nutzerstaaten[Bearbeiten]

Aktuelle Nutzer[Bearbeiten]

ehemalige Nutzer[Bearbeiten]

  • AfghanistanAfghanistan Afghanistan – Weiternutzung der erbeuteten/zurückgelassenen Fahrzeuge; nicht bekannt, ob noch im Bestand
  • SowjetunionSowjetunion Sowjetunion – wurden an Nachfolgestaaten übergeben

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.military-today.com/artillery/2s9_nona_s.htm
  2. http://articles.janes.com/articles/Janes-Electro-Optic-Systems/KBP-Kitolov-Kitolov-2-mortar-projectile-Russian-Federation.html
  3. http://www.armscontrol.ru/atmtc/Arms_systems/Land/Artillery/Self_Propelled/Self_Prop_Art_Mortars.htm#2s9
  4. http://warfare.ru/?lang=&catid=254&linkid=2460